500 Jahre Belagerung Sulzbachs - Szenenspiel
Bilder: Faltenbacher/Karl/Raedle/Mehl
25.-27.06.04
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05_steine_sammeln
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Fanfarenstoß - Chronist Friermann -schreitet zur Anhöhe unter der linken Bastion, steht am Pult und ließ die Chronik :

Man heißt mich Christoph Friermann, ich bin Sohn des Städtleins Sulzbach, war Untertan des Herzogs Georg, den man den Reichen hat genannt. Ich will Euch künden,  was weiland geschah in bayrischen Landen als unser Herzog Georg ward krank und schied dahin in Ingolstadt.

Es ist gescheh`n zu der Zeit, als man nach Christi Geburt unsers Erlösers und Seligmachers zählet 1503 Jahr, da starb der alte Herzog am St. Andreas-Tag zu Ingolstadt. Kein überlebender Sohn war ihm gegönnt, so bestimmte er, seine Tochter Elisabeth und ihren Mann den Pfalzgrafen Ruprecht bei Rhein, zu seinen Erben, reich an Land, Gut und Geld.

Das hat ihm der Wittelsbacher Herzog Albrecht von Bayern-München, der Weise auch genannt, arg verübelt. War`s doch von jeher Brauch und Sitte und gab`s auch einen Vertrag zu Pavia, in dem, der Männer Linie nur weiterführen konnt und ihm deshalb die Lande zugehören sollten.

Habens so lange gerauft ums Erbe und die bayrische Herrschaft bis der Kaiser in Augsburg hat Recht gesprochen. Die Majestät hat's so stehen lassen wie's der Herzog hat benannt, ist das Land, den Herzogen Albrechten und Wolfgang zugesprochen worden. Der Pfalzgraf Rupprecht hat's nicht wollen hinnehmen, wollt selber das Zepter schwingen übers Bayernland.

Und wie die hohen Herren haben gestritten gegeneinand` so haben die Untertanen Partei genommen und ist daraus geworden der Bayrische Krieg. Städt, die bisher verbunden waren durch Freundschaft und Handel, haben sich die Dörfer ausgebrannt und sind dabei so manche Mauern gefallen und haben die Leut ihr Hab und Gut verloren. Und manch braver Bursch hat auch sein Leben lassen müssen für eine Sach, die ihm nichts hätt bedeuten sollen. Hat so mache Mutter weinen müssen um den Buben, so mache Frau hat umeinsonst gewartet, dass der Ehgemahl sollt heimkommen aus dem Streit.

Und wie der Kalender hat angezeigt das Jahr 1504, ist der Krieg auch zu uns kommen. Die Amberger waren auf des Rupprecht Seit'n und haben wohl gedacht die Stadt zu brennen und zu schleifen, wies` zuvor bereits das Städlein Schwandorf hat erleben müssen, das trotz Vertrag hat leiden und brennen müssen.

Allein konntens nit es schaffen, haben ausgesandt nach Kriegsknecht allentwegen. Von Neumarkt sind`s gekommen. Und an die 6.000 Böhmen hat der Hunger und die Not ins Land getrieben. Die Amberger hatten's ihnen vorgegaukelt die Sulzbacher Stadt wär` wenig wehrhaft und gar leicht zu nehmen. So kamens schnell gelaufen, der guten Beute Willen, die so leicht zu machen wär ohn` viel Gefahr für Leib oder Leben.

So kamen sie denn anmarschiert und hergeritten. Mit Schwert und Büchsen, Feldschlangen und andren Waffen wohl bewehrt. Bei Schönlind haben`s gelagert, den Feind- oder Absagbrief übergeben.

 Doch die Stadt Sulzbach hat gestanden, wie ein Mann, zu des Herzogs Hauptmann und Pfleger Albrecht Stiber, so ist kommen aus dem Frankenland, zu dienen dem Herrscher wie auch den tapferen Bürgersleut`. Er hat die Stadt jetzt wohl bewehrt. Die Bürger stehen auf der Wacht.