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Montag, 2. Dezember 2003

Barock-Juwel im Bibeljahr 

Ältesten Sulzbacher Bibeldruck von anno 1691 ersteigert - In Deutschland nur zwei Exemplare

Sulzbach-Rosenberg. (im) So ein Christkindl bekommt die Stadt Sulzbach-Rosenberg nicht alle Jahre, und das auch noch "vorgezogener Weise": ein Exemplar des äußerst seltenen Erstdrucks einer Sulzbacher Bibel von anno 1691. Am ersten Adventssonntag ging dieses bedeutende Werk aus den barocken Druckerpressen der Herzogstadt in den Besitz des Stadtmuseums über - gerade noch rechtzeitig zum "Jahr der Bibel 2003". 

Erst kürzlich war die Bibel im Herbstkatalog des renommierten Auktionshauses Hartung & Hartung entdeckt worden. Die Münchener Traditionsfirma gilt als eine der besten süddeutschen Adressen für alte Drucke, Manuskripte, Autographen und Graphik.

Pendant in Stuttgart 
Anfang November konnte das wertvolle Buch mit etwas Glück zu einem verhältnismäßig günstigen Preis ersteigert werden. Der Folioband stammt aus der ersten Auflage eines deutschen Gesamtbibeldrucks, der 1691 bei Abraham Lichtenthaler in Sulzbach hergestellt wurde. Bisher war davon nur ein einziges Exemplar in der Württembergischen Landesbibliothek zu Stuttgart bekannt, wo sich Deutschlands umfangreichste Bibelsammlung befindet.

Dr. Manfred Finke, ein allzu früh verstorbenes Gründungsmitglied der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft, hat es bereits 1995 in seiner Dissertation über "Sulzbach im 17. Jahrhundert" aufgelistet. Bei der großen Bibelausstellung von 1999,die fast 11.000 Besucher ins Stadtmuseum zog, konnte diese ein dreiviertel Jahr lang als Sonderleihgabe besichtigt werden. Nun ist es mit wesentlicher Unterstützung des Stiber-Fähnleins gelungen, ein Original dieser seltenen Bibelausgabe nach Sulzbach-Rosenberg zurück zu holen. 

Die Ersteigerung gelang mit der fachkundigen Hilfe von Dr. Winold Vogt (München), der in der Bayerischen Staatsbibliothek für den Bestandsaufbau "alte Drucke" verantwortlich zeichnet. Beim Auktionshaus vertrat er Sulzbach-Rosenberg entgegenkommender Weise und ersparte so den Aufwand für eine persönliche Anwesenheit vor Ort. 

Zugunsten der Stadt verzichtete die Staatsbibliothek darauf, mitzubieten, obwohl dieser Bibeldruck dort noch nicht vorhanden ist, um den Band möglichst günstig an seinen Ursprungsort zu bringen. "Es ist uns in München wichtiger, dass so ein Werk dahin kommt, wo es her stammt, als es selbst zu besitzen" so Dr. Vogt. 

Vorbesitzer unbekannt 
Das Buch war unter der Versteigerungsnummer 816 als "Sacra Biblia (...). Sehr seltene Sulzbacher katholische Bibel, ein Druck der ersten dortigen Offizin" ausgeschrieben. Bislang wurden allerdings weder Mitbieter noch Vorbesitzer bekannt.

Stiber mit Spendierhose 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Helmuth Singer und Klaus Faltenbacher vom Vorstand der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, hatten eine echte Rarität in der Tasche, als am Sonntagnachmittag der Rosenberger Krippenweg festlich "angeblasen" wurde. Im Rahmen der Eröffnungsfeier überreichten sie Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer für das Museum in der Neustadt eine kostbare Barock Bibelausgabe der Sulzbacher Druckerei Lichtenthaler (siehe dazu unseren Bericht auf dieser Seite). Erst tags zuvor hatten sich Vorstände und Mitglieder des Stiber-Fähnleins bei ihrer vorweihnachtlichen Feier im Pflasterzollhaus spontan dazu entschlossen, bei der Finanzierung dieser prominenten Anschaffung entscheidend in die Bresche zu springen. Zwei private Einzelspenden lagen bereits vor, eine verbleibende kleine Finanzlücke wird der Förderverein des Stadtmuseums noch schließen .

 

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