Stiber Home Laetissime Saltemus Comitas Sulczpach Märchen-Tanja die Erzählende
    

Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

Donnerstag, 18.Dezember 2003

"Grubenweihnacht" 

Bergknappen und Stiberer bitten zum Schaustollen "Max"

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Der Bergknappenverein Sulzbach-Rosenberg und die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein laden gemeinsam ein zur Gruben-Weihnacht der Bergleute. Am kommenden Sonntag findet sie ab 15 Uhr im Schaustollen "Max" bei der Villa Max statt. 

Traditionell trafen sich die Sulzbach-Rosenberger Bergleute während ihrer letzten Schicht vor dem Weihnachtsfest zu einer vorweihnachtlichen Feier unter Tage. Ohne sich groß verabredet zu haben, beteiligte sich jeder daran und brachte etwas zu essen oder zu trinken mit. 

Die Sulzbach-Rosenberger Bergleute laden in Fortsetzung dieser alten Tradition ein zu ihrer Gruben-Weihnacht im Bergbaustollen "Max". 

Die Weihnachtsfeier der Bergleute unter dem Motto "Wöis fröiher woar" beinhaltet eine kostenlose Jedermannführung im Schaustollen, weihnachtliche Weisen der Bergleute und einen gemütlichen Plausch bei Glühwein und Stollen im neu gebauten Ausstellungsraum. 

Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang durch Rosenberg mit seinem Krippenweg an.

Mittwoch, 10. Dezember 2003

"Es kumbt ein Schiff geladen" 

Sulzbach-Rosenberger Weihnachtsmarkt mit Mittelalter-Flair - Stiber-Fähnlein lädt ein 

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Mit "Lusamendtleyn" und "Hyppocras", Fatschenkindln und Kerzenziehen geht es am dritten Advent-Wochenende auf dem Sulzbach-Rosenberger Weihnachtsmarkt auf Zeitreise in die Vergangenheit. Vom morgigen Donnerstag bis zum Sonntag wird das kulturelle Programm in der Budenstadt wesentlich geprägt und getragen von der Historischen Gruppe Stiberfähnlein. 

Der Weihnachtsmarkt startet am Donnerstag, 11. 12., schon mit Mittelalter-Flair: Die "Stiberer" bieten den Besuchern bemalte Springerla (ein traditionelles Brauchtumsgebäck unserer Region), Kletzenbrot und Gebildbrot an, und zur innerlichen Erwärmung gibt es Kostproben vom mittelalterlichen Gewürzwein "Hyppocras".

Außerdem spielen ab 17 Uhr auf der Bühne die "Stammtischmusikanten" (Hans Reinhardt, Hans Ditrrich und Fritz Luber) traditionelle Volksmusik, gefolgt um 18 Uhr vom Kindergarten "Guter Hirte" Rosenberg mit Liedern und Gedichten. 

Hyppocras und Kletznbrot 
Am Freitag stellt auf dem Weihnachtsmarkt ein Stiber-Handwerker Holz-Instrumentenbau vor (Ausstellung fertiger Instrumente), zum Kauf angeboten werden Türharfen und Rührtrommeln. Und beim Betrachten der Schau-Krippen kann man sich wieder den "Hyppocras" und Kletzenbrot schmecken lassen. 

Neben den "Stiberern" lässt sich am Freitag ab 17 Uhr der CVJM-Posaunenchor Rosenberg hören, ab 18 Uhr ein Blockflötensensemble der Städtischen Sing- und Musikschule. 

Den Schwerpunkt ihrer Mittelalter-Weihnacht setzen die Akteure des Stiberfähnleins jedoch am Samstag und Sonntag unter dem Motto "Sankt Lucia bringt den Menschen das Licht". Bei den "Dillnberch-Schlorchern (Patenverein der Stiber aus Deberndorf) können Kinder am Samstag kostenlos ihre eigene Kerze ziehen. Handgefertigte Kerzen und fantastische Seifen hat der Kulturverein Deberndorf übrigens auch im Angebot. Eine Wachsstöckl-Ausstellung und prächtig geschmückte "Fatschenkindl" werden die Betrachter begeistern. 

Mittelalter-Klänge 
Nach einem "Feurigen Auftakt" beginnt um 17 Uhr der Auftritt der Historischen Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" und der Musikgruppe "Lusamendtleyn", moderiert von Sepp Lösch alias Albrecht Stiber. Zu mittelalterlichen Weihnachtsliedern und Weisen mit alten Instrumenten wird u. a. zu Ehren von St. Lucia ein Lichtertanz gezeigt. Um 18 Uhr folgt die "Birgländer Flötenmusik". 

Auch am Sonntag, 14. 12., können Kinder auf dem Weihnachtsmarkt bei den "Dillnberch-Schlorchern" wieder kostenlos Kerzen ziehen. Zur Stärkung gibt es wie an den Vortagen "Hyppocras" und Kletzenbrot, dazu die Wachssstöckl- und Fatschenkindl-Schau. Außerdem zeigt die Kindergruppe des Stiber-Fähnleins lebende Marionetten. Auf der Bühne präsentiert sich am Sonntag um 16 Uhr der Gesang- und Orchesterverein 1847 mit Weihnachtsliedern, um 17 Uhr folgt darauf der Männergesangverein Edelweiß Kürmreuth. 

Lob für Wechselbuden 
Wer vom Weihnachtsmarkt eine Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte, sollte sich die diesjährige Sammeltasse mit Sulzbacher Motiv am Glühweinstand des "Destillerie"-Teams anlachen. Wesentlich zur Sortimentebreite und zur Abwechslung im Angebot des Weihnachtsmarktes sorgen heuer erstmals drei Wechsel-Buden mit jeweils anderer Besetzung. Eine Idee, die auch bei den Besuchern Anerkennung findet.

Wachsstöckl und Fatschenkindl

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Ein Relikt aus fernen alten Tagen sind sie, die wunderschön gearbeiteten Wachsstöckl. Vor allem in Bayern waren sie bis zur Einführung des elektrischen Lichts eine beliebte Lichtquelle bei Gebet und Andacht, aber auch fromme Votiv- und Liebesgabe. Die Wachsschnüre waren häufig kranzförmig gerollt oder in Form eines Gebetbuches zusammengelegt und mir Applikationen aus farbigem Wachs verziert. Beliebt waren korbartig gewundene Wachsstöckl mit einem aus Wachs modellierten Jesuskind in der Mitte.

Beim Weihnachtsmarkt in Sulzbach-Rosenberg zeigt Helga Gebhardt aus Hahnbach am Samstag und Sonntag nicht nur Wachskunst dieser Art, sondern auch prächtig verzierte "Fatschenkindl", eine besondere Art der früheren Christkind-Verehrung.

Montag, 2. Dezember 2003

Barock-Juwel im Bibeljahr 

Ältesten Sulzbacher Bibeldruck von anno 1691 ersteigert - In Deutschland nur zwei Exemplare

Sulzbach-Rosenberg. (im) So ein Christkindl bekommt die Stadt Sulzbach-Rosenberg nicht alle Jahre, und das auch noch "vorgezogener Weise": ein Exemplar des äußerst seltenen Erstdrucks einer Sulzbacher Bibel von anno 1691. Am ersten Adventssonntag ging dieses bedeutende Werk aus den barocken Druckerpressen der Herzogstadt in den Besitz des Stadtmuseums über - gerade noch rechtzeitig zum "Jahr der Bibel 2003". 

Erst kürzlich war die Bibel im Herbstkatalog des renommierten Auktionshauses Hartung & Hartung entdeckt worden. Die Münchener Traditionsfirma gilt als eine der besten süddeutschen Adressen für alte Drucke, Manuskripte, Autographen und Graphik.

Pendant in Stuttgart 
Anfang November konnte das wertvolle Buch mit etwas Glück zu einem verhältnismäßig günstigen Preis ersteigert werden. Der Folioband stammt aus der ersten Auflage eines deutschen Gesamtbibeldrucks, der 1691 bei Abraham Lichtenthaler in Sulzbach hergestellt wurde. Bisher war davon nur ein einziges Exemplar in der Württembergischen Landesbibliothek zu Stuttgart bekannt, wo sich Deutschlands umfangreichste Bibelsammlung befindet.

Dr. Manfred Finke, ein allzu früh verstorbenes Gründungsmitglied der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft, hat es bereits 1995 in seiner Dissertation über "Sulzbach im 17. Jahrhundert" aufgelistet. Bei der großen Bibelausstellung von 1999,die fast 11.000 Besucher ins Stadtmuseum zog, konnte diese ein dreiviertel Jahr lang als Sonderleihgabe besichtigt werden. Nun ist es mit wesentlicher Unterstützung des Stiber-Fähnleins gelungen, ein Original dieser seltenen Bibelausgabe nach Sulzbach-Rosenberg zurück zu holen. 

Die Ersteigerung gelang mit der fachkundigen Hilfe von Dr. Winold Vogt (München), der in der Bayerischen Staatsbibliothek für den Bestandsaufbau "alte Drucke" verantwortlich zeichnet. Beim Auktionshaus vertrat er Sulzbach-Rosenberg entgegenkommender Weise und ersparte so den Aufwand für eine persönliche Anwesenheit vor Ort. 

Zugunsten der Stadt verzichtete die Staatsbibliothek darauf, mitzubieten, obwohl dieser Bibeldruck dort noch nicht vorhanden ist, um den Band möglichst günstig an seinen Ursprungsort zu bringen. "Es ist uns in München wichtiger, dass so ein Werk dahin kommt, wo es her stammt, als es selbst zu besitzen" so Dr. Vogt. 

Vorbesitzer unbekannt 
Das Buch war unter der Versteigerungsnummer 816 als "Sacra Biblia (...). Sehr seltene Sulzbacher katholische Bibel, ein Druck der ersten dortigen Offizin" ausgeschrieben. Bislang wurden allerdings weder Mitbieter noch Vorbesitzer bekannt.

Stiber mit Spendierhose 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Helmuth Singer und Klaus Faltenbacher vom Vorstand der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, hatten eine echte Rarität in der Tasche, als am Sonntagnachmittag der Rosenberger Krippenweg festlich "angeblasen" wurde. Im Rahmen der Eröffnungsfeier überreichten sie Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer für das Museum in der Neustadt eine kostbare Barock Bibelausgabe der Sulzbacher Druckerei Lichtenthaler (siehe dazu unseren Bericht auf dieser Seite). Erst tags zuvorhatten sichVorstände und Mitglieder des Stiber-Fähnleins bei ihrer vorweihnachtlichen Feier im Pflasterzollhaus spontan dazu entschlossen, bei der Finanzierung dieser prominenten Anschaffung entscheidend in die Bresche zu springen. Zwei private Einzelspenden lagen bereits vor, eine verbleibende kleine Finanzlücke wird der Förderverein des Stadtmuseums noch schließen.

Samstag/Sonntag 1./2. November 2003

Burg im Brennpunkt des Krieges 

Vor 1000 Jahren änderten sich die Machtverhältnisse in Sulzbach grundlegend - Vortragsreihe 

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Der Sommer des Jahres 1003 markierte einen Wendepunkt in der Herrschaftsgeschichte der heutigen mittleren Oberpfalz. Am Ende hatte die Burg Sulzbach einen neuen Herren, der eine erfolgreiche Grafendynastie begründete - genau vor 1000 Jahren.

Wie der Merseburger Bischof Thietmar (? 1018) als Zeitgenosse der Ereignisse in seiner Chronik überliefert, erhob sich im Sommer 1003 der mächtige Nordgaugraf Heinrich/Hezilo "von Schweinfurt" gegen den jungen König Heinrich II. Der König schlug den Aufstand nieder und änderte die Machtverhältnisse auf dem Nordgau. 

Neues Machtzentrum
Die intensiven historischen und archäologischen Forschungen der letzten Jahre haben Sulzbach als neu entdecktes Herrschaftszentrum der karolingisch-ottonischen Zeit in den Mittelpunkt der als "Schweinfurter Fehde" in die Geschichtsforschung eingegangen Auseinandersetzung gerückt. 

Demnach ist es sehr wahrscheinlich, dass Sulzbach als "Hauptburg" der Nordgaugrafen des 9. und 10. Jahrhunderts im Brennpunkt der kriegerischen Ereignisse von 1003 stand. 

Somit lässt sich nunmehr mit sehr großer historischer Wahrscheinlichkeit annehmen, dass Ende des Jahres 1003 die Familie der späteren Sulzbacher Grafen nach der Niederlage des Nordgaugrafen Hezilo die Burg auf dem Sulzbacher Schlossberg, die als Verwaltungsmittelpunkt und Bestattungsplatz der Nordgaugrafen diente, vom siegreichen König Heinrich übertragen bekam. Somit jährt sich diese Übernahme heuer zum 1000. Mal. 

Junge Historiker
Aus diesem Anlass veranstaltet die Stadt Sulzbach-Rosenberg am 8. November eine Vortragsreihe, in der junge Historiker und Archäologen ihre neuesten Forschungen zu diesem Thema vorstellen. 

Hubertus Seibert referiert als erster zum Thema "Herrschaft und Legitimation. Adel in Bayern (10.-12. Jahrhundert)". 

Auf ihn folgt Mathias Hensch, der über seine Funde bei den Ausgrabungen im Sulzbacher Schloss unter dem Thema "Herrschaftskontinuität und Neuanfang - Die Burg Sulzbach aus Sicht der Archäologie" spricht. 

Jürgen Dendorfer beendet die "Trilogie" mit seinem Beitrag: "Aufstieg und Fall. Die Grafen von Sulzbach im 12. Jahrhundert". 

Band zur Tagung
Anlässlich der Vortragsreihe wird auch Band 19 der Schriftenreihe des Stadtmuseums und Stadtarchivs Sulzbach-Rosenberg vorgestellt. Er hat den Titel: "Sulzbach und das Land zwischen Naab und Vils im frühen Mittelalter." In diesem Band sind die überarbeiteten Referate abgedruckt, die anlässlich der Tagung zum gleichen Thema am 13./14. Juni 2002 in Sulzbach-Rosenberg gehalten wurden. 
Darin nehmen Archäologen, Historiker und Geographen eine erste Bewertung der neuen Erkenntnisse vor. Die Veranstaltung findet direkt am Ort des Geschehens, in der ehemaligen Schlosskapelle des Straßenbauamts Sulzbach-Rosenberg, Zum Schloss 1, Sulzbach-Rosenberg, statt. Beginn ist um 16 Uhr, der Eintrittspreis beträgt drei Euro. Zwischen den Vorträgen wird es kleine Pausen geben, Ende der Veranstaltung ist gegen 19.30 Uhr.

 

 

Riesen-Krabbe am Herbsthimmel 

"Fest der tausend Drachen" des Stiberfähnleins bietet zwei Tage lang prächtiges Herbstspektakel 

Sulzbach-Rosenberg/Hahnbach. (srz) Großangriff der Drachen: Zwei Tage lang standen die bunten Flugwesen in allen erdenklichen Farben und Formen am Himmel bei Kötzersricht: Das Stiberfähnlein Sulzbach-Rosenberg und die Drachengruppe "SGSN" hatten eingeladen, und an die tausend Besucher genossen weidlich das farbenfrohe Herbst-Spektakel. 

Viele Wanderer, Radfahrer und Ausflügler wurden durch die sich im Wind tummelnden Drachen motiviert, ihre Route nach Kötzersricht abzuändern, wo das dritte Familien-Drachenfest über die Bühne ging. 

Nicht wenige Väter und Mütter ließen hier mit ihren Kindern bei erstklassigem Flugwetter farbenprächtige Diamantdrachen oder Delta-Drachen mit Motiven aus der Tier-, Comic- und Fabelwelt steigen. 

Profis mit Flugfiguren 
Auf der riesigen Wiese waren auch sehr viele Kinder allein unterwegs, um ihren Lenkdrachen zu starten, und andere lagen einfach nur im Gras und genossen das Spiel des Windes mit ihren Einleinern. Zu den Besuchern zählten auch zahlreiche professionelle Drachenflieger. Sie flogen mit ihren Lenkdrachen oft in Bodennähe und zeigten Flugfiguren, die das Publikum begeisterten. 

Die riesige Wiese war in zwei Flugfeldern unterteilt worden, damit sich die Einleiner und die Lenkdrachen nicht in die Quere kamen. Manch einer musste sich zum oberem Ende des Flugfeldes auf den Weg machen, um für seinen Drachen noch einen Platz am Himmel zu ergattern. Veranstaltet wurde dieses "Spectaculum Draculum" von der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg, die auch für das leibliche Wohl der kleinen und großen Drachenflieger sorgte. 

Sechs Meter Spannweite 
Die Drachen-Fachleute von "SGSN" hatten an beiden Tagen alle Hände voll zu tun. Sie ließen ihre selbstgebauten Großdrachen mit Spannweiten von bis zu sechs Metern und Figurendrachen in Form einer Krabbe, eines Bären oder von Fußballerbeinen mit Ball steigen. Gerne standen diese Profis auch den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. So konnte sich jeder bei Bedarf Tipps zum Steuern seines Lenkdrachens oder für eine bessere Einstellung seines Einleiners holen. 
Viel Spaß hatten am Samstag die Kinder. Sie durften den Schwanz eines ca. 50 Meter langen Schlangendrachens bunt bemalen. Der Schlangenkopf in Form einer Kobra war von den Drachenfreunden im Vorfeld bemalt und mit dem erforderlichen Gestänge versehen worden. 

Am Sonntag gegen 15 Uhr stieg dann dieser Riesendrachen bei mäßigen Wind kurzzeitig gen Himmel. Lange genug aber, um das farbenfrohe Werk der Maler vom Vortag zu bestaunen. 

Unterstützt wurde dieses "Treffen der tausend Drachen" durch die Firma Spiel+Freizeit Moedel aus Amberg. Die Veranstalter bedanken sich auch bei der Familie Rauch aus Kötzersricht, die freundlicherweise das schöne Flugfeld zur Verfügung gestellt hat.

Vilsbrücken werden in Szene gesetzt 

Stadtmarketingverein testet zum mittelalterlichen Brunnenfest ein Licht- und Farbenspiel Amberg. 

Amberg (sah) Der Stadtmarketingverein bringt die Vilsbrücken zum Leuchten: Dieses Lichter- und Farbenspiel ist ein Beitrag zum mittelalterlichen Brunnenfest, das der Verein "Cantus Ferrum" von Freitag bis Sonntag veranstaltet. 

Die Brücken-Beleuchtung hat ihre Premiere heute um 21.30 Uhr und ist am Samstag- und Sonntagabend nochmals zu sehen. Die fünf Vilsbrücken in der Altstadt - beim Parktheater, bei den Schulschwestern, die Krambrücke, der Martinssteg und die Schiffbrücke - werden so angestrahlt, dass sich Lichteffekte im Wasser spiegeln und auch die Brücken-Überdachungen akzentuiert werden. Dazu soll auch der große Baum vor dem Rathaus geheimnisvoll grün leuchten. 

Diese Brückenbeleuchtung ist ein Beitrag des Stadtmarketingvereins zum großen mittelalterlichen Fest des Vereins für erlebte Geschichte, "Cantus Ferrum" und zur Landesausstellung "Der Winterkönig". Andererseits startet der Stadtmarketingverein damit auch ein Experiment, um eine Diskussion darüber in die Gänge zu bringen, wie wichtige Objekte oder Plätze nach und nach als effektvolle "Lichtzonen" gestaltet werden können. 

Damit, so die Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Heidemarie Sander, könnten für die Altstadt funktional wirkende Stimmungen für ein freundliches, einladendes nächtliches Ambiente erreicht werden: "Die Atmosphäre einer Stadt ist ein wichtiger Standortfaktor, der sich relativ rasch und kostengünstig verwirklichen lässt und sich durch die Wahl unterschiedlicher Hell- und Dunkelzonen plastisch und dramaturgisch recht effektvoll inszenieren lässt". 

Ein offenes Ohr fand der Vorstand des Marketingvereins bereits bei den Stadtwerken für ein Licht-Sponsoring der Altstadt, um das historische Rathaus zu einem außergewöhnlichen Blickfang werden zu lassen. Gedacht ist an eine wirkungsvolle Installation von Beleuchtungskörpern an der Rathausfront zum Marktplatz und zur Rathausstraße hin - natürlich ohne eine Beschädigung des wertvollen Baudenkmales und auch nur als Ergebnis geschulter Lichtplaner und Lichtarchitekten, die Architektur und Umfeld in Einklang bringen können. 

Altstadt Seele einhauchen 
Amberg hat eine so reizvolle historische Altstadt: warum soll man ihr nicht mit einer ausgeklügelten Beleuchtung eine Seele einhauchen? Wenn Freitagnacht die Brücken zu leuchten beginnen, gibt der Verein für erlebte Geschichte - dem Spektakel noch zusätzlich Glanz: mit Feuerspuckern, Gauklern, Rittern, Bogenschützen und Marketenderinnen. Und wenn die mittelalterlichen Gruppen rück zum Maxplatz ziehen, werden die Brücken immer noch leuchten, ihr Schein sich im Wasser spiegeln und den Blick in die Altstadt ziehen. 

Passend zu Jahreszeiten 
Mit Absicht wurden für die Beleuchtungen verschiedene Farben gewählt, denn angedacht ist, die Brücken jahreszeitlich verschieden zu illuminieren: passend zum Frühjahr, zum Sommer, zum Herbst und Winter. Lediglich der Baum auf dem Marktplatz soll im Sommer grünes Licht, und im Winter gelbes Licht gesetzt bekommen - Letzteres, um die kahlen Zweige voll zur Geltung zu bringen. 

Wenn die Brückenbeleuchtung auf Gefallen stößt, wird der Stadtmarketingverein anschließend bei der Stadt einen Bauantrag zur Beleuchtung der Vilsbrücken stellen, Sponsoren suchen und die Stadtwerke (die für das Lichtsponsoring in der Altstadt die wesentliche Vorreiterrolle übernehmen) zu unterstützen: Dadurch soll schon im Herbst, spätestens aber zum Beginn des Weihnachtsmarktes, das Rathaus, und damit "die gute Stube der Stadt" nicht nur flach angestrahlt, sondern plastisch-differenziert ins rechte Licht gerückt werden.

 

Mittwoch, 06.08.2003

Handylos zurück ins Mittelalter 

Historisches Brunnenfest mit "Cantus Ferrum" am Amberger Maxplatz - Stiberfähnlein mit dabei 

Amberg-Sulzbach. (eik) Wenn sie ihrem Hobby frönen, bleibt das Handy zu Hause: Im Mittelalter, jener Zeit, der sich der Verein "Cantus Ferrum" verschrieben hat, gab es solche technischen Errungenschaften noch nicht. Unterhaltsam war es damals trotzdem, wie der Verein und viele befreundete Gruppen mit einem "Mittelalterlichen Brunnenfest" von 8. bis 10. August unter Beweis stellen

Es ist die Authentizität, die "Cantus Ferrum" besonders am Herzen liegt: So originalgetreu wie möglich wollen die Mitglieder das Mittelalter im Zeitraum von 650 bis 1550 n. Chr. mit all seinen vielen Facetten neu zum Leben erwecken - und jene Epoche damit auch Laien verständlich werden lassen. Es geht also um ein Stück erlebte Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes und die soll möglichst "echt" sein. Dazu gehört, dass die Mitglieder nicht einfach in irgendwelche Verkleidungen schlüpfen, sondern in Gewänder, die den Originalen von einst sehr nahe kommen: Die Kleidung wird selbst geschneidert, nach Schnitten, in Farben und aus Stoffen, die es zu jener Zeit gegeben hat, wie Leinen oder Filz. 

Mit ihrer Begeisterung für das Mittelalter sind die Aktiven von "Cantus Ferrum" nicht alleine - und nur deshalb wurde, wie der Verein betont, auch das "mittelalterliche Brunnenfest" am kommenden Wochenende überhaupt machbar: Der Stadtmarketingverein und viele Sponsoren unterstützen die 60-köpfige Truppe, dazu gesellen sich viele befreundete Vereine und Gruppen, die ohne Gage auftreten und damit ein buntes Programm ermöglicht haben, das am Freitagabend beginnt und bis Sonntagabend dauert . 

Insgesamt werden rund 150 Akteure das Mittelalter auf den Maxplatz holen, wo die Besucher unter anderem ein Lager, Verpflegungs- und Verkaufsstände aber auch viele Vorführungen - angefangen von alter Handwerkskunst bis hin zu Tanz und Musik - miterleben können. Geplant ist unter anderem eine Modenschau, bei der die Zuschauer nicht nur sehr originalgetreue Kleidung sehen, sondern auch erfahren, zu welchem Zweck das jeweilige Gewand einst diente und wie es angefertigt wurde. 

Schaukämpfe dürfen natürlich auch nicht fehlen. Gaukler, Feuerspucker, Musikanten und Tänzer unterhalten die Gäste, die sich außerdem auch selbst im Lanzenstechen oder in Schwertkämpfen versuchen können. Eine Vorführung des sportlichen Wettkampfs "Bruchenball" und das mittelalterliche Marionettentheater "Schlampuzen" gehören auch zum Programm.

Mittwoch, 06.08.2003

Drei Tage Mittelalter zum Staunen 

Von Freitag bis Sonntag Brunnenfest von Cantus Ferrum mit vielen Aktionen - Auch Vils leuchtet 

Amberg. (ath) Es findet bereits zum zweiten Mal statt, aber dieses Brunnenfest dürfte seinen Vorgänger noch um ein Vielfaches übertreffen. Drei Tage dauert das Spektakel, das der Verein Cantus Ferrum für dieses Wochenende aufgezogen hat (AZ berichtete). Im Mittelpunkt steht dabei das Mittelalter mit seiner bunten Pracht und seinen rustikalen Facetten, das von Freitagabend bis Sonntag rund um den Maxplatz lebendig wird. 

Aber auch der Marktplatz ist miteinbezogen und die Amberger Vilsbrücken in der Innenstadt, die zum ersten Mal im Rahmen dieses Festes leuchten werden. Los geht es am Freitag um 17.30 Uhr mit einem Umzug vom Vilstor zum Marktplatz, wo um 18 Uhr die offizielle Eröffnung mit Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Feuerspuckern, Gaukeleien, Musik, Tanz und Schaukampfeinlagen stattfindet. 

Ambergs Fluss erstrahlt 
Um 21 Uhr werden dann die Vilsbrücken zum ersten Mal erstrahlen - eine Aktion und Idee des Amberger Stadtmarketingvereins, der damit dem Brunnenfest ein zusätzliches Highlight verleiht. Alle weiteren wichtigen Programmpunkte nachfolgend in Stichworten:

20 Uhr Einzug ins Lager beim Vilstor und Eröffnung der Bühne dort mit folgenden Darbietungen (bis 23 Uhr): mittelalterliche Musik mit der Band Nostri-Farrago, orientalische und historische Tänze von "Laetissime Saltemus", mittelalterliche Modenschau, Gaukelei, Schaukämpfe, Feuerspectaculum vor dem Vilstor (gegen 22.30 Uhr). 

Daneben läuft von 20 bis 23 Uhr das Programm im Lager mit mittelalterlichem Handwerk (Holzschnitzer, Schmied, Fackelmacher, Seiler, Besenbinder, Holzflechter, Seifensieder, Bogenbauer, Webstuhl, Marionettenbauer usw.), Kettenhemd-Herstellung, Kinderspiele, Lagerleben, mittelalterlicher Bader und Marionettentheater. 

21:00 Uhr Der Stadtmarketingverein lässt die Amberger Brücken leuchten. Auf der Krambrücke "entzündet" Frau Sander (1.Voristzende des Stadtmarktingvereins Amberg) gemeinsam mit Gauklern und Feuerspuckern Ambergs Brücken. Samstag: ab 10 Uhr mittelalterliches Lagerleben, 13 Uhr Umzug vom Vilstor zum Marktplatz mit Gaukelei, Feuerspucken, Musik und Tanz, Schaukampfeinlagen; 14 Uhr Einzug ins Lager beim Vilstor und Eröffnung auf der Bühne mit Programm von 14 bis 18 Uhr wie Freitag plus zusätzlich mittelalterliche Heeraufstellungen, Bruchenball (ein überliefertes Spiel der Knappen) und orientalische Tänze mit der Gruppe "Wüstenzauber" ab 17.30 Uhr. 

Wenn die Ritter tafeln 
Vorführungen im Lager ebenfalls wie am Vortag sowie mittelalterliches Marionettentheater ab 17.30 Uhr, außerdem wird in jedem Lager Essen für die große Rittertafel ab 19 Uhr zubereitet. Um 21 Uhr gibt es ferner eine Verhaftung, ab 21.30 Uhr Musik mit der Band Nostri Farrago, Gaukelei und orientalischen Tanz sowie um 22.30 Uhr ein Feuerspectaculum. 

Am Sonntag wieder ab 10 Uhr Lagerleben und um 12 Uhr Umzug vom Vilstor zum Marktplatz mit Gaukelei, Feuerspucken, Musik, Tanz und Schaukampfeinlagen. 13 Uhr Einzug ins Lager am Maxplatz und Eröffnung auf der Bühne mit Programm (bis 18 Uhr) ähnlich wie am Samstagnachmittag, zusätzlich ein einstündiges mittelalterliches Konzert. Bis 20 Uhr dann Ausklingen des Festes und Verabschiedung der zahlreichen mitwirkenden Gruppen und Aussteller (siehe nebenstehenden Kasten).

Mittwoch, 30.07.03

Unterwegs "mit Feuer und Schwert 

Die durchaus friedfertige "Historische Sommerreise" des Stiber-Fähnleins in Oberpfalz und Franken

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Wie ist das, wenn das Mittelalter auf Reisen geht? Aufregend, spannend, unterhaltsam und kunterbunt in jedem Fall - und das nicht nur für die Akteure des Stiberfähnleins selber, sondern vor allem für die vielen begeisterten Zuschauer, die ihre Auftritte in diesem Sommer bei zahlreichen historischen Festivitäten erleben. Die "Stiberer" verstehen sich dabei auch immer als "Botschafter" ihrer geschichtsträchtigen Heimatstadt. 

Die "Sommer-Reise" des Stiber Fähnleins begann, wie sich das so gehört, zu Hause. Und zwar am 10. und 11. Mai in Rosenberg, als der Stadtteil am Rosenbach mit einem prächtigen Historischen Wochenende den 750. Jahrestag seiner ersten urkundlichen Erwähnung feierte.

Noch Ende des gleichen Monats brachen die Landsknechte, Marketenderinnen, Handwerker, Musikanten und Sänger des Sulzbacher "Fähnleins" auf gen Schwandorf, um mit den dortigen "Mittelalterfreunden" und zahlreichen weiteren historischen Gruppen ein unvergessliches Festwochenende auf dem Gelände des Fronberger Schlossparks zu veranstalten. 

Wie immer, wenn die "Stiberer" für einige Tage in Sachen Mittelalter unterwegs sind, gleicht das einem halben "Auszug aus Ägypten". Denn so ein stilvolles Lagerleben des 15. und 16. Jahrhunderts will bis ins Detail zelebriert sein. 

Der "Hausstand" zieht mit 
Das beginnt bei den Zeltbaldachinen, geht über hölzerne Truhen und Schemel bis hin zum feinen Tafelgeschirr aus Zinn, Waffen, Gewandung, Musikinstrumenten, Bastel- und Handwerkszeug, Fackeln und derAusrüstung für die weithin bekannte spektakuläre "Feuerschau" des Stiberfähnleins ... die Baumaterialien und Requisiten füllen mindestens einen großen Pkw-Anhänger und etliche Auto-Kofferräume. 

Gleich zweimal brachen die "Stiberer" mit ihrem Häuptling Klaus Faltenbacher in diesem Sommer ins Fränkische ein: Natürlich immer in friedlich-freundschaftlicher Mission - ging es doch in dem einen Fall Mitte Juni um den offiziellen Gegenbesuch beim Patenverein " Dillnberchschlorcher" in Deberndorf bei Cadolzburg, im anderen Fall um ein Wiedersehen mit den befreundeten Altdorfer Kroaten anlässlich der dortigen Wallenstein Festspiele.

 "Erich" fühlt sich wohl 
Wie immer waren auch bei diesen Anlässen die "Stiberer" für Uberraschungen gut, und so sind die Deberndorfer seitdem um ein Maskottchen, den Goaßbock Erwin, reicher. Erwin fühlt sich nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten bei den Franken mittlerweile tierisch wohl, hat nichts mehr zu meckern und auch keinen Bock mehr auf die "Pfalz". Hoch willkommen bei den stets durstigen Kroaten war als Gastgeschenk ein Fassl herzogstädtisches Bier. 

Natürlich lassen es die edlen Damen und tapferen Mannen des "Fähnleins" bei ihren Besuchsfahrten nicht beim fröhlichen Feiern bewenden: Auftritte der Historischen Tanzgruppe "Laetisseme saltemus", der Handwerker und Künstler (Model-Gestaltung, Flechten, Lederarbeiten, Instrumentenbau Verkostung selbst fabrizierter Liköre und anderer Köstlichkeiten), Vorführung eines pittoresken Feldlagers und Auftritte der Feuerkünstler gehören zum obligatorischen Pflichtprogramm. Die Tanzgruppe probt übrigens regelmäßig an jedem zweiten Mittwoch (nach der Sommerpause ab 10. September Treffpunkt jeweils 20 Uhr am HCA- Gymnasium) und würde sich über Zuwachs freuen (Tel. 53 524 oder 51 114).

Relativ neu im Programm der Stiberer, das zuletzt am vergangenen Wochenende noch einmal rund zweitausend Besucher des Kastler Schweppermann-Spiels erleben konnten, findet sich die Historische Musikgruppe "Lusamendtleyn". Mit Drehleier, Streichpsalter, Flöten, Handtrommel und Gesang erweckt das Ensemble alte Musik zu neuem Leben. Gegenwärtig ist "Lusamendtleyn" auf der Suche nach einer Flöten-Altstimme Interessenten sollten sich beim Stiber-Fähnlein melden (Tel. 51114 oder 6259). 

Im August gen Amberg 
Den vorläufigen Schlusspunkt ihre: "Historischen Sommerreise" setzen die Akteure des Stiber-Fähnleins vom 8. bis 10. August in der Nachbarstadt Amberg, wo die dortige Gruppe Cantus Ferrum" zum großen Mittelalter-Spektakel im Bereich des Max-Platzes aufruft. Auch dabei, da darf man ganz sicher sein, wird das wackere Aufgebot aus der Herzogstadt eine gewichtige Rolle übernehmen und längst vergangene Zeiten aufleben lassen.

Mittwoch, 02.07.2003

Mit Feder und Latein am Werk 

Der Stiber-Kalligraph Andreas Schatz - "Für mich ist Geschichte ein Lebenselexier"

Sulzbach-Rosenberg. (dle) Der Mann mit dem Oberlippenbart wirkt im Stillen. In einen braunen Umhang gehüllt sitzt er in einer Ecke des Pflasterzollhauses und zieht mit Tinte Bleistiftstriche auf einem großen Papierbogen nach. Kühl und ruhig ist es hier drinnen. Ein Kontrastprogramm zu dem Treiben draußen. 

Dort pulsiert das Leben, lässt die Historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" beim Altstadtfest die Vergangenheit wieder lebendig werden. Seit drei Jahren ist auch der Mann bei den Stibern, den nichts aus der Ruhe zu bringen scheint. Andreas Schatz heißt er. Als Stadtschreiber, Kalligraph und Geschiichtsforscher stellt er sich vor. 

Gezielt setzt Schatz die Feder an. Jede Linie sitzt. Schatz ist Heimatforscher aus  Passion; für ihn ist Geschichte ein Lebenselexier. Vor 30 Jahren hat der Beamte damit begonnen. Seitdem besucht er mindestens zwei Mal pro Woche Staats- und bischöfliche Archive. Ständig arbeitet er an Chroniken und Familienstammbäumen. 

Ahnenforschung bedeutet für Schatz Heimatgeschichte. Das Interesse an historischen Gebräuchen und Sitten kam dann in Folge - und ließ ihn nicht mehr los. "Man kann nie aufhören. Jeder sagt 'Ich habe zu spät angefangen. Ich werde im Leben nicht mehr fertig'.

Wühlen in Archiven 
Früher war Schatz auch Fußballer und Kapellmeister in einer Blasmusikgruppe. Das eine hat das andere abgelöst. Nur die Forschung wird ihm bleiben, auch wenn sie Geduld erfordert. Oft sitzt er tagelang im Archiv "wühlt" in alten Büchern und findet trotzdem nicht das, was er sucht. Schriften bis zurück in das 15. Jahrhundert beherrscht er - und natürlich das unverzichtbare Latein, das bis vor zwanzig Jahre noch Amtssprache der katholischen Kirche war. 

Schatz ist nicht der einzige, der sich in alten Akten 'vergräbt'. Ein Pater habe einmal zu ihm gesagt: "Nirgends wird freiwillig so viel gearbeitet, wie im Archiv." Aus eigener Erfahrung weiß der Schwarzenfelder: "Niemand kann aufhören weil`s so spannend und so schön ist". Regelmäßig müssen die Forscher zur Mittagspause vom Archiv-Personal hinauskomplimentiert werden. Sie vergessen einfach die Zeit. 

Die staatlichen Stellen erleichtern ihm die Arbeit ungemein. Ein riesiger Unterlagenfundus stehe zur Verfügung. In Bayern seien durch den Krieg kaum Schriften zerstört worden. 

Nötig sind Geduld und Ausdauer.

Stammbaum braucht Zeit 
"Das ist aber auch für Ältere lernbar" erzählt Schatz. Für ihn wäre es vermessen, sich mit Profis gleichzustellen. "Wenn ich es berufsmäßig machen würde, macht es keinen Spaß mehr Und es muss Spaß machen." Er opfert lieber seine Freizeit und er ist sich bewusst: "Man lässt schon was liegen." 100 Stunden dauert es, bis er einen Stammbaum geschrieben hat, inklusive Forschung, erzählt er und zeigt einen Schnellhefter voll Unterlagen. 

Rund 150 000 Namen mit Daten hat er schon zu Hause sauber archiviert. Orts- und Vereinschroniken erarbeitet Schatz ebenso, etliche Bücher hat er bereits veröffentlich. Leute kommen und wollen wissen, wie lange ihr Haus schon besteht und wie oft es verkauft worden ist. "Besonderheiten interessieren schon". bekennt er und kann spontan die eine oder andere Anekdote erzählen.

Schicksale hinter Lettern
"Die Ludwig-Thoma-Geschichten sind tatsächlich geschehen. Ich könnte ein Theater schreiben". Überhaupt stelle er sich die Schicksale hinter den nüchternen Schriften vor, die betroffenen Menschen. Die Frau, von deren 16 Kindern nur eines überlebte. Die Bauern, die unter ärmlichsten Verhältnissen lebten. Nur den Adel spart Scahtz aus.

"Mundart ist Kultur"
Und zum Schluss ereifert sich der Mann mit dem braunen Kittel und der gediegenen Stimme doch etwas . Die Mundart werde mit Füßen getreten. Sie ist ein Stück Kultur, "das wir aussterben lassen". Nirgens gebe es soviel Vielfalt wie in der Mundart, die in jedem Dorf anders ist. "Das ist doch das Schöne. Wir geben das auf - warum?" "Kultur muss man bewahren und weitergeben." Er und seine Freunde vom Stiber-Fähnlein bemühen sich darum.

Bildunterschrift: Ein Kalligraph und Archivforscher muss nicht nur schön schreiben können, er muss genau so gut auch alte Schriften auf Dokumenten entziffern können. Lateinkenntnisse sind dabei oft unerlässlich.

Dienstag, 01.07.2003

Tanz nach der Pfeife des Todes 

"Sulzbacher Pestreigen" und Feuerspectaculum Glanzpunkte des Historischen Festes auf der Schanz 

Sulzbach-Rosenberg. (dle) Die Helden der szenischen Darstellung sind mindestens genauso furchteinflößend wie ihr Thema. Schwarze Umhänge beide. Auf dem einen ein weißes Skelett abgebildet - der Tod. Der andere mit einem weißen Schnabel als Maske vor dem Gesicht - Dr. Schnabel. Die Pestilenz, der "Schwarze Tod", der die Millionen dahinraffte, den die Menschen fürchteten, wie sprichwörtlich der Teufel das Weihwasser. 

Das "Stiber-Fähnlein" hatte zum Altstadtfest die rund halbstündige Darstellung "Der Pestreigen" einstudiert. Kinder, Erwachsene, Ritter und allerlei Figuren setzten hinter der Stadtmauer an der Allee eindrucksvoll eine der größten Seuchen des Abendlandes und ihr Wüten im Sulzbacher Land in Szene. 

"Umsonst ist alles Klagen", erklärt der Erzähler Sepp Lösch, hoch über der Arena postiert, dem Publikum die Geschehnisse. "Der Tod (Klaus Faltenbacher) sucht seine Opfer." Und immer wieder greift der Sensenmann zu - unerbittlich holt er sich die Kranken aus dem fröhlichen Reigen, streckt sie darnieder: "Ihr müsst jetzt euren Tanz nach meiner Pfeife wagen". 

Die Toten weggekarrt 
Selbst der zweite Schwarze außerhalb des Reigens kann selten helfen: Dr. "Schnabel" alias Wolfgang Fischer. Nomen est omen: mit einem Schnabel im Gesicht (die makabre Maske soll vor Ansteckung schützen, der Schnabel ist mit Heikräutern ausgestopft), geht der Pestarzt seinem traurigen und meist vergeblichen Handwerk nach. Die Totengräber kommen, ziehen die Verblichenen auf Karren und fahren bimmelnd davon. Doch die Erlösung kommt. "Das Kreuz triumphiert über das Böse." Die Heilige Mutter Anna hat das Sulzbacher Land von der Pestilenz erlöst. Kinder und Erwachsene dürfen wieder unbeschwert tanzen. Begleitet werden die Spielszenen von Musikanten und Sängern des Stiber-Ensembles "Lusamendtleyn". 

Mit viel Applaus belohnten mehrere hundert Zuschauer die unter die Haut gehende Aufführung der Laienspieler, die mal "kein Bauerntheater" war, wie Lösch zurecht feststellte. Alle Akteure hatten viel Zeit und Vorarbeit in dieses Spiel gesteckt, das federführend von Maria Faltenbacher und Sepp Lösch ausgearbeitet worden war. 

Bettler und Nachtwächter 
Das gesamte Stiber-Programm war im Übrigen alles andere als Alltagskost. Bettelweiber und Musikanten zogen durch die Stadt. Der Nachtwächter ("es haoud Zehne geschlogn") kündigte am Freitag bei Einbruch der Dunkelheit das Altstadtfest in den Straßen und Gassen an. 

Ihren großen Auftritt hatten zudem am Samstagabend die "Männer und Frauen des Feuers". Verschiedene Gruppen stellten ein "Feuerspectaculum" auf die Beine gestellt, das die Zuschauer in ununterbrochenes Staunen versetzte. Ketten, über die die Künstler sprangen, Kugeln und Räder waren die Werkzeuge - natürlich alle in irgendeiner Weise brennend. Zusätzlich zündeten die Stiber ein Feuerwerk ab. Die Feuerspucker waren selbstredend obligatorisch. 

Das Publikum tobte 
Das Publikum tobte. Kinder schrieen nach Zugaben, die Stiber-Chef Klaus Faltenbacher ihnen nicht verweigerte. 

Als krönenden Abschluss bot die Gruppe "Na'ilah" orientalische Tänze aus 1000 und einer Nacht. Während des ganzen Wochenendes waren mittelalterliche Handwerker, wie Drechsler, Holzschnitzer, Schmiede, Zinngießer, Seiler, Besenbinder, Instrumentenbauer und viele mehr auf dem Gelände unterwegs. Etliche hatten dort auch ihre Zelte aufgeschlagen. Schaukämpfe in der Arena, Bruchenball, Mittelalterliche Musik von Cantus Ferrum, Comunitas Monacensis, Nostri Farrago, Musicea Amici oder Lusamendtleyn oder die Tänze von "Laetissime Saltemus" brachten das Mittelalter leibhaftig zurück in die Herzogstadt.

Dienstag, 01.07.2003

Das ging allen unter die Haut 

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Die Pest in Sulzbach - passte denn ein solches Gruselthema zum fröhlichen Altstadtfest? Es passte, wie hunderte begeisterter Zuschauer am Samstag abend nach der letzten Szene des Spiels vom "Sulzbacher Pestreigen" bestätigten: Das gewählte Thema, die szenische Umsetzung, der von Sepp Lösch eindrucksvoll vorgetragene Sprechtext gingen buchstäblich unter die Haut.

Auch 1. Bürgermeister Gerd Geismann, der amerikanische Fotokünstler Michael K. Vamaoka, die Gäste vom japanischen Folkloreensemble "Fresh" und Edelsfelds 1. Bürgermeister Werner Renner verfolgten gebannt das Pestspiel. Interessante zusätzliche Informationen zu den Pestepidemien in der Oberpfalz bot eine Sonderausstellung der "Stiberer" in einem Zelt-Pavillon.

 

Samstag/Sonntag, 21./22.06.2003

Image der Stadt "aufgepeppt" 

Mit zugkräftigen kulturellen und touristischen Angeboten - Verkehrsverein zieht Erfolgsbilanz 

Sulzbach-Rosenberg. (cog) Die Zahlen sprechen Bände: 2002 die höchsten Übernachtungszahlen in der Stadt seit 1994, dazu eine Steigerung der touristischen Anfragen in der Touristinformation um tausend (!) Prozent - da wurden die Berichte in der Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins zwangsläufig zu einer einzigen Erfolgsmeldung. Fazit: Es rührt sich was in unserem Städtchen! 

Alles, was sieh der Verkehrsverein vor einem Jahr vorgenommen hat, konnte er auch tatsächlich durchführen. So wurden z. B. Radwege markiert und die Rosenbachaue gesäubert. Hier dankte 1.. Bürgermeister Gerd Geismann, der auch 1. Vorsitzender des Verkehrsvereins ist, den Vereinen, die bei dieser leider immer wieder nötigen Aufräumaktion geholfen haben. 

Fred Tischler als Geschäftsführer des Vereins berichtete über die Arbeit des vergangenen Jahrs. Die Kulturwerkstatt hat in den zwei Jahren ihres Bestehens an einer positiven Außendarstellung der Stadt durch qualitätvolle Veranstaltungen und ansprechende Publikationen gearbeitet. 

2002 konnten die höchsten Übernachtungszahlen in der Stadt seit 1994 verzeichnet werden, und seit dem Umzug der Touristinformation und der Kulturwerkstatt ins Brucknerhaus am Luitpoldplatz haben sich die touristischen Anfragen um 1000 % gesteigert. 

Zu den touristischen und kulturellen Höhepunkten gehörten das Altstadtfest, das Kurzfilmfestival "abgedreht", die Italo-Nacht, die stadtgeschichtlichen Seminare und natürlich die 750_Jahr-Feier von Rosenberg. 

Auch Sport und Natur sind nicht zu kurz gekommen. Der Wanderweg "Goldene Straße ist jetzt bis zum Grenzübergang Bärnau markiert. Der Traumpfad "Magische Natur" von der Osterhöhle Richtung Niederricht wurde eingeweiht und sogar in den Jahresthemenkatalog des Tourismusverbands Ostbayern aufgenommen. Und die Wintersportler konnten sich über gut gespurte Loipen freuen. 

Denkmalrat tagt 
Auch in der Zukunft hat die Stadt wieder viel zu bieten. Die Vorbereitungen für das Altstadtfest vom 27. bis 29. Juni sind abgeschlossen, ein ausführlicher Prospekt liegt jetzt überall aus. Der Bayerische Denkmalrat wird im Juli in 5 Sulzbach-Rosenberg tagen, um über ein Denkmal oder Museum Maxhütte zu beraten, im November findet die Abschlussveranstaltung des Oberpfälzer Jugendfilmfestes statt. Und im Juni 2004 steht die Eröffnung des sanierten Rathauses an - ein wichtiges Ereignis, das gebührend vorbereitet werden will. 

Auch das Stiber-Fähnlein hat im vergangenen Jahr viel getan. Der Vorsitzende Klaus Faltenbacher berichtete über zahlreiche Ausflüge, Aktionen und Reisen von Berlin bis Berchtesgaden, die diese nimmermüden Botschafter unserer Stadt unternommen haben. 

Im Frühling haben die Stiberer begonnen, die historische Brücke an der Hammerphillipsburg auszugraben und zusichern. Die Erlöse der Tombola beim Altstadtfest werden dieser Ausgrabung zugute kommen. Zu den besonderen Attraktionen des Stiberfähnleins gehören eine Musikgruppe mit historischen Instrumenten (Drehleier, Einhandtrommel, Psalterium, Flöten) und die Tanzgruppe der Frauen. 

Das ganze Jahr über betreut das Stiber-Fähnlein den Schaustollen Max und bietet durch sachkundige Vereinsmitglieder Führungen durch die Stadt und das Pflasterzollhaus an. Geismann dankte den unermüdlichen Stadtführern und -führeninnen und würdigte das Engagement der Stiberer: "Wir sind froh, dass wir diese Truppe haben. Die Stiberer sind ein belebendes Element, nicht nur in der Stadt". 

Lagerräume gesucht
Die Stiberer können bisher Lagerräume am Bahnhof (ca. 50 qm) nutzen, die sie aber bald räumen müssen. Jetzt suchen sie - möglichst kostenlos- Ersatzräume.

Donnerstag/Freitag, 19./20.06.2003

Mit Geißbock und Kanonenrohr 

Stiberfähnlein und "Dillnberg-Schlorcher" aus Deberndorf besiegeln "historische" Patenschaft

 

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Nachdem im März bei eiskalten Temperaturen, die "Dillnberch Schlorcher" beim Stiber-Fähnlein um  Patenschaft nachgesucht hatte, kam es bei hochsommerlichen Temperaturen zu Gegenbesuch und Bestätigung der Patenschaft auf fränkischem Boden.

Der 1. Vorsitzende des historischen Vereins aus Deberndorf bei Cadolzburg, Kurt Augustin, hieß die starke Delegation aus der Herzogstadt willkommen, und nachdem auch von Klaus Faltenbacher, dem 1. Vorstand des Stiber-Fähnlein, die Patenschaft bestätigt worden war, segneten der katholische Pfarrer und die ev. Pfarrerin die Verbindung. 

Eine kurze Andacht mit gemeinsamen Gesang gab der Veranstaltung einen ersten Rahmen. Dies nahm auch der 2. Bürgermeister Karl-Heinz Hühnermann, zum Anlass, auf die Wichtigkeit der Verbindung zwischen den Regionen hinzuweisen. 1. Bürgermeister Gerd Geismann, extra (mit Gattin) angereist um sein Stiber-Fähnlein zu unterstützen, bekräftigte in seiner Ansprache ebenfalls die Bedeutung der kulturellen Ehrenarbeit als wichtigen Faktor in beiden Regionen. 

1. Bürgermeister Bernd Obst und Landrätin Dr. Gabriele Pauli, vom Landkreis Fürth, ließen es sich  nicht nehmen, am Abend zum Anzünden des Sonnwendfeuers ihre Grüße und Glückwünsche zur neuen Patenschaft zu überbringen. 

Kanone gegen Feinde
Eine gelungene Sache waren die gegenseitigen Patengeschenke. Die "Dillnberch Schlorcher" hatten für die Stiberer eine neue Kanone gebaut, um Sie in ihrem Kampf gegen die "Feinde" gebührend zu unterstützen. Eine Kanone, die mit 125g Pulver einen gewaltigen Knall erzeugt. 

Im Gegenzug überreichten die "Stiber" zwei selbstgefertigte, zerlegbare Tische und den nötigen Proviant dazu. Dann aber kam "Er" der Erwin, "Mein Name ist Erwin. Ich wohne nun bei Euch" stand auf seinem Schildchen zu lesen. Ein absolut verschmuster junger Geißbock ist also nun das neue Maskottchen der "Dillnberch Schlorcher". "Erwin" wird die Vereinsmitglieder künftig begleiten, wenn Sie ihre Handwerkskünste zeigen. 

Die Vielfalt des Kulturvereins ist wirklich beachtlich. Vom Osterbrunnen-Gestalten über das Johannisfeuer bis zu kirchlichen und und schulischen Veranstaltungen reicht das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. 

Alte Handwerkstechnik
Die beiden Patenvereine treffen sich hauptsächlich in Verbindung mit den mittelalterlichen Märkten. Die "Dillnberch Schlorcher" zeigen  alte Handwerkstechniken wie Seile drehen, Seife sieden, Leder-Bearbeitung, Schmiedearbeiten, Bogenbau, Körbe flechten (auch "lebende Zäune" wurden von ihnen bereits in ein Schulprojekt mit eingebracht). 

Das Interesse einiger Mitglieder in beiden Vereinen gilt auch dem Böllern. So nennen beide diverse Hand- und Schaftböller und Kanonen ihr eigen, natürlich  selbst gebaut,  Ehrensache.  

Bei Einbruch der Dunkelheit entzündeten die Gastgeber ihren mächtigen Scheiterhaufen, der funkenspeiend gen Himmel schoss, so dass er mit einem Wasserstrahl im Zaum gehalten werden musste. 

Als das Feuer etwas heruntergebrannt war, verzauberten die orientalischen Tänzerinnen aus Sulzbach das Publikum. Der aufgeheizte Stimmung des Publikums setze eine gemeinsame Feuershow aller Gruppen noch ein "heißes Highlight" auf.

Die Patenkinder vom Stiber-Fähnlein und die Patenkinder aus Deberndorf freuen sich aufs nächste gemeinsame Auftreten beim Historischen Feldlager anlässlich des Sulzbach-Rosenberger Altstadtfestes. Auch dabei wird man die handwerklichen Künste der Franken wieder bewundern können.

Montag, 30.06.2003

Von der Sonne verwöhnt... 

Drei Tage Kaiserwetter fürs Altstadtfest 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Nach einem Altstadtfest, wie es Sulzbach-Rosenberg am Wochenende erlebte, fällt die Wortwahl schwer.  "Einfach schön" wäre noch eine starke Untertreibung. 

"Fantastisch, einzigartig, Wahnsinn, gigantisch, einfach riesig" - bei einem derartigen Feiermarathon gehen schon mal die Superlative aus. 

Und das auch deshalb, weil der Himmel von Anfang bis Ende mitspielte. Kein Regentröpfchen fiel in den Freudenkelch; Schirme und Jacken konnten zu Hause bleiben. Die Hitzezufuhr tagsüber reichte bis weit in die Nacht hinein.

Doch nicht nur die Einheimischen lechzten nach Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen. Gäste aus vielen Ecken der Welt ließen sich von der Feierlaune anstecken. Zahlreiche Attraktionen lockten sie an, und dank der vielen Gaststätten und Vereine litt bestimmt niemand Hunger.

Montag, 12.05.2003

Auf der Goldenen Straße wandern 

Oberpfälzer Waldverein bittet zur "Erst-Begehung" seines neuen Fernwanderwegs 

Sulzbach-Rosenberg. (mdh) Um ein touristisches Schmankerl reicher wird unsere geschichtsträchtige Region: Morgen lädt der Oberpfälzer Waldverein zur "Erst-Begehung" des neuen Fernwanderweges "Goldene Straße" ein. Los geht's um 10 Uhr auf dem Luitpoldplatz in Sulzbach-Rosenberg 

Eine der wohl europaweit bedeutsamsten Handelsstraßen des späten Mittelalters und der beginnenden Neuzeit war die Goldene Straße, geschaffen vom Kaiser Karl IV. im 14. Jahrhundert. Sie verband die Reichsstadt Nürnberg mit dem böhmischen Königssitz in Prag und führte in weiten Teilen durch die Oberpfalz, dem damaligen Neuböhmen zugehörig. Auch die "Deutsche Hanse" nutzte diese Verbindung. 

Mit der "Fernwander-Trasse" bis an die Grenze bei Bärnau möchte der Oberpfälzer Waldverein diesen europäischen Handelsweg wieder ins Bewusstsein bringen. Und zwar mit seinem historisch gewachsenen Namen "Goldene Straße". 

Von Nürnberg bis Sulzbach-Rosenberg, der damaligen Hauptstadt Neuböhmens, hat der Fränkische Albverein bereits die Markierung vorgenommen. Die gesamte Trasse von Sulzbach-Rosenberg bis an die Grenze bei Bärnau ist ebenfalls fertiggestellt und mit den Kennzeichen des "Weißen Böhmischen Löwen" auf rotem Grund markiert. 

Ab Dienstag, 13. Mai, wird nun in mehreren Etappen die gesamte Strecke von einer Wandergruppe des Oberpfälzer Waldvereins "erwandert", zu der natürlich Interessierte eingeladen sind. Der "Startschuss" für die erste Etappe von Sulzbach-Rosenberg über Hahnbach nach Gebenbach fällt um 10 Uhr auf dem Luitpoldplatz in Sulzbach-Rosenberg, wo es ab 9.30 Uhr bereits Ansprachen und musikalische Unterhaltung gibt. 

Die weiteren Etappen: Mittwoch, 14. Mai, Gebenbach-Hirschau-Kohlberg; Donnerstag, 15. Mai, Kohlberg-Etzenricht-Weiden; Freitag, 16. Mai, Altenstadt an der Waldnaab-Neustadt an der Waldnaab-Püchersreuth-Plößberg; Samstag, 17. Mai, Plößberg-Thanhausen-Bärnau-Grenze. Zeitpläne gibt es im Internet unter www.oberpfaelzer-waldverein.de 

Es gäbe noch einiges an Berichten über die Aktivitäten in Rosenberg, bei Gelegenheit füge ich sie noch an. Auch in O-TV und im Bayer. Rundfunk wurde über dieses Fest ausführlich berichtet.

Dienstag, 13. Mai 2003

"Festschmaus"

Denkwürdiges Rosenberger Ortsjubiläum

Sulzbach-Rosenberg.  (srz)  Renaissance in Rosenberg - was man sich nach dem Aus der Stahlerzeugung für den Standort realpolitisch so dringend wünscht, wurde an zwei festlichen Tagen "fiktiv" Wirklichkeit: Rosenberg feierte mit einer grandiosen "Zeitreise" durch die Jahrhunderte die 750. Wiederkehr seiner ersten urkundlichen Erwähnung.

Ein Fest, das den Rosenberger Genieinschaftsgeist einmal mehr heraufbeschwor und in Erinnerung bleiben wird. Inmitten fröhlicher feiernder "Untertanen" residierten der Rosenberger Burgherr Albrecht Stiber und seine Gemahlin Veronica, alias Renate
und Sepp Lösch, für zwei Tage in aller Prachtentfaltung der Renaissance, baten zur Festtafel, tanzten und musizierten mit ihrem Gefolge, wie es sich geziemte. Ein Festschmaus auch für unsere Fotografen, wie diese Bilderauswahl zeigt.

1. Bürgermeister Gerd Geismann sprach zum Festausklang von einem denkwürdigen Ereignis. Sein Dank galt allen, die sich für das Gelingen des Jubiläums einsetzten und daran mitwirkten, an der Spitze dem Festausschuss mit Maria und Klaus Faltenbacher, Margit und Wolfgang Fischer, Ursula und Helmuth Singer, Renate und Sepp Lösch.

Auf dieser Seite befinden sich im original 9 wunderbare Bilder, die ich nicht zeige, da ich nicht die Rechte daran besitze.

Dienstag, 13. Mai 2003

Blauer Fisch siegt 

"Erpel-Rennen" ein Publikumsmagnet - 50 Preise verteilt

 Sulzbach-Rosenberg. (kök) Das sportliche Highlight der 750-Jahr-Feier war ohne Zweifel das "1. Rosenbach-Erpel-Rennen" am Sonntag. Bis zum Start am Nachmittag konnten die Besucher Plastikenten und Plastikfische mit Startnummern erwerben.

Über 250 Tiere gingen dann bei der Brücke am Eislaufplatz an den Start. Eine große Menschenmenge versammelte sich im Zieleinlauf, am Rosenbach in Höhe des CVJM-Hauses, um die Enten und Fische zu begrüßen. Diese ließen aber dann doch einige Zeit auf sich warten. 

Der Spitzenreiter, ein blauer Fisch, schwamm dann als Erster unangefochten unter lauten Anfeuerungsrufen ins Ziel und wurde mittels eines großen Keschers eingefangen. So erging es dann auch seinen tierischen Kollegen. Einer nach dem anderen wurde nach dem Ausflug in den Rosenbach wieder eingefangen. 

Am Festplatz konnten die glücklichen "Rennenten- und Rennfisch-Besitzer" ihre Preise in Empfang nehmen. Die 50 Sachpreise und Gutscheine wurden größtenteils von der Sulzbach-Rosenberger Geschäftswelt gestiftet. Den 1. Preis erhielt Elisabeth Augsberger, gefolgt von Jonas Bücherl, Heinz Presl und Helga Hartmann

Montag, 12. Mai 2003

"Wie die Schweine in den Eicheln"

Rauher Ton, feine Sitten und erlesene Speisen beim mittelalterlichen Mahl in Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg.  (räd)  Wenn der Burgherr und seine Gemahlin zu Tisch bitten, dann gibt es nicht nur Wasser und Brot, sondern Wasser mit Rosenduft sowie Brot mit Schmalz. Und weitere fünf "Trachten".

Ein Vergleich mit der weithin bekannten "Tracht Prügel" ist fehl am Platze.
Die Tracht ist beim gemeinen Fußvolke heutiger Tage eher bekannt als
"Gang". Der Seneschall (Peter Schwemmer) sieht`s nach, wenn es jemand auch nach dem zweiten "Gang" noch nicht weiß.

Viel wichtiger: "Wer essen will mit seiner Händ Geschicklichkeit, der sehe
das sie auch sauber seint". Denn im Jahr 1504 waren Gabeln nördlich der
Alpen nicht bekannt, verkündete der Seneschall nach dem Ertönen der
Fanfaren. Einzige Hilfsmittel sind Messer und Löffel und ein weißes Tuch.

Met zur Begrüßung
Stehend empfangen die Gäste den "Burg Herr und Gebieter", der sich setzt sogleich nieder mit seinem Gefolge - darunter Sauerzapf und der Stadtmagistrat zu Sulzbach - und die Runde begrüßt. Ein "Renaissance-Mikrofon" leistet wertvolle Dienste am Anfang des 16. Jahrhunderts.

Der Mundschenk und Mägde schenken einen kleinen Becher Met aus während der Seneschall die Regularien verliest. Beispielsweise dürfen keine "unsauberen Gespräche gefüret" werden.

"Steynofenbrot mit viel guet Smalz" kündigt der Seneschall an. Mit der
Hand brechen die Gäste Stücke vom Fladenbrot ab und ziehen es durch das
Schmalz. Dazu dürfen sie Bier und Wein aus dem Glas mit der Rose genie-
ßen. "Wie ich sehe, stürzt ihr euch in die Schüsseln, wie die Schweine in die Eicheln" ,stellt Burgherr Stiber entzückt fest.

Rund zwanzig Minuten später bringen die Mägde 14 Bretter mit "Muos
vonn Vischen" in die Zelte, in denen die Tafel in U-Form steht. Fein gewürzter Fischbrei war für die Tegernseer Mönche eine beliebte Fastenspeise.

"Lasset uns tanzen"
Die Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" bringt die versprochene ,Kurzweyl". Dchwedisches Volkslied, das heute aus der Kinderserie ." Pippi Langstrumpf"
bekannt ist.

Trommelschläge der Stiber kündigten "Suben von Lombardey", eine
orange-farbene, lombardische Suppe nach einem Rezept von Bartolomeo
Scappi, dem Leibkoch von Papst Pius V.  Safran und Muskat verleihen einen  besonderen Geschmack.

"Kaponenbastten mit phlumenmuos" (Geflügelpastete mit Pflaumenmus) wird von den Mägden auf 14 Brettern serviert, ehe der Nachtwächter seine Runde dreht. Musicea Amici untermalt die fünfte Tracht musikalisch, die aus
"Spanferkelin mite Salvandorttem in smalz gebachen, Gebachene zwibl" (Spanferkel mit Salbeitorte und gebackenen Zwiebeln) besteht

Grün-rote Mandelmilch
Ein orientalischer Bautanz der Gruppe  Na`ila schlägt den Bogen zur "königlichsten aller Nachspeisen", "Grün Rot Blamensir" (Mandelmilch Gelee in den Farben von Rosenberg). Ein krönender kulinarischer Abschluss des dreistündigen Mahls in Rosenberg.

Im Mittelalter wären die Gänge wohl noch üppiger ausgefallen. Wie der Seneschall zu berichten weiß, bestand eine Tracht einer Grafenhochzeit
im Jahre 1543 aus drei verschiedenen Pasteten, Wildragout in Sauce, einem feinen Haus aus Gebäck. Spanferkel, Eierkuchen, einem Adler aus Gebäck, der mit Geflügelaspik gefüllt war, Apfelkuchen und zur Verdauung eine Fischsuppe.  Im Vergleich dazu sind Speisen der Gegenwart fast nur Wasser und Brot.

Bildunterschrift: Fliegende Kleider auf dem Dorfplatz in Rosenberg: Die Gruppe "Laetissime Saltemus" (Mit großer Freude lasst uns tanzen) führte historische Tänze vor und trug so zur "Kurzweyl" an der mittelalterlichen Tafel bei.

Montag, 12. Mai 2003

Grün Rot Blamensir beim Burgherrn

Sulzbach-Rosenberg.  (räd)  Von wegen deftig - eher erlesen waren die Speisen, nach Rezepten aus dem 16. Jahrhundert gekocht, die Reinhold Kreiner von den "sieben Eichen" kredenzte. Drei Stunden lang aßen rund 100 Gäste beim mittelalterlichen Mahl des Burgherrn Albrecht Stiber und seiner Gemahlin Veronika. Aus welchen Gerichten die sechs "Trachten" (Gänge) bestanden, was ein "Grün Rot Blamensir" ist, und welche Tänze die Gruppe "Laetissime Saltemus" aufführte, lesen Sie auf Seite 19.

 

Montag, 12. Mai 2003

"Kräftiger Applaus für Reise ins Mittelalter"

Hunderte Schaulustige beim Festzug mit historischen Gruppen - Ein Schauspiel für die Sinn

Sulzbach-Rosenberg.  (räd)  Ritter, Handwerker, Minnesänger,  Hofnarren. Fast ein Dutzend historischer Gruppen drehte "im Dorf die Zeit zurück. Schaulustige säumten zuhauf die Straßen, als sich der Eröffnungsfestzug mit allen, beteiligten Vereinen und Gruppierungen am Schlößl in Bewegung setzte, angeführt vom Fanfarenzug.

Auf dem Fuße folgten die Buben und Mädchen des Kindergartens Herz-Jesu, die eine "Reise durch die Zeit" unternahmen. Die Kleinen, hatten sich
unter anderem als Ritter und Prinzessinnen verkleidet. Einen historischen
Spritzenwagen zogen die Floriansjünger durch den Ort.


Das Stiber-Fähnlein, Burgherr Albrecht Stiber und der Sulzbacher
Stadtmagistrat bildeten die Spitze der "mittelalterlichen Gäste" Mit allerhand historischen Gerätschaften, Waffen, Handwagen aus dem 11. bis 17.
Jahrhundert zogen die in mittelalterlichen Glewändern gekleideten Männer
und Frauen über Kettelerstraße, Jahnstraße in die Ortsmitte.

In die mehrere hundert Meter lange Schlange reihten sich unter anderem Gernots Gefolge, Cantus Ferrum aus Amberg, die mittelalterliche Musik-
stücke spielten, und das Pfalzgräfliche Gefolge aus Neumarkt ein. Das 16. und 17. Jahrhundert repräsentierte die Landsknechtgruppe "Zeh" aus Alt-
dorf. Aus Deggendorf waren Nostri Farrago an den Rosenbach gekommen und haben später am Dorfplatz ihr Lager aufgeschlagen.

Die Dillnberch Schlorcher aus Deberndorf bei Cadolzburg konzentrierten sich auf mittelalterliches Handwerk, während Musicea Amici aus Pirk bei Weiden Musik und Balladen aus dem Mittealter und der Renaissance spielte.
Ein Modell der Klosterburg hatten die Schweppermann-Schauspieler aus Kastl durch das Dorf gekarrt.

Die örtlichen Vereine wurden unter anderem von der Knappnesia, dem Bergknappenverein, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung vertreten. 

Vor allem in der Hauptstraße bot sich in Kombination mit den Ständen und Handwerksvorführungen ein farbenprächtiges Schauspiel, das die Gäste mit viel Applaus belohnten.

Beeindruckend wirkten auf die Zuschauer die Feuerspucker, die am Samstag bei Einbruch der Dunkelheit Ihre Künste vorführten. An verschiedenen Plätzen im Dorf und zum Finale am historischen Lager schickten Stichflammen in den Himmel, bevor das Stiber-Fähnlein ein Feuerwerk abbrannte.

 

Montag, 12. Mai 2003

"Wer die Rose liebt, der liebt das Leben"

Burgherr Albrecht Stiber eröffnet 750-Jahr-Feier mit mittelalterlicher Feier in der Dorfmitte

von Alexander Rädle

Sulzbach-Rosenberg.  Hoffnung für die Zukunft, Selbstbewusstsein ob der großen Vergangenheit: Das Dorf sprühte zum Auftakt der 750-
Jahr-Feier förmlich vor Optimismus. "Rosenberger, nehmt euer Schicksal selbst in die Hand", mahnte der Burgherr,
der sich mittelalterlich in Rot und Grün gewandete.

Böllerschüsse verschafften dem Burgherrn nach dem Festzug Gehör.
"Merket auf, das Dorf gehört zur Stadt, doch ohne Dorf ist die Stadt nichts!"
Burgherr Albrecht Stiber alias Sepp Lösch forderte seine "Untertanen" bei
der Eröffnung zu Stolz und Lokalpatriotismus auf. Anno 1504 hatten Stibers Söhne Sebald und Sebastian die Nachbarstadt Sulzbach erfolgreich gegen die Angriffe der Amberger im Landshuter Erbfolgekrieg verteidigt.

Trutzig, treu, treulich
Der Blume im Rosenberger Wappen zu neuer Blüte verhelfen, sei das oberste Ziel. Der aus Sulzbach mit rotgrüner Schärpe angereiste "Stadtmagistrat" Gerd Geismann, als Oberhaupt der "fusionierten" Stadt Sulzbach-Rosenberg, schmeichelte den Rosenbergern mit seiner Aussage: "Man hätte sie (die Stadt) auch Rosenberg-Sulzbach nennen können." Inder Tat wünscht sich Geismann von der Dorfbevölkerung, die auch heute noch wie Graf Babo als "trutzig, treu und treulich" zu bezeichnen sei, einen Anstoß, der die Herzogstadt zu einem blühenden Gemeinwesen machen soll.

Luftkurort Rosenberg
"Wir sehen schon einen goldenen Schimmer", betonte Geismann, der
auch einen "Luftkurort" nicht ausschloss. Im Vergleich zu früher sei es
nämlich geradezu idyllisch. Über Lärm und Schmutz brauchten sich die
Gäste der Jubiläumsveranstaltung im Jahr eins nach der Maxhütte wahrlich
nicht beklagen. Das Aus des Stahlwerks warf dennoch seine Schatten -
zumindest in den Gedanken der beiden Seelsorger.

Der evangelische Pfarrer Dr. Roland Gierth setzte sich in der ökumenischen
Andacht mit der Zeit auseinander. Vor 50 Jahren habe man in Rosenberg das Jubiläum "100 Jahre Maxhütte" gefeiert. "Was jedoch wird in 50 Jahren passieren?", fragte er.

Wenn Zukunft jedoch Zukunftsangst bedeute, dann laufe etwas falsch. Für ihn sei mehr Gemeinschaft der Konfessionen, mehr Solidarität wichtig. "Hoffnung und Zukunft für die Ökumene sind für uns keine leeren Schlagwörter".

Stadtpfarrer Lorenz Hägler hieb in dieselbe Kerbe. "Spaltung macht arm". Er wünsche sich deshalb mehr Zusammenhalt in Gesellschaft, Politik sowie Kirche und schloss mit dem Satz "Wer die Rose liebt, der liebt das Leben."

Bildunterschrift: Persönlichkeiten aus der Dorfgeschichte eröffnen das 750. Gründungsjubiläum. Burgherr Albrecht Stiber hieß den Stadtmagistraten aus Sulzbach, den "roten Gerd mit seiner liebreizenden Christel" willkommen. Der Burgverweser bot Schutz.

Mittwoch, 30.04.2003

An der Festtafel des Burgherrn 

In Rosenberg drei Stunden mit Albrecht Stiber schlemmen - Sinnenfrohes Erlebnis

 Sulzbach-Rosenberg. (lö) Sulzbach-Rosenberg. (lö) Wenn am Samstag, 10. Mai, um 18 Uhr am Fuße des Rosenberger Schlossberges festliche Fanfarenklänge ertönen, ist der große Moment gekommen: Burgherr Albrecht Stiber und Gemahlin Veronica bitten hundert Gäste zum opulenten mittelalterlichen Bankett: Das Stiber-Festmahl - ein Sechs-Gänge-Menue nach original Renaissance-Rezepten - wird nicht nur der kulinarische Höhepunkt der 750-Jahrfeier in Rosenberg werden, sondern mit einem dreistündigen Programm an "Kurzweyl" auch zu einem Erlebnis für alle Sinne.

 Dass nicht jeder dabei sein kann bei diesem "Mittelalterlich Mahl", versteht sich - aber noch kann man einen der genau hundert Plätze an der Tafel ergattern: In der Bäckerei Café Fischer in Rosenberg und am Schalter der Sulzbach-Rosenberger Zeitung werden die Gutscheine verkauft, die zum Mitschlemmen an Stibers Tafel berechtigen. Wer zuerst kommt, "mahlt" zuerst! 

Das mittelalterliche Festmahl zur 750-Jahrfeier in Rosenberg wird nicht nur ein Gaumenschmaus ganz besonderer Art, sondern ist ausgelegt als ein "Bankett für alle Sinne", ein kulinarisches Gesamtkunstwerk sozusagen. Nach Original-Rezepten und mit ausgewählten Zutaten bereitet der "Wirrt zu Siebeneychen, Hoflieferant an der Burg zu Rosenberg" das sechsgängige Menü. 

Wenn Burgherr Albrecht Stiber mit Gemahlin unterm Baldachin an die festlich geschmückte Tafel bittet, dann sollten seine Gäste guten Appetit mitbringen. Das sechsgängige Menue nach Originalrezepten aus der Renaissance-Zeit beginnt mit einem rustikalen Einstieg: "Steynofenbrodt mit vil guet Schmaltz". Anschließend wird ein "Muos vonn Vischen" aufgetischt, ein fein-würziges Fisch-Mus von Karpfen, Zander und Seefisch. 

"Suben von Lombardey", eine köstliche Lombardische Suppe, leitet über zu "Kaponenbastetten mit phlumenmuos", Geflügelpastete mit Pflaumenmus. Als weiterer Hauptgang folgt "Spanferkelin mit Salvandorrtem in smalz gebachen, gebachene zwibl", saftiges Spanferkel mit Salbeitorte und gebackenen Zwiebeln. "Grün rot Blamensir", Mandelmilch-Gelee in den Farben Rosenbergs, setzt den süßen Schlusspunkt. Den Festgästen wird zum Mahl Met, Würzwein und Bier kredenzt. 

Das Festmahl erstreckt sich über drei Stunden und ist eingebettet in ein Rahmenprogramm "mittelalterlicher Kurzweyl" mit Musik auf historischen Instrumenten, mit Tanz und Minnegesang, Gauklern, orientalischem Bauchtanz, einem Gäste-Suchspiel, Herolden und Fanfaren. 

Der Gutschein für das Sechs-Gänge-Festmahl mit dreistündigem Rahmenprogramm kostet 38 Euro. Bei Nichtteilnahme keine Rückerstattung. Die Karte ist übertragbar.

Freitag, 25. April 2003

Festtage "im Namen der Rose"

Der Stadtteil Rosenberg feiert den 750. Jahrestag seiner ersten urkundlichen Erwähnung

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Im Namen der Rose", so könnte man in Anlehnung an Umberto Ecos berühmten Roman sagen, wird in Rosenberg gefeiert: Mit einem großen Historischen Fest wird der ersten urkundlichen Erwähnung Rosenbergs vor 750 Jahren gedacht. Da gleichzeitig auch die Freiwillige Feuerwehr Rosenberg ihre 130-Jahrfeier begeht, erwartet die Besucher ein Spektakel das in seiner Größenordnung durchaus mit der weithin be- kannten Rosenberger Kirwa konkurrieren kann. 

Die Vorbereitungen auf das Rosenberg-Jubiläum gehen in die Endphase. Der Festausschuss, bestehend aus Führungskräften und Mitgliedern der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, hat sich seit Herbst vergangenen Jahres mächtig ins Zeug gelegt, um den Rosenbergern und all ihren Gästen aus nah und fern ein Fest zu präsentieren, das so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Das ganze Programm steht unter dem Motto einer Zeitreise durch die Jahrhunderte bis zurück zu den Rosenberger Anfängen. 

Ortskern wird Festmeile 
Zwischenzeitlich gab es auch im Cafè Fischer eine Festausschuss-Sitzung mit Beteiligung der zahlreichen mitwirkenden Vereine, Organisationen, Geschäftsleute und Gastronomen, in der zahlreiche Fragen bezüglich der Platzeinteilung, der einzelnen Programmbeiträge usw. geklärt werden konnten. Das Historische Festwochenende "750 Jahre Rosenberg" spielt sich im ganzen alten Dorf ab,  also in der zwei Tage lang für den Autoverkehr gesperrten Festzone von der Pirnermühle bis zum Feuerwehrgerätehaus.

Schweppermänner dabei 
Auftakt und erster Höhepunkt wird ein Festzug sein, der am Samstag, 10. Mai, um 14 Uhr am ehemaligen MH-Werkscasino und Lustschlösschen der Pfalzgräfin Franziska Dorothea ("Schlössl") auf gestellt wird und dann seinen Weg über KettelerstraBe, Meierfeld und durch die Ortsmitte mit Kehre beim Werkhof (Zimmerei Pirner) zum Festplatz bei der "Waage" nimmt. Mit der Beteiligung zahlreicher historischer Gruppen in Gewändern und Rüstungen verschiedener Zeitepochen, sowie örtlicher Vereine mit ihren Fahnenabordnungen wird der Umzug zu einem farbenprächtigen Schauspiel werden.

Unter anderem haben inzwischen die Marktgemeinde Königstein mit mehreren Vereinsabordnungen (zwischen Königstein und Rosenberg gibt es frühe geschichtliche Gemeinsamkeiten) und der Kulturverein Kastl ihre Beteiligung angekündigt. Die Kastler kommen mit Minnesängern, Burgwachen, dem Kastler Klosterburg-Modell und einer Abordnung historischer Scheppermannspieler .

Lebendes Mittelalter
Mit dabei natürlich das Stiber-Fähnlein (es repräsentiert die Zeit des Landshuter Erbfolgekriegs, frühes 16. Jh.) Gernots Gefolge (30- jähriger krieg) Cantus Ferrum Am- berg (14. Jh.) die Dillnberg-Schlorcher aus Cadolzburg (Handwerker des Mittelalters), das Pfalzgräfliche Gefolge Neumarkt (Anfang 15. Jh.). Die Landsknechtsgruppe Zeh aus Altdorf, Nostri Farrago Deggendorf, Musicea Amici aus  Pirk bei Weiden und viele andere.

Der Rosenberger Burgherr Albrecht Stiber, der höchstpersönlich mit seiner Gemahlin an beiden Festtagen Rosenberg seine Aufwartung macht, kann also auf ein repräsentatives und durchaus standesgemäßes Gefolge hoffen.

Zusammen mit dem Bürgermeister der Herzogstadt wird er dann auch nach dem Festzug das Historische Wochenende offiziell eröffnen. Dazu gibt es um 15 Uhr eine ökumenische Andacht am Festplatz, begleitet von den CVJM-Posaunenbläsern und den Sängern des MGV Rosenberg und einem Reigen der Kindergarten-Kinder.

Freitag, 25. April 2003

"Kurzweylige" Zeitreise durch Jahrhunderte

Zur 750-Jahrfeier in Rosenberg ein Mammut-Programm, das alle Besucher bezaubern wird.

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Wie im Film" werden sich die Besucher des Historischen Festwochenendes am 10. und 11. Mai in Rosenberg vorkommen, wenn sie durch die große Festmeile schlendern: Denn ihnen werden Rittersleut` begegnen in martialischer Rüstung, Marketenderinnen, Feuerspucker und Gaukler, donnernder Schießlärm von Kanonen und Böllern wird sie begleiten, mittelalterliche Musik, das geschäftige Lärmen historischer Handwerker, die ihre raren Künste entfalten. 

Büttel und Waschweiber 
Und es gilt aufzupassen: Die Büttel des Stiber-Fähnleins fackeln nicht lange, da ist einer schnell in die Halsgeige eingespannt oder in den Bäckerkorb gesperrt. Möglicherweise ist es aber noch schlimmer, den alten "Waschweibern" von der Rosenberger Flei in die Hände zu fallen. Die Begegnung mit deren tropfnassen Wasch-Hadern kann recht feucht-fröhlich ausfallen. 

Es ist einfach nicht möglich, hier das Riesenprogramm dieses Festwochenendes detailliert auszubreiten. Das kulturelle Angebot geht weit über das mittelalterliche Flair und Treiben hi naus, umfasst Kunstausstellungen (Hans Wuttig und Roman Friedrich mit Maxhütte Motiven, Tiermaler Graf und die Rosenberger Freizeitkünstler) ebenso wie die Präsentation der Sulzbach-Rosenberger Bergbaugeschichte mit einem Schaustollen der Bergleute.

Kirchengeschichtliche Sonderführungen in St. Johannis Rosenberg sind ein Angebot für Heimatkundler, und neben viel mittelalterlicher Kurzweil auf dem Festplatz, von alter Musik und Tänzen über Gaukler bis hin zu orientalischen Grazien umfasst das musikalische Rahmenprogramm echte Folklore aus dem Sulzbacher Land (geboten von den "Birgländern", ein Frühschoppenkonzert der Bergknappenkapelle am Sonntag Vormittag und am Sonntag ab 18 Uhr eine musikalische Abschluss-Serenade auf dem Festplatz mit Gruppen der städtischen Sing-und Musikschule sowie der Bläsergruppe St. Marien Sulzbach. 

Kulinarische Fülle 
Der kulinarische Bogen ist ebenfalls weit gespannt und reicht vom Ausbuttern bei den "Birgländern" über den Fischer-Garten, die Pizzeria Antonio, die "Taverne zum Geigerpumperl"` der Tischgesellschaft Edelweiß (in ihrer Nachbarschaft die "Knappnesia" mit Steckerlfisch), die Rosenberger Kirwa-Gemeinschaft am Gänsebrunnen, den Kreiner-Wirt im Kurzmühlen-Hof, die Schankwirte Wagner und Puff und die Rosenberger Schützen bis hin zur Feuerwehr mit Speisen und Getränken. Bergmannsbrotzeit mit Grubenwasser, Kaffee und Kuchen bei KAB und Siedlerbund und  Schmankerln der "Historischen" wie Räucherfisch oder Stiber-Eintopf, die "Höll" bei Wollnik, Postrachs Saftbar runden die Palette ab.

Weitere Highlighs im Programm: Am Samstag, 10.05. eröffnet der Kneippverein Sulzbach-Rosenberg um 16.3O Uhr an der Flei ein Kneipp-Wassertretbecken und einen Brotzeitplatz, der auch für die Radler auf dem Fünf-Flüsse-Radweg gedacht ist. Die Briefmarkenfreunde bieten nahe der Pirnermühle Sonderstempel und Sonderbriefumschläge "750 Jahre Rosenberg" an.

Am Sonntag um 11 Uhr gibt es eine Schießvorführung mit historischen Waffen. Die Sparkasse bereitet ein Computer-Gewinnspiel "Rosenberg-Memory" vor. Am Samstag Abend nach Einbruch der Dunkelheit treten  in der ganzen Festzone Feuerkünstler in Erscheinung. 

Festtafel des Burgherrn

Am 10. Mai drei Stunden mit Albrecht Stiber schlemmen

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Ehrlich, haben Sie schon einmal "Grün rot Blamensir" gekostet, in "Kaponenbastetten mit phlumenmuos" geschlemmt oder sich "Spanferkelin mite Sal- vandortten?" auf der Zunge zergehen lassen? Wenn nicht, dann sollten Sie die möglicherweise einmalige Gelegenheit dazu jetzt nutzen, wenn Albrecht Stiber, Burgherr zu Rosenberg, am 10. Mai beim Historischen Festwochenende in Rosenberg abends um 18 Uhr persönlich zum Festmahl bittet. 

Ab heute Kartenverkauf 
Dass nicht jeder dabei sein kann bei diesen "Mittelalterlich Mahl", versteht sich - aber die Chance, einen von den genau hundert Plätzen an der Tafel zu ergattern, hat jeder: Heute beginnt in der Bäckerei Cafè Fischer in Rosenberg und am Schalter der Sulzbach- Rosenberger Zeitung der Verkauf der Gutscheine, die zum Mitschlemmen an Stibers Tafel berechtigen. Wer zuerst kommt. "mahlt" zuerst! 

Das mittelalterliche Festmahl zur 750-Jahrfeier in Rosenberg wird nicht nur ein Gaumenschmaus ganz besonderer Art, sondern Art, sondern ist ausgelegt, als ein  "Bankett für alle Sinne" ein kulinarisches Gesamtkunstwerk sozusagen. Nach Original-Rezepten und mit ausgewählten Zutaten bereitet die Küche des Gasthauses Kreiner Siebeneichen das sechsgängige Menü. Das komplette Angebot der menükarte wurde bei einem Testessen bereits glänzend bewertet.

Das Festmahl erstreckt sich über drei Stunden und ist eingebettet in ein Rahmenprogramm "mittelalterliche Kurzweyl" mit Musik auf historischen Instrumenten, mit Tanz und Minnesang, Gauklern, orientalischem Bauchtanz, einem Gäste-Suchspiel, Herolden und Fanfaren.

Der Gutschein für das Sechs-Gänge-Festmahl mit dreistündigem Rahmenprogramm koset 38 euro. Bei Nichtteilnahme keine Rückerstattung. Die Karte ist übertragbar.

 

Mittwoch, 2. April 2003

Keine Drachmen in Rosenberg

SRZ-Meldung vom rätselhaften Münzfund mit Verfallsdatum 1. April.

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Wie kommen altgriechische Münzen nach Rosenberg? ein Rätsel, das gestern nicht nur den Durchschnitts-Leser der SRZ bewegte, sondern auch echte Experten der Heimatgeschichte und der griechischen Münzkunde auf den Plan rief. Wesentlich zur Aufklärung konnte indes die SRZ-Redaktion beitragen, die darauf hinwies, doch einenBlick in den Kalender zu werfen. 1. April, ja verflixt nochamal!

Die Idee zu unserem SRZ-Aprilscherz hatte Stiver-Vorsitzender Klaus Faltenbacher, und er lieferte auch gleich den Flaschenöffner dazu, den wir dank seiner Gestaltung mit einem echten alt-griechischen Münz-Motiv zur rätselhaften Münze umfunktionierten, die bei den Grabungen am Hammer-Brückerl gefunden worden sei.

Es lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, erklärte gestern Heimatgeschichtler Armin Binder dem Rosenberger Bäckermeister Alfred Fischer, "wie diese antiken Münzen nach Rosenberg kamen", eine nähere Untersuchung werde ergeben, ob die Münzen echt oder nachgeprägt seien. Die Lochung deute darauf hin, dass diese Münzen eventuell als Schmuckanhänger dienten.

Der Numismatik-Experte Dr. Angelos Gountidoudis erläuterte bei einem Besuch in der Redaktion, es handle sich um die griechische Tetradrachme aus dem 5. bis 3. Jahrhundert vor Christus. Die abgebildete Eule sei das Symbol der Weisheit und das heilige Tier Athens, die Kombination der drei griechischen Buchstaben daneben bedeute "Athene, Göttin der Weisheit von Griechenland".

Die echten Tetradrachmen sind wertvolle Münzen in Bronze (je nach Erhaltungszustand zwischen 100 und 2000 Euro Wert.) Silber (Wert zwischen 400 und 10 000 Euro) oder Gold. Von den goldenen gibt es weltweit nur noch sieben Stück, fünf davon in USA. Ein Exemplar ist drei Millionen Euro wert. so kostbar ist unser Aprilscherz-Flaschenöffner nicht. Nix für ungut!

 

 

Dienstag, 1. April 2003

Münzähnliche Fundstücke geben Rätsel auf

Bei den Grabungen am Rosenberger "Hammer"-Brückerl entdeckt - Germanisches Nationalmuseum eingeschaltet

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Die historische Gruppe Stiber-Fähnlein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die historisch bedeutende Brücke bei der Hammerphilippsburg wieder freizulegen und zu restaurieren. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Sulzbach-Rosenberg und dem Landesamt für Denkmalpflege soll dieses Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert schon bald wieder ein Blickfang am Ortseingang von Rosenberg werden. 

Als bei den Erdabraumarbeiten unter der Brücke, die sehr sorgfältig von Hand ausgeführt wurden, neben vielen Tonscherben eine kleine Kiste entdeckte wurde, mit 27 münzähnliche Exponaten, verständigte man sofort das Landesamt für Denkmalpflege. 

Nach erster in Augenscheinnahme könnte man die Fundstücke, die sich in einem sehr guten Zustand befinden, auf Anfang 16. Jahrhundert datierten. Die Fundstücke bestehen aus Messing oder Bronze und wurden höchstwahrscheinlich auf dem sogenannten "Hammer" zu Rosenberg geschlagen. 

Rätsel gibt noch die Form auf, da sich an den "Münzen" eine "Öse" befindet. Ebenfalls noch keine klare Erkenntnis hat man über die Bildnisse, die sich auf den beiden Seiten der münzenähnlichen Objekte befinden. 

Die Vorderseite zeigt einen Männerkopf, die Rückseite eine Eule oder einen Uhu mit den Initialen "AOE" . Die Exponate wurden zur genauen Bestimmung über Herkunft und Alter dem Germanischen Nationalmuseum in München übergeben. 

Exemplar zu besichtigen.
Ein Exemplar wurde der Historischen Gruppe für Nachforschungen überlassen, und kann ab heute im Schaufenster der Bäckerei Fischer in Rosenberg begutachtet werden. Die Bevölkerung ist aufgerufen das Rätsel mit zu entschlüsseln, vielleicht erinnert sich jemand an die Abkürzung der Buchstaben. Ist es ein alter Hausname oder ein weiteres Hammerzeichen neben der Rose, das Balthasar Doles nach der Übernahme des Hammers 1637 eingeführt hat?

Sollte jemand neue Erkenntnisse haben, bitten wir diese, versehen mit Name und Adresse und einer kurzen Schilderung bei der Bäckerei Fischer abzugeben. Wir hoffen, dass die Befunduntersuchungen bis zur 750 Jahrfeier in Rosenberg abgeschlossen sind, um die gesamten Fundstücke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dienstag, 25.März 2003

Fußwaschen und Maul abwischen    Bilderlink

Denkwürdiges Zeremoniell zur Patenschaft des Stiber-Fähnleins mit den "Dillnberch-Schlorchern"

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Jetzt kann es also mit vereinten oberpfälzisch-fränkischen Kräften der hochmütigen Frei- en Reichsstadt Nürnberg an den Kragen gehen . . . aber keine Angst, ganz so kriegerisch wird`s schon nicht werden, wenn in Zukunft das "Stiber-Fähnlein" Sulzbach-Rosenberg und die "Dillnberch-Schlorcher" aus Deberndorf gemeinsam auftreten: Eine Patenschaft schweißt sie zu einer vermutlich unschlagbaren Truppe zusammen. 

Trommelschlag und wehende Fahnen, Marketenderinnen, Landsknechte,  gewappnete Reisige, fahrendes Volk, Vaganten und Musikanten - zum historischen Patenbitten der Deberndorfer Dillnberch-Schlorcher beim Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg entfaltete sich wieder einmal das Mittelalter in seiner Pracht und eine wohlmeinende Spätmärzen-sonne lachte dazu übers ganze Gesicht.

Sie waren nicht mit leeren Händen gekommen, die fränkischen aus der Nähe von Cadolzburg. Aufgebockt auf hölzernem Schubkarren zwei großkalibrige "Fässla" mit kräftigem dunklem Bier, an langen Stangen aufgereiht fränkische Hausmacher-Spezialitäten, dazu Bauernbrot und als süße Freingabe das Sulzbacher Stadtwappen in Form eines leckeren Kirschkuchens.

Im Festzug zur Schanz` 
Das Stiber-Fähnlein empfing seine Patenkinder in spe am Löwenbrunnen und geleitete sie gemeinsam mit Cantus Ferrum Amberg, dem Pfalzgräflichen Gefolge Neumarkt und Gernots Gefolge im Festzug hinunter auf den Platz an der Schanz, wo das Patenbitten über die Bühne ging.

Zunächst ergriff 1. Vorsitzender Kurt Augustin von den Dillnberch-Schlorchern das Wort, erinnerte an Albrecht Stiber, den tapferen Recken aus dem Frankenland, der anno 1503 als Stadthauptmann die Herzogstadt Sulzbach erfolgreich verteidigte, und bat darum, die seit über zehn Jahren bestehende tiefe Freundschaft nun durch eine Patenschaft zu besiegeln. 

"Doch nun lauschet, was wir euch zu sagen haben", meldete sich darauf Klaus Faltenbacher, der Boss des Stiber-Fähnleins zu Wort. "Bedecket eure Füße, denn merket, ihr wandelt hier auf städtischen Boden und nicht auf bäuerlichen Fluren" schrieb er den Deberndorfer Freunden ins Stammbuch. Und: "Begehrtet nicht unser Weibsvolk, so werden wir das Eure nicht begehren. Hütet Eure Verpflegung vor diebischem Gesindel, den von nun an fordern wir den Zehnt von euch!"

Nachdem so weit alle Fragen geklärt waren, traten Klaus Faltenbacher und " sein Vize Helmuth Singer alias Hammerherr Erasmus von Sauerzapf sowie Kurt Augustin und sein Stellvertreter Robert List zum gegenseitigen Füßewaschen im hölzernen Zuber und zum "Maulabwischen" an. Reine Vorsichtsmaßnahme, wie Faltenbacher erläuterte, um der Maul- und Klauenseuche vorzubeugen.

Der Deberndorfer Bürgermeister Bernd Obst (der sich freute, dass mit diesem Tag endlich "amal wieder Franken in der Oberpfalz einmarschieren") und 1. Bürgermeister Gerd Geismann bedachten die frisch besiegelte Patenschaft mit freundlichen Grußworten. Und der Landrichter des Pfalzgräflichen Gefolges Neumarkt verstieg sich gar zu der Hoffnung, jetzt mit dieser fränkisch-oberpfälzischen Allianz sei es vielleicht sogar möglich, die Geschichte zu korrigieren und die hochmütige Freie Reichsstadt Nürnberg zu unterwerfen. 

Die Pfleger mit dabei 
An Kriegshändel dachte freilich zu dieser Stunde niemand. Ein gemeinsames Schmausen und Feiern - im Kreis der Gäste auch Stadthejmatpfleger Dr. Markus Lommer, Kulturamts-Chef Fred Tischler und der Deberndorfer Heimatpfieger Helmut Krämer - vereinte Patenkinder und Paten in fröhlicher Runde, historische Musik, Reigentänze, orientalischer Bauchtanz und Feuerspucker sorgten für Kurzweil bis in die Nachtstunden hinein. Wirklich unschlagbar; diese Allianz!

Samstag/Sonntag 15./16. März 2003

Das "Dorf" feiert Geburtstag

Vor 750 Jahren erste urkundliche Erwähnung von Rosenberg - Historisches Fest am 10.11. Mai

Sulzbach-Rosenberg. (lö) 750 Jahre Rosenberg - dieses Datum will gefeiert werden. Es wird gefeiert, und zwar am Wochenende des 10. und 11. Mai mit einem großen Historischen Fest, das an die erste urkundliche Erwähnung Rosenbergs am 6. Mai anno 1253 erinnert. Der ganze Ortskern des Stadtteils wird dabei, ähnlich wie an der Kirwa, zu einer einzigen großen Festmeile.

Der Rosenberger Bäckermeister Wolfgang Fischer, heimatkundlich seit Jahren interessiert und aktiv, hat das bedeutsame Datum "ausgegraben". An diesem 6. Mai 1253 taucht der Name Rosenberg erstmals in einer Urkunde auf, die den Kauf der Rosenburg durch Graf Gebhard von Hirschberg besiegelt.

Schnell war in einem Kreis von Stiber-Mitgliedern der Entschluss gefasst, auf Fischers Anregung ein Fest "750 Jahre Rosenberg" zu organisieren. Seit Wochen ist ein Festausschuss in engem Schulterschluss mit der Stadt Sulzbach-Rosenberg mit den Vorbereitungen dieses Ereignisses befasst, das am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Mai, über die Bühne gehen wird. 

Es soll ein Fest von Sulzbach-Rosenbergern für die Sulzbach-Rosenberger werden. und entsprechend breit gefächert ist auch die Palette der Veranstaltungen und Ereignisse, die in dieses Wochenende hinein gepackt werden. 

Festzug zum Auftakt 
Nach dem aktuellen Stand der Vorbereitungen wird das Historische Festwochenende "750 Jahre Rosenberg" am 10. Mai am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr mit einem Festzug der historischen Gruppen und mittelalterlich "Gewandeten" eröffnet. Dieser Zug wird mit dem Fanfarenzug Rosen- berg vom "Schlössl" aus über das Meierfeld die Ortsmitte ansteuern, wo dann zum Auftakt auf dem Dorfplatz bei der "Waage" eine ökumenische Dankandacht mit MGV und CVJM- Posaunenchor und ein Tanz der Kindergärten stattfinden sollen. 

Das Programm sieht von Samstag Nachmittag bis Sonntag Abend in der abgesperrten Festzone zwischen Pirnermühle und Feuerwehrhaus ein buntes, fröhliches Treiben vor, an dem einheimische wie auch auswärtige Akteure mitwirken. Unter anderem ist geplant, die Rosenberger Flei zu einem Kneipp-Becken umzurüsten. Dieses Wassertretbecken samt einem "Brotzeit-Rastplatz" (auch für die Radwanderer auf dem Fünf-Flüsse-Radweg) soll während des Historischen Festes eingeweiht werden. 

Die Rosenberger Feuerwehr begeht zeitgleich ihre 130-Jahrfeier, lädt zu Fahrzeug- und Geräteschau und zur Bewirtung ein und steuert außerdem eine historische Löschübung bei. In der  St. Johannis Kirche soll -es kirchenhistorische Führungen geben, der MGV Rosenberg will ein Frühlingslieder-Ständchen bringen, die "Birgländer" wollen Volkstänze zeigen und ausbuttern (verbunden mit einer Schau alter bäuerlicher Geräte).

Kirchenkonzert und Soiree
Zwei kulturelle Glanzpunkte sollen Anfang und Ende der 750 Jahrfeier in Rosenberg markieren: Zum Auftakt laden die Vereinigten Kirchenchöre von St. Marien Sulzbach und Herz Jesu Rosenberg mit einem Orchester aus Pilsen  am Vorabend, Freitag, 9 Mai, zu einem festlichen Kirchenkonzert in Herz Jesu ein. Und ausklingen soll das Fest am Sonntag gegen 17 Uhr mit einer musikalischen Soiree auf dem Festplatz, an der u. a. Gruppen der Städtischen Sing- und Musikschule und der Berufsfachschule mitwirken werden. 

Amüsante Zeitreise ins Mittelalter 

Zwei Tage buntes Treiben und kulinarische Genüsse im "Jubiläumsdorf" Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Besucher der 750-Jahrfeier in Rosenberg am 10. und 11. Mai werden sich ins Mittelalter zurück versetzt fühlen: Ein Erlebnis Schwerpunkt wird nämlich das historische Lagerleben auf dem Festplatz sein, zu dem sich neben dem Stiber-Fähnlein auch Gruppen wie Nostri Farago, Landsknechtsgruppe "Zeh" Dillbergschlorcher Deberndorf, Pfalzgräfliches Gefolge Neumarkt, Cantus Ferrum oder Gernots Gefolge einfinden. 

Hier wird auch am Samstag Abend ein mehrgängiges "Mittelalterliches Mahl" für ca. 100 bis 120 Gäste ausgerichtet, an dem Interessenten (nach verbindlicher Voranmeldung) teilnehmen können. 

Ein vielfältiges gastronomisches Angebot der Rosenberger Wirte und etlicher Vereine wird darüber hinaus Kulinarisches für alle Geschmäcker bieten. Das kunterbunte Bild vervollständigen werden diverse historische Handwerker mit Vorführungen. Gaukler, Feuerspucker, Musikanten (z. B. das Bergknappenorchester mit einem Frühschoppenkonzert), die Sulzbach-Rosenberger Bergleute mit einem Schaustollen, Verkaufssrände und vieles andere mehr.

Zur Erinnerung an das Fest wollen die Briefmarkenfreunde an ihrem Stand mit einem Sonderstempel und Extra-Sammelobjekten aufwarten. und bei der Sparkasse wird sich neben einem Computer-Gewinnspiel jedermann seine "Rosenberg-Medaille` selber prägen können. 

Auch etliche in Rosenberg ansässige Handwerksbetriebe und Geschäfte wollen sich aktiv beteiligen an dem Programm. an dem immer noch gefeilt wird. Die heutige Darstellung erhebt deshalb auch noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dienstag, 11. März 2003

Sieger mit sechs Jahren

Alina Kerscher gewann "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Turnier

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Kinder und Erwachsene rangen um ihr Glück -  beim "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht"-Turnier im Ketterlerhaus. In vier Durchgängen kämpften „Alt und Jung“ gegeneinander. Die Spielzusammensetzungen wurden für jeden Durchgang neu gelost. 

So kam es auch vor, dass sich die jüngste Turnierteilnehmerin Alina Kerscher (6 Jahre) auch mal gegen einen Erwachsenen behaupten musste und - gewann! Alina wurde in den 4 Spielrunden dreimal Sieger und einmal zweiter. Dies bedeutete für sie letztendlich auch den Gesamtsieg des Turniers. 

Aus den vielen attraktiven Sachpreisen suchte sie sich einen sehr schönen und schnellen Porsche 911 Turbo mit Fernsteueranlage, Akku und Ladegerät aus. 

Den 2. Platz in der Gesamtwertung errang Johannes Ostermann (10 Jahre). Er wählte unter den Preisen ein Metallmotorrad im Maßstab 1:6 aus, mit dem er den ganzen Tag über schon liebäugelte. Ein ca. 75 cm langes, sehr schnittiges Rennboot gewann Daniel Rupp (11 Jahre), der den 3. Platz in der Gesamtplatzierung belegte. 

Natürlich durften sich anschließend auch die restlichen Teilnehmer entsprechend ihrer erreichten Punktzahl, ihren Preis aussuchen. 

Der Veranstalter, die Jugendgruppe des Stiber-Fähnlein, bedankte sich abschließend bei allen Teilnehmern für den gezeigten fairen Kampfgeist. Schließlich verlief das Turnier reibungslos und ohne Disqualifikationen, dafür aber mit viel Spaß.

Freitag 7. März 2003    Bilder

"Paradies" vor Nürnbergs Toren

Sulzbach-Rosenberg und das Sulzbacher Bergland umwerben Ausflügler aus dem Fränkischen

Von Sepp Lösch

Sulzbach-Rosenberg. Trommeln gehört zum Handwerk, und "wer nicht wirbt, der stirbt" - gut gemeinte Ratschläge, die sich die Stadt Sulzbach-Rosenberg und die im "Sulzbacher Bergland" liegenden Nachbargemeinden heuer sehr zu Herzen genommen haben: Stark wie selten zuvor war unsere Region präsent bei der Freizeit- und Touristikmesse 2003 in Nürnberg, die noch bis kommenden Sonntag zum Besuch einlädt. Stadt und Umland rücken ihre Vorzüge und "Schokoladenseiten" als Ferien- und Naherholungsgebiet ins rechte Licht. Wenn es um den Naherholungs- und Ausflugstourismus geht, können sich die Gemeinden eigentlich keinen besseren Partner wünschen als den VGN, den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Eine seit Jahren florierende Kooperation der Tourismusregion westliche Oberpfalz mit dem leistungsfähigen fränkischen Nahverkehrs-Unternehmen bringt mit schöner Regelmäßigkeit neue Früchte, von denen beide Seiten kräftig naschen können. 

In diesem Jahr präsentierte der VGN bei der "Freizeit und Tourismus" neben reizvollen neuen Ausflugstipps zu Zielen in Franken und der Oberpfalz (die natürlich ausnahmslos mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln und zu günstigen VGN-Konditionen erreichbar sind) ein Büchlein. in dem die beliebtesten Wander- und Radtouren in Franken und Oberpfalz vorgestellt werden.

Freizeitverkehr als Einstieg
Bei einer Pressekonferenz, an der auch Neukirchens Bürgermeister
Winfried Franz, 2. Bürgermeister Herbert Pilhofer und der Tourismusvereins-Vorsitzende von Etzelwang, Hans Wagner aus Neutras, teilnahmen, stellten VGN-Geschäftsführer Norbert Mahr und Gerard Zuber vom
Ressort Verkaufsförderung, die neuen Werbemittel vor. Gerade der Freizeitverkehr, betonte Norbert mahr, biete beste Einstiegsmöglichkeiten, um öffentliche Verkehrsmittel zu testen. " Unabhängig vom werktäglichen Stress kann ausprobiert werden, welche Möglichkeiten Busse und Bahnen tatsächlich bieten".
 
In dem Buch Beliebte Wander- und Radtouren in Franken und der Oberpfalz" sind insgesamt 23 Wander- und Radausflugstipps zusammengefasst
gewissermaßen die Highlights aus allen bisher rund 60 beim VGN erschienenen Faltblättern und Werbeprospekten.

Über die "Rutschn"
Jede in das Buch aufgenommene Wanderung wurde gründlich überarbeitet, auch Anregungen engagierter Nutzer fanden Berücksichtigung. Aus dem Raum Sulzbach-Rosenberg werden zwei Wanderungen ausführlich beschrieben: Einmal ist das die Tour vom Sulzbacher Bahnhof über Erlheim, Seidersberg und Niederricht zur Osterhöhle, von dort über den Hartenfels zum Bahnhof Neukirchen.
"Über die Rutschn" ist die Beschreibung einer imposanten Wanderung durchs lehenbachtal, Hirschbachtal und Reichental bis ins pegnitztal beschreiben. Der Titel nimmt bezug auf den "Rutschn" genannten 591 m hohen Aussichtspunkt am Ende des Höhenglücksteiges, von dem sich ein herlicher Ausblick über die Burgruine Hauseck bis hin zu den Birglandbergen, dem Ossinger und der Burg Hohenstein bietet.

Sehr gute Resonanz
Nicht kleckern sondern klotzen - unter diesem Motto war vor allem die Herzogstadt Sulzbach-Rosenberg an mehreren Messtagen am Stand des Landkreises Amberg-Sulzbach vertreten. Assistiert von Stiber-Leuten und "Gernots Gefolge" in historischen Gewändern, Bergleuten in ihren Traditionsuniformen usw. rührte auch 1. Bürgermeister Gerd Geismann und Kulturamtsleiter Fred Tischler persönlich kräftig die Werbetrommel und waren mit der Resonanz der Messebesucher mehr als zufrieden.

Bildunterschrift: mehrere Tage lang umwarb die Herzogstadt Besucher der Freizeit- und Touristikmesse auch mit mittelalterlichem Flair: Mitglieder des Stiber-Fähnleins wiesen sich in ihren farbenprächtigen Gewändern als unübersehbarer Blickfang.

Samstag/Sonntag 11./12. Januar 2003

Sammeln für Morogoro

Stiber-Fähnlein spendet für Pfarrer Geißner in Afrika

Sulzbach-Rosenberg. (hfz) Angeregt durch den Vortrag des ev. Pfarrers Hans-Martin Geißner Ende vorigen Jahres in der Christuskirche, entschloss sich die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein zu einer Spendenaktion um seine schwierige Missionsarbeit in Morogoro/Tansania zu unterstützen.

Durch die Bereitschaft aller Vereinsmitglieder des Stiber-Fähnleins den Erlös aus dem Mistelverkauf am Pflasterzollhaus zu spenden und spontanen Einzelspenden unter anderem der befreundeten Historischen Gruppe „Gernots Gefolge“ und des Brauereigasthofs Sperber konnte eine Summe von 460,-- Euro aufgebracht werden. 

Die Vorstände der beiden historischen Gruppen Klaus Faltenbacher vom Stiber-Fähnlein, und Gernot Bock von „ Gernots Gefolge“ übergaben jetzt die Summe an Pfarrer Harald Hofmann von der ev. Kirchengemeinde. Pfarrer Hofmann bestätigte, dass der Erlös der Sammlung zu einhundert Prozent Martin Geißner und seiner Arbeit in Morogoro/Tansania zur Verfügung gestellt wird.

Hatte das Stiber-Fähnlein letztes Jahr eine Spende für St. Marien und seine Orgel zur Verfügung gestellt, so wollte man dieses Jahr ein Projekt der evangelischen Kirche berücksichtigen.

 
Fragen oder Kommentare
zu dieser Website an: 
Webmaster
powered-by.gif (1894 Byte)
Copyright © 2001-05
HG Stiber Faehnlein
Stand: 25. April 2016     

ST3
ST2

  Stiber-Fähnlein auf Facebook            

      

 

 
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.