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http://www.stmwfk.bayern.de/downloads/reden/050911_denkmal_regensburg.pdf
Link: Rede des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel, bei der Eröffnung des „Tages des offenen Denkmals“ mit Verleihung der Denkmalschutzmedaille am 11. September 2005 in Regensburg
3.09.2005 | Netzcode: 10767510

"Arbeit von unschätzbarem Wert"

Historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" erhält vom Minister die Denkmalschutzmedaille 2005

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Ehre, wem Ehre gebührt! Bei der zentralen Eröffnungsveranstaltung zum bayernweiten Tag des offenen Denkmals in Regensburg zeichnete der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel, die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein aus Sulzbach-Rosenberg mit der Denkmalschutzmedaille 2005 aus. Der Freistaat würdigte das Jahrzehnte lange ehrenamtliche Engagement der Gruppe um Erhalt und Pflege historischer Baudenkmäler.

Der prächtige Reichssaal in Regensburg, in dem einst der "Immerwährende Reichstag" deutsche und europäische Politik gestaltete, bot den würdigen Rahmen für die Verleihung der bayerischen Denkmalschutzmedaille 2005, die an insgesamt 21 Personen und Institutionen aus ganz Bayern ging.

Für das Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg war es eine Riesenüberraschung, als im August die Einladung nach Regensburg eintraf. Klar, dass nicht nur der 1. Vorsitzende Klaus Faltenbacher, der stellvertretend für den Verein die Auszeichnung entgegennahm, am Sonntag nach Regensburg aufbrach - ein ganzer Bus voll historischer gewandeter Mitglieder begleitete ihn zu diesem ehrenvollen Termin. Und auch Bürgermeister Gerd Geismann ließ es sich nicht nehmen, persönlich mit Gattin Christl den wackeren Stiberern das Geleit zu geben. Die "Mittelalterlichen" aus der Herzogstadt waren nicht nur inmitten der illustren Festgesellschaft im Reichssaal der "Hingucker" schlechthin, sondern weckten auch bei zahlreichen Regensburgern und Gästen auf den Straßen der Bezirkshauptstadt Neugier und Fotografierlaune.

"Krieg und Frieden"

Regensburgs OB Hans Schaidinger eröffnete den Festakt mit einer geschliffenen Begrüßungsrede, in der er sich tiefgründig mit Entstehung und Wesen der Denkmalschutzidee und des praktischen Denkmalschutzes auseinandersetzte.

Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, Generalkonservator des Landesamtes für Denkmalpflege, wies darauf hin, dass mit dem heuer gewählten Motto "Krieg und Frieden" für den Tag des offenen Denkmals eine besondere Denkmal-Eigenschaft in den Blickpunkt gerückt werde: "Denkmäler sind nicht zwangsläufig das Schöne, Edle, das künstlerisch Bedeutende. Sie ermahnen und erinnern nicht selten in unangenehmer, ja schmerzlicher Weise an grausame Kriege, totalitäre Systeme oder verbrecherische Ideologien".

Dabei werde auch deutlich, dass die bayerische Denkmallandschaft noch um vieles reicher wäre, hätten keine Kriege stattgefunden. "Es wird klar, wie unersetzlich Denkmäler sind. Ihre Menge ist endlich. Jeder Abriss, jede Zerstörung bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust unseres kulturellen Erbes, den schleichenden Verlust unserer Identitätsträger, die Vereinheitlichung von Stadtbildern, letztlich den Verlust von Heimat im engeren und weiteren Sinne."

Staatsminister Dr. Thomas Goppel bezeichnete in seiner Laudatio das Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg als "lebendigen Beweis für das, was Bürgergesellschaft leisten kann". Der Verein habe sich um den Erhalt des kulturellen Erbes im Raum Sulzbach-Rosenberg verdient gemacht.

Tausende Stunden

In der Begründung für die Verleihung der Medaille wurde vor allem auf die Sanierung des Pflasterzollhauses verwiesen, mit der die Akteure des Stiber-Fähnleins in einigen tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein wertvolles Baudenkmal aus dem Jahr 1530 vor dem endgültigen Verfall bewahrten und darüber hinaus sogar noch einer sinnvollen neuen Nutzung zuführten. Das Gebäude wird heute als Startpunkt für historische Stadtführungen genutzt, beherbergt ein kleines Museum mit regionalen Ausgrabungsfunden und die Schusterwerkstatt des letzten Zolleinnehmers.

Lob des Bürgermeisters

Über die Sanierung des Pflasterzollhauses hinaus ist das Stiber-Fähnlein bereits vielfach denkmalpflegerisch in Erscheinung getreten. Als Beispiele seien genannt Sanierungsarbeiten an Wehranlagen und Wehrtürmen, die Instandsetzung der nahezu vergessenen mittelalterlichen Bogenbrücke am ehemaligen Rosenberger Eisenhammer und Pflege von Kleindenkmälern.

"Eure Arbeit ist für die Stadt von unschätzbarem Wert und für alle Mitbürger in jeder Hinsicht vorbildlich", freute sich Gerd Geismann mit den Stiberern über die Auszeichnung. Mit der Denkmalschutzmedaille erfahre das ehrenamtliche Engagement des Vereins auch überregional verdiente Anerkennung und Würdigung.

Wie beim Imbiss im Regensburger Rathaus zu hören war, sind Tatkraft und Ideenreichtum des Stiber-Fähnleins ungebrochen. So wird die Historische Gruppe sicher auch in den nächsten Jahren für positive Überraschung auf dem Sektor Heimatgeschichte/Denkmalpflege sorgen.

   
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Stand: 25. April 2016     

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