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Wittelsbacher Kurlinie Pfalz Linie Bayern Landshut Erbfolgekrieg Belagerung Geografische Lage
Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

 

Die Belagerung Sulzbachs im Landshuter Erbfolgekrieg

Text frei nach dem Vortrag von Armin Binder vom 14. Mai 2004 
Bayern ist 1504 in zwei große Teilherzogtümer geteilt. 

In München regiert seit 1467 Herzog Albrecht IV. über das Herzogtum Bayern- München. Er ist von der Notwendigkeit der Alleinregierung überzeugt. Zu seiner Unterstützung zieht er humanistisch gebildete Männer heran und durch die Förderung von Malern, Dichtern, Musikern und Historikern beginnt die Renaissance in Bayern einzuziehen. 

Sein großes Ziel, die Wiedervereinigung der Teilherzogtümer, kann er durch seinen Erfolg im Landshuter Erbfolgekrieg im Großen und Ganzen erreichen und wird damit zum wichtigsten Weichensteller für die Zukunft Bayerns an der Wende zum 16. Jahrhundert. 

Er war wohl der bedeutendste Wittelsbacher zwischen Kaiser Ludwig dem Bayern und dem Kurfürsten Maximilian I. Nicht umsonst hat man ihm den Beinamen "der Weise " gegeben.

1540

Karte: Die bayerischen Teilherzogtümer und die Oberpfalz um 1450
Aus: Spindler, Max (Hg.), BayerischerGeschichtsatlas, Bayerischer Schulbuch- Verlag, München 1969,

Das zweite bayerische Teilherzogtum ist Bayern-Landshut. 
Herzog Georg der Reiche hat zunächst ein gutes Verhältnis zu seinem unvermählten Vetter Albrecht IV., den er sogar zu seinem Erben einsetzt, falls er ohne Söhne sterben sollte. Als jedoch Albrecht 1487 heiratet und ihm 1493 ein Sohn geboren wird, wendet sich Georg von ihm ab. 

Herzog Georgs Söhne sind bereits gestorben und ihm sind nur zwei Töchter verblieben. Seine Tochter Margarethe geht ins Kloster und Elisabeth verheiratet er mit Pfalzgraf Ruprecht, einem Sohn des Kurfürsten Phillip von der Pfalz und seiner Schwester Margarethe.

Entgegen früherer Abmachungen und gegen die Bestimmungen der wittelsbachischen Hausgesetze (Vertrag von Pavia 1329) setzte Georg 1502 für den Fall seines Todes Elisabeth, deren Gemahl Ruprecht und deren Kinder zu Erben ein. 

Georg der Reiche
Herzog Georg der Reiche
Als Herzog Georg der Reiche am 1. Dezember 1503 in Ingolstadt stirbt, tritt dieses Testament in Kraft, das der Münchner nicht anerkennt, da er sich als rechtmäßiger Erbe von Bayern-Landshut betrachtet. 

Es kommt zu den Konflikten, die sich bald zum Landshuter Erbfolgekrieg ausweiten. König Maximilian I. spricht am 23.04.1504 den Münchnern die Landes des verstorbenen Herzog Georg zu und verhängt gegen Pfalzgraf Ruprecht und seine Anhänger die Acht. Als Gegenleistung möchte er sein Interesse an Kitzbühl, Kufstein und Rattenberg gewahrt wissen.

Maximilian I
Albrecht IV. kann außer dem Kaiser noch den schwäbischen, die Reichsstadt Nürnberg, den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, den Herzog von Württemberg, den Landgrafen von Hessen, den Pfalzgrafen von Veldenz und die Herzöge von Sachsen für sich gewinnen.

Kurfürst Ruprecht kann sich nur auf dei Hilfe seines Vaters verlassen und einiger nicht so bedeutender Verbündeter (Graf Wilhelm v. Henneberg-Schleusingen, Graf v. Montfort, Landgraf v. Leuchtenberg)

Amberg gehört zu dieser Zeit seit 1329 der pfälzischen Linie der Wittelsbacher, ist Nebenresidenz mit einem Vicedom. 

Der Vicedom ist Ludwig von Eyb (der Jüngere zu Eyburg, Sommersdorf, Hartenstein und Arnschwang). 
Er ist eine kraftvolle von Freund und Feind hoch geachtete Persönlichkeit.
In Sulzbach vertritt die Interessen des Herzogs von Bayern-München, der Landrichter und Pfleger Albrecht Stiber. Die Familie Stiber spielt z.Z. der Landshuter Erbfolgekriege in Sulzbach eine hervorragende Rolle. Sie sind fränkische Adelige, mit Stammsitz in Buttenheim. Albrecht ist wie Ludwig von Eyb, Ganerbe (Mitbesitzer) auf Burg Rothenberg und kauft 1495 Schloss und Gut Rosenberg. Mit seiner Frau Veronika, einer geborenen Truchsessin von Wetzhausen, hat er angeblich 21 Kinder.

Er ist sicher Organisator der Verteidigungsmaßnahmen Sulzbachs, stirbt jedoch vor der Belagerung am 8. August 1504. Der Grund seines Todes ist nicht bekannt, ebenso wenig wie der Tod seiner Frau am 21. August 1504. Beide, sowie Sohn Wolf, der 1505 stirbt, sind in der Rosenberger Johannis-Kirche beigesetzt.*
*Ergebnis neuester Forschungen Armin Binders

Das Amt des Landrichters und Pflegers übernimmt Sebald, der somit zum verantwortlichen Verteidiger der Stadt wird*. 
Ihm folgt 1505-1506 Sebastian, der studiert und zum Dr. der Rechte promoviert hat.
Zunächst kommt es zwischen den beiden Partein der Erben zu einem regelrechten Kleinkrieg, wie die Chronik der Christoph Triemann (Friermann) in seiner 1.438 Zeilen umfassenden Reimchronik schildert.
3.05.1504 - Sulzbacher Aufgebot gegen die Dörfer Iber und Dürnsricht, daraufhin überfallen die pfälzischen Hahnbacher Kalchreuth. Bei dem Gefecht werden zwei Hahnbacher erschossen und beide Seiten haben mehrere Verwundete zu beklagen.
7.05.1504 - Balthasar von Seckendorff aus dem pfälz. Amt Velden rückt vor das sulzbachische Schloss Holnstein, die von den Redwitz`s hartnäckig verteidigt wird.
24.05.1504 - Hahnbacher Fähnlein zieht gegen Sinnleithen, ein Hahnbacher kommt ums Leben.
28.05.1504 - Amberger plündern drei Mühlen am Rosenbach.
2.06.1504   - Sulzbacher plündern Traßlberg und Altmannshof
7.06.1504  - Amberger fischen in Albershof ab und bemerken das Anrücken der Sulzbacher nicht, müssen barfuss und nackt fliehen. 
16.06.150 4 - Sulzbacher (die jungen Stiber) überfallen Kastler Viehherde. Sie treiben 200 Rinder weg, jedoch die Verfolger jagen sie ihnen wieder ab. Jede Seite hat 3 Tote zu beklagen.
Landsknecht 1511
Inzwischen hatte Albrecht IV. mit der Reichstadt Nürnberg eine Allianz geschlossen und ihnen Lauf und 40 000 Gulden versprochen. Am 7.06.1504 rückten sie vor die Stadt Lauf, die sich zwei Tage später ergab. Ebenso Happurg, Schloss Reicheneck und Kloster Engelthal. Am 21.06.1504 stehen die Nürnberger vor Altdorf, dessen Pfleger Georg von Mistelbach die Stadt verteidigt. 

Die Nürnberger setzen neben 19 Geschützen und 36 Hakenbüchsen auch drei Riesengeschütze ein. Schon der erste Schuss der "Eule" durchschlägt die Stadtmauer und die 220 Pfund schwere Kugel rollt und springt bis vors Rathaus. Trotzdem können sich die Altdorfer bis zum 25.06. halten und beginnen dann mit Verhandlungen zur Übergabe. Bis Anfang Juli haben die Nürnberger das gesamte Land bis zur Sulzbacher Grenze, erobert. Von dieser Seite droht Sulzbach keine Gefahr mehr.

Die Belagerung der Stadt Neumarkt gelingt den Nürnbergern jedoch nicht. Obwohl sie mir 3.100 Mann zu Fuß, 250 Reitern, 600 Bürgern und 3.00 Bauern vor der Stadt liegen. Nach 16 Tagen müssen sie wegen eines heranziehenden pfälzisch-böhmischen Heeres wieder abziehen.

19.06.1504 - 300 Hahnbacher versuchen im sulzbachischen Beute zu machen. Albrecht Stiber, Hauptmann Spönmesser und 300 Knechte und 90 Reiter stellen sich ihnen entgegen. 
Die Amberger überfallen Seibertshof, Siebeneichen, Lobenhof und Oberschwaig und stecken sie teilweise in Brand. Aus dem Hammer zu Rosenberg holen sie Amboß und alles Eisenzeug. 

Die Sulzbacher brennen aus Rache dafür Schöpfendorf, Gehrsricht, Pfaffenhof, und Unterschwaig nieder. 
Als die Amberger den Sulzbacher Stadthirten überfallen und die Rinder rauben, geraten die nachsetzenden Sulzbacher in einen Hinterhalt und verlieren 3 Mann. 

Die Sulzbacher ziehen vor die Burg des Jobst von Brand (der Ältere zu Neidstein) der in Niederbayern an der Seite des Pfalzgrafen kämpft und zerstören sie.

"Der Stiber sprach: Da thut nicht fliehen! Wohlauf, laßt uns entgegenziehen."

von Brand

Dem pfälzische Vitzum in Amberg, Ludwig von Eyb gelang es inzwischen in Böhmen etwa 5.000 Knechte und 700 Reiter anzuwerben. Wenn auch ein Teil dieser böhmischen Söldner die Truppen des Pfalzgrafen Ruprecht in Niederbayern verstärkte, so blieben doch noch etwa 3.000 Mann zu Fuß in der Oberpfalz.

Diesem durch die Böhmen verstärkten Heer der Pfälzer gelingt es ein Heer des Markgrafen Friedrich von Brandenburg am 9.08.1504 bei Ebnath vernichtend zu schlagen. An die 1.000 Markgräfler werden getötet und Hunderte von Gefangenen gemacht. 

Am 11.08.1504 stehen dann die Pfälzer mit 5-6.000 Mann vor Schwandorf und beginnen mit der Beschießung der Stadt. Schon nach zwei Tagen muss die Stadt kapitulieren. Stadt und Schloss Fronberg werden gebrandschatzt. 

Solche Erfolge spornen natürlich an und so fasst man in Amberg den Entschluss, nun auch die Nachbarstadt Sulzbach zu erobern. Das wäre dann ein guter Ausgangspunkt für Einfälle ins Nürnberger Gebiet.

von Eyb
Das pfälzische Heer unter Ludwig von Eyb steht mit etwa 3000 Mann bei Hahnbach. Die Böhmen schlagen bei Schönlind (Vilseck) ihr Lager auf. Ihre Stärke ist nicht genau geklärt liegt bei 4 - 5.000 Mann. Ihre Anführer waren böhmische Adelige Johann von Weitmühl, die Brüder von Guttenstein und Albrecht von Sternberg. Wenn wir annehmen das das Heer auch noch die Aufgabe hatte die Stadt Amberg und das pfälzische Gebiet zu sichern, so ist eine Stärke von ca. 6.000 Mann Belagerer realistisch.*

Am 29. August bezieht das Belagerungsheer Stellung am Galgenberg, in unmittelbarer Nähe der Stadt. Dort bauen sie zwei Wagenburgen, die sie durch Schanzen sichern. 

Die Sulzbacher bereiteten sich auf die Belagerung vor, sorgten für Proviant und teilten die Bürger in Rotten ein. Alle Gebäude und Bäume vor der Stadt wurden abgerissen, um dem Feind keine Deckung zu bieten und freies Schußfeld zuhaben. Sie brachten zwei Kanonen in Stellung.

Am 28. August erhalten die Sulzbacher den Feind-bzw. Absagebrief des pfälzischen Vizedoms Ludwig von Eyb und der böhmischen Anführer.
Am ersten Tag der Belagerung kam aus dem  Heerlager der pfälzische Hauptmann Kaspar Irlbeck (Erlbeck) um mit dem Sulzbacher Pfleger Stiber zu verhandeln und die Übergabe zu fordern. Er bekamm jedoch die Antwort sich zu "trolln".

Die Beschießung der Stadt mit drei Geschützen ist jedoch wegen der großen Entfernung wirkungslos und Trieman spottet:  >>>

So begannen die Belagerer, die vor das Neutor gebrachten Geschütze durch das Aufwerfen eines Grabens, einer Schanze, zu schützen. Die Verteidiger versuchten das durch häufige Feuerüberfälle zu verhindern, es wird berichtet, sie hätten an diesem Tage gut 1.500 Kugeln verschossen.

"Sie schoßen an einem haus 2 ziegel entzwey, ein magd hub an ein groß geschrey, die hatt ein hennen angesetzt, zwey eyer vom schuß wurden verletzt."
Stadtansicht von 1537
Stadtansicht Sulzbach von 1537 im Auftrag von Ottheinrich
Am morgen des 31.08.1504 stürmen 42 Kriegsknechte die Schanze, 35 Schanzarbeiter und der Amberger Geschützmeister kommen dabei um`s Leben. Als sich die Sulzbacher noch damit beschäftigten, den gefallenen die Rüstung auszuziehen und die Waffen einzusammeln, kam es zum Gegenangriff. 30 Sulzbacher Kriegsknechte blieben dabei auf der Strecke. Die Belagerer setzen ihre Arbeit fort und stellen geflochtene Schirme zum Schutz der Geschütze auf.

Hauptmann Kaspar Irlbeck (Erlbeck) und Oswald von Seckendorff fordern die Stadt wiederholt zur Übergabe auf.

Die Beschießung der Stadt richtete nun auf die kurze Distanz doch erheblichen Schaden an. Die Belagerer versuchten zwei mal mit Fußknechten die Stadt zu erstürmen wurden jedoch von den Verteidigern mit Verlusten zurückgeschlagen.

Am morgen kam ein Bursche mit weißer Fahne um eine erneute Unterredung vorzuschlagen zwischen Ludwig von Eyb, Johann von Weitmühl, den Brüder von Guttenstein und Albrecht von Sternberg. Doch Stiber, Spönmesser und der Rath lehnen ab. Waren sie doch in dem Bewusstsein, von dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Ansbach und der Reichsstadt Nürnberg Hilfe zu erhalten.

So kam den auch am Morgen des 2. September Kunz Schott mit 38 wohl gerüsteten Reitern des Markgrafen und Phillip von Rüdikheim im Auftrag der Reichsstadt Nürnberg mit 30 Reitern und 200 Mann zu Fuß. Sie kamen ohne Schwierigkeiten in die Stadt, da die Belagerer versäumt hatten einen Ring um die Stadt zu ziehen.
In der Nacht zum 3. September vernahmen die Sulzbacher eigenartige Geräusche von der Stadtmauer, die Angreifer versuchen die Stadtmauer zu untergraben. Die Sulzbacher Bergleute graben einen Gegenstollen, bis die anderes Seite aufgibt.

Die Böhmen versuchen unter dem Schutz ihrer großen hölzernen Setzschilde gegen die Mauer vorzudringen. Als die Verteidiger erkannten, das ihre Bleikugeln die Schilde nicht durchschlagen, lässt der Pfleger 6.000 Zinnkugeln gießen.. so gelingt es den Sulzbachern immer wieder die Angreifer zurückzuschlagen.

Es fragt sich so mancher wie lange noch? 

Doch am Morgen des 4. Septembers steht wieder ein Bursche mit weißer Fahne vor der Türe. 

Wider treffen Ludwig von Eyb, Johann von Weitmühl, die Brüder von Guttenstein und Albrecht von Sternberg mit Sebald und Sebastian von Stiber, Spönmesser und dem Rath zusammen und die Sulzbacher sind doch sehr erstaunt das ihnen die Belagerer sofortigen Frieden mit gleichzeitigem Abzug des Heeres anbieten, noch dazu ohne Gegenleistung.

Das musste gefeiert werden: Nach geschlossenem Frieden ließ Herr Stiber hinausführen Wein, Fisch, Brot und andere Victualien.
So besiegelte ein gemeinsames Mahl zwischen den Feinden von gestern das Ende der Belagerung. Dabei haben manche wohl etwas zu tief in das Glas geschaut:

Auf dem Rückzug brannten die Pfälzer als letzten kriegerischen Akt den Lindhof nieder, angeblich hatte der Lindhofbauer die Sulzbacher durch Signale unterrichtet. War wohl aber eher der Schaden der Amberger, da der Giltherr dieses Hofes, der Benefiziat der Amberger Frauenkirche, nun lange auf seine Einkünfte verzichten musste.

Und thäten mit ihnen einen guten trunk; Der Schweigmüller hat einen großen schlunck; Des weins hätt er zu viel zu ihm genommen; do er nun war ins lager kommen.
Das Bundesheer unter König Maximilian I. und Herzog Albrecht von Bayern-München war am 4. September, mit 4.000 Knechten und 1.200 Reitern von Donauwörth aus zur Rettung Sulzbachs und zur Vernichtung des pfälzisch/böhmischen Heeres aufgebrochen. 

In Hiltpoldstein wollte man sich mit dem Kontingent der Reichsstadt Nürnberg und dem des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach vereinigen. eine Heermacht, den pfälzisch/böhmischen Kräften in der Oberpfalz weit überlegen, war hier im Anmarsch.

Was war der Grund des Friedensangebotes?
Als König Maximilian die Nachricht vom Abbruch der Belagerung erhielt, änderte er die Richtung und versuchte das Heer, das in Richtung Regensburg gezogen war, noch vor der Stadt abzufangen. Tatsächlich kam es auch am 12. September zur Schlacht auf dem Hafenreuther Feld bei Wenzenbach nördlich von Regensburg. Nachdem sich die Pfälzer rechtzeitig abgesetzt hatten, wurden die Böhmen hier vernichtend geschlagen. Pfalzgraf Ruprecht am 20. August in Landshut gestorben, seine junge Witwe folgt ihm am 15. September.
Der Kleinkrieg zwischen Sulzbachern und Ambergern ging noch weiter bis zum Mai des nächsten Jahres, obwohl Herzog Albrecht von Bayern-München am 21. März 1505 einen Waffenstillstand und König Maximillian I. am 13. April 1505 ein allgemeines Friedensgebot erlassen hatte. Kölner Spruch von 30.07.1505 verteilt endgültig das Erbe Herzog Georgs von Bayern-Landshut.
König Maximilian erhält sein Interesse, die wittelsbachischen Besitzungen in Tirol, Herzog Albrecht von Bayern-München gewinnt die niederbayerischen Lande, muss jedoch einige Gebiete an Maximilian, Nürnberg und an das neue Fürstentum Pfalz-Neuburg abtreten. 

Die größten Gewinner sind die Nürnberger, sie behalten große Teile des von ihnen eroberten Gebiets und erweitern dadurch ihr Landgebiet erheblich. Zwar jammern sie , der Krieg hätte so viel gekostet, dass man das Gebiet auch hätte kaufen können. Aber es war eben nicht käuflich zu haben.

Für die unmündigen Enkel Herzog Georgs, die Pfalzgrafen Ottheinrich und Phillip , wird ein neues Fürstentum geschaffen, die Pfalz-Neuburg, der auch die Stadt Sulzbach zu geschlagen wird.

Neuburg a.d. Donau 1546
Weite Infos in "Bibliographie zum Fürstentum Pfalz-Neuburg"

http://www.pfalz-neuburg-bibliographie.geschichte.lmu.de

Bayern und seine Territorialstaaten / Haus der Bayerischen Geschichte

http://www.hdbg.de/polges/pages/kap3a.htm 

Böhmische Söldner:

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45826

 
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