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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

"Schlafmünzen" klimpern für die neue Orgel

Mittwoch, 19.12.2001 -
Sulzbach-Rosenberg. (srz) m Donnerstag, 20.12., um 18.30 Uhr werden im Rahmen einer Stiber-Aktion gesammelte "Schlafmünzen" auf dem Sulzbacher Weihnachtsmarkt an Stadtpfarrer Walter Hellauer und den Orgel-Förderverein übergeben.

Begleitet von Trommeln und historisch Gewandeten werden die Münzen in einer drei Meter langen Orgelpfeife vom Pflasterzollhaus zum Weihnachtsmarkt transportiert. Auf der Bühne des Weihnachtsmarktes wird der Inhalt der Orgelpfeife nach einer kurzen Ansprache der Beteiligten in ein durchsichtiges Behältnis umgeleert und an die Verantwortlichen übergeben. Durch das programm führt Dr. Markus Lommer.
Der Dank des Stiber-Fähnleins gilt allen Gruppen und Organisationen, die sich in den Dienst der guten Sache stellten: Zimmerstutzen-Gesellschaft 1893 Rosenberg, Spielmanns- und Fanfarenzug Rosenberg, Bergleute des Stiber-Fähnleins, Gernot mit seinem Gefolge aus Amberg, das Team der Sulzbach-Rosenberger Zeitung, Mitglieder des Stiber-Fähnleins und alle Spender aus der Bürgerschaft.
Die Bevüökerung ist eingeladen, am Donnerstag auf dem Weihnachtsmarkt die Entleerung der großen Orgelpfeife zu erleben. Bei dieser Gelegenheit können auch noch die letzten "Schlafmünzen" gespendet werden.

Heimatstadt vorbildlich präsentiert

"Stiber-Fähnlein" und befreundete Vereine bei den 11. Oberpfalztagen in Regensburg

Mittwoch, 20.10.2001 -
Sulzbach-Rosenberg. (srz) Die 11. Oberpfalztage, veranstaltet vom Oberpfälzer Kulturbund unter der Schirmherrschaft der Regierung der Oberpfalz, liefen in Regensburg im Donau-Einkaufszentrum. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis-Touristbüro, mit Frau Esther Keppeln-Grüne und dem Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg, Frau Edith Zimmermann, vertraten die Frauen und Männer der „Stiberer“ ihre Stadt vorbildlich.

Täglich boten sie den interessierten Besuchern,immerhin etwa 25 000 pro Tag, im DEZ von 9 Uhr bis 18 Uhr an ein tolles Programm. Dabei waren im Donau-Einkaufs-Zentrum 24 Mitglieder, abwechselnd 48 Mal im Einsatz. Auf Einladung des Stiber-Fähnleins kamen verschiedene befreundeter Vereine wie der Spielmannszug Sulzbach, der Bergknappenverein Sulzbach, der Verein für Erlebte Geschichte - mit neuem Namen „Cantus Ferrum“, und Gernots Gefolge zum Einsatz.

So konnte der Landkreis Amberg-Sulzbach mit über 80 Akteuren in Regensburg aufwarten. Das Motto der Veranstaltungen bezog sich auf die Oberpfalz und das Mittelalter.

Gericht präsentiert
Ein abwechslungsreiches Programm boten die Akteure in der Altstadt und im Donau-Einkaufs-Zentrum. Mit Höhepunkten wie dem Bau eines romanischen Kreuzgratgewölbes, Wandmalerei nach mittelalterlichen Motiven oder Lebend-Schach mit Kindern. Von Sulzbach-Rosenberg wurde die Gerichtsbarkeit des Mittelalters mit verschiedener Repliken von Strafgeräten  gezeigt und erläutert.
Ebenso ging es um die Ausgrabungen des Sulzbacher Schlosses, der Erzbergbau, sowie mehrere alte Traditionen und Handwerkstechniken des Mittelalters: Herstellen und Bemalen von Modeln, Kanonen - und Böllerbau, Zinngießen, Karbidlampenausstellung und -vorführung, Erze der Sulzbacher Gruben, Messerherstellung. Anfertigen von Bundschuhen, Instrumentenbau, Kalligraphie,  mittelalterliches Backwerk.

Mittelalterliche Musik
Zur Unterhaltung spielten Hans Reinhardt und Siegfried Binder volkstümliche Weisen aus der Oberpfalz. Natürlich erklang auch die mitreißende mittelalterliche Musik des Vereins für Erlebte Geschichte - Cantus Ferrum - auf Instrumenten, wie Dudelsack, Drehleier und Trommel .
Stolz darauf können die Stiberer sein, dass Regierungspräsident Dr. Wilhelm Weidinger, der Präsident des Oberpfälzer Kulturbundes Alfons Metzger und sein Geschäftsführer Joachim Wappler, sie bei den Aktionen besuchten und den Einsatz für Ihre Stadt lobten.

Zur Abschlussveranstaltung am Samstag den 29.09. organisierte die Historische Gruppe, neben anderen Aktivitäten, eine großen Umzug zusammen mit dem Sulzbacher Spielmannszug und  anderen  Historischen Vereinen innerhalb des Donau-Einkaufszentrums.

1. Bürgermeister Gerd Geismann, ließ es sich nicht nehmen in Gewandung an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen, um sich von den Aktivitäten der Vertreter der Stadt Sulzbach-Rosenberg zu überzeugen. Das Stadtoberhaupt lobte das Engagement der Stiberer und der befreundeten Vereine und wünschte sich, dass es auch weiterhin so vorbildlich weitergehe.

Fazit: Eine außerordentliche Woche mit viel ehrenamtlicher Arbeit und gelungener Präsentation der Stadt Sulzbach-Rosenberg.

Zänkische Frauen kamen in die Halsgeige

Attraktion im DEZ: Ausstellunmg über das Mittelalter / Wie Frauen ihre Männer fit machten

Samtag /Sonntag, 29.09.2001 -
Regensburg (Mittelbayerische Zeitung). (von Karl-Heinz Weigel)

"Wir sind glücklich", sagte am Freitag Joachim Wappler, Geschäftsführer des Oberpfälzer Kulturbundes. "Die Ausstellung ist eine zusätzliche Attraktion im Donau-Einkaufs-Zentrum", freute sich auch Wolfang Gebauer, Sprecher der DEZ-Kaufleute. Grund für die Komplimente: Die 11. Oberpfalzwoche in Regensburg bzw. im DEZ ist gefragt.
Das Thema "Die Oberpfalz und das Mittelalter" lockt Besucher aus ganz Ostbayern an. Veranstalter ist der Oberpfälzer Kulturbund. Pro Tag kommen ca. 25 000 Kunden ins Einkaufszentrum; seit der Ausstellung sind es ein paar mehr. Am heutigen Samstag ist das "Fenster" ins Mittelalter zum letzten Mal geöffnet. 
Burgen, Kirchen, Zoiglbier, Zinn, Leckeres vom Lebzelter, archäologische Ausgrabungen, auf Besen reitende Hexen etc. - den Besuchern wird allerlei geboten. Motto: So lebten die Altvorderen im 15. und 16. Jahrhundert. Unter anderem erfahren Hausfrauen, wie man nach alten Rezepten kocht und "wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält". Auch damals galt: Liebe geht durch den magen, mit Vollkornkost, Honig und Ballaststoffen.
"Das Mittelalter und die alten Techniken erleben einen Boom", zog Klaus Faltenbacher (54) vom Historischen Verein "Stiber-Fähnlein" aus Sulzbach im MZ-Gespräch Bilanz. Der Amtsinspektor in der JVA Amberg betreut den Stand "Sulzbacher Gerichtsbarkeit im Mittelalter", eine der ständig umlagerten Abteilungen - ähnlich umlagert wir der Stand der Burg Wolfsegg, wo alte Waffen, Krähenfüße und eine Kriegskasse zu bewundern sind.
In den "Bäckerkorb" kamen jene Wirte und Bäcker, die gegen Maß- und Gewichtsvorschriften verstoßen hatten. Man sperrte die Delinquenten in den Korb, hängte diesen an einen Galgen und tauchte den Korb mehrfach in den Dorfteich. Frauen, die gegen die Kleiderordnung verstoßen hatten - silberbeschlagene Gürtel oder Halsbänder waren tabu - wurden mit dem "hölzernen Kragen" bestraft. Sie mussten die "Halskrause" mit sich rumschleppen.
Senioren zeigten oft Verständnis für die alten Maßnahmen der Repression. "So müßte man auch heute bestrafen", so Pensionist F. Huber (74). "Kein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit", distanzierte sich ein Senior (60) aus Zeitlarn von "peinlicher Befragung" und Folter.
Manchmal ging es glimpflich ab, Beispiel: Als Waldknecht W. Sigmund die Dotzlerin eine "doppelte Kreuzhurn" geheißen hatte, mußte er fünf Tage "uffn Zipffelthurm one ainich gesellschaft" schmachten.

 

Reise in das Mittelalter

Premiere des Brunnenfestes - Spektakuläre Feuershow

Montag, 24.09.2001 -
Amberg(Amberger Zeitung). (tk) Es sah so aus, als würden sie keinen Spaß verstehen. "Nimm`dies du Schurke", sprach der edle Ritter, der sich die Anfeindungen seines Widersachers nicht gefallen lassen wollte. Säbel sauste auf Säbel, Klinge kreuzte Klinge. Am Ende dieser nachgestellten Kampfszene gab es viel Beifall von den Zuschauern, die sich am Wochenende auf dem Marktplatz zur Premiere des Mittelalterlichen Brunnenfestes eingefunden hatten.

Es war ein eindrucksvolles Bild, das  sich am Samstag und Sonntag zwischen dem Rathaus, dem Hochzeitsbrunnen und der Basilika St. Martin vor historischer Kulisse bot: Die Marktweiber priesen ihr Angebot, der Hofnarr machte seine Fisimatenden, bei der Feldbeckerey gab`s köstliches Schmalzbrot und der Elexierhändler offerierte manch wundersames Wässerchen.
"Lassen Sie sich zurückversetzen in diese Zeit. Erleben Sie live, wie es damals war", sagte Oberbürgermeister Wolgang Dandorfer am Samstag bei der Eröffnung, nachdem er am Brunnen vor dem Rathaus stehend an die Amberger Hochzeit anno 1474 erinnert hatte. Die rund 120 Darsteller der acht beteiligten Vereine ließen sich nicht zweimal bitten: Die Normannen überzeugten mit einem gewaltigen Kampfgeschrei, das Pfalzgräfliche Gefolge aus der Nähe von Neumarkt organisierte Ritterspiele für die jüngsten Gäste und Mitglieder des Kulturvereins Deberndorf demonstrierten das Handwerk des Seilmachers und Besenbinders.
Gar auf "feindliches Gebiet" wagten sich die 22 Gesandten des Historischen Vereins "Stiber-Fähnlein" aus Sulzbach-Rosenberg, die nicht nur einen Kaligraphen in ihren Reihen hatten, sondern auch für den Höhepunkt der jeweiligen Abende verantwortlich waren: Neun Feuerschlucker heizten dem Publikum zu später Stunde so richtig ein - wenn auch früher als geplant.
Wegen der kalten Witterung wurde das Spektakel am Samstag von 22.30 Uhr kurzerhand auf 21.00 Uhr vorverlegt, um möglichst vielen Gästen diesen optischen Genuss zu gönnen. Auf vielfachen Wunsch einiger Besucher, ließen sich die Stiberer am Samstag gegen 23 Uhr dazu überreden und schickten ihre Feuerspucker nocheinmal in die Arena.

 

Schwerterklirren und Liebesliquide

Marktplatz erwachte aus Dornröschenschlaf

Montag, 24.09.2001 -
Amberg(Amberger Nachrichten). (ake) Mit Fackelschein und Trommelwirbel zelebrierte der Verein für erlebte Geschichte unter dem neuen Namen "Cantus Ferrum" am Samstag Abend die offizielle Eröffnung des ersten Amberger Brunnenfestes am Marktplatz.

Im Mittelpunkt des mittelalterlichen Treibens rund um den Hochzeitsbrunnen standen das verlesen der Festzeitschrift durch den Vorsitzenden Stefan Wiesgickl und die Grußworte des Stadtoberhaupts, Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, an Ambergs "fahrendes Volk, Spiel- und Kaufleute sowie alle Weibsleute".
Als wäre er über all die Jahrhunderte in einen wahren Dornröschenschlaf verfallen gewesen: Am Samstag Abend wurde er wachgeküßt, der historische Amberger Marktplatz mit der Martinskirche, einer stummen Zeugin des Mittelalters. "Cantus Ferrum lasst uns Lieder machen": Der Verein für erlebte Geschichte hauchte diesem Ort früherer Betriebsamkeit auf wunderbare Weise neues Leben ein.
Als ob sie sich nur versteckt gehalten hätten, die Elexierhändler, Kaufleute, fahrenden Musikanten mit ihren Original-Instrumenten (zum Beispiel der "Rebec", der Urgroßmutter der Violine), die Edelmänner in prunkvollen Gewändern, Normanische Ritter und Ordensleute, alle zeigten sie ihre glänzende pracht beim ersten Brunnenfest im Herzen der Innenstadt.
"Unser Verein will das Zeitalter des 15. Jahrhundets möglichst authentisch rekonstruiren und Geschichte lebendig gestalten": Dies ist den über 50 Mitgliedern an diesem Wochenende aufs Vortrefflichste gelungen.
Zahlreiche Stände mit Kuriositäten nach alter Rezeptur ließen die Besucher wahrhaft staunen. Ob Feldbeckerey, Elexierhandel mit Zaubertrunk und Liebesliquiden, Bogenhandel und Ritterzubehör, zu erkunden gab es allemal für jeden etwas.
Auch die kleinen bekamen leuchtende Augen angesichts der erwerbbaren Schwerter, der Feuerspucker und Schaukämpfe. Eher exotisch wirkten hier die völlig normal gewandeten Bürger, die vom heiteren Treiben des bunten Völchchens märchenhaft umspielt wurden. Wer aktiv ins bunte Treiben eingreifen wollte, konnte als behändes Weibsbild am Milleniumsband mitsticken, das nach Fertigstellung das Sulzbacher Zollhaus zieren soll.
Schon in den vergangenen Jahren begeisterte der 1988 gegründete Verein zahlreiche Besucher, so auch im vergangenen Jahr beim Fest der Bayern in Regensburg. Besondere Freude der Beteiligten ist die bestehende Freundschaft mit dem St. Georgsorden in Ungarn.

27-Meter-Drachen und Feuerwehrauto sind Attraktionen

Freitag, 24.08.2001 -
Hahnbach. (räd) Ein "farbenprächtiges Spiel" zeigt sich dieses Wochenende am Hahnbacher Himmel. Am Fuß des Frohnberges laden am Samstag und Sonntag die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein aus Sulzbach-Rosenberg und die Drachenfreunde Sulzbach-Gebenbach-Schnaittenbach-Neustadt/Waldnaab "SGSN" zum "Familien-Drachenfest" ein.

Als Attraktionen wird an beiden Tagen - wenn das Wetter mitspielt - ein Drachen mit 27 Metern Länge in die Lüfte steigen. Daneben gibt es Vorführungen vom Einleiner bis zum Vierleiner, von Drachengespannen, historischen Drachen und Highteck-Drachen. Für die kleinen Gäste werden die Drachenfreunde des SGSN selbstgebastelte Drachen zum Materialpreis anbieten, die von den Kindern bemalt und am Sonntag durch eine Jury mit attraktiven Preisen belohnt werden. An beiden Tagen könnnen die Besucher auch eigene Drachen mitbringen und am Himmel "tanzen " lassen. Und wer sich von den Akteuren Tipps geben lassen will, kann das gerne tun.

Eine zusätzliche Attraktion hält ein Mitglied des Stiber-Fähnleins mit einem nostalgischen Feuerwehrauto bereit, aus dem für Groß und Klein kühles Nass ausgeschenkt wird. Daneben werden auch sonst allerlei "Schmankerl`n" angeboten. Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Der Erlös fließt karitativen Einrichtungen im Raum Hahnbach zu. Flugbetrieb ist jeweils ab 10 Uhr, am Samstag bis 19 Uhr, am Sonntag bis 17 Uhr.

"Was er im Leben gesät hat..."

In Erinnerung an den langjährigen Stadtheimatpfleger den "Karl-Grünthaler-Turm" getauft

Dienstag, 07.08.2001 -
Sulzbach-Rosenberg. (räd) Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Tod des langjährigen Stadtheimatpflegers Karl Grünthaler setze die Stadt Sulzbach-Rosenberg ein stilechtes Denkmal. Der im Volksmund "Fischerturm" genannte Schalenturm Lange Gasse 7 heißt seit Sonntag "Karl-Grünthaler-Turm".

Grünthalers Werke waren "in Fleisch und Blut zugegen" zur offiziellen Names-Benennung am Sonntag nachmittag im Schatten des Wehrgangs in der Langen Gasse: der Spielmannszug Sankt Georg und das Stiber-Fähnlein, beides Organisationen, für deren Errichtung sich Grünthaler maßgeblich einsetze.
Das Stiber-Fähnlein war es auch, das den dreigeschossigen Schalenturm mit Pultdach aus dem 16. Jahrhundert wieder originalgetreu herrichtete. ende des 19  Jahrhunderts war der "Fischerturm" von Privatpersonen gekauft und zu Wohnzwecken umgebaut worden. In Anlehnung an Don Boscos Aussage "Im Augenblick des Todes sammelt man jene Werke, die man im Laufe des lebens gesät hat" meinte 1. Bürgermeister Gerd Geismann, das dies auch auf Karl Grünthaler zutreffe.
Gründer des Stiber-Fähnleins
Beispiele dafür seien nicht nur sein Einsatz für Fludenkmäler und Bauten, sondern auch das Stiber-Fähnlein, dessen Gründer er ist, und der Spielmannszug St. Georg, dem er zur Blüte verholfen habe. Gemeinsam enthüllten Geismann und Grünthalers Witwe Paula die Tafel mit der Aufschrift "Karl-Grünthaler-Turm".
Im schattigen Zwinger hob Peter Schwemmer vor allem Grünthalers Einsatz für die historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" hervor.Der ehemalige Stadtheimatpfleger war es, der den Namensgeber Albrecht Stiber, 1504 Retter der Stadt, in das Gedächtnis der Bürger zurück holte. Im Jahre 1992 gründete Grünthaler mit sechs Mann die Stiber. Seine Heimatstadt habe er geliebt wie kaum ein anderer. Dies habe ihn dazu getrieben, für die Stadt unentgeltlich zu arbeiten. Schwemmers Dank galt auch Paula Grünthaler, die auf sehr viel habe verzichten müssen. Ohne Ihr Verständnis hätte es in der herzogstadt keinen so guten Heimatpfleger gegeben.
1. Bürgermeister Gerd Geismann griff auch noch mal zum Mikrofon und stellte die Geschichte der Stadtmauer seit 1810 vor. Vor 185 Jahren versteigerte die Stadt Stadtgraben und Zwinger. Grund: Die finanzielle Notlage der Stadt. 1975 schrieb sich der Stadtrat die Altstadtsanierung auf die Fahne.
Seitdem sei auch unter anderem mit dem Rosenberger Tor oder auch dem Pflasterzollhaus erfolgreich die Sanierung und Rückführung in öffentlichen Besitz gearbeitet worden. Dazu gehöre auch der Stiber-Turm, der von 1994 an vom Stiber-Fähnlein renoviert wurde. Heute ist darin eine mittelalterliche Wachstube eingerichtet, mit Wappen und Fahnen Sulzbacher Adelsgeschlechter.


Bürgermeister Gerd Geismann zum Einsatz der Stiber an Zeit und Geld: "Ein Beispiel für Bürgersinn". Anschließend enthüllten Geismann und Klaus Faltenbacher mit mehreren Kindern noch eine weitere Tafel: Die des Stiber-Turms mit Kurzinformationen zum Namensgeber. Sie wird künftig alle Betrachter an den wackeren Stadthauptmann Albrecht Stiber erinnern, der Anfang des 16. Jahrhunderts im Landshuter Erbfolgekrieg die Stadt Sulzbach gegen eine Übermacht von Ambergern und Böhmen erfolgreich verteidigt hat.


Grubenlok erinnert an die lange Bergbaugeschichte

Stiberer dankten Gertraud Bär und Eberhard Kopf mit Gedenktafel

Montag,06.08.2001 -
Sulzbach-Rosenberg. (mdh) Woher die schmucke Grubenlok stammt, wie der Transport zu Stande kam und welche Kosten sie letztendlich der Sulzbach-Rosenberger historischen Gruppe "Stiber-Fähnlein" verursachte, haben wir bereits im Mai dieses Jahres berichtet.

Hier noch mal kurz einige Fakten: Die original Grubenlok wurde von Mitgliedern des Bergknappenvereins für die Historische Gruppe von Thüringen nach Sulzbach-Rosenberg überführt und hat nun ihren Stellplatz gleich neben dem Eingang des Bergbau-Schaustollens "Max" gefunden.

Als Gertraud Bär und ihr Lebensgefährte Eberhard Kopf, die sich den Stiberern immer wieder spendabel zeigten, von der noch funktionstüchtigen Lok erfuhren, entschlossen sie sich die entstandenen Kosten zu spenden.

Stiber-Motor Klaus Faltenbacher und seine Vorstandkollegen freuten sich bei der Spendenübergabe natürlich über den unerwarteten Zufluss in ihren "gebeutelten Finanzsäckel" und revanchierten sich mit einer Gedenktafel, die nun den Bauch der Lokomotive ziert.

Gemeinsam mit dem Schaustollen "Max" erinnert fortan die Grubenlok an die traditionsreiche Vergangenheit der Sulzbach-Rosenberger Bergbaugeschichte.

Wer mehr darüber erfahren, und gleichzeitig die Lok und Schaustollen besichtigen möchte, der kann sich von Mai bis Oktober an jedem ersten Wochenende des Monats ausführlich von fachkundigen, ehemaligen Bergleuten informieren lassen. Der Schaustollen ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen außerhalb dieser Zeit können mit der Tourist-Info der Stadt Sulzbach-Rosenberg unter Tel. 09661/510-110 abgesprochen werden. .

 

Schwerterklirren und Minnesang

Die "alten Rittersleut" feierten, dass die ehrwürdigen Stadtmauern erzitterten"

Montag, 25.06.2001 -
Sulzbach-Rosenberg.(dmx) Ein farbenprächtiger Glanzpunkt des 25. Altstadtfestes war zweifellos das mittelalterliche Spektakulum des Stiber-Fähnlein. Auf dem Lagerplatz im Schatten der alten Stadtmauer an der Allee konnte man drei Tage lang ritterliches Brauchtum und historisches Treiben miterleben.

Unter den zahlreichen gelungenen Vorführungen "an der Schanze" beeindruckte vor allem das große Feuerspuckspektakel mit anschließendem Feuerwerk.
Bengalenfeuer, Feuerketten-, und räder vor der Kulisse der historischen Stadtmauer verbreiteten spannungsgeladene Stimmung unter den Zuschauern. Es bestand jedoch kein Grund zur Besorgnis: die Akteure beherschten das gefährliche Spiel mit dem Feuer meisterlich.
Zum einzigartigen Mittelalter-Flair beim Pflasterzollhaus trug auch wesentlich die Mitwirkung vieler Gruppen und Vereine aus der Region Oberpfalz und Franken bei. Bereits zum zweiten Mal bereicherte der "Kroatenhaufen" aus Altdorf das historische Treiben in Sulzbach-Rosenberg. Mit großen Säbeln und rußverschmierten Gesichtern zogen sie, zum Glück in friedlicher Absicht, in die Herzogstadt ein und belebten den historischen Lagerplatz.
Auch der Verein für erlebte Gechichte aus dem benachbarten Amberg bezeugte seine Freundschaft. Im Gegensatz zu früher wurden allenfalls Schaukämpfe mit den Sulzbachern aufgeführt. Der Kulturverein aus Deberndorf zeigte handwerkliches Können aus dem Mittelalter, wie zum Beispiel die Herstellung von Seife oder stabilen Seilen.
Außerdem konnte man seine Künste als Bogenschütze erproben und sich vbei deb Mineralienfreunden Amberg über alles wichtige zum Thema "Mineralien" informieren. Ein waschechter Schotte demonstrierte das Anlegen des traditionellen Kilt. Das berühmte Geheimnis, was man denn tatsächlich "darunter" trägt, wollte er jedoch nicht verraten.
Begleitet wurden die Vorführungen mit historischer Musik der Gruppe "Musicea Amici Antique" aus Pirk/Weiden. Die Spielmanns- und Fanfarenzüge aus Rosenberg, Sulzbach und Pressath trugen ebenfalls zur musikalischen Unterhaltung bei.
Die "Stiberer" durften noch weitere Gäste begrüßen: die Landsknechtsgruppe "Zeh" (Altdorf), den Freundeskreis Mittelalter aus Schwandorf und Wilhelm und sein Gefolge aus Neumarkt. Zudem konnten die Besucher das Lochgefängnis beim Rathaus besichtigen und die Kunst der kalligraphie, der Schönschrift, im Pflasterzollhaus bewundern.
Auch für die Kinder war einiges geboten. In der Kinderrüstkammer konnten sich die kleinen Besucher mit allen notwendigen Utensilien eines echten Ritters versorgen. Außerdem konnten sie sich den Orden eines "Stiber-Heimatforschers" vedienen und auf Schatzsuche gehen. Die zehn Stationen des Gewinnspiels beinhalteten Fragen zum Rathaus, dem Stadtwappen und dem Bergbaustollen, sowie zu den Kirchen, Museen und Brauereien der Herzogstadt.
Natürlich kam auch das leibliche Wohl der Besucher des historischen Lagerplatzes nicht zu kurz. Die "Stiber-Suppe" und "a Sau in da Semmel" waren kulinarische Highlights am Festplatz. Selbstverständlich war auch für den Durst bestens gesorgt. Schließlich hat die Kunst des Bierbrauens in Sulzbach-Rosenberg ebenfalls jahrhundertelange Tradition.

 

Schatzsucher und Forscher

Auch für die kleinen Gäste jede Menge Spaß im Stiber-Lager

Montag, 21.06.2001 -
Sulzbach-Rosenberg.(mdh) Historisches Lagerleben sehen und erleben ist für alle Altersgruppen interessant. Alte Handwerkskünste live erleben sicherlich auch. Dabei noch Geist und Körper mit würzigen Getränken und leckeren Speisen zu stärken vervollständigt dann den Besuch im Stiber-Lager an der Allee, der für alle Altstadtfestbesucher "keine Pflichtübung" darstellen sollte.
Für die kleinen und jungen Besucher ihres Lagers haben sich die Organisatoren wieder etwas Spezielles einfallen lassen. Am Samstag nachmittag können sich alle Kinder an einer lustigen und interessanten Schatzsuche im Lager beteiligen.
Vom Schwert über das Kettenhemd bis zur Hellebarde ist für kleine Ritter alles in der Rüstkammer zu erwerben, und die kleinen Damen können sich in Burgfräulein verwandeln. Auch das beliebte Kinderkarusell ist wieder im Einsatz.
Ganz neu und aktuell wurde der "Stiber-Heimatforscher-Orden" geschaffen, den sich die jungen Besucher mit einigen richtig gelösten Rätselfragen "verdienen" können. Dabei geht es z.B. um Fragen von historischen Gebäuden in unserer Stadt, die Kunst des Bierbrauens wird ebenso hinterfragt wie die Namen der vier ehemaligen Stadttore oder die Brunnen in der "Unteren Stadt".
Ein kleines Kreuzworträtsel rundet die ganze Sache ab, wenn alles richtig gemacht wurde, bekommt der Teilnehmer den neugeschaffenen "Stiber-Heimatforscher-Orden" verliehen.
Neben den vielen Highlights, die es im Mittelalterlager zu erleben gibt, setzen die Männer des Feuers mit ihren "Feuerspuckvorführungen" nach Einbruch der Dunkelheit jeweils am Freitag und am Samstag sicherlich weitere Glanzpunkte, die nur vom Jubiläumsfeuerwerk am Freitag nach der "Feuershow", das die historischen Mauern an der Allee und den Festplatz in ein prachtvolles Licht tauchen wird, übertroffen werden.

 

Großes Sammeln unter dem Fähnlein der "Stiberer"

Das Mittelalter kehrt für drei Tage zurück: Historisches Lagerleben am Wochenende im Stadtgraben an der Allee - Feuerspucker und Böller

Dienstag, 19.06.2001 - Sulzbach-Rosenberg.(mdh) Nach dem grandiosen Erfolg des historischen Heerlagers an der Allee beim Altstadtfest im letzten Jahr, ausgerichtet von den umtriebigen Mitgliedern des "Stiber-Fähnleins", gab es bei den vielen tausend Besuchern, die durch das Lager pilgerten, dabei einen Hauch von Tradition einatmeten und mittelalterliche Lebens- und Handwerksweisen kennen lernten, eigentlich nur eine Meinung: Phänomenal, nicht zu überbieten!
Dieser Herausvorderung stellen sich die "Stiberer" auch beim diejährigen Altstadtfest vom Freitag, 22. Juni, bis sonntag, 24 Juni, gerne, wie Organisationsleiter Klaus Faltenbacher augenzwinkerd feststellte.
Wie schon in den letzten Jahren werden sie sicher wieder für Überraschungen bei Groß und Klein sorgen: Aber hier nun der offizielle Programmablauf des Lagerlebens im Stadtgraben an der Allee hinter dem "Alten Zollhaus".
Großer historischer Festzug
Natürlich wird das Altstadtfest, das in diesem Jahr ja sein 25jähriges Jubiläum begeht, am Freitag, 22. Juni, um 18 Uhr mit Kanonen und Böllern vor dem Stadtturm angeschossen. Ein großer Festzug mit verschiedenen historischen Gruppen und Handwerkern und natürlich der lokalen politischen Prominenz zieht anschließend zum Rathaus, wo 1. Bürgermeister Gerd Geismann das Altstadtfest 2001 offiziell eröffnet.
Die Edelleut, Ritter, Landsknechte, Handwerker, Marketenderinnen und sontiges Fußvolk werden dann weiterziehen über den Marktplatz hinaus zur Allee, um dort ihr historisches Lager in Besitz zu nehmen. Ab 18.30 Uhr spielt dann auch schon der Spielmanns- und Fanfarenzug Rosenberg auf, um die Gäste zu unterhalten, für die an allen drei Tagen bestens mit Speis und Trank gesorgt wird.
Gegen 19.30 Uhr messen sich tapfere Rittersleut in einem Schaukampf, erklären ihre Gewänder und handwerker demonstrieren alte Handwerkskünste. Gegen 22 Uhr geht dann ein Spectaculum der besonderen Art über die Bühne: Die große gemeinsame "Feuerspuckvorführung" von verschiedenen Gruppen mit Bengalfeuer, Feuerrad, Feuerketten usw., abgeschlossen durch ein gr0ßes Feuerwerk.
Am Samstag, 23. Juni, und der folgende Sonntag haben dann ein ähnliches Programm: Bereits um 10 Uhr sind Gäste zum Frühschoppen willkommen. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich in aller Ruhe mit dem Lagerleben und dem historischen Treiben darin zu beschäftigen.
Ab 12 Uhr ist dann "Mittagsschmaus" mit verschiedenen Schmankerln angesagt, bevorvon 13.30 bis 16.30 Uhr im "Alten Zollhaus" ein Kalligraph seine Kunst und ein Schuster sein Handwerk zeigen. Zur gleichen Zeit läuft im Heerlager unter Mitwirkung des KIGA St. Marien ein großes Kinderprogramm ab mit Spielen, Puppentheater und vielem mehr.
Ab 17 Uhr krachen dann die verschiedensten Böller und Kanonen bei einer Schießvorführung, der dann jeweils Vorführungen der verschiedenen Gruppen folgen.
Sicher wird fabei auch due eine oder andere prominente Persöhnlichkeit verhaftet, vor dem "Rittergericht" angeklagt und natürlich verurteilt werden. Für alle, die am Freitag nicht anwesend sein konnten wird gegen 22 Uhr am Samstag das "Feuerspucken" nochmals wiederholt.
Auch Mineralienbörse wartet
An allen drei Tagen wirken die verschiedensten Handwerker, Musiker und Fieranten im und am Lagerplatz mit. So auch die Mineralienfreunde Amberg, die den Erlös ihrer Mineralientombola zu Gunsten deas Pflasterzollhauses stiften.
An historischen Gruppen werden unter anderem vertreten sein: Altdorfer Kroaten, Verein für erlebte Geschichte Amberg, Freundeskreis Mittelalter Schwandorf, Ritter von der Zarg, Sorghof; Dillbergschlorcher Cadolzburg, Stadtwache Amberg, AENA Maxhütte-Haidhof;  Landsknechtsgruppe "Zeh" Altdorf, die Wolfsteiner Neumarkt; Pressather Fähnlein, Barockgruppe Pressath, Feuerschützen Sulzbach, Bergknappenverein Sulzbach-Rosenberg, Spielmanns- und Fanfarenzug Rosenberg, Spielmannszug Pressath und Spielmannszug Sulzbach.

"Neues Juwel" in der Altstadt

Pflasterzollhaus offiziell eingeweiht - Knorr-von-Rosenroth-Medaille für Klaus Faltenbacher

Samstag, 14.05.2001 - Sulzbach-Rosenberg.(räd) "Werk für die Allgemeinheit" und "Neues Juwel" sind nur einige Aussagen der Ehrengäste zum frisch renovierten Pflasterzollhaus im Hag. Am Freitag übergab das Stiber-Fähnlein nach fünf Jahren Engagement das Haus an die Stadt. Dabei nutzte 1. Bürgermeister Gerd Geismann die Gelegenheit, Klaus Faltenbacher in Form der Knorr-von-Rosenroth-Medaille für seinen Einsatz zu ehren.
 
Eine Zollschranke vor dem Gebäude, drei bewaffnete Stiber und eine Gruppe Stiberkinder waren das Aufgebot der historischen Gruppe, die ein Eindringen der zahlreichen Gäste in das Zollhaus vor der offizielle Übergabe verhindern sollten. Schließlich galt es noch den "hochoffiziellen Bekanntmachungen" zu lauschen.

1. Bürgermeister Gerd Geismann nutzte den Wahlspruch der Stiber "Zukunft braucht Herkunft" als Aufhänger seines Grußwortes und ergänzte dieses Motto um eine weitere Komponente: "Zukunft braucht auch Ehrenamt". Bürgerschaftliches Engagement habe etwas auf die Beine gestellt, die Renovierung sei eine bewundernswerte Leistung. Geismann stellte fest, dass - neben der Vergangenheit - das Pflasterzollhaus auch in die Zukunft eingehen werde. Mit ihrem Vorhaben ernteten die Stiber Zustimmung aus allen Bereichen.
Verein für die ganze Familie
Es dürfe aber nicht nur Handwerk und Tradition mit den Stibern verbunden werden, denn sie seien auch ein Verein, in dem ganze Familien zusammenhalten. Durch das Jugendvereinsheim der Stadtgarde werde zudem die Jugendarbeit des Verkehrsvereins sichergestellt.
Eine große Überraschung hatte das Stadtoberhaupt für den Organisationsleiter des Stiber-Fähnlein, Klaus Faltenbacher, parat, der während der Restaurierung "schon fast im Zollhaus wohnte". Geismann verlieh Faltenbacher angesichts seiner Leistungen die Knorr-von-Rosenroth-Medaille und überreichte eine Geldspende.
Faltenbacher konnte die Medaille, wie er betonte, nur mit "Gewissensbissen" entgegennehmen, denn er alleine sei kein Verein. "Jedem Mitglied gebührt diese Ehre." Ein Wahrzeichen seit Generationen sei nun im Sinne des verstorbenen Stadtheimatpflegers Karl Grünthaler fertiggestellt. Faltenbachers Dank galt der Stadt mit Bürgermeister Geismann, Hans Falk und Stadtbaumeister Dieter Rebhan, dem Architekturbüro Meiller und Dittmann, dem Bauhof, Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege und allen sonstigen Beteiligten.
Als "neues Juwel" für die Innenstadt sieht Architekt Michael Dittmann das Pflasterzollhaus. Er sei stolz auf die Erhaltung und erhoffe sich eine "nachhaltige Belebung" des Gebäudes.
"Nicht nur Schild an Autobahn"
Das Landesamt für Denkmalpflege schickte Raimund Karl zur Einweihung des Pflasterzollhauses, der das Geschichtsbewusstsein Sulzbach-Rosenbergs lobte. Selbst in schwierigen Zeiten komme die Historie nicht zu kurz. Die Herzogstadt habe mehr als eine historische Altstadt mit Schild an der Autobahn, wo das nur drauf stehe, aber nicht drin sei. Mit dem Zollhaus besitze die Stadt ein "einzigartiges Gebäude".
Den kirchlichen Segen erteilten Dekan Rainer Gerhardt und Stadtpfarrer Fritz Brechenmacher. Gerhardt bezog seine Segnung auf Lukas 19 mit dem Gleichnis von Zachäus und fand eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied zum Sulzbacher Zöllner. Im Gegensatz zu Zachäus habe der Sulzbacher Zöllner sicherlich korrekt gearbeitet. Beide würden aber von Gott gleichermaßen geliebt. Stadtpfarrer Fritz Brechenmacher sprach den Stibern seine Bewunderung über deren "großartige Leistung" aus. Er bat Gott, dass viele Generationen Freude daran haben mögen.
Nach der Schlüsselübergabe von Bürgermeister Geismann an Vorsitzenden Peter Späth hatten die Gäste unter dem Schutz der Stiber Gelegenheit zur Besichtigung.

Das Pflasterzollhaus ist jetzt fertig

500 Jahre altes Gebäude restauriert - Am Wochenende Einweihungsfest mit Besichtigung

Donnerstag, 10 Mai 2001 -- (räd) "Zukunft braucht Herkunft" lautet der Wahlspruch des Stiber-Fähnlein. Unter dieses Motto stellten die Stiber auch die vier Jahre dauernde Renovierung des Pflasterzollhauses an der Nürnberger Straße. Am Freitag steht jetzt, nach über 4000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden, die offizielle einweihung ins Haus.
Alles begann vor knapp 500 Jahren, mit der Belagerung von Sulzbach durch die Amberger. Der damalige Hauptmann Albrecht Stiber ließ vor dem Haag Tor alle Bäume fällen und sämtliche Gebäude abreißen, um freies Schussfeld zu erhalten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit befand sich auch das alte Pflasterzollhaus unter den Abrissgebäuden.
Wie jetzt durch eine dendrochronologische Untersuchung (Datierung aus Jahresringen) festgestellt wurde, stammen die Balken-Bohlen-Decke, der Dachstuhl und der östliche Fachwerkgiebel aus dem Jahre 1530. Einen der verwendeten Bäume schlugen die Erbauer des Hauses sogar noch früher, nämlich schon im Winter 1505.
400 Jahre lang Zollstelle der Stadt
In den folgenden 400 Jahren war das Pflasterzollhaus eine der vier Zolleinnahmestellen der Stadt. Brücken- und Pflasterzoll waren damals eine wichtige Einkommenquelle für die Stadtkasse, bis der Pflasterzoll zum 31. März 1931 abgeschafft wurde.
Der letzte Zolleinnehmer am Haag-Tor war der "Hegner Schuster", der wie seine Vorgänger auch noch ein Handwerk ausübte. Denn von dem kargen Lohn des Zöllners konnte keiner leben, betrugen doch die Gebühren für ein Auto zwei Mark, für ein Ochsengespann 20 Pfennig und für eine Schubkarre zwei Pfennig. Immer wenn ein Betrag von 100 Mark zusammengekommen war, was manchmal ein ganzes Jahr dauern konnte, mußte der Zöllner das Geld bei der Stadt abliefern. Dafür bekam er einen Lohn von 25 Mark.
So war der Zöllner, der mit seiner Familie das Haus bewohnte, auf die Ausübung eines Berufes angewiesen. Hegner war Schuster und übte diese Tätigkeit auch bis zum Schluß dort aus.
Zuletzt eine Sattlerwerkstatt
Nachdem die Erhebung des Pflasterzolls eingestellt worden war, erwarb im Jahre 1934 der Fotograf Otto Müller das Häuschen. Nach nur einem Jahr verkaufte er es 1935 an den Sattlermeister Hans Wiesand weiter, der hier sein Geschäft und im hinteren Teil eine Sattlerwerkstatt einrichtete.
Bis 1996 blieb das Häuschen Eigentum der Familie Wiesand. Nach vielen Gesprächen und Verhandlungen ging es dann am 19. September 1996 in den Besitz der Stadt über, allerdings mit der Maßgabe, es nur für das Stiber-Fähnlein zu verwenden.
Am 1. Februar 1997 legten die Stiber mit ersten Aufräumarbeiten los, wurden aber schon zwei Monate später wieder gebremst. Das Landesamt für Denkmalschutz schaltete sich ein und führte archäologische Untersuchungen durch, deren Ergebnisse aufhorchen ließen. In zehn verschiedenen Bauphasen seit dem 15. Jahrhundert wurde das Haus errichtet.
Auf Grund dieser neuen Erkenntnisse war eine völlige Neuorientierung bezüglich der Arbeiten erforderlich geworden. zwei Jahre wurde an der Planung, Finanzierung gefeilt, ehe die Stiber in Zusammenarbeit mit Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalschutz, Dieter Rebhahn und Hans Falk vom Stadtbauamt, Architekt Michael Dittmann und dem mittlerweile verstorbenen Stadtheimatpfleger Karl Grünthaler mit den Arbeiten beginnen konnten.
Gemeinsam mit verschiedenen Firmen und mit Unterstützung des städtischen Bauhofs renovierte die historische Gruppe das alte Zollhaus. In Eigenregie, unter Leitung des Stadtbauamtes errichtete das Stiber-Fähnlein für seinen Vereinsnachwuchs ein Jugendheim, das inzwischen rege genutzt wird.
Am morgigen Freitag werden Klaus Faltenbacher und seine Truppe das Haus offiziell an die Stadt übergeben - um es danach gleich wieder zurückzubekommen. Ein Pachtvertrag über 25 Jahre sichert dem Verein die kostenlose Nutzung, da die geleisteten Arbeitsstunden angerechnet werden.
Ausflugtipp am Muttertag
Am Wochenende 12. und 13. Mai erhält dann auch die interessierte Bevölkerung Gelegenheit zur Besichtigung der originalgetreuen Schusterei, der Zöllner-Ecke und Konrad Frühlings Pflasterzollmarken. Von 10 bis 17 Uhr können sich die Gäste an beiden Tagen auch mit Getränken, Bratwürsten vom Rost, sowie Kaffee und Kuchen bewirten lassen. Wer also Muttertag etwas anders gestalten will, der kann sich getrost auf den Weg zum Pflasterzollhäuschen machen.

Pflasterzollhaus 51 Jahre pachtfrei

Über 4000 Stunden freiwillige Arbeit geleistet - Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins

Freitag, 4 Mai 2001 -- (räd) Maßgeblich geprägt vom Stiber-Fähnlein waren die vergangenen zwei Jahre im örtlichen Verkehrsverein. Die Stiber sanierten das Pflasterzollhaus am Pamlerberg und verschiedene Abschnitte der Stadtmauer mit ihren Türmen.
In der Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins im Gasthof "Sperberbräu" berichteten 1. Vorsitzender Gerd Geismann und Stiber-Vorsitzender Klaus Faltenbacher über den Verlauf der Sanierungsarbeiten. Schon vor dem Umbau stand das Häuschen im Eigentum der Stadt und im Besitz der Stiber. Nach Abschluss der Arbeiten soll nun der Anbau der Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins zur Verfügung stehen, der Altbau entweder Beginn oder Ende der Stadtführungen werden. Inzwischen wurde auch ein Hausbuch aufgelegt. Die offizielle Übergabe am 11. Mai erfolgen.
Am 12./13. Mai Tag der offenen Tür
Anschließend hat die interessierte  Bevölkerung am 12. und 13. mai im Rahmen eines "Tags der offenen Tür" die Gelegenheit zur Besichtigung. Mit 340 000 DM einschließlich Baunebenkosten und interner Verrechnung gab Geismann die Gesamtkosten an. Davon trug die Stadt selbst 208 000, die Bayrische Landesstiftung 60 000 und die Städtebauförderung 72 000 DM. Für die Inneneinrichtung brachte der Verkehrsverein selbst 14 000 DM auf.
Klaus Faltenbacher ging auf die Geschichte des Pflasterzollhäuschen ein. Im März 1996 wurde erstmals mit der Familie Wiesand ein Pachtvertrag vereinbart,der im September 1996 in Kraft tritt. Im Februar 1997 gebannen die ersten Aufräumarbeiten. Das Landesamt für Denkmalpflege begann im April 1997 mit archäologischen Untersuchungen, in Folge dessen noch im gleichen Monat die Eigentumsfrage neu geklärt werden musste.
Balken aus dem 16. Jahrhundert
Auf Grund des Alters des Gebäudes - die ersten Balken wurden im Jahre 1526 geschlagen - kam eine Renovierung nicht mehr in Frage: Das Häuschen musste saniert werden, was aber nur der Eigentümer darf. Deshalb kaufte die Stadt das Gebäude. Bis vor kurzem sanierte das Stiber-Fähnlein das Pflasterzollhaus in Zusammenarbeit mit Stadtbaumeister Dieter Rebhan und Hans Falk vom Stadtbauamt.
Bis zum Tag der Versammlung haben die Stiber 4 229,5 Stunden geleistet, die mit 20 DM pro Stunde auf die Pacht von 138 DM im Monat angerechnet werden. Rein rechnerisch müsste das Stiber-Fähnlein 51 Jahre lang an die Stadt keine Pacht entrichten.
Als nächstes steht am 5. August die Anbringung von historischen Tafeln an den künftigen Karl-Grünthaler-Turm und den Stiber-Turm an.Die enthüllungen nehmen Grünthalers Witwe Paula und Klaus Faltenbacher vor.
Neben der Sanierung des Pflasterzollhäuschens hatten die Stiber aber auch andere Aktivitäten. Höhepunkt des Jahres 1999 waren das Schaustollenfest "Max", das Altstadtfest, das "Mittelalterliche Spectaculum", die Mitwirkung bei Wolfang Sanders Stadtportrait und der Besuch des Schweppermannsfestes in Kastl.
Im Jahr 2000 machte der Altdorfer Landsknechtstreck Station in Sulzbach-Rosenberg, der Fischer-Turm wurde fertig eingerichtet und die Durchführung des Schustollenfestes an die Bergknappen übergeben. Ein internes Hebmahl wurde im Juni 2000 im Zollhaus veranstaltet. Weitere Höhepunkte waren die Darstellung der Oberpfalz beim Fest der Bayern, die den Stibern aufgetragen wurde. Außerdem wurde dem Verein die Ehre zuteil, auf dem Hersbrucker Marktplatz ein großes Mittelalter-Lager aufzubauen.
Faltenbacher und Geismann waren sich einig, dass "Sulzbach-Rosenberg immer ein Stück voraus ist". Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten der Stiber und lobte deren "enormen Einsatz".


Bürgermeister Geismann weiter an der Spitze

Vorstand des Verkehrsvereins weitgehend bestätigt - Lohnt sich das Spuren von Langlauf-Loipen noch?

Freitag, 4 Mai 2001 -- (räd) Vor den Vorstandswahlen gab der bisherige Vorstand des Verkehrsvereins seinen Bericht ab. 1. Vorsitzender Gerd Geismann hob die hervorragende Verfassung des Vereins hervor, der das kulturelle Geschehen der Stadt und der Umlandgemeinden bereichere. Zur Zeit habe der Verkehrsverein 155 Mitglieder.
Geschäftsführer Siegfried Binder kündigte an, dass demnächst Hinweisschider auf die Sing und Musikschule und das Museum aufgestellt werden. Außerdem wurde die Ortstafel Niederricht beim Anwesen Himmerer erneuert. Poitives konnte Binder von den Stadtrundfahrten und -führungen berichten. Zum einen konnte ein Team mit Führern ausgebildet werden, zum anderenstieg die Zahl der Führungen enorm an.
Von einem positiven Kassenstand konnte Kassier Gerd Dehling berichten. Der Haushalt der vergangenen zwei Jahre sei vor allem durch die Aktivitäten des Stiber-Fähnlein geprägt. Ein Grundstock für weitere Vorhaben sei vorhanden. die Revision bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung. Nach der Entlastung des Vorstandes wurden die Neuwahlen unter Leitung von Franz Kick durchgeführt. 1. Vorsitzender ist Bürgermeister Gerd Geismann, 2. Vorsitzender Klaus Faltenbacher, 3. Vorsitzender Siegfried Binder. Zum Geschäftsführer wurde Fred Tischler, zur Schriftführerin Michaela Thaler und zum Schatzmeister Gerd Dehling bestimmt. Besitzer sind Martin Lotter, Sepp Lösch, Elisabeth Vogl, Dr. Markus Lommer, Christian Sperber, Peter Ostermann und Konrad Frühling. Historische Berater sind Johannes hartmann und Karl Putz, Revisoren Oliver Mignon und Peter Späth. Weiterhin wird ein Mitglied des Vorstands des Bergknappenvereins in den Verkehrsvereins-Vorstand aufgenommen.
.................usw.

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Das Stiber Fähnlein aus Sulzbach-Rosenberg - weitaus mehr als nur ein historischer Verein

Die "Stiberer" gehören mittlerweile zur Herzogstadt wie das Schloß und die Maxhütte - Tag der offenen Türe im "Alten Zollhaus"

Sonntag 22 April 2001 -- (Helmut R. Scheuck)Die Stiber von Sulzbach-Rosenberg sind schon ein besonderer Verein. 1992 wurde die historische Gruppe von Stadtheimatpfleger Karl Grünthaler gegründet. Man begann als Stadtgarde mit sechs engagierten Mitgliedern. Kaum zu glauben, wenn man sich die Truppe und die Leistungen heute besieht.

Auftritte, historisch gewandet zu verschiedenen offiziellen Anlässen der Stadt, waren erste Tätigkeiten des historischen Stiber-Fähnleins.
Genannt hatte man sich nach dem legendären Stadthauptmann Albrecht Stiber, der im Jahre 1504 die Belagerung der Stadt durch die vereinten Amberger und böhmischen Angreifer erfolgreich abgewehrt hat.
Seinem taktischen Geschick gegen eine Übermacht von 15 000 Feinden hatte die Stadt damals ihre Freiheit zu verdanken.
Im Andenken an die Bezeichnung Fähnlein, die im mittelalterlichen Sprachgebrauch eine militärische Einheit bezeichnet.
Im Sinne der Stadt aktiv geworden
Die Besonderheit, die das Stiber-Fähnlein von anderen ähnlichen Gruppen unterscheidet, ergab sich in der Folgezeit von selbst. Denn den Stibern war es nicht genug, historisch gekleidet bei offiziellen Anlässen als Staffage mitzuwirken.
Dem Verein einen tieferen Sinn zu geben zum Wohle der Heimatstadt war fürderhin die Absicht. So begann man mit Genehmigung und nach Absprache mit der Stadt, erhaltenswertes, historisches Kulturgut zu erhalten, zu restaurieren. Ein Vorhaben, das viel Idealismus und viele Arbeitsstunden der Mitglieder in deren Freizeit in Anspuch nahm.
Fester Bestandteil des Vereinslebens
Aber das Ergebnis kann sich mittlerweile sehen lassen und hat dazu beigetragen, dass das Fähnlein ein fest integrierter Bestandteil im Vereinsleben der Stadt Sulzbach-Rosenberg geworden ist.
So wurde unter Mithilfe der Gruppe - man zählt inzwischen gut 120 aktive und passive Stiberer - die Nepomuk-Statue, der Sulzbacher Löwe am Hofgarten, die Wehrtürme an der Allee und in der langen Gasse (nur um einige Projekte zu nennen) liebevoll und mit viel historischem Sachverstand restauriert. Durch diese Maßnahmen wuchs natürlich auch die Akzeptanz des Fähnleins innerhalb der Bürgerschaft. Waren die historischen Objekte, die Dank der Stiberer im alten Glanze neu erstrahlten, doch zum Wohle aller wiederhergestellt worden.
Bei all diesen Maßnahmen darf natürlich nicht das letzte auf der langen Liste des historischen Engagements der Stiberer vergessen werden - nämlich die überaus gelungene Renovierung des "Alten Zollhauses".
Mit Unterstützung der Stadt Sulzbach-Rosenberg, zahlreicher ortsansässiger Firmen und des Landesamts für Denkmalschutz gelang es, dieses Kleinod der Stadt wiederherzustellen.
Übrigens "per se" ist das Gebäude schon ein Unikum. Denn so gut wie keine Stadt verfügt heute mehr über ein historisches Zollhaus. Seinerzeit wurde hier durch einen Zöllner der Pflasterzoll eingetrieben - also eine Art Steuer.
Wie der Name sagt, wurde diese wohl in erster Linie für die Erhaltung der Wege und Straßen innerhalb der Stadt verwandt. Der Zöllner erhielt einen Bruchteil des Zolls am Jahresende als Entlohnung.
Wie man sich denken kann, waren so für den Zöllner keine Reichtümer zu erwerben, daher war der letzte Zöllner im Nebenberuf als Schuhmacher tätig.
*Stiber-Organisator Klaus Faltenbacher hat mit seinen Mitstreitern in mühevoller Arbeit wieder eine historische Schuhmacherwerkstatt im Hauptraum des Gebäudes eingerichtet. Der hintere Teil des Häuschens dient ausschließlich der Jugend und deren Aktivitäten. Um die 30 Mitglieder hat der Verein unter den Jugendlichen der Stadt und aus der Umgebung inzwischen gewinnen können. Mit dem alten Zollhaus haben auch sie geeignete Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten zur Verfügung.
A propos Aktivitäten - das Stiber-Fähnlein ist ein sehr aktiver Verein. Vom historischen Anspruch, den man sich selbst zum Wohle der Allgemeinheit gestellt hat, haben wir schon gehört.
Kontakt zu anderen Gruppen
Ein weiterer Schwerpunkt im Vereinsleben sind sicherlich die Kontakte, die man das Jahr über mit entsprechenden Gruppen aus anderen Städten pflegt. Man trifft sich oder lädt sich gegenseitig zu Altstadtfesten ein. Und dies alles unter dem Aspekt, dass der Spaß im Vordergrund stehen soll.
Nicht um den schnöden Mammon geht es, etwa sich für ein festes Honorar bei irgendwelchen Veranstaltungen mit historischem Anstrich begaffen zu lassen -  sondern ein gesundes intaktes Vereinsleben steht bei den Stiberern im Vordergrund.
Aus diesem Grunde werden die Besuche das Jahr über so gewählt, das man diesen Prinzipien treu bleiben kann. Das heißt aber auch, das nur Kost und Logis werden den beteiligten Gruppen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Letztlich bedeutet dies, alle Mitglieder müssen für ihre Vereinstätigkeit großes Engagement mitbringen.
Der besondere Dank des * Organisators Klaus Faltenbacher - dies darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben - gilt der Unterstützung durch den 1. Bürgermeister Gerd Geismann und Stadtbaumeister Dieter Rebhahn. Ebenfalls Dank sagt Faltenbacher den Geschäftsleuten, die sich immer wieder bereit erklären, durch Geld- und Sachspenden zur Verschönerung der altehrwürdigen Stadt Sulzbach-Rosenberg mit beizutragen. Der historische Verein Stiber-Fähnlein zeigt auf, wie sich ein Verein - in diesem Falle auf kulturellem Gebiet - zum Wohle der eigenen Stadt über die Maßen einbringen und engagieren kann.
Tag der offenen Tür am 12. und 13. Mai
Wer dies alles näher kennen lernen möchte, dem sei ein Besuch beim Tag der offenen Tür am 12. und 13. Mai im "Alten Zollhaus" am Pamlerberg empfohlen, oder er soll das diesjährige 25. Sulzbacher Altstadtfest besuchen.
Dort kann man den Verein und auch befreundete Gruppen wieder in voller Pracht und bei zahlreichen Aktivitäten bewundern.

*Im Originaltext wird Klaus Faltenbacher als Stiber-Vorsitzender genannt, was jedoch einer Verwechslung unterliegt. 1. Vorsitzender in dieser Zeit war Klaus Stadler.

 

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Vom Bunker zum "Museum"

Eine Reise in die Bergbauvergangenheit der Stadt Sulzbach-Rosenberg

Sonntag 22 April 2001 - Sulzbach-Rosenberg. (lia) Bergbau - das Thema ist in Sulzbach-Rosenberg so lebendig wie in sonst kaum einer anderen Stadt unserer Region. Nicht nur die Hochöfen der Neuen Maxhütte, sondern auch der Förderturm am Annaschacht zeugen weithin sichtbar von der einstigen Haupteinnahmequelle der Stadt: dem Eisenerz und dessen Verhüttung.
Das Stiber-Fähnlein, ein historischer Sulzbach-Rosenberger Verein, ist Motor für die Erhaltung der Tradition und hat sich, ebenso wie die Bergknappen, dieser Thematik angenommen. Eines der Projekte: der Schaustollen bei der Villa Max.
Als Bunker gebaut
Nahe dem ehemaligen Gästehaus der Flick-Villa gelegen, erlebt man hier Geschichte hautnah. Rund 150 Meter lang ist der Stollen, der ehemals als Luftschutzbunker für den damaligen Inhaber der Maxhütte, Friedrich Flick, bei Kriegsbeginn durch Bergleute angelegt wurde. Das fertige Bauwerk ähnelte einem Bergwerksstollen und wurde vor einigen Jahren liebevoll und originalgetreu restauriert und als Schaustollen ausgebaut. Sogar eine Schmiede aus dem 18. Jahrhundert, wie sie früher bei keinem Bergwerk fehlen durfte, konnte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  Von ehemaligen Bergleuten geführt erfährt man heute an Ort und Stelle, unter welchen Schwierigkeiten und Gefahren ihre Vorgänger ihr täglich Brot verdienen mußten.
Der Stollen kann jeweils am 1. Wochenende von Mai bis Oktober, Samstags und Sonntags, von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Nach telefonischer Vereinbarung bei der Tourist-Info der Stadt Sulzbach-Rosenberg (09661 / 510-110) können auch weitere Termine vereinbart werden. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 2,50 DM, für Kinder 1,50 DM  und für Gruppen 2 DM pro Person.
Ein Hauch von Nostalgie
Für alle jene, die am historischen Ambiente Gefallen gefunden haben oder einmal ganz unverbindlich hinein schnuppern wollen, bietet der Bergknappenverein ein besonderes Schmankerl. Am 5 Mai ab 14 Uhr und am 6. Mai vom vormittäglichen Frühschoppen bis abends findet auch in diesem Jahr wieder das Stollenfest statt. Neben Kaffee und Kuchen, Würst`ln und Bier wird auch zünftige Musik geboten und außerdem Stollenführungen in original Steiger-Kluft, die mit einem Hauch von Nostalgie in die Vergangenheit entführt.

 

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Stand: 25. April 2016     

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