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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

Wittelsbacher
Kurlinie Pfalz
Linie Bayern Landshut
Erbfolgekrieg
Belagerung
Geografische Lage

Woher kommt der Name "Stiber-Fähnlein"?

Es begab sich im Jahre 1504.
In Bayern wütete der sogenannte Landshuter Erbfolgekrieg.
Man stritt sich um das Erbe von Herzog Georg des Reichen von Landshut (1455 - 1503),
der, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen, gestorben war.
Sowohl der Schwiegersohn des Verstorbenen, Ruprecht von der Pfalz,
als auch Herzog Albrecht IV, der Weise von Bayer-München (Wittelsbach), erhoben Anspruch auf das reiche Erbe.
Da man sich nicht einigen konnte, griff man zu den Waffen um das Kriegsglück entscheiden zu lassen.

In unserer Heimat standen sich auch die beiden Eisenstädte Amberg und Sulzbach feindlich gegenüber.
Sulzbach, das zu dieser Zeit dem Münchner Herzog Albrecht untertänig war, wurde von den
Ambergern, die dem Pfalzgrafen zugehörig waren, bekriegt.
Nach anfänglichen Scharmützeln - man brannte sich gegenseitig die Dörfer nieder und trieb den Bauern das Vieh davon -
kam es zu ernsthaften Auseinandersetzungen. So kam es, dass sich 3000 Amberger und 6000 angeworbene Böhmen auf den Höhen von Sulzbach versammelten,
dort ihr Lager aufschlugen und die Stadt mit schweren Geschützen beschossen und sie auch berannten.
Hakenbuechse
Die Stadt wurde damals vom Stadthauptmann und Pfleger Albrecht Stiber, und seinen Söhnen Sebald und Sebastian, tapferen Rittern aus dem fränkischen Geschlecht der "Stiber" oder "Stiebar" von Buttenheim verwaltet.
Stammtafel der Stiebar von Armin Binder

Wiederholt forderten die Feinde Hauptmann Stiber zur Übergabe auf. Doch dieser dachte nicht daran, die Stadt aufzugeben. Er ließ die Mauern verstärken und die Tore verrammeln. Vor den Mauern ließ er alle Gebäude abbrennen und Bäume fällen, um dem Feind keine Deckungsmöglichkeit zu bieten und um freie Bahn für die Kugel der eigenen Geschütze zu haben. So begann eine gewaltige Kanonade.

Doch die Sulzbacher ließen sich, trotz einiger gewaltige Einschläge von Kanonenkugeln ( man kann in manchen Teilen der Stadtmauer noch steinerne Kugeln sehen) nicht klein kriegen und erwiderten das feindliche Feuer, das schwächer und schwächer wurde und bald gar verstummte. Die  Stiber aber mobilisierten die Bürger und machten mit ihnen,  Ausfälle und sie brachten den Feinden gar  manche Schlappe bei.
Langsam machte sich aber in der Stadt Lebensmittelknappheit bemerkbar und bei den Bürgern griff bereits Verzagtheit um sich. Da kam ein Gerücht den Sulzbachern zu Hilfe. Kaiser Maximilian wolle von Nürnberg her den Bürgern mit einem großen Heere zu Hilfe eilen. Darüber erschraken die Feinde so stark, dass sie spontan die Hand zum Friede boten.

Die Sulzbacher waren natürlich froh darüber und mit einem Festmahl, bei Fisch und Wein, auf den Wällen der Stadt wurde der Frieden besiegelt.

Friedensmahl
Albrecht Stiber, der tapfere Verteidiger unserer Stadt, Lehnsherr von Rosenberg verstarb im Jahre 1504 und wurde in der St. Johanniskirche in Rosenberg begraben, ebenso wie sein Sohn Wolf und seine Frau Veronika.
Die Sulzbacher haben diese schwere Zeit, in der sie und ihre Vaterstadt, so schwer in Bedrängnis kamen, bis heute nicht vergessen. Ebenso blieben Albrecht Stiber und seine Söhne den Sulzbachern in dankbarer Erinnerung.

Zum Andenken an diese Zeit gründete der Stadtheimatpfleger Karl Grünthaler 1992
die Stadtgarde und Historische Gruppe Stiber-Fähnlein

Der Name Stiber wurde als Synonym für Bürgereinsatz
und die Bezeichnung Fähnlein,
die im mittelalterlichen Sprachgebrauch eine militärische Einheit bezeichnete,
als Sinnbild für - die Gemeinschaft die stark macht- gewählt.

 
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Stand: 25. April 2016     

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