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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max


Das Führungstrio der "Stiberer" mit 1. Vorsitzenden Klaus Faltenbacher (Mitte), 
2. Vorsitzenden Helmuth Singer (r.) und dem für die Finanzen zuständigen 
"Säckelmeister" Peter Ostermann.

Samstag/Sonntag, den 7/8 Dezember 2002   

Neu strukturiert für neue Aufgaben

Sulzbach-Rosenberg. (mdh) Auf ein Jahr mit vielen Höhepunkten, aber geprägt auch vom großen Engagement der Mitglieder, blickte die historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Klaus Faltenbacher wurde bei den turnusmäßigen Neuwahlen zum 1. Vorsitzenden gewählt.

"Neue Herausforderungen stehen an", umschrieb Vorstand Peter Späth bei seinen Begrüßungsworten an die Stiber-Familie im Gasthaus "Zum Bartl" die Wichtigkeit dieser Jahreshauptversammlung, bei der auch die Vorstandschaft neu gewählt wurde.
1. Bürgermeister Gerd Geisamnn nahm in seinen Grußworten die Gelegenheit wahr, audf die herausragenden, gemeinsamen Veranstaltungen des "Stiber-Fähnleins" und der Stadt, wie Altstadtfest und 900 Jahr-Feier in Berchtesgaden, zurückzublicken

Eine Flut von hochkarätigen Veranstaltungen bilanzierte auch Klaus Faltenbacher in seinem ausführlichen Jahresrückblick, begonnen im Januar mit einem Vereinsausflug nach Vilseck und zur Burg Dagestein, über eine Fahrt zur Bayerischen Vertretung in Berlin bis hin zum historischen Schlossfest im Landratsamt Amberg.

Terminkalender übervoll
Fast vierzig große Veranstaltungen, Auftritte, Umzüge, Workshops und vieles mehr füllten den Kalender der historischen Gruppe. Nicht mitgerechnet, so Klaus Faltenbacher seien dabei die Betreuung des Bergbau-Schaustollens "Max", die Zollhaus- und Stadtführungen.

Mittlerweilen kämen die Besucher und Interessierten nicht nur aus allen Regionen Deutschlands, sondern auch aus dem Ausland. Alleine die Besucherzahl des Pflasterzollhauses liege bereits bei über 1 700 Gäsaten. Als einzigartig und als "den Höhepunkt des Jahres" hob Klaus Faltenbacher das Altstadtfest 2002 hervor, in das die Hochzeitsfeierlichkeiten des 1. Bürgermeisters mit 25 ausländischen Gästen aus elf Nationen eingebunden waren. 320 Mitwirkende begeisterten im Historischen Heerlager Tausende von Gästen.

"Eine historische Gruppe blickt aber auch in die Zukunft", so Klaus Faltenbacher und listete gleich Veranstaltungen für 2003 auf, für deren Vorbereitung man bereits jetzt die Weichen stellen müsse. So sind unter anderem wieder als Großveranstaltung das Altstadtfest, ein historisches Fest zur 750-Jahrfeier von Rosenberg, die Übernahme der Patenschaft von Cadolzburg, ein Schlossfest in Schwandorf und die Teilnahme an der  1000-Jahrfeier von Kronach geplant.

Jugendarbeit hat Gewicht
Der Jugend- und Nachwuchsarbeit schenke man im Verein besondere Aufmerksamkeit, berichtete Peter Ostermann. Eifrig und aktiv seien auch die Kinder und Jugendlichen, die auch an vielen Festzügen teilnahmen. Die Jugendgruppenleiter schulten sich in Lehrgängen weiter und das Ferienprogramm der Stadt war mit 42 Anmeldungen sehr erfolgreich.

Zum Punkt Neuwahlen erläuterte Klaus Faltenbacher die Notwendigkeit einer neuen Organisationsstruktur der Gruppe. Bedingt durch die Aufgabenmehrung und Änderungen im privaten Bereich einzelner Mitglieder sollten sich die Aufgaben auf mehrere Schultern, sprich Arbeitskreise, verteilt werden, die "wie ein Räderwerk untereinander zusammenarbeiten, um das Ansehen des Vereins nach außen zu erhalten und zu steigern."

Das Führungsteam
Die Neuwahlen unter Leitung von Helmuth und Ursula Singer erbrachten folgende Ämterverteilung: 1.Vorstand: Klaus Faltenbacher, 2. Vorstand: Helmuth singer, Säckelmeister (Finanzen): Peter Ostermann.
Die organisatorischen Aufgaben der Historischen Gruppe werden künftig auf vier Teilgebiete aufgeteilt.
Teilgebiet Wirtschaft (Proviantmeister) Franz Neumüller, Teilgebiet Äußere Organisation, befreundete Vereine (Feldwaibel): Klaus Stadler, Teilgebiet Innere Organisation, eigener Verein (Hurenwaibel): Peter Späth, Teilgebiet eigene Darstellung und Arbeitskreise: Ursula Singer.

Materialwart: Roland Rupp und Stefan Sigl, Kleiderwart: Elli Sommer, Zollhauswart: Heinz Presl, Turmwart: Hans Reinhardt, Notarius (Schriftführer) und Webmaster: Maria Faltenbacher, Jugendgruppenleiter: Peter Ostermann, Franz Neumüller, Franziska Kerscher und Birgitt Ostermann.

Mittwoch den 4. Dezember 2002   

Mistel bringt Glück ins Haus

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Hexenkraut, Donnerbesen, Kreuzholz - allein diese mystischen Namen zeugen von dem uralten Mythos, der die Mistel umgibt. Von den über 6 zumeist tropischen Arten dieses immergrünen Halbschmarotzers wächst in Deutschland nur die weiße Mistel (Viscum album) in den Unterarten Laubholz-, Tannen- und Kiefernmistel.

In den Sagen und Mythen vieler Völker genießt die Mistel als Abwehrzauber und heilkräftige Pflanze (blutdrucksenkend) hohen Stellenwert. Da sich der britische Brauch, sich zu Weihnachten eine Mistel als Glücksbringer ins Haus zu holen, hierzulande immer mehr verbreitet, bot das Stiber-Fähnlein auch heuer im Plasterzollhaus frisch geschnittene Misteln an ("aus Ottheinrichs Wäldern" so Klaus Faltenbracher). Der Erlös der Aktion, die guten Anklang fand, kommt der Missionsarbeit des evang. Pfarrers Martin Geißner bei den afrikanischen Massei und der Jugendarbeit des Stiber-Fähnleins zugute. Stolze Besitzer eines Mistelstrauchs sollten daran denken: Küssen unter der Mistel bringt Glück in der Liebe!

 

Freitag, den 8. November 2002   

Von "verborgenen Schönheiten"

Ortstermin des Denkmalschutzes am Hammer in Rosenberg - Sanierung wäre überfällig

Von Sepp Lösch

Sulzbach-Rosenberg. Von der einstigen Größe, vom Stolz der Hammerherren, ist nicht mehr viel geblieben, und doch spricht der Denkmalschützer Landeskonservator Raimund Karl von "verborgenen Schönheiten", als er im einstigen Mühlengebäude des ehemaligen Rosenberger Hammergutes die schmale wackelige Stiege bis unters Dach hinauf steigt und schon auf den ersten Blick erkennt: Das ist ein spätbarocker Dachstuhl.

Ortstermin im Sanierungsgebiet Rosenberg-Ost (Programm "Soziale Stadt"). Stadtbaumeister Dieter Rebhan und der Sanierungs-Sachgebietsleiter Max Seibert begleiten den staatlichen Denkmalschutz-Experten, der sich für das Areal der einstigen Hammerphilippsburg und des dazu gehörigen Gutes interessiert.

Dass hier Sanierungsbedarf besteht, ist auf den ersten Blick erkennbar - die alten Häuser, die links und rechts den Rosenbach säumen, machen zum Teil einen recht traurigen Eindruck, Dächer und Fassaden vom Zahn der Zeit angenagt, verschmutzt vom Jahrzehnte langen Staubregen der benachbarten Maxhütte.

Schreit nach Sanierung

Der "Hammer", wie das Wohnviertel landläufig heißt, hätte eine Förderspritze und eine Sanierung nach einem fachlich fundierten Konzept dringend nötig. Das sollte keinesfalls übersehen werden, wenn sich heute und morgen die "Zukunftswerkstatt" in der Jahnschule daran macht, Ideen und Vorschläge für die praktische Umsetzung des Programms "Soziale Stadt - Rosenberg Ost" zu sammeln.

Über der Haustür des einstigen Mühle am Hammer leuchtet in knalligem Gelb und Blau ein historischer Wappenstein. Er nennt die Jahreszahl 1538 und ist irgendwann einmal einfach mit den bunten Farben worden. Ob von der ursprünglichen Fassung des Steins noch etwas zu entziffern ist? Raimund Karl empfiehlt, einen Fachmann daran zu lassen und es zumindest zu versuchen. Interessiert hört er sich auch die Erzählungen von Erich Fruth und Josef Bayer an, die beide am Hammer aufgewachsen sind. Josef Bayer wohnt heute noch mit seiner Frau in der alten Mühle.

Deren baulichen Ursprung datiert der Landeskonservator ins Spätmittelalter (16. Jahrhundert). Mit einem barocken Umbau dürfte das Dach flacher geworden sein. Aus dieser Zeit ist der wuchtige Dachstuhl noch nahezu komplett erhalten. Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts hat man das Gebäude zu einem Mietshaus umgebaut. Seither hat sich am Zustand des Einzeldenkmals (es gehört der Stadt) nur noch wenig verändert.

Man sollte, meint Stadtbaumeister Dieter Rebhan, zumindest den Dachstuhl mit Heißdampf gegen den Schädlingsbefall behandeln und die Einbauten aus dem 19./20. Jahrhundert wieder beseitigen, so weit das möglich ist.

Alles eine Geldfrage

Ob und wann das passieren könnte? Achselzucken bei den Experten, denn diese Frage beantwortet sich gegenwärtig mit der Finanzlage der Stadt von selbst. Das gilt auch für das Programm "Soziale Stadt". Öffentliche Fördergelder werden im Einzelfall wohl nur fließen, wenn die Stadt auch die jeweiligen Eigenmittel für Sanierungsobjekte locker machen kann.

Raimund Karl schaut sich auch die anderen Häuser am Hammer an, vermutet in dem Querbau des einstigen "Hammer"-Wirtshauses den ältesten noch erhaltenen Baubestand aus dem Mittelalter und spaziert dann mit den Vertretern der Stadt noch die paar Meter zu dem heute fast komplett aufgefüllten Brückenbogen, über den der Weg vom Hammer zum Stauwehr am Rosenbach-Flutgraben verläuft.

Die aus Steinquadern gemauerte kleine Bogenbrücke überspannte früher einen vom Rosenbach abzweigenden Kanal, der in alter Zeit möglicherweise zum Wasserversorgungssystem für die weiter bachabwärts liegende Fürstenmühle gehört hat.

"Stiber" gaben Anstoß

Jetzt will man die Brücke freilegen und sanieren - eine Anregung von Wolfgang Fischer und Klaus Faltenbacher aus den Reihen des Stiber-Fähnleins. Sie waren es, die das öffentliche Interesse wieder auf den vergessenen "Hammer" gelenkt haben. "Toll", findet Raimund Karl. "Toll, dass es Leute wie die Stiber gibt, die immer wieder so etwas aufstöbern."

Samstag/Sonntag, den 5./6 Oktober 2002   

"Winterkönig" hoch zu Ross

Von Heidelberg nach Amberg - Werbung für Landesausstellun g

Amberg. (ben) Die Strapazen der vergangenen Tage waren weder Mensch noch Tier auf Anhieb anzumerken: Wohlbehalten zog "Winterkönig" Friedrich V. mit seinem Tross gestern auf dem Marktplatz ein. OB Wolfgang Dandorfer und ein stattliches Publikum bereiteten einen festlichen Empfang. 

Die Idee zum Königsritt kam von Stadthauptmann Josef Lettl. Er entsann sich der 24-Stunden-Reise des "Winterkönigs" im Oktober 1619, als Friedrich V. binnen eines Tages von Heidelberg nach Amberg galoppiert war, auf dem Weg zu seiner Krönung in Prag. Was der seinerzeitige Regent quasi über Nacht vollbracht hatte, da- zuließen sich seine "Nachfahren" vier Tage Zeit, schließlich sollten Pferde und Begleiter ja unbeschadet ihr Ziel erreicheichen. Vor 383 Jahren sollen zwei Begleiter und des Königs Pferd den Tod gefunden haben. 

Lettl fand in Barbara Braun und Arlene Eckl von der Stadtwache zwei Begleiterinnen, die sich mit ihm hoch zu Ross auf die rund 310 Kilometer lange Reise begaben. Zur Begleitcrew zählte Michael Ritz vom Kulturamt, er schlüpfte an den jeweiligen Etappenorten ins königliche Gewand von Friedrich V. - so auch zum gestrigen Finale, als das Reitertrio auf dem Malteserplatz eintraf, um gleich darauf im Geleit von Stadtpfeifern und der historischen Stiber-Fähnlein-Gruppe aus Sulzbach-Rosenberg zum Marktplatz zu ziehen. Ritz freute sich, "dass die ganze Aktion ohne Komplikationen verlaufen ist, abgesehen von einem Pferdetritt und mit Regen vollgelaufenen Stiefeln am Freitagvormittag". 

Am Ziel entbot OB Wolfgang Dandorfer dem "Herrn Friedrich, von Gottes Gnaden Pfalzgraf bei Rhein, des Heiligen Römischen Reichs Erz- Bayern" ein herzliches Willkommen. Das Publikum applaudierte dazu und tat dies erneut, als der "Winterkönig" der Stadt Amberg die Erlaubnis zum Brauen von Weißbier übertrug. Mit dieser Bescheinigung ausgestattet soll im November eine eigene "Winterkö- nig-Weiße" kreiert werden. 

Der Ritt zählt zu den vielfältigen Werbemaßnahmen, die in den nächsten Monaten auf die Landesausstellung 2003 hinweisen sollen.

 

Samstag/Sonntag, den 5./6 Oktober 200   

Kurfürst macht Aufwartung am Zollhaus

Werbung für Landesausstellung hoch zu Ross: Friedrich V. vom Stiber-Fähnlein empfangen

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Das Stiber-Fähnlein hieß gestern Mittag Kurfürst Friedrich V. und seine beiden Begleiter in der Herzogstadt willkommen. Die Reitergruppe ist seit Dienstag unterwegs von Heidelberg nach Amberg. Diese ungewöhnliche Werbekampagne soll auf die Landesausstellung 2003 in Amberg hinweisen. 

Gestern machte Kurfürst Friedrich V. nun auf seinem Weg Station in Sulzbach- Rosenberg. Am Pflasterzollhaus wurde er vom Stiber-Fähnlein gebührend empfangen. Friedrich V. und seine beiden Begleiter waren in Heidelberg gestartet und über Bad Mergentheim, Rothenburg ob der Tauber, Ansbach, Schwabach und Altdorf in die Herogstadt geritten. 

Der legendäre Gewaltritt von Heidelberg nach Amberg soll sich am 12. Oktober 1619 ereignet haben. Der 1596 in Amberg geborene Kurfürst war auf dem Weg zu seiner Königskrönung nach Prag und brauchte für die strecke von Heidelberg nach Amberg 24 Stunden. In Amberg angekommen, sollen die beiden den Kurfürsten begleitenden Läufer sowie Friedrichs Pferd zusammengebrochen sein.

Bildunterschrift: Friedrich V. (links) kam gestern pünktlich um 13 Uhr mit seinen beiden Begleitern in die Herzogstadt geritten und hielt beim Pflasterzollhäuschen an. Die Stiberer begrüßten in historischen Gewändern die Delegation. KIaus Faltenbacher lud die Botschafter der Landesausstellung 2003 "Der Winterkönig" anschließend zum Mahl ins Pflasterzollhaus.

Donnerstag, den 3. Oktober 2002   

Historischer Ritt Friedrichs V. als Werbung

Von Heidelberg nach Amberg - Empfang der Reitergruppe Freitag um 13 Uhr beim Stiber-Fähnlein

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Landesausstellung 2003 in Amberg führt die Stadt Amberg eine ungewöhnliche Werbekampagne durch: "Friedrich V.- ein Kurfürst an der Schwelle zum 30- jährigen Krieg". 

Als der calvinistische Kurfürst Friedrich in den regnerischen Nebeln eines Oktobertag 1619 von Heidelberg nach Böhmen ritt, waren in ganz Europa die Signale auf Krieg gestellt: Seine Bereitschaft, sich zum König von Böhmen wählen zu lassen und damit gegen den gerade gewählten katholischen Kaiser Ferdinand II. zu stellen, war entscheidend für die folgenden Entwicklungen, die zum 30-jährigen Krieg führten. 

Allerdings währte seine Herrschaft nur von September 1619 bis November 1620, eben einen Winter, was ihm den Beinamen "Winterkönig "verschaffte. Diesen Ritt(ca. 310km) als große Tat darzustellen und ihn in Intervallen nachahmen, wird den Beteiligten hoffentlich nicht in seiner Gesamtheit gelingen, da angeblich bei der Ankunft in Amberg die begleitenden Läufer und auch das Pferd tot zusammenbrachen. 

Die Stadt Sulzbach-Rosenberg wird die Gruppe um den Kurfürsten Friedrich V., umrahmt von der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, am 4. Oktober gegen 13 Uhr vor dem Zollhaus empfangen und auf dem Festgelände An der Schanze (Allee) bewirten. 

Die Delegation ist dann bereits den 4. und letzten Tag unterwegs. Aufbruch ist am 1.10. in Heidelberg, die einzelnen Stationen führen über Bad Mergentheim, Rothenburg / Tauber, Ansbach, Schwabach und Altdorf nach Sulzbach-Rosenberg und enden gegen 17 Uhr in Amberg. 

Vor der Mittelalterlichen Kulisse auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei "Bayerischer Hof" wird der historischen Gesellschaft und auch ihren vierbeinigen Gefährten ein gebührender Empfang bereitet. Für die interesierte Bevölkerung weist ein Infostand auf die Bayerische Landesaustellung 2003 "Der Winterkönig" hin.

 Selbstverständlich wird auch an die Verköstigung der Bevölkerung gedacht. Ab 12 Uhr stehen Bratwürstl vom Rost und diverse Getränke sowie Kaffee und Kuchen bereit. 

Der Weiterritt der Delegation wird  um die Allee, Richtung Sulzbacher Liliencenter führen; dort ist kurzer Halt, um auch hier über die Aktion der Bayerischen Landesausstellung 2003 "Der Winterkönig", zu informiere.

Samstag, den 7. September 2002   

Begeisterte Mini-Ritter hausten an der Allee

Ferienprogramm: Stiber-Spiele und Brotbacken wie im Mittelalter - Turnier als Höhepunkt

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Mehr als 45 Kinder folgten der Einladung der Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins im Rahmen des Ferienprogramms zu den Historischen Spielen an der Allee. Die aufgebauten historischen Zelte, der Baldachin, eine Halsgeige und das Lagerfeuer vermittelten den Hauch des Mittelalters. 

Nach der Begrüßung verteilten sich die Kinder auf die Spielflächen für Sackhüpfen, Stiefelweitwurf (mit einem Fuß), Speer- und Ringewerfen. 

Nach einer kleinen Stärkung mit Limonade und Brezen ging es weiter mit viel Balancegefühl, das auf dem Balken gefordert war: Hier mussten die Gegner versuchen, den anderen mit einem mit Stroh gefüllten Sack vom Balken zu stoßen. 

Zwischendurch konnten die Kinder "Springala" mit den verschiedenen Motiven bemalen oder über dem Lagerfeuer ihr "Steckerl-Brot" backen. 

Der absolute Höhepunkt des Nachmittags war ein Ritterturnier, durchgeführt mit Unterstützung des "Pfalzgräfischen Gefolges" aus Neumarkt.

Hier mussten die tapferen Recken einige schwierige Aufgaben mit  Schwert, Lanze und viel Geschick lösen.  Am Ende dann wurde jeder Knappe zum Ritter geschlagen - natürlich mit entsprechender Urkunde.

Mit einem kleinem Eis zum Abschluss endeten die Spiele und viele neue kleine Ritter und Ritterinnen wurden in die weite Welt entsandt.

Bildunterschrift: Beim Turnier ging es darum, den Gegner mit einem Strohsack vom Baumstamm zu bugsieren. Lagerfeuer und Mittelalter- Kinderherz, was willst du mehr? Die Stiberer hatten das richtig erkannt.

Stiber Feuer

Hahnbach. (gfl) Ein farbenprächtiges Schauspiel zu später Stunde boten die Feuerspuker bei der Romantischen Nacht im Hahnbacher Maislabyrinth. Die vom Stiber-Fähnlein organisierte Truppe aus Cadolzburg lief zur Höchstform auf.

Samstag, den 10./11. August 2002   

Eine Burg voller junger Rittersleut`

Aktionswochen für Vorschulkinder im Kindergarten Herz Jesu voller Erfolg

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Zum ersten Mal führte der Kindergarten Herz-Jesu in diesem Jahr die Vorschulkinderaktionswochen durch. Das Leben auf der Burg war Thema der letzten Aktion. Ein Ausflug nach Riedenburg bildete dabei den Höhepunkt. 

In regelmäßigen Abständen von sechs bis acht Wochen wurden mit den Vorschulkindern bestimmte Themen, beispielsweise "Schule" oder "Wald", ausführlich erarbeitet. Jeweils eine Woche konnten die Kinder an den Aktionen freiwillig teilnehmen. Es gab aber keinen, der nicht mitmachte. Eine Woche lang spielten, lernten und arbeiteten Kinder und Personal der einzelnen Gruppen zusammen. 

Die Kinder erhielten somit eine spezielle, anspruchsvolle Förderung und werden auf die Schule vorbereitet. Zusätzlich motivieren die verschiedenen Angebote die Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr und stillen deren großen Wissensdurst. Außerdem sollen die Kinder gruppenübergreifende Beziehungen knüpfen. 

Die letzte Aktionswoche vor den Ferien stand unter dem Motto "Leben auf der Burg". Beim Einführungsgespräch wurden die Ideen der Kinder aufgenommen. Sie wollten Rittermasken und Burgfräuleinshüte basteln. Die Kindergärtnerinnen studierten mit den Kindern ein Lied über die Ritter ein, erzählten ihnen eine Rittergeschichte und fertigten mit den "kleinen Rittersleuten" Holzschilder und mit den "Burgfräuleins" Glücksamulette. 

Unter der Leitung von Wolfgang Fischer besichtigte die Gruppe den Wehrgang, den Stiberturm sowie die Stadtmauer. Im Grünthalerturm gab es dann für alle ein herzhaftes Ritteressen.

Höhepunkt der Aktionswoche und gleichzeitig Abschlussfahrt war ein Ausflug zur Rosenburg nach Riedenburg. Bei der Flugführung im Falkenhof stockte so manchem kleinen Besucher der Atem, als die Greifvögel dicht über den Köpfen der Zuschauer ihre Kreise zogen. Nach der Besichtigung der Burganlage und einer Schifffahrt auf der Altmühl ging es zurück nach Sulzbach-Rosenberg, wo die Kinder im Kindergarten einen Schatz suchten. 

Zum Abschluss des Tages veranstaltete das Stiberfähnlein auf der "Rosenburg" des Kindergartens ein Feuerwerk. Die Kinder durften den Feuerspuckern helfen und waren natürlich hellauf begeistert. Nach einem ereignisreichen Tag übernachteten sie dann im Kindergarten. 

Beim gemeinsamen Frühstück betonten die Kinder, dass sie sich zwar auf die Schule freuten, jedoch auch mit etwas Wehmut den Kindergarten verließen. 

Bildunterschrift. Beim Ritteressen im Grünthalerturm stärkten sich die Kinder für weitere Taten. Die Aktionswoche "Leben auf der Burg" war ein voller Erfolg..

 

Das genaue Programm finden sie unter www.bayern.de  Ebenfalls findet sich dieser Bericht online unter www.omaxxl.de Outback

Samstag, den 03. August 2002   

Staatskanzlei fest in Stiber-Hand

Die wackeren "Historischen" aus Sulzbach-Rosenberg repräsentieren Herzogstadt und Bezirk

Zwei Tage hatte die Bayrische Staatskanzlei in München ihre Tore einem interessierten Publikum geöffnet.  Gut 16.000 Besucher nahmen die Einladung war. Erstmals war ein ganzer Regierungsbezirk beim Tag der offenen Türe in der Staatskanzlei zu Gast: Die Oberpfalz präsentierte sich mit Schlaglichtern aus der Region. Natürlich mit dabei das "Stiber-Fähnlein" aus der Herzogstadt. 

Unter dem lichtdurchfluteten Säulengang der Orangerie hatten die Landsknechte des Stiber Fähnleins die Bewachung der Oberpfalzmeile übernommen, während die Handwerker des Vereins ihr Können zeigten.

Beim Instrumentenbauer beispielsweise entlockte Erika Görlitz, Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium dem Streichpsalter gar wohlklingende Töne. Auf engstem Raume hatten die Stiber eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt: Historische Urkunden der Stadt und das Stadtsiegel wiesen auf den Beginn der Stadtentwicklung, eine kleine Ausstellung an Bergbaulampen auf die bergmännische Blütezeit der Stadt

Frauen zeigten ihre Kunstfertigkeit beim sticken und bemalen von Brauchtumsgebäck. Angeregt durch die Aktivitäten entwickelten sich zahllose Gespräche zwischen interessierten Besuchern und den Sulzbachern, die auch gerne mit einem Stadtprospekt auf die Schönheiten und heutigen Tourismusziele ihrer Heimatstadt verwiesen. 

Verstärkung hatte die Gruppe durch Gernot und sein Gefolge, die es meisterlich verstanden aus einem Klümpchen Zinn ganze Armeen entstehen zu lassen und sich auch in der Kunst des Waffen herstellen beweisen konnten. 

An beiden Tagen zeigten sich die Staatminister Huber, Bocklet, Weiß, Prof. Dr. Faltlhauser, Zehetmair und etliche Staatssekretäre immer wieder in den Gängen der Staatskanzlei und waren gerne zu persönlichen Gesprächen bereit. 

Nur unser "Landesvater" Edmund Stoiber, scheute die Stiber "Festung", wagte er sich vielleicht nicht unter die "Bewaffneten"? Damit hatte der Regierungspräsident der Oberpfalz Dr. Weidinger kein Problem, er kennt schließlich die Stiber von vielen Veranstaltungen und weiß, dass sie lieber gesellig als gefährlich sind. 

Musikalisch wurde der Landkreis Amberg-Sulzbach durch die Amberger Bergmannskapelle hervorragend vertreten. Das Stiber Fähnlein freute sich besonders über die erneuten Kontakte mit den Festspielgruppen aus Waldmünchen, Bärnau, Rötz, Neunburg vorm Wald und Furth im Wald die sie bereits von der Bayrischen Vertretung in Berlin her kannten. Teilweise wurden deren Auftritte auf den Treppen zur Hauptfassade zwar durch die schlechte Witterung behindert, jedoch schon die prächtigen Kostüme waren eine Augenweide.

Montag, den 29. Juli 2002

Theater in München

,,Oberpfalzmeile"' präsentiert sich in der Staatskanzlei

Regensburg/München. (pk) Durch die Menschentrauben, die sich zwischen den glänzenden Marmorwänden der Bayerischen Staatskanzlei bewegen, schieben sich zwei schwarze Figuren mit riesigen weißen Gesichtern an Kunstminister Hans Zehetmair heran. Der lacht und lässt sich gar von einer abbusseln - und wird so auf die ,,Oberpfalzmeile" gleich um die Ecke aufmerksam gemacht. 

Dort bewacht das Sulzbacher ,,Stiberfähnlein" in prachtvollen Kostümen den Säulengang der Orangerie, demonstrieren Klöpplerinnen aus Schönsee und Tiefenbach und Instrumentenbauer alte Handwerkskunst,  locken leckere Köstlichkeiten aus dem Benediktinerkloster Plankstetten und Wellnessangebote aus dem Sibyllenbad, prangt buntes Prospektmaterial des Tourismusverbands Ostbayern und macht Oberpfälzer High Tech der Firmen Läpple, Iribacher und Zoliner den Tausenden von Besuchern klar, dass die Oberpfalz längst nicht mehr das Armenhaus Bayerns ist. Die Präsentation des Regierungsbezirks am Freitag und Samstag geriet trotz Trubel, oft hinderlicher, strenger Sicherheitsvorkehrungen und feuchten Wetters, das Außenaktivitäten wie Glasblasen oder Auftritte der Festspielgruppen aus Waldmünchen, Bärnau/Tachov, Rötz, Neunburg vorm Wald und Furth im Wald auf der Freitreppe verhinderte, zum Erfolg. 

Landesvater Edmund Stoiber zwar kehrte, von Fotografen, Autogrammjägern und Bodyguards umlagert, nach kurzem Blick in die Orangerie wieder um. Aber mehrere Minister und Staatssekretäre konnte ,,Mascado", das Regensburger Institut für Körperspiel und Maskenkunst zur Orangerie locken. Und in den Hallen und Gängen drum herum bliesen die Regensburger  "Wadlbeißer" und die Amberger Bergmannskapelle der hohen Bayerischen Politik so manchen Marsch.

Mittwoch, den 17. Juli 2002 DER BOTE- Nürnberger Land

Freundschaft mit "Stiber-Fähnlein"

Altdorf/Sulzbach-Rosenberg. - Acht Besuche haben die Kroaten des Wallensteinfestspielvereins schon in Sulzbach-Rosenberg gemacht und dort das ,,Stiber-Fähnlein" besucht, eine Historiengruppe die das zehnjährige Bestehen feiern konnte. Und das Stiber-Fähnlein war natürlich auch in Altdorf, wenn die Wallensteinfestspiele stattfanden. Nun wurde die Altdorfer Gruppe um Georg Stoß zur Hochzeit des Sulzbacher Bürgermeisters eingeladen. Da die Braut des Bürgermeisters lange Zeit in den USA gelebt hat waren auch viele Amerikaner unter den Hochzeltsgästen, die besonders begeistert von den Kroaten in ihren dekorativen Gewändern waren. Die Altdorfer überreichten einen Geschenkkorb der Metzgerei Gerstacker, gefüllt mit fränkischen Leckereien und einer Ännchen  Puppe.  Natürlich wurden auch die Böller abgeschossen.  An  der großen Festtafel zur Hochzeit fielen die Kroaten aus der Rolle, das heißt, sie benahmen sich ausnahmsweise nicht  rollengerecht, sondern ganz zivilisiert. Nach drei anstrengenden  Tagen kehrte man wieder nach Altdorf zurück. Während des  Altstadtfestes wurden dann gleich neue Pläne für ein großes Zeltlager mit allen Beteiligten des Hundshaupten-Spectakulums geschmiedet. 

Dienstag, den 16. Juli 2002

Hochrufe auf die "Gründerväter"

Historische Abordnung der Herzogstadt beim Jubiläums-Festzug in Berchtesgaden gefeiert

Sulzbach-Rosenberg/Berchtesgaden . (lö) Böllerkrachen von allen Berggipfeln und Hängen rings um den Talkessel, der ganze Rupertiwinkel auf den Beinen, um einen stolzen Jubilar zu feiern: Mit einem großen historischen Festzug gedachte der Markt Berchtesgaden seiner Gründung vor 900 Jahren. Mit dabei war eine starke Abordnung aus Sulzbach-Rosenberg, war doch Graf Berengar von Sulzbach anno 1102 der Gründervater des Ortes. 

Für 1. Bürgermeister Gerd Geismann und seine "Paradetruppe", das Stiber-Fähnlein, war es keine Frage: Wenn Berchtesgaden seinen 900. Geburtstag feiert. müssen wir dabei sein. Schon bei einem Festakt im April hatte Geismann Gelegenheit, die Glückwünsche der Herzogstadt zu übermitteln.

Nun stand ein weiterer Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten in Berchtesgaden, ein großer historischer Festzug, ins Haus - eine 50-köpfige Delegation des Stiber-Fähnleins machte sich auf den Weg, um bei dieser Gelegenheit einmal mehr an die in Berchtesgaden etwas in Vergessenheit geratenen "verwandtschaftlichen Beziehungen" zu erinnern.

Ein kilometerlanger Zug bewegte sich zweieinhalb Stunden durch Berchtesgaden. Die Akteure stellten in 31 farbenprächtigen lebenden Bildern die Höhepunkte der Berchtesgadener Geschichte nach. Angefangen bei der Stiftung durch die Sulzbacher Grafen über die Sagengestalt des König "Watzmann" über den Berchtesgadener Salzbergbau bis herauf zu den Anfängen des Tourismus.

Als "Berengars Geleit"
Passend zum geschichtlichen Zusammenhang konnten sich die Teilnehmer aus der Herzogstadt unmittelbar hinter dem Grafen Berengar und seinem Halbbruder Kuno von Horburg in den Festzug einreihen, gefolgt wiederum von Probst Eberwin und seinen Mönchen.
Die Herzogstädter in ihren aufwendigen historischen Kostomen wurden von tausenden Schaulustigen mit spontanen Beifall und Anerkennungsrufen förmlich "überschüttet" - so ein fantastisches Publikum habe er selten erlebt, resümierte Klaus Faltenbacher vom Stiber-Fähnlein.
Zum Abschluss des Umzugs wurden Christl und Gerd Geismann vom Berchtesgadener Bürgermeister noch auf die Ehrentribüne beim Bahnhof gebeten. Der Besuch endete mit einer Sonderführung im Berchtesgadener Schlossmuseum.

Dienstag, den 09. Juli 2002

Oberpfälzer Medley in der Orangerie

Region präsentiert sich mit Industrie Kultur, Handwerk und Tradition in Münchner Staatskanzlei

Regensburg/München. (pk) Das Ambiente ist prächtig. In der gläsernen, beidseits von Säulen begrenzten Orangerie im Südflügel der Bayerischen Staatskanzlei darf sich die Oberpfalz am 26./27. Juli beim Tag der offenen Tür präsentieren - als erste von Bayerns Regionen (wir berichteten).

Natürlich kann sie das nur mit einem kleinen Ausschnitt aus all ihren wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Besonderheiten. Doch Vizepräsident Johann Peißl und Hans-Joachim Wappler von der Regierung der  Oberpfalz ist es darum zu tun, einen Markstein zu setzen und die Messlatte für die anderen sechs Regierungsbezirke so hoch wie möglich zu legen. 

"Keinesfalls Messecharakter soll die Präsentation laut Wappler haben. Deshalb sollten Stände, Stellwände und Fotomaterial sparsam eingesetzt werden, bat er bei einem Vorgespräch in der Bezirksregierung die Vertreter der 15 teilnehmenden Firmen, Institute und Kommunen.

Mönche und Maschinen
Schlaglichter auf den innovativen High-Tech-Standort Oberpfalz werfen die Selbstdarstellungen der Firma Läpple (Maxhütte-Haidhof), die Karosserieteile für weltbekannte Automobile herstellt, oder der Firma Irlbacher (Schönsee), die völlig neue Techniken des Glasbiegens entwickelt hat. 

Zollner Elektronik (Zandt) ist als dritter Industriebetrieb mit im Boot. Dass auch die Oberpfalz noch autarke Benediktinerklöster hat, demonstriert die Abtei Plankstetten, die zudem Biokost-Spezialitäten produziert. Seine besonderen Wellness-Angebote stellt das Sibyllenbad, Glasstraßen-Highlights der Tourismusverband Ostbayern vor.

 Vier Festspielorte - Neunburg vorm Wald mit dem

"Stiberfähnlein" wacht
Das Uniklinikum wird ebenfalls mit einer Spezialität vorgestellt: Der Diagnose und Behandlung von Augenschäden bei Frühgeburten durch ein Netzwerk, das Professorin Dr. Birgit Lorenz zwischen Bayreuth und Passau ins Leben gerufen hat. "Bewacht" wird die Oberpfalz-Meile in der Orangerie von Gewappneten des Stiber-Fähnleins Sulzbach-Rosenberg.

 

Dienstag, den 02. Juli 2002

"Rittersleut" wieder der Superhit

Besuchermassen zweieinhalb Tage vom Historischen Treiben an der Schanz begeistert

Sulzbach-Rosenberg . (lö) Eigentlich musste es ja so kommen: Die hinreißende "Mittelalterparty" zum zehnten Geburtstag des Stiber-Fähnleins vor der Traumkulisse der Stadtmauer an der Allee wuchs sich zu einer erst zu nehmenden "Konkurrenz" für das parallel laufende Altstadtfest aus. 

In Massen pilgerten von Freitag abend bis Sonntag Besucher zum Historischen Heerlager an der Schanz und erlebten vor allem am Samstag ein in Superlativen schwelgendes Programm.

Der Name "Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg" ist dank rühriger und erfolgreicher Arbeit auf dem Gebiet der Heimat- und Geschichtspflege in den vergangenen Jahren zu einem Markenbegriff in der ganzen Oberpfalz und darüber hinaus geworden.

Zum Jubiläum reisten befreundete Gruppen aus ganz Bayern an und sorgten für farbenprächtiges Lagerleben, das die Geschichte vom Frühmittelalter (7. Jahrhundert) über Hochmittelalter und klassischer Ritterzeit bis hin zur Renaissance, zu den Landsknechten und zum Barock in schillernden Bildern lebendig werden ließ.

Natürlich versäumten es Cantus Ferrum Amberg, Mittelalterfreunde Schwandorf, Ritter von der Zarg Sorghof, die wilden verwegenen Altdorfer Kroaten, Nostri Farago aus Maxhütte-Haidhof, das Pfalzgräfliche Gefolge aus Neumarkt, Communitas Monacensis München, Gernots Gefolge Amberg, Landsknechtsgruppe Zeh

Ein Humpen vom "Präsi"
Zu den prominenten Besuchern des Historischen Lagers zählte auch der Geschäftsführer des Oberpfälzer Kulturbundes, Joachim Wappler, der auch im Namen des Regierungspräsidenten Wilhelm Weidinger die Stiber-Leute zu ihrer vorbildlichen Arbeit beglückwünschte und an Organisator Klaus Faltenbacher einen mächtigen Zinnhumpen überreichte.
Die Anziehungskraft der mittelalterlichen Szene speiste sich auch aus einem angegliederten Handwerkermarkt, auf dem Korbflechter, Schnitzer, Zinngießer, Schuster, Schreiner, Drechsler und Instrumentenbauer ihr Können zeigten.

An zahlreichen Verkaufsständen gab es historisch angehauchte Mitbringsel zu kaufen, die Mineralienfreunde schickten von ihrem Sonderpostamt im Pflasterzollhaus immer wieder eine Postreiterin auf den Weg in die Innenstadt.

Natürlich wandte sich das Interesse der Besucher immer wieder dann dem Arena-Rund aus Strohballen zu, wenn dort Trommelschlag oder Dudelsackklänge wieder eine Vorführung ankündigten: von mittelalterlichen Schaukämpfen über eine historische "Modenschau" bis hin zu Musik, Minnesang und orientalischem Bauchtanz reichte die Palette.

Versteht sich, dass auch das kulinarische

Die "Männer des Feuers"
Glanzvolle Höhepunkte - eingebunden in die erste "Historische Sulzbacher Hochzeit" am Samstag nach Einbruch der Dunkelheit war natürlich die Schau der "Männer des Feuers" auf den Terrassen der mittelalterlichen Wehranlage:
Fast 30 Feuerspuckerinnen und -spucker ließen zu alter Musik mächtige Flammenwolken aufsteigen, eine große Ziffer 10 loderte auf als Hinweis auf den Geburtstag des Stiber-Fähnleins, dazu ein farbenfrohes Feuerwerk - ein "Feuer- und Höllenzauber", der das Publikum förmlich ausflippen ließ. Kopf an Kopf stand das Publikum dicht gedrängt, Umfallen wäre schier unmöglich gewesen.

Der Dank der Stadt und des "Stiber-Fähnleins" an alle einheimischen und auswärtigen Akteure, an die vielen fleißigen Hände im Hintergrund sei an dieser Stelle nicht verschwiegen. Nur mit solchen Idealisten ist so eine Großveranstaltung zu bewältigen - ein Ausflug ins Mittelalter, der inzwischen zu den krönenden Höhepunkten unseres Altstadtfestes zählt und schon die Vorfreude weckt aufs nächste Jahr.

Donnerstag, den 27.06.2002

 

Hochzeitstafel beim "Stiber"

Sulzbach-Rosenberg . (lö) Was wär` ein Bürgermeister, der ausgerechnet am Altstadtfest heiraten will, ohne Stiber-Fähnlein? Die Historische Gruppe sorgt am Samstag für eine fulminante "mittelalterliche" Hochzeitsfeier für christl und Gerd Geismann.

Nach der kirchlichen Tauung geht es mit der Kutsche zum Platz beim Pflasterzollhaus, dort können sich das Hochzeitspaar und 60 bis 70 Gäste im weiß-roten Pavillon auf ein Fünf-Gänge-Menü und ein farbenprächtiges Festprogramm mit Darbietungen zahlreicher historischer  Gastgruppen freuen, das sich bis in die Nachtstunden erstrecken wird.

Natürlich haben die Stiberer genug Platz, damit auch viele Altstadtfest-Besucher mit feiern können. Alles perfekt organisiert. Stiber bürgt eben für Qualität.

Mittwoch, den 26.06.2002

,,Postreiter" sitzt fest im Sattel

Briefmarkenfreunde und Stiber-Fähnlein mit neuer Altstadtfest-Attraktion

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Aus Anlass des 26. Altstadtfestes und des zehnten Gründungsjubiläums der Gruppe Stiber-Fähnlein haben sich Briefmarkenfreunde und Stiberer zusammengetan, um eine neue Attraktion einzuführen: Die Reiterpost! 

Die Briefmarkenfreunde gestalteten zwei Sonderumschläge mit Stiber-Vignette (eine Vignette ist ein briefmarkenähnlich gestalteter und nicht dem Zahlungsnachweis dienender Aufkleber). Diese Vignette ist mit dem Symbol der Gruppe Stiber-Fähnlein versehen. Am Verkaufsstand des Philatelistenvereins können diese Belege erworben werden. 

Eigentlich Reiterin 
Diese Briefe - aber auch jegliche Geschäfts- oder Privatpost - können zur Beförderung durch den Postreiter (eigentlich handelt es sich um eine Reiterin) mitgegeben werden. Die Reiterpost bringt die Sendungen Samstag und Sonntag um 15 Uhr und um 17 Uhr zum Pflasterzollhaus. Dort erhalten die Postsendungen von der Gruppe Stiber einen Stempel auf die Vignette. Anschließend werden sie zur ordnungsgemäßen Weiterbeförderung an die Post gegeben. Zu diesem Zweck wurde dem Stiber-Fähnlein bereits im April während des Großtauschtages in der Pestalozzischule ein Briefkasten überreicht, der nun am Pflasterzollhaus angebracht wurde. 

Die Briefmarkenfreunde haben mit Unterstützung der Stadt wieder für einen Sonderstempel gesorgt. Passend zum Jubiläum der Stiber und zu den gefertigten Belegen beinhaltet der Stempel eine historische Ansicht des Pflasterzollhauses. Die Belege wurden von den Vorstandsmitgliedern Fritz Renner und Björn Reitzenstein gestaltet. Sie zeigen das Pflasterzollbaus und die früher bestehenden Pflasterzolltarife. Natürlich können auch vorgefertigte Belege erworben werden. Fertige Belege sind zum Preis von 1,50 Euro Belege ohne Marke zum Preis von einem Euro zu haben. 

Eröffnung 10 Uhr 
Offiziell eröffnet wird die Reiterpost im Rahmen des traditionellen Frühschoppens der Briefmarkenfreunde. Dieser findet am Samstag um 10 Uhr an der Bude der Briefmarkenfreunde und des Verkehrsvereins statt. Geladen sind Gäste aus

Am Stand der Briefmarkenfreunde ist auch das vollständige Programm zum Altstadtfest erhältlich, ebenso Fuß- und Rad-Wanderkarten sowie weiteres Informationsmaterial des städtischen Touristinfo-Büros.

Mittwoch, den 24. 04.2002

Den Berlinern einmal tüchtig "eingeheizt"

Stiber-Fähnlein und "Cantus-Ferrum" aus Amberg vertraten unsere Region beim Festspielsommer

Sulzbach-Rosenberg / Berlin. (srz)

Die Region Amberg-Sulzbach wurde von den Vereinen Historischen Gruppe Stiber Fähnlein aus Sulzbach- Rosenberg und "Cantus- Ferrum"- Verein für erlebte Geschichte Amberg e.V. vertreten. Sie hatten die Ehre die Stadt Sulzbach-Rosenberg und den Landkreis Amberg- Sulzbach in der Bayerischen Vertretung in Berlin im Rahmen des Ostbayerischen Festspielsommers zu präsentieren. 

Die Ankunft in Berlin zeigte erste Eindrücke der Bundeshauptstadt aus den gegensätzlichen Blickwinkeln der verschiedenen Stadtteile, die Fahrt durch Neu-Köln und das Quartier im Tagungs-Hotel Estrel, hätten unterschiedlicher nicht sein können. 

Den Nachmittag verbrachten die Oberpfälzer in der Bayerischen Vertretung unter der Leitung des Regisseurs Johannes Reitmeier - scheidender Intendant des südostbayrischen Städtetheaters, der in einer dreistündigen Probe mit den Vereinen die Präsentationen für die Abendvorstellung vorbereitete.

Jeder Gruppe sollte es ermöglicht werden ihr Leistungsspektrum in drei Minuten vorzustellen. Doch schon während der Probe zeichnete sich ab, dass die Zeitvorgabe nicht eingehalten werden konnte. Ein Grund war, dass im Vorfeld zu wenig Informationen über Möglichkeiten und Ablauf der Präsentationen bekannt waren. 

So erfuhren die Akteure z.B.: erst während der Probe, dass das geplante Feuerspektakulum in der Bayerischen Vertretung so nicht durchführbar war. 

Jedoch durch die Flexibilität aller Beteiligten gestalteten sich die Aufführungen auch ohne weitere Proben als großer Erfolg. Klaus Faltenbacher von der Historischen Gruppe Stiber Fähnlein grüßte  die Anwesenden "Honoratioren" und erklärte "Wir kamen nach Berlin um Ihnen tüchtig einzuheizen".

Getragen von den hinreißenden musikalischen Weisen von "Cantus Ferrum", vorgetragen von Simone Siegert an der "Trummel" und Stephan Wiesgickl an der "Sackpfeife", zog die Gruppe aus dem Saal und heizte dann auch im Anschluss vor dem offenen Portal der Bayrischen Vertretung, mit den beiden Feuerkünstlern Sebastian von der Recke und Klaus Faltenbacher, den Berlinern ein. 

In den Reihen verfolgten nicht nur die Abgeordneten des Ministeriums für Tourismus mit regem Interesse die Vorstellung, sondern auch weitere 400 geladene Gäste. Dazu zählten der Europaabgeordnete Herr Minister Bocklet, der Regierungspräsident der Oberpfalz Herr Dr. Weidinger, der MdB Herr Strobel, der MdB Herr Kraus, der 1. Bürgermeister von Sulzbach- Rosenberg Herr Geismann. 

Erfreut waren die Akteure, die beiden gebürtigen Sulzbacher Herr Joachim Wappler Geschäftsführer des Oberpfälzer Kulturbundes und Herrn Thomas Geiger, Chefredakteur der Literaturzeitschrift "Sprache im techn. Zeitalter" und Mitarbeiter des Literarischen Colloquium Berlin, unter den geladenen Gästen anzutreffen. 

Während des anschließenden reichhaltigem Büfettes konnten zum Ausklang noch viele Kontakte zwischen den Historischen Schauspielgruppen und den geladenen Gästen der Hauptstadt geknüpft und gepflegt werden. 

Am darauffolgenden Tag gehörte der Vormittag der politischen Bildung. Die Bundestagsabgeordneten Bruni Irber, Ernst Hinsken und Klaus Hofbauer verstanden es in humoriger Weise für den Reichstag zu begeistern. Die  Besichtigung des Reichstages mit  Aussicht durch die gläserne Kuppel des Reichstagsgebäudes auf eine kraftvoll wachsendes Berlin beendeten das Programm.

aus www.omaxxl.de vom 22.04.02

Besuch in der alten Herzogstadt 

Vilseck. (er) Eine 20-köpfige Besuchergruppe des Heimat- und Kulturvereines (HuK) Vilseck unternahm dieser Tage einen kultur-geschichtlichen Ausflug in die alte Herzogstadt Sulzbach-Rosenberg. Damit folgte man einer Gegeneinladung des dortigen "Stiber-Fähnleins", die bei deren Besuch in Vilseck im vergangenen Januar ausgesprochen wurde. 

Das Stiber-Fähnlein ist eine historische Gruppe, welche seit 1992 im Verkehrsverein Sulzbach e.V. beheimatet ist. Aus der ursprünglich circa sechs Mann starken Formation, die anfänglich bei Stadtempfängen zu Repräsentationszwecken eine Ehrengarde stellte, entwickelte sich bald ein reger Verein. Ständig erweiterte sich das Tätigkeitsfeld des Stiber-Fähnleins, der inzwischen zu einem Kulturträger der Stadt Sulzbach-Rosenberg geworden ist. 

Hans Reinhardt, der Schreiner und Bergmann im Stiber-Fähnlein ist, führte die Vilsecker Besuchergruppe- angeführt von der HuK-Vorsitzenden Elisabeth Hammer, Nachtwächter "Tschung" Eierer und den Stadträten Albert Trummer und Wilhelm Ertl- durch interessante Winkel und Gassen. Er öffnete auch restaurierte Türme und erzählte viel über die Geschichte der alten Bauwerke und auch über den tapferen Stadthauptmann Albrecht Stiber, der im Jahre 1504 die Angriffe der Amberger und Böhmen erfolgreich abwehrte. Wie Reinhardt informierte, setzte die Bebauung der Sulzbacher Schlossfelsen laut archäologischen Ausgrabungen bereits im späten 9. Jahrhundert ein. Damit gehört die Sulzbacher Burg zu den frühesten mittelalterlichen Burganlagen. Bislang gibt es in Bayern keine weitere Dynastenburg, die derartig reichhaltige und bedeutende Befunde aus dem 9. bis 11. Jahrhundert hervorbrachte. 

Im neu renovierten Zollhaus führte Stiber-Organisator Klaus Faltenbacher in die Geschichte des Zollhauses ein, erzählte vom Sattler Wiesand, von der Übereignung des Zollhauses an die Stadt Sulzbach und erwähnte die vom Stiber-Fähnlein erbrachten Eigenleistungen bei der Renovierung des historischen Gebäudes. Die "Stiberer" haben in mühevoller Arbeit eine historische Schusterwerkstatt im Hauptraum des Gebäudes eingerichtet. Am Ende der Visite gab luden die Herzogstädter ihre Nachbarn aus der Vilsstadt zu einer Brotzeit und einem Umtrunk ein. Beide Gruppen waren sich darüber einig, dass man die Kontakte zukünftig weiter vertiefen möchte.

Donnerstag,18. April 2002

Weißblaues Mittelalter an der Spree 

Historisches Festspiel-Ensembles aus der Oberpfalz und Niederbayern erobern einen langen Abend lang Berlin

Von Peter Klewitz

Berlin/Regensburg. Da blieben sogar die an schrille Events gewöhnten Spreestädter stehen: Feuerspeiend, dudelsackblasend und wild trommelnd empfingen Ostbayerns Festspiel-Ensembles lautstark die fast 400 Gäste, die am Dienstagabend in die bayerische Vertretung in der Bundeshauptstadt strömten. Weiß-blaues Mittelalter war angesagt in Berlin, Ecke Friedrichstraße.

Weil in Ostbayern die Uhren eben doch ein bisschen anders gehen als in "Preußen", präsenitierten sich die angereisten 21 Festspielgruppen aus Niederbayern und der Oberpfalz zweieinhalb Stunden lang - üblich ist normalerweise maximal eine Stunde. Zusammengetrommelt vom Tourismusverband Ostbayern unter Geschäftsführer Georg Steiner, in Reihe gebracht vom scheidenden Intendanten

Der dienstagmorgen riss die Teilnehmer früh aus dem Schlaf: um vier Uhr in Passau, um fünf Uhr in Cham enterten die Akteure jeweils einen Bus, der sie in sechseinhalb Stunden nach Berlin brachte. Die meisten steckten dann schon im Kostüm, als sie um 14.30 Uhr die bayrische Vertretung betraten, Requisiten und Instrumente auspackten und von einem gut disponierten Johannes Reitmeier begrüßt und auf ihre Auftritte vorbereitet wurden.

Der versierte Theatermann hielt dabei die Waage zwischen der Beruhigung mancher zum Teil recht nervösen Laienspieler und dem Lampenfieber stimulierenden Hinweis, dass Medien und Gäste die Präsentation durchaus kritisch begutachten würden. Die bisher größte Veranstaltung solcher Art locke ein großes Aufgebot beider Kategorien in die bayerische Vertretung, ein Teil der Gäste finde sicher im Saal keinen Platz und erlebe den Auftritt über Monitor in der Halle: Disziplin sei also angesagt.

Zeitvorgabe gesprengt
Schon der dreistündige Probedurchlauf zeigte, dass die Zeitvorgabe von gut einer Stunde nie und nimmer eingehalten werden könnte. Zudem war der Informationsstand der angereisten Gruppen zu unterschiedlich, viele wussten nicht, ob die eingeprobte Szene so oder anders und in anderem Kontext aufzuführen sei. Schließlich blieb den Bayern auch keine Zeit für einen korrigierten Durchlauf. Zuletzt eine halbe Stunde Ruhe vor dem Sturm, der sich dann doch als milde Brise erwies. 

Mit fast halbstündiger Verspätung trudelten die knapp 400 Gäste von Hausherr Reinhold Bocklet, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, ein: Politiker, Wirtschaftsleute, Touristiker und etwa zu zwei Dritteln Abonnement-Besucher der bayerischen Vertretung, die - weil Insider bestimmter Berliner Szenen - letztlich auch als Multiplikatoren gelten dürfen. Um solche ging es den Veranstaltern, denn ,,Ostbayern ist eine Ferienregion mit reichem Kulturerbe, landschaftlicher Schönheit und einer bewegten Geschichte. ermunterte Bocklet das Publikum zum Besuch der beiden Regierungsbezirke. Der ostbayerische Festspielsommer überschreite Grenzen, bei den Europäischen Wochen in Passau ebenso wie beim bayerisch-böhmischen Festspielprojekt in Bärnau und Tachov. Etwas von seinem Flair und Zauber brachten die Spieler und Spielerinnen, die Musikanten und Sänger dann in ihrem  Mammutprogramm den Gästen nahe, gekonnt moderiert von Rüdiger Novak vom Bayerischen Rundfunk.

Hexen wirbeln im Saal 
Helmbewehrte Bajuwaren aus Kötzting eröffneten mit dem "Weiberstreik". einer bayerischen Version der ,,Lysistrata", den bunten Reigen. Die Bärnauer und Tachover präsentierten eine anrührende Szene aus der "Goldenen Straße", ein Hörspielausschnitt verwies auf das Stück "Königshaut mit dem im Juli in Schwandorf ein Schlosstheater installiert

Alte Routiniers wie die Further mit ihrem "Drachenstich" oder die Waldmünchener mit ihrem ,,Trenck der Pandur" lieferten messegerecht zugeschnittene Repliken. Mittelalter, Renaissance und Frühbarock aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges dominierten. spätere Jahrhunderte waren nicht vertreten. Wenn auch manche Gäste mehr Appetit aufs bayerische Büfett als auf die ostbayerische Kultur entwickelten und ihnen der Abend deshalb noch länger schien, wenn auch nicht wenige Spielergruppen mehr Vorinformation und straffere Organisation gewünscht hätten - unterm Strich blieb ein eindrucksvoller Einblick in die ungemein reichhaltige und abwechslungsreiche Festspiellandschaft, blieben schöne Impressionen und die berechtigte Hoffnung, den Berlinern den Mund wässrig gemacht zu haben.

Bildunterschriften: 
Das Stiber-Fähnlein martialisch und musikalisch - ein Höhepunkt des Abends 
Der Further Drachenstich - in der Bundeshauptstadt auch ohne Drachen ein eindrucksvolles Spektakel.

Hin zur Kultur- und Touristenstadt 

Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins - "Kulturwerkstatt ein Qualitätsprodukt der Stadt"

Mittwoch, 03.04.2002 -
Sulzbach-Rosenberg. (bt) Die Aktivitäten wurden systematisch erweitert, stellte bei der Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins beim "Bartl" der 1.Vorsitzende Gerd Geismann fest. So genieße die Kultur und die Touristik ein größeres Augenmerk.

Bei allen, die sich mit Engagement dafür einsetzen, die Stadt lebenswerter zu gestalten, bedankte sich das Stadtoberhaupt. Namentlich nannte dabei Helmut Hiltl, der buchstäblich Tag und Nacht unterwegs gewesen sei, um die Loipe für die Langläufer befahrbar zu machen.

Geschäftsführer Fred Tischler sagte, die Hinweisschilder für die kulturellen Einrichtungen wurden aufgestellt, wobei lediglich der Schilderbaum vor der Sparkasse noch fehle. Nicht zuletzt wegen des "Kaiserwetters" sei das 25. Jubiläumsaltstadtfest ein voller Erfolg gewesen. Bestens bewährt habe sich die Kindermeile in der Frühlingsstraße. Die erstmals initiierten Jedermann- beziehungsweise Themenführungen werden seither durch ausgebildete Gästeführer praktiziert.

Mit der "Herbst-Kultour 2001", der "Kirche + Wirtshaus mit Pfiff", dem Internationalen Kurzfilmfestival und dem Kneipenclubbing wurde die Kulturwerkstatt als Qualitätsprodukt zum Leben erweckt, hob Tischler hervor. Ein Qualitätszirkel, das sich aus kulturell Tätigen zusammensetze, entwickelte den "Der-Kulturtipp.de".

u den Aktivitäten in diesem Jahr gehöre die Ausstellung ""Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst"  und das Modellprojekt Hang und Felsfreilegung, die vom 15 April bis zum 3. Mai in der sparkasse zu sehen sein wird.

Kassierer Gerd Dehling schilderte die finanzielle Situation des Verkehrsvereins, ehe Wanderwart Sigi Binder den Bericht abgab. Betreut würden vom Verkehrsverein, der Mitglied im Fränkischen Alpverein ist, sechs Durchgangs- und fünf Rundwanderwege. "Wer mit Wanderwegen wirbt, muss dafür sorgen, dass die in Ordnung sind", betonte Binder.

Vom Mistelverkauf Ende 2000, der Einweihung und Übernahme des Pflasterzollhauses über die feierliche Umbenennung der Wehrtürme in der Lange Gasse in Karl-Grünthaler-Turm und Stiber-Turm, der Führungen im Schaustollen und im alten Zollhaus bis hin zur Teilnahme an den Oberpfalzwochen in Regensburg, reichte die Palette der Aktivitäten der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein im Verkehrsverein im vergangenen Jahr resümierte Klaus Faltenbacher.

Neben dem obligatorischen Engagement werde der Verein das zehnjährige Jubiläum der Stiber feiern, sich am Altstadtfest beteiligen und das Archiv "Schaustollen Max" einrichten.

Das Motto "Mir liegt so viel an Sulzbach-Rosenberg" sei die Grundlage für die Bereitschaft gewesen, das Amt des Stadtheimatpflegers zu übernehmen, bekannte Dr. Markus Lommer bei der Vorstellung. In diesem Sinne wolle er mit allen zusammenarbeiten, die sich für die Belange der Stadt, so im kulturellen, denkmalpflegerischen und touristischen Bereich, einsetzen. Die Bildung eines Netzwerkes zwischen den Organisationen und Vereinen wäre dabei sinnvoll.

 

Warum nicht Pate einer Pfeife werden?                                                      

Schon mit 25 Euro wäre Förderverein geholfen

Samstag, 26.01.2002 -
Sulzbach-Rosenberg. (lm) Um die Finanzierung einer neuen Orgel für St. Marien möglichst bald sicherstellen zu können, bittet der Förderkreis die Bürger um tatkräftige Unterstützung.

Dazu wurde eine "Pfeifen-Patenschafts-Aktion " ins Leben gerufen: Freuende der Pfarrei und der Orgelmusik können mit Beitägen zwischen 25 und 500 Euro Patenschaften für ausgewählte Holz- und Metallpfeifen aller Art und Größe übernehmen.

Die Sponsoren werden auf der Orgelempore im Rahmen einer Schautafel dokumentiert. Genauere Informationen dazu gibt es bei den beiden Vorsitzenden des Orgelbau-Förderkreises, Dr. Hans Leininger (Teefon 53835) und Direktor Benedikt Boßle (Telefon 2994) sowie Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer (Telefon 812333).

Beispielhaft vorangegangen ist bei dieser Aktion berits die historische Gruppe "Stiber-Fähnlein": Seine Mitglieder und Freunde haben mit einem Ergebnis von knapp 1050 Mark bei der "Schlafmünzen"-Sammlung die größte Basspfeife mit einer Länge von gut fünf Metern gespendet.

An einem von Stieber-Mitglied Hans Reinhardt geschmackvoll gestalteten "Pfeifen-Opferstock" beim Nordportal der Pfarrkirche sind jewils aktuelle Informationen zu finden.

Arbeit im Ehrenamt ist unbezahlbar                                                        

Empfang der SPD-Landtagsfraktion für Repräsentanten des Vereinslebens im Kettelerhaus

Donnerstag, 24.01.2002 -
Sulzbach-Rosenberg. (bt) "Entwickeln Sie auch kübftig Aktivitäten und machen Sie weiter so." Diese Bitte richtete MdL Armin Nentwig bei einem Empfang des Bayerischen Landtages im Kettelerhaus-Saal an die Vertreter zahlreicher Vereine und Organisationen.

Der Landtagsabgeordnete, der die Grüße des SPD-Franktionsvorsitzenden Franz Maget überbrachte, freute sich, dass es gelungen sei, eine von den wenigen Veranstaltungen des Landtages zur Würdigung des Ehrenamtes nach Sulzbach-Rosenberg zu holen. Damit soll der besonderen Situation der Region Rechnung getragen werden.

So sei es durch vielfältige Aktivitäten der Belegschaft der Maxhütte, der Stadtverwaltung und der Vereine gelungen, staatliche Hilfen in Millionenhöhe zu erhalten. Eine Vielzahl von Betrieben wurde angesiedelt und damit tausende von neuen Arbeitsplätzen geschaffen. Diese Leistung könne sich sehen lassen.

Vereinsleben blüht
Dies gelte in besonderer Art und Weise für das blühende Vereinsleben, das es hier gebe. Hauptverantwortlich dafür sei das Jahrzehntelange Engagement von Vorsitzenden, Kassierern, Schriftführern und Vorstandsmitgliedern, die ihre Freizeit für das Wohl der Allgemeinheit pfern und vielfältige Themenbereiche bearbeiten. Dank gebühre aber auch den jeweiligen Lebenspartnern und -partnerinnen, ohne deren Verständnis diese Arbeit gar nicht möglich wäre.

Dieses Kompliment übermittelte MdL Nentwig auch im Namen des 1.. und 3. Bürgermeisters, Gerd Geismann und Franz Kick, des stellvertretenden Landrates Hermann Völlger, MdB Reinhold Strobl, des SPD-Fraktionsvorsitzenden Achim Bender und aller anderen sozialdemokratischen Mandatsträger der Stadt Sulzbach-Rosenberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach.

Es freue ihn, dass so viele Vorsitzende und Vorstandsmitglieder der 192 Vereine der Stadt der Einladung in die "Stadthalle von Rosenberg" gefolgt sind, hob der 1. Bürgermeister Gerd Geismann hervor. Dies zeige, welche Bedeutung das Kettelerhaus für die Stadt habe und auch in nächster Zeit haben werde.

In den letzen Jahren habe die Stadt Millionen in die Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten investiert und damit über 4 000 Arbeitsplätze geschaffen. Auch habe man sich für die Integration der Spätaussiedler engagiert, ohne die manche wirtschaftliche Maßnahme nicht möglich gewesen wäre, machte das Stadtoberhaupt aufmerksam, der an die Adresse der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag und an MdL Armin Nentwig den Dank für vielfältige Unterstützung richtete. Dort sei er immer auf offene Ohren gestoßen, wenn er Anliegen der Stadt vortrug.

"Das ist Millionen wert"
Der Abschluss der Grußworte oblag dem 2. Bürgermeister und SPD-Ortsvorsitzenden Franz Kick, der auf die voökswirtschaftliche Bedeutung der Tätigkeit der Vereine hinwies. Die Millionenbeträge, die in ehrenamtlicher Arbeit dabei erwirtschaftet werden, könnten von staatlicher Seite niemals aufgebracht werden.

Dies gelte besonders für die Kommunen, deren finanziellen Möglichkeiten immer mehr eingeschränkt worden sind und deshalb wenig Spielräume für Zuschüsse besitzen. Nach dem Motto "Wir lassen niemanden im Regen stehen"erhalte jeder Gast einen rot-weißen Schirm, kündigte Kick an.

Stellvertretend für alle Aktiven aus dem hiesigen Vereinsleben wurden Andreas Weber (Evangelischer Männerbund), Hermann Renner (Geflügelzuchtverein), Klaus Faltenbacher (Stiber Fähnlein), Hans Bogner (Club Gemütlichkeit), Willi Dürrschmidt (Egerländer Gmoi), Otto Raß (FG Knappnesia), Theresia Wißmüller (Elterninitiative), Gertrud Warmuth (Rheumaliga), Hannelore Preuß (Lebenshilfe) und Hans Wuttig (Volkshochschule/Künstler) und MdL Armin Nentwig.

Dem offiziellen Teil. der von Fritz Biersack musikalisch begleitet wurde, folgte eine zünftige Brotzeit.

Vor Lachen wurde Gästen warm  -   Aus dem Landkreis                                                     

"Stiber-Fähnlein" aus Sulzbach-Rosenberg bei historischer Stadtführung in Vilseck

Freitag, 18.01.2002 -
Vilseck. (if) Das Mittelalter feierte fröhliche Urständ in Vilseck. Das Stiber-Fähnlein aus Sulzbach-Rosenberg hatte sich 50 Mann und Frau hoch zu einer Stadtführung angemeldet - und ließ es sich nicht nehmen in prachtvollen historischen Gewändern einzumarschieren.

Elisabeth Hammer, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, begrüßte die Gäste aus der Herzogstadt samt ihrem 1. Bürgermeister Gerd Geismann. Bei der historischen Woche in Regensburg im letzten Jahr, hatte Elisabeth Hammer die Einladung ausgesprochen. Und nun wurde der alljährliche Dreikönigsausflug nach Vilseck geplant.

Bei klirrender Kälte, aber strahlendem Sonnenschein folgte die Gruppe Stadtführer Josef "Tschung" Eierer und ließ sich die schönen historischen Gebäude der Altstadt zeigen. "Tschung", gewandet in seine Nachtwächtertracht, brachte den Besuchern nicht nur die geschichtlichen Daten nahe, sondern ließ auch seine Geschichten und lustigen Beiträge mit  einfließen, so dass den Gästen vor Lachen warm wurde.

Begeistert waren alle von der gelungenen Burgsanierung und der herrlichen Aussicht, die man hoch über den Dächern von Vilseck in der Winterstimmung genießen konnte. Bei der anschließenden Einkehr im Hotel Angerer erzählte Bürgermeister Geismannn über die früheren Verbindungen des Herzogtums Sulzbach zum Bambergischen Vilseck und den Altstraßen von Nürnberg nach Eger und Amberg nach Weiden. Alle waren erstaunt über diesen Beitrag und die Jahreszahlen, die sich der Bürgermeister aus uralten Stadtbüchern geholt hatte.

Die Vilsecker Moila haben den Nachmittag mit ihren Mundartliedern verschönert, die "selbst gestrickten" Lieder von Rosi Haenstab kamen bei den Zuhörern sehr gut an.

 

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