Stiber Home Laetissime Saltemus Comitas Sulczpach Märchen-Tanja die Erzählende
    

Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max


15.12.2004 | Netzcode: 10653390

Mit Wasserpfeife und türkischem Apfeltee
Auf dem Weihnachtsmarkt: "Orientalisch-mittelalterliche Weihnacht" mit dem Stiber-Fähnlein

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Besonderes Flair erhält der Sulzbach-Rosenberger Weihnachtsmarkt am dritten Advent-Wochenende mit der Präsenz der Historischen Gruppe Stiberfähnlein: Unter dem Motto "Orientalisch-mittelalterliche Weihnacht" wird den Besuchern von Donnerstag, 16. 12., bis Sonntag, 19. 12., ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Mitten unter den hölzernen Weihnachtsmarkt-Buden wird ein orientalisch ausgestattetes Sarazenen-Zelt aufschlagen, um einen Hauch von orientalischem Bazar zu zaubern. Ausgeschenkt werden verschiedenen Teesorten, angefangen beim Chaj aus dem Samowar, Pfefferminztee sowie typisch türkischer Apfeltee. Vor Ort wird auch der köstliche Mokka mit Kardamom gekocht.

Genießen können die Besucher diese Getränke bei einer Wasserpfeife oder einem Schachspiel. Dazu werden Spezereien aus dem Orient angeboten, von Baglawha bis Dattelplätzchen. Kinder können auf einem Diwan eintauchen in die Welt der orientalische Märchen. Wer kennt nicht Sheherazade und ihre Märchen aus 1001 Nacht? Doch erzählt von Frauen und Männern des Stiber-Fähnleins, wer hat das je erlebt?

Kerzen und Naturseife

Der Patenverein des Stiber-Fähnleins wird am Samstag und Sonntag, wie bereits letztes Jahr, für die Kinder ein Becken zum Kerzenziehen aufstellen. Außerdem verkaufen die Deberndorfer ihre selbst gesiedeten Seifen, die ohne chemische Zusätze, verfeinert mit vielen Zutaten wie Gewürzen aus dem Orient, Honig, Rosenwasser oder gar Mokkapulver, für jeden unterschiedlichen Hauttyp geeignet sind. Ein echter Geschenk-Tipp!

Bereits durch die kriegerischen Kreuzzüge kamen in unsere Länder die ausgefallensten Spezialitäten aus dem Orient. Im Mittelalter hatte sich durch den Austausch zwischen westlicher und östlicher Kultur und ausgedehnte Handelsbeziehungen vieles im Leben unserer Vorfahren verändert.

Für die Menschen im Mittelalter war vor allem die der westlichen Welt überlegene orientalische Technologie der Waffen, Burgen und Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung. Gewürze und Tee, wertvolle fein gewebte Stoffe und Goldschmiedearbeiten versetzten die Mitteleuropäer in Erstaunen und ermöglichten berauschende sinnliche Erfahrungen.

In unserer Gedankenwelt hat sich der Orient so manifestiert, das selbst in unseren Weihnachtskrippen die orientalische Ausstattung als selbstverständlich gesehen wird. In vielen Krippenausstellungen, z. B zur Zeit in Rosenberg oder Kastl, ist das in Vollendung zu sehen.

Tanz und Feuriges

Am Samstag sorgen die historisch Gewandeten auch für ein kulturelles Programm. Um 18 Uhr führtder Tanzkreis Laetissime Saltemus einige extra einstudierte Tänze aus dem Mittelalter auf. Einer davon, die Pavane, ist der feierlichste und majestätischste der damaligen Tänze. Es war der einzige Tanz, der auch in der Kirche getanzt werden durfte. An Festtagen zogen sogar die Priester unter ihren Klängen in das Gotteshaus ein. Im Anschluss sorgen die Stiber mit ihren befreundeten Vereinen (Kulturverein Deberndorf, Gernots Gefolge) für einen feurig-wärmenden Abschluss.

24.11.2004 | Netzcode: 10644020 

Diese Recken wird nichts schrecken 

Historische Gruppe Stiber-Fähnlein wieder mit stolzer Bilanz - Führungsspitze bestätigt 

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Im Sommer haben sie wie weiland ihr historisches Vorbild die Stadt verteidigt und angreifende "Amberger und Böhmen" von den Mauern zurück geworfen, und auch sonst legen sie sich das ganze Jahr über mächtig ins Zeug zum "höheren Ruhme" ihrer Vaterstadt: Die Mitglieder der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein legten eine beachtliche Arbeitsbilanz vor und gehen mit neuen Ideen in die Zukunft. 

1. Bürgermeister Gerd Geismann sparte bei der Jahreshauptversammlung im Kreiner-Saal in Siebeneichen denn auch nicht mit Komplimenten: "Ihr seid eine der besten Gruppen in ganz Sulzbach-Rosenberg" würdigte er die Arbeit des Stiber-Fähnleins als "große kulturelle Bereicherung". Getreu ihrem Motto "Zukunft braucht Herkunft" bringe es die Gruppe unter dem Dach des Verkehrsvereins seit vielen Jahren immer wieder zu vorbildlichen Leistungen. 

Die vorgelegten Tätigkeitsberichte der Vorstandsmitglieder bestätigten Geismanns Worte eindrucksvoll: 1. Vorsitzender Klaus Faltenbacher blendete zurück auf eine Vielzahl von Aktionen, Veranstaltungen und Auftritten in Sulzbach-Rosenberg und weit darüber hinaus. 

Als besondere Höhepunkte nannte er rückschauend das Historische Wochenende 2003 in Rosenberg, die Beteiligung am Rahmenprogramm zu den Kastler Schweppermannspielen, das Amberger Brunnenfest, Mitwirkung an den Wallenstein-Festspielen, am Nordgautag und an einem Jubiläums-Wochenende des Patenvereins "Dillnbergschlorcher" in Deberndorf bei Cadolzburg. Zu glanzvollen Höhepunkten gerieten die Aktionen anlässlich der Sulzbach-Rosenberger Altstadtfeste 2003 und 2004 - einmal das beklemmende Spiel um die "Pest in Sulzbach", zum anderen heuer die szenisch nachempfundene "Belagerung Sulzbachs durch die Amberger und Böhmen". 

Mit Geld und Muskelkraft 
Seit Jahren weiß man von den "Stiber"-Leuten, dass sie sich auch aktiv der Heimat- und Geschichtspflege verschrieben haben. So gibt es immer wieder Vortragsreihen zu interessanten historischen Themen. Darüber hinaus unterstützte die Gruppe den Ankauf der barocken Lichtenthaler-Bibel für das Stadtmuseum und restaurierte das mittelalterliche Hammer-Brückerl am Rosenbach. 

Klaus Faltenbacher schloss seinen Tätigkeitsbericht mit einem Dank an alle Aktiven und alle Vorstandsmitglieder, ausdrücklich aber auch an die Verantwortlichen der Jugendarbeit sowie an die Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" und die Musikgruppe "Lusamendtleyn" für zahlreiche Auftritte. 

Besonderes Lob galt Maria Faltenbacher für die Betreuung der Stiber-Website, die im Jahr nicht weniger als 61 000 Internet-Visits verzeichnete. Monatlich wird die Adresse Stiber-Fähnlein von 4000 bis 5000 Besuchern angeklickt, darunter auch von Universitäten und Schulen. 

Von der erfolgreichen Kinder- und Jugendarbeit in insgesamt drei Gruppen berichtete Peter Ostermann. Gemeinsam mit ihm zeichnet Franz Neumüller für den Vereinsnachwuchs verantwortlich. Ostermann legte als "Säckelmeister" dann auch die Finanzen der Gruppe offen. 

Die Neuwahl der Vorstandschaft erbrachte unter Leitung von Sepp Lösch folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Klaus Faltenbacher, 2. Vorsitzender Helmuth Singer, Säckelmeister Peter Ostermann, Notarius Maria Faltenbacher.

10.11.2004 | Netzcode: 10637639 

Siebeneichens Postgeschichte erhalten 

Stiber-Fähnlein-Aufmarsch und Kutschenfahrt zum Gasthaus Kreiner: Briefmarkenfreunde feierten 

Sulzbach-Rosenberg. (üb) Eine Attraktion erwartete die Briefmarkenfreunde bei ihrem Festabend (siehe vorstehenden Bericht): Die Gruppe Stiber mit Klaus und Maria Faltenbacher an der Spitze hatte den junggebliebenen Burgherren von Rosenberg, den Hauptmann Stiber mit seiner Gattin Veronika, samt Gefolge in historischen, farbenprächtigen Gewändern vor dem Gasthaus in Aufstellung gebracht. 

Gleichzeitig fuhr eine Pferdekutsche mit Alois Münch als Kutscher, mit Bürgermeister Gerd Geismann, Karin Übler und Sohn Michael Übler in alten Kostümen durch das Dorf Siebeneichen zum Gasthaus. Dort spielte der Musiker Dieter die alte Postillion-Melodie zur Begrüßung. 

Nachdem das wartende Volk vom Bürgermeister und dem Burgherren begrüßt wurde, erklärte Karin Übler den historischen Hintergrund. Auf Befehl des Kaisers Rudolph II. sollte im Jahr 1615 ein Postweg von Köln nach Nürnberg und von Nürnberg nach Prag eingerichtet werden. Dieser Weg führte auch über "Siben Aichen", wo im Jahr 1615 die erste "Taxisï´sche Posthalterei" eingerichtet wurde.

 Von dort wurde die Post vom Posthalter über Rosenberg nach Sulzbach gebracht. Der kaiserliche Postweg nach Böhmen vermied die Städte, da diese Nachts ihre Tore verschlossen. Dies hätte eine Verzögerung des Transportes der Depeschen des Kaisers zur Folge gehabt, also war Siebeneichen der bessere Standort für die Posthalterei. Nachdem Herzog August von Sulzbach seine Einwilligung gab, wurde die Posthalterei gegründet. 

Zu diesem Gedenken hatte Karin Übler eine Gedenktafel in Auftrag gegeben. Die Tafel enthüllte Bürgermeistergattin Christl, auch im historischen Kleid. Somit wird für die Nachwelt ein Stück Heimat- und Postgeschichte lebendig erhalten. Dass für das Schauspiel keine Kosten entstanden, dafür bedankte sich Karin Übler bei der Brauerei Bruckmüller, Radio-Fernseh-Übler, Dr. Heiko Übler, dem Wirt Reinhold Kreiner für Finanzierung und dem Stiber-Fähnlein.

26.10.2004 | Netzcode: 10631646 

Die Großen prassten, die Kleinen zahlten 

Kreisheimatpfleger Armin Binder lässt in Stiber-Vortrag die Epoche der Jungen Pfalz wieder lebendig werden 

Sulzbach-Rosenberg. (bt) Genauso wie heute mussten auch schon im Mittelalter die einfachen Leute für die Misswirtschaft der Großen aufkommen, stellte bei einer Veranstaltung der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein im Gasthof Bartl" Kreisheimatpfleger Armin Binder lakonisch fest. Auch damals wurden einfach Abgaben und Steuern erhöht, um die Schulden der Fürsten zu decken. 

Armin Binder knüpfte mit seinem Vortrag an die erfolglose Belagerung Sulzbachs durch Amberger und Böhmen im Landshuter Erbfolgekrieg an: Mit einem gemeinsamen Mahl vor den Toren von Sulzbach wurde am 4. September 1504 zwischen den pfälzischen Belagerern und den Sulzbachern der Friede besiegelt. Geleitet hatten die Verteidigung der Stadt nach dem Tod von Albrecht Stiber dessen Söhne, Pfleger Ewald und Bastian Stiber, sowie der Hauptmann Spenmesser. 

Doch erst nach weiteren Kriegen, dem "Kölner Spruch" vom 30. Juli 1505 und vielen Verhandlungen konnte das neugebildete Fürstentum Junge Pfalz, das der Vormund der unmündigen Kinder der verstorbenen Pfalzgräfin Elisabeth, Ottheinrich und Philipp, Pfalzgraf Friedrich regierte, räumlich fixiert werden. Endgültig konnte man aber erst im Jahr 1507 von einem konstituierten Fürstentum sprechen. 

Dieses bestand aus einem Landesteil an der Donau um Neuburg, Höchstädt und Lauingen, den Ämtern Allersberg, Heideck und Hilpoltstein, einem Landesteil auf den Nordgau mit dem Landgericht Burglengenfeld und den Pflegeämtern Schwandorf, Regenstauf, Hemau, Laaber und Velburg, der Hälfte von Parkstein-Weiden, sowie Floß und Vohenstrauß und dem Landrichteramt Sulzbach.

Der Retter von Wien 
Nach zunächst gemeinsamer Regierung (am 2. Juni 1522 wurden Ottheinrich und Philipp auf dem Landtag zu Burglengenfeld für mündig erklärt) wurde auf Philipps Wunsch das Fürstentum im Verhältnis 2 : 1 geteilt, wobei zu seinem Teil Sulzbach gehörte. 

Philipp wurde 1529 innerhalb von wenigen Wochen zum "Retter von Wien". Er verteidigte die Stadt vom 23. September bis 15. Oktober gegen 300 000 pausenlos anstürmende Türken. Zum Lohn dafür wurde er 1532 vom Kaiser zum Statthalter von Württemberg eingesetzt, eine Periode, die aber durch einen erfolgreichen Angriff von Landgraf Philipp dem Großmütigen von Hessen 1534 bereits wieder beendet wurde. 

Mitsamt den Schulden in Höhe von über 400 000 Gulden, die Philipp während seiner Regierung gemacht hatte, übernahm Ottheinrich mit Vertrag vom 4. April 1541 dessen Landesteil. Geplagt von Krankheit starb Philipp unverheiratet am 4. Juni 1548. 

Doch auch Ottheinrich konnte mit Geld nicht umgehen, und so stand bei einer Gesamtverschuldung von über einer Million Gulden das Fürstentum schließlich vor dem finanziellen Zusammenbruch. Aber ein Ereignis, das einzigartig in der deutschen Geschichte dastehe, so Binder, rettete die Junge Pfalz. Denn die Landschaft des Herzogtums Neuburg löste den verschuldete Landesherrn aus, ohne ihn zu entthronen. Er wurde lediglich für drei Jahr der Regierungsgeschäfte enthoben und in eine Art freiwilliges Exil nach Heidelberg geschickt. 

2.20 m Brustumfang 

Ottheinrich trat nach dem Tod des kinderlosen Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz am 26. Februar 1556 dessen Nachfolge an. Doch nicht lange konnte er sich dieser Würde freuen, denn schon am 12. Februar 1559 starb auch Ottheinrich nach einem langen Krankenlager. Er war zum Schluss so dickleibig geworden, das er nicht mehr alleine gehen konnte. Sein bis heute erhaltene seidene Weste im Heimatmuseum Neuburg hat einen Brustumfang von ca. 2.20 m.

02.10.2004 | Netzcode: 10621378 

Tanz der Drachen 

Drachenfest mit SGSN und Stiberern bei Kötzersricht

Sulzbach-Rosenberg/Hahnbach. (srz) Am Himmel war die Hölle los! Ein farbenprächtiges Spiel zeigte sich beim vierten Familien-Drachenfest am Hahnbacher Himmel bei Kötzersricht. Schon von ferne konnte man die Drachen in den verschiedensten Formen und allen erdenklichen Farben am Himmel sehen. Viele Besucher fanden den Weg zum Drachenfest, und nicht wenige Väter und Mütter ließen hier mit ihren Kindern farbenprächtige Drachen mit Motiven aus der Tier-, Comic- und Fabelwelt steigen. 

Unter den Besuchern war auch ein Demo-Team mit professionellen Lenkdrachenfliegern der Fa. Level-One. Sie flogen mit ihren Lenkdrachen oft in Bodennähe und zeigten tolle Flugfiguren. Natürlich konnten die Level-One Drachen auch getestet werden. 

Veranstaltet wurde dieses "Draculum Spectaculum" wieder von der Historische Gruppe Stiber-Fähnlein, die für das leibliche Wohl der kleinen und großen Drachenflieger sorgte, in Zusammenarbeit mit den Drachenfreunden "SGSN".

Diese Drachen-Fachleute hatten an beiden Tagen alle Hände voll zu tun. Sie ließen ihre selbstgebauten Großdrachen mit Spannweiten von bis zu 6 m und ihre Figurendrachen steigen. Auf Wunsch standen diese Profis auch den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. 

Unterstützt wurde dieses Treffen der bunten Drachen durch Spiel+Freizeit Moedel aus Amberg. Die Veranstalter bedanken sich auf diesem Wege nochmal bei der Familie Rauch aus Kötzersricht, die freundlicherweise das schöne Flugfeld zur Verfügung gestellt hatte.

23.09.2004 | Netzcode: 10617669 

Luftikusse und "Überflieger" 

Stiberfähnlein und Drachenfreunde SGSN bitten wieder zum Familien-Drachenfest

 Sulzbach-Rosenberg. (srz) Selbst fliegen, testen oder zuschauen - egal, wofür man sich entscheidet, man wird jede Menge Spaß haben beim 4. Familien-Drachenfest am 25./26. September bei Hahnbach. Wie die Feste der vergangenen Jahre zeigten, hat das klassische Herbst-Freiluftvergnügen Drachensteigen nichts von seiner Anziehungskraft verloren. 

Ein farbenprächtiges Spiel zeigt sich am Wochenende wieder am Hahnbacher Himmel. Auf der großen Wiese gegenüber von Kötzersricht laden am Samstag und Sonntag die historische Gruppe Stiber-Fähnlein, die Drachenfreunde "SGSN" und Spiel+ Freizeit Moedel zum vierten Familien-Drachenfest im Landkreis ein. 

Jeder, der Spaß am Drachenfliegen hat oder sich für den Drachenbau interessiert, ist eingeladen. Ob man seine eigenen Drachen fliegen lässt, Sportlenkdrachen testen möchte oder einfach "nur" zuschauen und genießen will, jeder wird auf seine Kosten kommen. Vom historischen Einleiner bis zum Hightech-Lenkdrachen ist alles dabei. "Level One", einer der führenden deutschen Drachenhersteller, wird ebenfalls anwesend sein und mit seinem Team professionell Lenkdrachen vorführen. Ein Info-Stand mit Testdrachen und Fachpersonal für Auskünfte ist ebenso vertreten. 

Auf keinen Fall sollte man den Samstag Abend verpassen. Nach Einbruch der Dunkelheit findet eine Nachtflugshow mit bunt beleuchteten Drachen statt. Der Flugbetrieb beginnt an beiden Tagen ab 10 Uhr. Für das leibliche Wohl der kleinen und großen Gäste gibt es Kaffee und Kuchen, Hot Dogs und Bratwürste.

26.08.2004 | Netzcode: 10605834

Erste "Führung mit allen Sinnen" Erfolg

Stiber-Zeitreise soll ins Jahresprogramm der Stadt

Sulzbach-Rosenberg. (kök) "Es war ein Versuch, und er war sehr erfolgreich", zog Edith Zimmermann, Leiterin des Stadtmuseums, eine positive Bilanz der ersten "Stadtführung mit allen Sinnen". Über 80 Personen, darunter auch der Club Solidarität und der Kindergarten St. Marien, unternahmen eine Zeitreise ins Mittelalter.

Anlass für die vom Stiber-Fähnlein mit szenischen Darstellungen, Menüproben und Tänzen gestaltete Führung war das 500. Jubiläum der Belagerung Sulzbachs durch die Amberger.

Alle Teilnehmer waren hellauf begeistert, kein Wunder bei so viel lebendiger Geschichte. "Wir werden das auf jeden Fall im Auge behalten", verspricht Edith Zimmermann.

Zumindest einmal im Jahr werde es solch eine Führung der besonderen Art geben. Da die Sulzbach-Rosenberger Altstadt mittelalterlich geprägt sei und sich das Stiber-Fähnlein hier engagiere, würden sich die Themen auch rund ums Mittelalter bewegen.

Für alle, die die Führung am Sonntag verpasst haben, gibt es am 26. September eine gewöhnliche Stadtführung zum Themenschwerpunkt Belagerung.

Text Foto: Drohend mit erhobenen Lanzen stürmten die Hellebarden auf die Teilnehmer der Stadtführung zu, aber alles war nur eine gespielte Szene, wenn auch sehr real wirkend.

24.08.2004 | Netzcode: 10604811

Mittelalter zergeht auf der Zunge

Nicht nur das Friedensmahl ein Schmankerl einer ganz besonderen Zeitreise

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Das Mittelalter sehen, hören und sogar schmecken - eine Veranstaltung, bei der das alles möglich ist, muss eine der ganz besonderen Art sein. Erleben konnten dies die Teilnehmer einer Stadtführung, zu der Stiber-Fähnlein, Stadtmuseum und Tourist-Information eingeladen hatten.

Die Belagerung Sulzbachs im Landshuter Erbfolgekrieg konnte mit allen Sinnen nachempfunden werden. "Deutschland besteht aus vielen kleinen Ländern, Amberg ist Ausland, ist Feind": Nach einer kurzen, historischen Einführung ging es dann auch schon los in Richtung Stadtmauer; die Zeitreise für zirka 80 Teilnehmer begann. Die Führer Elke Dütsch, Irmingard Schindler, Siegfried Binder, wussten das Interesse zu wecken und ließen Geschichte lebendig werden.

"Innerhalb der Stadtmauern decken sich die Menschen mit Proviant ein, sie kundschaften die Umgebung aus. Wollen wir einmal an der Stadtmauer anklopfen?" Das taten natürlich besonders die Kinder sehr gerne. Die Gäste traten ein ins Mittelalter: Am Zwingerturm postierten sich Hellebarden-Träger und schritten mit vorgestreckten Lanzen und unter Anrufung der St. Anna auf die "Eindringlinge" vor. Nur ein Spiel - wenn auch ein täuschend echtes.

Friedliche Landsknechte

Die Landsknechte gaben sich friedlich und erklärten ihre Waffen. Der vom Stiber-Fähnlein genutzte Zwingerturm konnte besichtigt werden. "Ich bin zum ersten Mal an der Stadtmauer", gestehen viele Einheimische.

Weiter geht die Reise ins Mittelalter mit dem Gang zum Neutor. "Wir schreiben den 28. August 1504. Aus Amberg kommt der Feind- und Absagebrief, einen Tag später die Aufforderung, Sulzbach kampflos zu übergeben, doch Stiber lehnt ab." Die Belagerung nördlich und östlich beginnt: Auf der Schanze zeigte Gernots Gefolge typische Kanonen und Waffen aus dem 16. Jahrhundert, Munition musste damals selbst gegossen werden; auch das wurde den Besuchern vorgeführt.

Die Belagerer rückten bis zum Kindergarten An der Allee vor; die Teilnehmergruppe Richtung Pflasterzollhaus. Mit Auszügen aus der Triermann-Chronik erlebte sie den Kriegsverlauf hautnah mit: "Auf beiden Seite gibt es bei ständigen Angriffen und Gegenangriffen Tote. Am 31. August kommen Nürnberger Fußknechte den Sulzbachern zu Hilfe. Am 5. September endet die Belagerung mit dem Friedensangebot der Amberger".

"Diese fürchten die kommende Übermacht, da sich Nürnberg mit Brandenburg verbündet, auch König Maximilian I. ist schon auf dem Weg nach Sulzbach". Und so gibt es ein großes Friedensmahl. Eine Kostprobe davon bekommen die Führungsteilnehmer: Es gibt "Muos vonn vischen" (Fischbrei) und Würzwein. Die Stiberer wussten vieles über die kulinarischen Gepflogenheiten zu erzählen.

Pflasterzoll bezahlt

Beim Pflasterzollhaus verlangte der Zöllner den üblichen Pflasterzoll, bevor es zum Schluss noch ins Schloss ging. Mit dem Kölner Spruch endet am 30. Juli 1505 der Landshuter Erbfolgekrieg, Sulzbach wird Teil des neuen Fürstentums Pfalz-Neuburg. Somit zieht eine neue höfische Kultur ins Schloss ein.

Davon bekamen die Teilnehmer einen Eindruck im Schlosshof, wo sie Stiber mit Gemahlin und Gefolge begrüßte. Verschiedene Tänze entführten ein letztes Mal ins Mittelalter und die Renaissance. Das Fazit war überwältigend: "Fantastisch, eine super Idee, ein Erlebnis" - diese außergewöhnliche Stadtführung hat Teilnehmern und Führern neuen Blick ins Mittelalter vermittelt und Lust auf mehr gemacht.

Von Rolf Wypior | 04.08.2004 | Netzcode: 10595749 

Ein Dorf feiert "Auferstehung" 

Vor 40 Jahren: Großenfalz weicht dem Erzbergbau - Großes Festwochenende

 Sulzbach-Rosenberg. Mit der Entscheidung der Maxhütte, die Eisenerzfelder direkt unter der Ortschaft Großenfalz abzubauen, war in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Schicksal von Alt-Großenfalz besiegelt. Vor 40 Jahren siedelten die Großenfalzer Bergleute und Bauern um in ihre neu errichteten Anwesen. Am kommenden Wochenende erinnern sie mit einem Fest an diese Zäsur. 

Schon Anfang der 60er Jahre nahm die Maxhütte Verhandlungen mit den Dorfbewohnern auf. Ihr Ziel war es, die Höfe abzulösen und fast das gesamte Dorf umzusiedeln, ein Vorgang, wie er sonst vor allem aus dem Braunkohlentagebau bekannt ist und auch dort keineswegs nur positive Schlagzeilen auslöste. 

Auch in Großenfalz gestalteten sich die Gespräche nicht einfach, wie in der Politik musste mehrfach "nachgebessert" werden. Selbst die zögerlichsten Hofbesitzer wurden jedoch munter, als sich im Januar 1964 wenige Meter hinter dem Haus Nr. 3 durch einen Wassereinbruch in der Grube ein Riesenloch auftat. Insgesamt 1,5 Millionen DM musste die Maxhütte schließlich locker machen. Teil der Vereinbarung war auch, dass die Bauern ihre Höfe selbst abreißen und das Material für ihre neuen Heimstätten verwerten konnten. 

"Für die Alten war es schon schwer", blickt der ehemalige Bergmann und jetzige 2. Vorsitzende des Bergknappenvereins, Georg Rubenbauer, auf jene schicksalhaften Tage zurück. "Für uns Jüngere eigentlich auch, denn immerhin gaben wir den Platz auf, an dem wir unsere Kindheit verlebt hatten." Aber andererseits hatte der vorangegangene Schwebezustand dazu geführt, dass kaum noch in die alten Höfe investiert wurde und ein Bauverbot ohnehin Beschränkungen auferlegte.

 Neuanfang mit Schulden  
So bedeutete der Umzug zwar viel Arbeit, beunruhigende Schulden und manche Träne, aber auch einen verheißungsvollen Neuanfang. Denn die großzügigen neuen Gehöfte bilden keine geschlossene Ortschaft, sondern wurden nach Plänen der Bayerischen Landessiedlung im Rahmen einer Flurbereinigung direkt in der Nähe ihrer Ackerflächen errichtet, was natürlich einen viel wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichte. 

"Die Dorfgemeinschaft blieb allerdings weitgehend auf der Strecke", bedauert Rubenbauer, "früher hatten wir sogar eine eigene Feuerwehr-Kapelle, die zünftig in und um Sulzbach-Rosenberg aufspielte. In unserer heutigen Streusiedlung fehlt dagegen schon ein bisschen der Zusammenhalt. Die Entfernungen zu den Nachbarn sind groß, die Kinder spielen vielfach allein, und wir treffen uns auch nicht mehr so oft wie früher im Wirtshaus." 

So ist das alte Großenfalz nur noch Vergangenheit, genau wie inzwischen der Bergbau der Maxhütte, dessen Wetterschacht hinter dem Gasthof Wagner ebenfalls längst verfüllt ist. Und wieso kam selbst in der Blütezeit des Großenfalzer Bergbaus hier kein Erz ans Tageslicht? Weil die Maxhütte eine über vier Kilometer lange Hauptförderstrecke vom St.-Anna-Schacht vorgetrieben hatte und den Nachschub für ihre Hochöfen dort zu Tage förderte. Direkt unter Großenfalz jedoch verliefen in über 100 Meter Tiefe die Grubenbaue.

12.07.2004 

Stürmische Söldner und sonnige Spieler 
- Bildergalerie: Historischer Festzug in Ebermannsdorf 

Ebermannsdorf. Fürsten und Könige wandelten durch Ebermannsdorf. Die Kriege peitschten über das Dörflein hinweg wie Sturmböen. Kinder wurden geboren und erstrahlten wie ein Sonnenschein. Über dem dunklen Zeitalter entluden sich die schwarzen Wolken am Sonntag und mit dem Tod der Pest, strahlte die Sonne wieder am historischen Festzug. (Alle Bilder: Alexander Unger) 

Bilder : Netzcode 50577763

Altstadtfest in Sulzbach-Rosenberg 
Bildergalerie: Riesenspektakel und Historisches Schauspiel bei Traumwetter

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Ein Fest wie aus dem Bilderbuch, ein Wetter wie bestellt, eine ganze Stadt in blendender Laune - man könnte wieder die Superlative aneinander reihen, wenn man zurück blickt auf dieses Altstadtfest-Wochenende in Sulzbach-Rosenberg. Die Herzogstädter wurden ihrem Ruf, "Weltmeister" im Festefeiern zu sein, einmal mehr gerecht. 
(Bilder: Alexander Rädle, Doris Sebald & Stephan Huber)

 

Von Alexander Rädle  |  29.06.2004  |  Netzcode: 10578256 

"Ein Stiber thut nicht fliehen" 

Großer Beifall für historisches Spiel zum 500. Jubiläum der Belagerung Sulzbachs 

Sulzbach-Rosenberg. Die einen brüllen "St. Anna", die anderen "St. Georg". Drohend werden gepanzerte Fäuste geschwungen, die Schwerter in die Höhe gehalten. Amberger und Sulzbacher zeigen sich kampfesmutig anno 1504. Genauso geben sich die Akteure des Szenischen Spiels 500 Jahre später.

Einziger Unterschied: Zum Jubiläum des Landshuter Erbfolgekriegs ging es ganz und gar nicht blutig zu. Das Stiber-Fähnlein hatte das Stück "Belagerung Sulzbachs durch Amberger und Böhmen aus der Feder von Sepp Lösch und unter Regie von Michael Ritz am Freitag und Samstag so realitätsnah wie nur möglich in Szene gesetzt. Das Publikum honorierte die Leistung der Laienschauspieler mit begeistertem Applaus.

Krieg um einen Schatz
Auslöser für die gewaltsame Auseinandersetzung in Bayern war der Tod Herzog Georgs von Bayern-Landshut am 1. Dezember 1503. Pfalzgraf Ruprecht bemächtigte sich des Erbes, insbesondere des Schatzes in Burghausen, was sich die eigentlichen Erben, die Brüder Albrecht IV. und Wolfgang Herzog von Bayern-München, natürlich nicht gefallen ließen.

Der Stadtgraben an der Schanze mit seinen steilaufragenden Felshängen und der Stadtmauer bot die ideale Umgebung für die historische Aufführung. Die blau-gelben Amberger, "auf des Rupprecht Seit'n", wie Chronist Christoph Friermann (Peter Schwemmer) erzählte, wollen die Stadt erobern, die rot-weißen Männer des Albrecht Stiber (Sepp Lösch) sie beschützen.

Bereits am Freitag kommt es zu einem ersten Vorgeplänkel am nachgestellten Neutor an der Allee. Der Amberger Vicedomus Ludwig von Eyb (Harald Großhauser) sagt Stiber die Feindschaft an."Ergeht euch kampflos darein. Andernfalls werden wir eure Mauern stürzen und Sulzbach niederbrennen, und es wird niemand, weder Mann, noch Weib und Kind geschont werden." 

"Wir wissen zu kämpfen"
Eine Drohung, die die Sulzbacher nur ein Lächeln kostet. "Und wisset: Ein Stiber weicht nicht und Sulzbach wird zu kämpfen wissen."

"Der morgige Tag, der wird's erbringen, ob Amberger Sulzbacher niederringen. Morgen so zur 2. Mittagsstunde, gebe ich euch wieder neue Kunde", kündigt der Nachwächter die Belagerung an. Der Amberger Gesandte Kaspar von Irlbeck (Jörg Pickelmann) versucht am Samstag ein letztes Mal, die Sulzbacher zur freiwilligen Aufgabe zu überreden. 

Stiber lehnt harsch ab: "Mit dem Mundwerk seid Ihr offenbar noch tüchtiger als mit dem Schwert." Grimmig postiert er sich mit seinem Gefolge auf den Mauern - und vergisst dabei beinahe sein Schwert, das ihm seine Gemahlin Veronika (Renate Lösch) eilends nachträgt: "Ich bin nur froh, dass Euer lieber Kopf am Halse festgewachsen ist. Ihr würdet ihn sonst wohl auch noch vergessen haben."

In der Schlacht schlagen sich die Sulzbacher wacker. Mit Schildern, Kanonen, Schwertern, Pfeil und Bogen sowie Leitern versuchen die Amberger und Böhmen gegen die Mauern anzurennen. Schläge, Zischen, Rauch, Kanonendonner. Und wenn auch einige Stiber-Männer fallen: Die Sulzbacher behalten die Oberhand. 

Steine auf die Angreifer
Sie stoßen die Leitern wieder nach unten, werfen Steine und schütten heißes Wasser auf die Angreifer. "Sind's bald verzagt, die Herren, und haben angeboten Verhandlungen", weiß Chronist Friermann zu berichten. Denn selbst die List, die Mauern zu untergraben, misslingt. Eybs Vorschlag, Sulzbach zu verschonen, wenn Stiber die Stadt aufgibt, schlägt der Stadthauptmann aus.

Versöhnliches Ende
Zum richtigen Zeitpunkt kommen nun die Hilfstruppen aus Schwandorf und Nürnberg. Stiber und seine Söhne Sebald (Peter Ostermann) und Sebastian (Daniel Butz) ordnen mit Feldhauptmann Spänmesser (Klaus Faltenbacher) den Ausfall an. Sulzbacher und Pfälzer Landsknechtrotten prallen aufeinander, Ritter stellen sich dem Zweikampf. Stück für Stück drängen die Sulzbacher die Amberger zurück, bis Irlbeck den Rückzug befiehlt.

Tote und Verletzte liegen auf dem Schlachtfeld. Marketenderinnen eilen herbei, um die Wunden zu verarzten. Auf Brettern werden "Leichen" abtransportiert. Dann - unter Trommelwirbel - bittet von Eyb um Frieden. Nachdem sich Pfälzische und Sulzbacher die "Köpfe eingeschlagen" haben, lädt Albrecht Stiber ein zum Friedensmahl: "Wie viel heilsamer ist es doch, die Becher zu heben statt der Spieße!"

29.06.2004 | Netzcode: 10578257 

Die Mitwirkenden 

Neben Mitgliedern des Stiber-Fähnleins haben folgende historischen Gruppen an der Aufführung des Spiels von der Belagerung Sulzbachs anno 1504 mitgewirkt: 
Cantus Ferrum aus Amberg, 
Pfalzgräfisches Gefolge Neumarkt, 
Pressather Fähnlein, 
Manus draconis fronbergenses Schwandorf, 
Ritter von der Zarg Vilseck, 
Altdorfer Kroaten, 
Historischer Verein 30-jähriger Krieg Sulzbach-Rosenberg, 
Dillnberch-Schlorcher Deberndorf bei Cadolzburg, 
Historische Gruppe Kastl. 

Regie führte Regisseur Michael Ritz, Koordination und Einstudierung der Kampfszenen Jörg Pickelmann, Konzeption und Gesamtorganisation Maria Faltenbacher, Text des Chronisten Christoph Friermann verfasst von Peter Schwemmer und alle anderen Rollen Sepp Lösch.

29.06.2004 | Netzcode: 10578251

Spaß, Spiel, Superstimmung 

Altstadtfest-Nachlese: Bratwurstduft und Schlachtenlärm 

Sulzbach-Rosenberg. (ge) "Einfach prachtvoll" - diese beiden Worte mögen genügen, um den Gesamtablauf des diesjährigen Altstadtfestes wiederzugeben: Zweieinhalb Tage Party-Stimmung pur, viele tausend Besucher in den stets gefüllten Straßen und Musik an allen Ecken und Enden. Auch ein paar Regenschauerchen hatten da keine Chance, die Stimmung zu trüben.

Was unser Fest auszeichnet, ist die Geschlossenheit der "Festmeile": Vom Stadtturm bis zum Pflasterzoll-Haus kein Leerlauf, überall Angebote und "Unterzentren" des Frohsinns und der Gemütlichkeit. Das gibt's anderswo nicht, da können sich manche Städte eine Scheibe abschneiden.

Vor allem die Kinder erwartete eine Riesenangebot: Kletterturm an der St.-Marien-Kirche, Kindermeile in der Frühlingsstraße, Flohmarkt-Gelegenheit an allen Ecken, Stadtlauf, Ritterspiele bei den "Stiberern", Feuerspucker am Abend, Hüpfburg hinter der Kirche, Spiele an allen Ecken.

Aber auch die Eltern schlenderten gerne durch die Stadt: Kulinarisches lockte überall, das Bier schmeckte oft erst richtig, wenn man von seinem Platz die Vorübergehenden beobachten und freundlich grüßen konnte.

Bratwurstduft und Schlachtenlärm, Musik und gemütliche Eckchen - wer könnte da widerstehen? Ein Bummel durch die Stadt, mit vielen Zwischenstopps an diversen Tankstellen und einem Häppchen zwischendurch, das ist in solchen Fällen das Nonplusultra.

Hoch zu loben wie immer die Toleranz der Anwohner und die Disziplin der Besucher - alles hielt sich im gewohnten Rahmen, die Polizei hatte wenig bis gar nichts zu tun.

Dafür schwitzten die Akteure umso mehr - aber es hat sich heuer sicher gelohnt, und das ist nach einigen Regenjahren der Vergangenheit auch mal nicht schlecht. Kurzum: Anstrengend, so ein Altstadtfest, aber auf gut sulzbacherisch: "Einfach schäöi!"

Weitere Bilder: www.oberpfalznetz.de , Netzcode 50577763

28.06.2004 | Netzcode: 10577485 

Tausende stürmen die Festmeile 

Sulzbach-Rosenberg erlebt und genießt ein Altstadtfest vom Feinsten - Der Sommer stellt sich ein 

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Ein Fest wie aus dem Bilderbuch, ein Wetter wie bestellt, eine ganze Stadt in blendender Laune - man könnte wieder die Superlative aneinander reihen, wenn man zurück blickt auf dieses Altstadtfest-Wochenende in Sulzbach-Rosenberg. Die Herzogstädter wurden ihrem Ruf, "Weltmeister" im Festefeiern zu sein, einmal mehr gerecht. 

Freitagabend künden donnernde Kanonen und Böller am Stadtturm vom bevorstehenden Ereignis, und ein farbenprächtiger Festzug unterstreicht gleich nachdrücklich den Spitzenrang, den das Altstadtfest seit Jahrzehnten im städtischen Veranstaltungskalender einnimmt. Bereits am ersten Abend bevölkerte sich die Festmeile zwischen Stadtturm und Pflasterzollhaus mit Gästen, deren Fröhlichkeit höchstens die nächtliche Kühle einen Dämpfer verpassen konnte. 

Ein Riesen-Andrang 

Das gleiche Bild auch am Samstag und Sonntag - jeweils zur "Kaffeestunde" begann der Zustrom der Besucher, der sich insgesamt auf deutlich über zehntausend summieren dürfte, gegen 18 Uhr war es auf den meisten Schauplätzen "rappelvoll". 

Überhaupt dieser Samstag - traumhaftes Sommerwetter schuf die idealen Voraussetzungen für einen Genuss ohne Reue. Schwer zu schwitzen hatten am Nachmittag auf dem Festplatz an der Schanz die Akteure des historischen Spiels von der Belagerung Sulzbachs anno 1504 (wir werden darüber gesondert berichten), aber auch die vielen Fachkräfte an den Grill-Herden und Schanktheken, die regelrecht Akkordarbeit leisten mussten, um dem Ansturm Herr zu werden. 

Zum sportlichen Schmankerl geriet wie alle Jahre der sonntägliche Stadtlauf, bei dem hunderte von Schaulustigen die Athleten anfeuerten und mit Applaus über die letzten Laufkilometer begleiteten. Auch die "Saustecher, die bereits am Samstag ihre Künste im Speerzielwurf erprobten, hatten sich über mangelndes Zuschauerinteresse nicht zu beklagen. 

Hoch hinaus geklettert 

Ein dicht umlagertes Highlight war heuer der neun Meter hohe Kletterturm des Berg- und Skiteams Jura Alpin vor der Marienkirche, den fortlaufend mutige Kraxler aller Altersklassen angingen. Apropos dicht umlagert: Der Auftritt der "Waterfalls" am Samstag Abend auf der Bühne beim Rathaus war wieder "die Hölle" und mag stellvertretend stehen für ein musikalisches Rahmenprogramm der Spitzenklasse. Altstadtfest, du bist einfach nicht zu übertreffen!

Bildunterschrift: Sturm auf Sulzbach - wie anno 1504 war die Stadt wieder in Gefahr, von den "Pfälzischen" überrannt zu werden. Restlos begeistert reagierte das Publikum auf das historische Festspiel an der Schanze.

Von Sepp Lösch | 23.06.2004 | Netzcode: 10575144 

"Donnerschlag" zum Altstadtfest 

Spiel von der Belagerung Sulzbachs 1504 - Historische Vereine aus Oberpfalz und Franken dabei 

Sulzbach-Rosenberg. Empfindliche Gemüter sollten sich Watte in die Gehörgänge stopfen, denn es wird gehörigen Kanonendonner geben, wenn es am Samstag auf der Schanz zur Sache geht: Die Sulzbacher verteidigen ihre Stadt gegen 3000 Amberger und 6000 Böhmen - ein spannendes Kapitel des Landshuter Erbfolgekriegs von 1504 wird wieder zum Leben erweckt. 

Wie war das damals vor 500 Jahren, als der wackere Stadthauptmann Stiber mit den Sulzbachern den Angriff der pfälzischen Feindtruppen erfolgreich abwehrte? Bei aller "schauspielerischen Freiheit" haben sich die Verantwortlichen des Stiberfähnleins vorgenommen, diese Episode aus dem "Baierischen Krieg" so authentisch wie möglich nachzuerzählen. 

Ablauf und Rollen-Text des Stückes aus der Feder von Sepp Lösch lehnen sich eng an die Stadt-Chroniken von Braun und Gack an, und Peter Schwemmer schlüpft mit seinen kommentierenden und erklärenden Text-Passagen in die Rolle des damaligen Zeitzeugen Christoph Friermann, der in einer 1 438 Zeilen umfassenden Reimchronik diesen Krieg schildert.

Aufzug und Vorgeplänkel 
Das Mittelalterlager an der Allee (hinter dem Pflastserzollhaus) steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Szenischen Spiels, das am Freitag Abend ab 19.30 Uhr und am Samstag ab 14 Uhr die Belagerung der Stadt schildert. Bereits beim Festzug zur Eröffnung des Altstadtfestes am Freitag um 18 Uhr werden Verteidiger und Belagerer in getrennt aufmarschieren. 

Das "Vorgeplänkel" nach dem Festzug an der Schanz zeigt den Aufmarsch der Belagerer vor den Stadtmauern, die Vorbereitungen zu Angriff und Verteidigung. In der ersten Spielszene an diesem Abend wird Vizedomus Ludwig von Eyb, Befehlshaber der Pfälzischen Truppen, an Albrecht Stiber den so genannten Feind- oder Absagebrief übergeben. Sulzbach sieht sorgenschweren Tagen entgegen. 

Erst Kampf, dann Mampf 
Am Samstag, 26. Juni, erleben die Zuschauer dann zwischen 14 und 16 Uhr das spannende Spiel von der Belagerung, erleben die Unterhandlungen, Angriffe, Verteidigung und Ausfall der Sulzbacher Truppen sowie schließlich den Waffenstillstand. Der wird dann am Samstag Abend - getreu dem historischen Vorgang von 1504 - ab 18 Uhr mit einem großen Friedensmahl beider Seiten besiegelt. 

Die Darsteller: Stadthauptmann Albrecht Stiber (Sepp Lösch), seine Gemahlin Veronika Stiber (Renate Lösch), Stibers Söhne Sebald und Sebastian (Peter Ostermann, Daniel Butz), Feldhauptmann Spänmesser (Klaus Faltenbacher), Büchsenmeister Sauerzapf (Helmuth Singer), Ratsherren (Hans Ostermann, Andreas Schatz, Alexander Rädle), Chronist Friermann (Peter Schwemmer). Auf Angreifer-Seite: Befehlshaber Vizedom Ludwig von Eyb (Harald Großhauser), Kaspar von Irlbeck (Jörg Pickelmann), Obrist von Seckendorff (Alexander Jäger). Koordination der Kampfszenen Jörg Pickelmann, Konzept und Organisation Maria Faltenbacher. 

Neben dem Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg sind an der Umsetzung des Spiels beteiligt die Gruppen Cantus Ferrum Amberg, "Dillnberch-Schlorcher" Cadolzburg, Historischer Verein 30-jähriger Krieg Sulzbach-Rosenberg, Altdorfer Kroaten, Pfalzgräfliches Gefolge Neumarkt, Freundeskreis Mittelalter Schwandorf e. V., Ritter von der Zarg Vilseck, Pressather Fähnlein, Historische Gruppe Kastl, Schützengesellschaft Kastl 1504 e. V. 

Weitere Informationen: oberpfalznetz.de, Netzcode 50574760

Samstag, 19. Juni 2004

Schlachtenlärm und frohes Feiern

Altstadtfest in Sulzbach-Rosenberg: Historienspiel "Belagerung der Stadt anno 1504"

Sulzhach-Rosenberg. (lö) Donnernde Kanonen, waffenstarrende Heerlager, Landsknechte, die mit klirrenden Hellebarden aufeinander losgehen - eine eher angsteinflößende Szenerie die sich dann überraschend im Wohl gefallen einer fröhlichen Tafel auflöst. 

Dieses bunte Mittelalter-Kaleidoskop zugleich ein wahres Stück Sulzbacher Stadtgeschichte bietet das Stiber Fähnlein den Besuchern des diesjährigen Sulzbacher Altstadtfestes in Form eines packenden Historischen Szenenspiels. 

Nachgestellt wird dabei die Belagerung der Stadt Sulzbach durch mehrere tausend Amberger und Böhmen im Landshuter Erbfolgekrieg anno 1504, also genau vor 500 Jahren. Sulzbach gehörte zu jener Zeit tun Herzogtum Bayern-München, die Nachbarschaft zur pfälzischen Linie der Wittelsbacher. Als Erbstreitigkeiten der Landesherren zum so genannten ,,Bairischen Krieg" führten, standen sich beide Städte feindlich gegenüber. Die Belagerung Sulzbachs durch die Pfälzischen dauerte vom 18. August bis 4. September 1504. Sie endete nach erfolgreicher Verteidigung der Stadt, unter Stadthauptmann Stiber mit einem gemeinsamen Friedensmahl bei- der Seiten. 

Das Historische Szenenspiel ,,500 Jahre Belagerung Sulzbachs" wird einstudiert von Regisseur Michael Ritz. Es wirkt eine Vielzahl von Darstellern und Statisten mit und die turbulenten Kampfszenen an der Stadtmauer werden zu den dramaturgischen Höhepunkten des Spiels, das am Freitag (25. 6.) abends gegen l9 Uhr mit einem ,,Vorgeplänkel" beginnt und mit seinem Hauptteil am Samstag, 26. 6., ab 14 Uhr fortgesetzt wird. Abschluss ist dann das abendliche ,,Friedensmahl" mit "Kurzweyl" mittelalterlicher Musik, Tanz, Feuerkunst und vielem mehr. 

An der Realisierung des Stücks sind neben dem Stiber-Fähnlein beteiligt: Cantus Ferrum Amberg, Historischer Verein 30-jähriger Krieg Sulzbach Rosenberg,  Kulturverein Deberndorf, Altdorfer Kroaten, Pfalzgräfliches Gefolge Neumarkt, Mittelalterfreunde Schwandorf, Ritter von der Zarg Vilseck, Historische Gruppe Kastl, Pressather Fähnlein. Amici musicae antiquae Pirk und andere.

Wochenende 18. Juni 2004  /  OWZ

Als die Böhmen und Amberger anrückten

Sulzbach-Rosenberg spielt die Belagerung der Stadt im Landshuter Erbfolgekrieg nach  - Lagerleben mit allem historischen Drum und Dran

Sulzbach-Rosenberg. (mia) Beim Altstadtfest herrschen Musik, Spaß und kulinarische Genüsse vor. Doch dabei lassen es sich die Sulzbach-Rosenberger in diesem Jahr nicht bewenden. Heuer wird es kriegerisch.

Eine für damalige Verhältnisse riesige Armee aus wohl an die 9000 Böhmen und 6000 Ambergern belagert Sulzbach. Doch scheitern sollen sie alle zusammen. Verteidigt doch der tapfere Stadthauptmann Albrecht Stiber die wehrhafte Herzogstadt...

Dieses Szenario aus dem Landshuter Erbfolgekrieg von anno 1504 wird in diesem Jahr zum Altstadtfest wieder mehr als lebendig - am Altstadtfest-Freitag und vor allem am Samstag beim Stiber-Fähnlein.

Aber das ist nur ein Teil des umfassenden Programmangebots, welches das Fest zu einem farbenprächtigen Spektakel werden lässt.

"Stiber-Fähnlein - wo sich Freunde treffen" lautet das Motto beim historischen Zeltlager "Auf der Schanze" (Anmerkung: War das Motto der letzten Jahre, dieses Jahr treffen sich Freund und Feind)

Belagerung der Stadt

Speziell in diem Jahr haben sich die Stiberer des Themas "500 Jahre Landshuter Erbfolgekrieg" angenommen. Es wird die Belagerung Sulzbachs in lebendigen Details zu sehen sein, ebenso das den Kampfhandlungen folgende Friedensmahl.

Zur guten Tradition beim Altstadtfest in der Herzogstadt sind mittlerweile schon die Besuche befreundeter Gruppen geworden, die zusammen mit den Mitgliedern des Stiber-Fähnleins die Zeit von mehreren hundert Jahren für die Festbesucher wieder lebendig werden lassen.

Ritter und Landsknechte werden sich da ebenso perfekt in die historische Kulisse der Sulzbacher Innenstadt einfügen wie Edelleute und einfaches Volk, Handwerker und Künstler.

Die Besucher dürfen sich im Lager unterhalb der Stadtmauer auf historische Musik und Tänze freuen - und auf viel, viel mehr. Erleben sie die historische Vergangenheit unserer Heimatstadt - Geschichte mit allen Sinnen!

Und hier das historische Festprogramm in diversen Einzelheiten:

Freitag: 18 Uhr Festzug mit beiden verfeindeten Parteien - Vorgeplänkel im Lager

Samstag: ab 10 Uhr Lagerleben und Drill

14 - 16 Uhr Szenenspiel und Belagerung mit Kampfszenen

18 Uhr Friedensmahl mit Unterhaltungsprogramm

22 Uhr großes Feuerspectaculum

Sonntag: ab 10 Uhr Lagerleben 

14 - 16 Uhr Unterhaltungsprogramm, Bewirtung bis 20 Uhr

14.06.2004 | Netzcode: 10570322 

Kerzen für gutes Wetter 

Festzug zum Nordgautag in Vohenstrauß ein unverwechselbares Ereignis

Vohenstrauß. (asp) Langsam zieht der Geruch von Pferdeäpfeln durch die Straßen, während sich Menschenmassen auf dem Vohenstraußer Marktplatz drängen. Es ist Sonntag, kurz nach 16 Uhr. Nach nicht ganz zwei Stunden geht die größte Veranstaltung des Nordgautages zu Ende - der Festzug. 

Es war ein Ereignis der Superlative. 187 Gruppen mit 3500 Teilnehmern und nach Schätzungen der Polizei gut 10 000 Besuchern. Dazu kommen zahlreiche Polizisten, mehrere Feuerwehren, 51 Kräfte des BRK und vier Notärzte. Wohl auch wegen dieses enormen logistischen Aufwandes lief alles reibungslos. Und die Tatsache, dass Alfons Metzger, Präsident des Oberpfälzer Kulturbundes, gestern in der Kirche ein paar Kerzen angezündet hatte, machte sich scheinbar auch bezahlt: Das Wetter war perfekt. Es war aber auch ein sehr musikalischer Umzug. 35 Musikgruppen, von der Kapelle Zlaticka Stribro bis zu den "Amberger Stadtpfeiffern", umrahmten die vielen Fußgruppen. Dabei waren neben den Trachtlern auch sehr viele Ritter, Knappen und Könige hoch zu Ross unterwegs. 

In Vohenstrauß zeigte sich, wie viele mittelalterliche Festspiele es in der Region gibt. Selbst der Stadtrat der Pfalzgrafenstadt hatte sich in mittelalterliche Gewänder gehüllt. "Da kommen die Hofnarren", spöttelte dafür so mancher Zuschauer. 

Der Festspielverein Neunburg vorm Wald nutzte das mittelalterliche Auftreten für sich und "fing" entlang der Strecke vorzugsweise hübsche junge Damen ein, die dann im Wagen mitfahren mussten. Bei dem lustigen Treiben war es dann auch kein Wunder, dass sich so manch einer entlang der Strecke ein "Helau" nicht verkneifen konnte. Auf Bonbons wartete man allerdings vergebens. Dafür gab es kostenlos Eslarner und Mitterteicher Zoigl. 

Bei der historischen Parade wurde aber auch eines deutlich: Vor allem den traditionsbewussten Vereinen, gerade Eghalanda Gmoin und Trachtenvereinen, fehlt der Nachwuchs. Sicherlich gibt es auch schon Bedenken, dass die Institution "Nordgautag" irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes ausstirbt. Eine Tragödie, bedenkt man, dass gerade diese Vereine die Traditionen, und damit die Unverwechselbarkeit der Region aufrechterhalten. Wie die Entwicklung weitergeht, wird sich schon mal in zwei Jahren zeigen. Dann findet der 36. Nordgautag in Nittenau statt. 

Bildergalerie im Internet: www.oberpfalznetz.de  Netzcode 50570255

Stiber-Fähnlein beim Nordgautag

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein vertritt auch dieses Jahr wieder ihre Heimatstadt beim 35. Bayerischen Nordgautag in Vohenstrauß. Das Motto lautet "Die Oberpfalz -Land der Pfalzgrafen in der Mitte Europas". Gemeinsame Bus-Abfahrt der Teilnehmer am Sonntag 13. Juni, um 13 Uhr am Dultplatz. Der Festzug beginnt um 14.30 Uhr.

Bereits am Samstag fährt 1. Bürgermeister Gerd Geismann nach Vohenstrauß, wo im Schloss Friedrichsburg ein "Europäisches Schlossfest" über die Bühne geht. Das Stadtoberhaupt wird begleitet von geschichtlichen Gestalten der Herzogstadt: Stadtpfleger und Burgherr Albrecht Stiber mit Gemahlin Veronika Stiber (Sepp und Renate Lösch) Erasmus Sauerzapf, Hammerherr auf Hammerphillipsburg, mit Gemahlin Magdalena (Helmuth  und Ursula Singer) sowie Feldhauptmann Spänmesser mit Gemahlin Maria (Klaus und Maria Faltenbacher). 

Während 1. Bürgermeister Gerd Geismann in Vohenstrauß die Stadt Sulzbach-Rosenberg und ihre Geschichte vorstellt, lädt Albrecht Stiber ein zum diesjährigen Altstadtfest mit Historienspiel "Belagerung Sulzbachs anno 1504"

10.06.2004 | Netzcode: 10569461 

Der lange Weg zur Dreifaltigkeit 

200 Jahre Sulzbacher Fußwallfahrt nach Gößweinstein - Dokumentation von Hans Reinhardt 

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Sei gegrüßt, du große Gnadenstätte, wo die heiligste Dreifaltigkeit in besonderer Weise den Bedrängten Gnaden spendet . . ." - seit über 200 Jahren wallfahrten fromme Beter aus der Pfarrei St. Marien Sulzbach nach Gößweinstein, tragen ihre Sorgen und Nöte zu dem Gnadenort in der Fränkischen Schweiz. Auch in diesem Jahr macht sich am Freitag nach Fronleichnam eine Pilgerschar auf den Weg. 

Der Sulzbach-Rosenberger Hans Reinhardt, der selbst als 13-Jähriger im Jahr 1947 erstmals an dieser Wallfahrt teilnahm, hat persönliche Erinnerungen, wichtige historische Unterlagen und altes Fotomaterial dieser immer noch lebendigen Tradition jetzt zu einer Dokumentation zusammengefasst. 

Der Schreinermeister Johann Reinhardt, Vater von Hans Reinhardt, war in den Jahren von 1946 bis 1954 Organisator und offizieller letzter "Wallfahrtsführer" der Sulzbacher Pilger. In dieser Funktion oblag ihm die gesamte Planung, Organisation und Durchführung der Wallfahrt. Auch die Teilnehmer musste der Wallfahrtsführer selbst anwerben und den Obolus zur Bezahlung des Amtes und der Jahresmessen einsammeln. Bei den Gebeten und Gesängen während der Wallfahrt führte er Regie. 

Nach 1954, so erinnert sich Hans Reinhardt, wurde aus der dreitägigen Fußwallfahrt eine Buswallfahrt, die bis 1964 bestand. 1987 wurde die über 200-jährige Tradition wiederbelebt, und auch heuer werden sich am Freitag nach Fronleichnam (11. Juni) Gläubige aus St. Marien Sulzbach um 9 Uhr an der Dreifaltigkeitskapelle in der Schießstätte versammeln, um dann gemeinsam aufzubrechen nach Gößweinstein. 

Aus dem Nachlass seines Vaters, altem Fotomaterial, einem handgeschriebenen Wallfahrtsbüchlein usw. hat Hans Reinhardt nun eine umfassende Dokumentation über 200 Jahre Fußwallfahrt nach Gößweinstein zusammengestellt. Zusammen mit der Jubiläumsschleife zum Hundertjährigen (1802 - 1902), die das Wallfahrt-Tragebild zierte, überreichte er alle Unterlagen jetzt im Pflasterzollhaus an Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer und Stadtpfarrer Walter Hellauer.

 "Wichtiger Baustein" 
Markus Lommer nannte diese Dokumentation, die übrigens der 76-jährige Josef Reinhardt aus Hirschau (Bruder von Hans Reinhardt) am Computer überarbeitete und auf CD abspeicherte, einen "wesentlichen Baustein in der Fortschreibung der Sulzbacher Pfarrgeschichte". Gerade die letzten hundert Jahre in der Pfarrei St. Marien seien nur sehr spärlich dokumentiert. Auch Pfarrer Hellauer zeigte sich sehr erfreut über diesen hoch interessanten Beitrag zum Pfarrarchiv. 

Tragebild verschollen 
Hans Reinhardt hatte übrigens auch das originale Wallfahrer-Tragebild aus den Anfängen der Wallfahrt 1966 restauriert und in der Pfarrkirche aufgestellt. Leider wurde es bei der Kirchenrenovierung aus dem Gotteshaus entfernt und ist seitdem verschollen. Wer etwas über seinen Verbleib weiß, sollte sich mit dem Kath. Pfarramt St. Marien (Tel. 4641) in Verbindung setzen. 

Die erste schriftliche Erwähnung der Sulzbacher Fußwallfahrt nach Gößweinstein nennt auf der noch vorhandenen Jubiläumsschleife das Jahr 1802. Stadtheimatpfleger Lommer geht aber davon aus, dass die Anfänge der Wallfahrt zurück reichen in das frühe 18. Jahrhundert.

Von Sepp Lösch | 09.06.2004 | Netzcode: 10568966 

Amberger vor Sulzbachs Mauern 

Belagerung der Stadt im Landshuter Erbfolgekrieg 1504: Historisches Spiel zum Altstadtfest 

Sulzbach-Rosenberg. ". . . 9000 Mann aus Böhmen und wohl 6000 Amberger Leut' wollten stürmen die Sulzbacher Mauern . . . der brave Stiber aber wollt' nit weichen und hat die Stadt wohl bewehrt . . ." Ein packendes Kapitel der Sulzbacher Stadtgeschichte wird heuer zum Altstadtfest aufgeschlagen: Das Stiberfähnlein schildert die Belagerung der Stadt im Landshuter Erbfolgekrieg im Rahmen eines farbenprächtigen Historischen Schauspiels auf der Schanz hinter dem Pflasterzollhaus. 

Exakt 500 Jahre nach dem damaligen blutigen Geschehen (die Belagerung Sulzbachs durch Amberger und deren Hilfstruppen aus Böhmen fand im Sommer 1504 statt) werden die Gegenspieler von einst wieder lebendig, stehen sich als Protagonisten einer spannenden Episode Heimatgeschichte wiederum die "Feinde" von Angesicht zu Angesicht gegenüber. 

Seit Monaten strickt das Stiber-Fähnlein an diesem Festspiel, das nun zum diesjährigen Altstadtfest am 25. und 26. Juni aufgeführt wird. Die ersten Proben auf der Schanz sind schon gelaufen, die Regie hat der aus Sulzbach-Rosenberg stammende Regisseur Michael Ritz übernommen. Den Ambergern dürfte Ritz noch als Winterkönig Friedrich von der Pfalz aus dem Jahr 2003 in guter Erinnerung sein. 

Das Stück stammt aus der Feder von Sepp Lösch, der im Spiel auch die Rolle des Sulzbacher Pflegers und Stadthauptmanns Albrecht Stiber übernimmt. Die Verknüpfung der einzelnen Szenen übernimmt als "Chronist Christoph Friermann" (Peter Schwemmer), der seine Sprecher-Texte selbst verfasst hat. Für Umsetzung und Spielablauf zeichnet Maria Faltenbacher verantwortlich. 

Am Freitag "Vorspiel" 
Das szenische Spiel aus dem Landshuter Erbfolgekrieg ist in zwei Teile gegliedert: Bereits am Freitag, 25. Juni, wird es nach der offiziellen Eröffnung des Altstadtfestes gegen 19 Uhr an der Schanz ein "Vorgeplänkel" geben. 

Das Publikum wird dabei mit den verfeindeten Parteien und dem geschichtlichen Hintergrund vertraut gemacht, erlebt die Übergabe des Feindbriefes durch den Amberger Vicedomus Ludwig von Eyb an den Sulzbacher Pfleger und Stadthauptmann Albrecht Stiber mit und wird Augenzeuge der Vorbereitungen zur großen Belagerung und Abwehrschlacht auf beiden Seiten. 

Am Samstag, 26. 6., beginnt dann um 14 Uhr das etwa zweistündige Historische Spectaculum um die Belagerung Sulzbachs anno 1504. Dabei erleben die Zuschauer die direkte Konfrontation der Feindparteien, die vergeblichen Unterhandlungen, die stürmischen Angriffe auf die Stadt, die immer wieder zurückgeschlagen werden. 

Ende mit Friedensmahl 
Als schließlich nach Wochen des Kämpfens, in die sich auf Sulzbacher Seite auch Hilfstruppen aus Nürnberg eingeschaltet haben, Kaiser Maximilian mit einem großen Heer auf dem Weg nach Bayern ist, geben die pfälzischen Belagerer auf. Der "Krieg um Sulzbach" endet mit einem gemeinsamen fröhlichen Friedensmahl vor den Toren der Stadt (auch diese Begebenheit ist historisch verbürgt und wird nachgespielt). 

Zehn sprechende Rollen und eine Vielzahl weiterer Darsteller, die kämpfende Truppen, Ratsherren, Bürger und Bauern usw. verkörpern, hauchen dem Spiel Leben ein. Der Eintritt ist frei, wer schnell ist, bekommt die besten Plätze. Für Freunde der Heimatgeschichte ist der "Landshuter Erbfolgekrieg" beim Altstadtfest 2004 in Sulzbach-Rosenberg ein Pflichttermin!

Bildunterschriften:
Dirigiert die angreifenden Truppen: Ritter Kaspar von Irlbeck (Jörg Pickelmann von Cantus Ferrum Amberg) beim Hellebardendrill mit seinen Söldnern auf dem Festspielplatz
Bühnenprofi Regisseur Micheal Ritz studiert das Stück ein. Hier im Gespräch mit tragenden Rollen auf sulzbacher Seite: Feldhauptmann Spänmesser (Klaus Faltenbacher), Büchsenmeister Erasmus Sauerzapf (Helmuth Singer), Ratsherr (Hans Ostermann), Stadthauptmann Albrecht Stiber (Sepp Lösch). Rechts hinten Chronist Friermann (Peter Schwemmer) mit Maria Faltenbacher (Umsetzung und Choreografie).

24.05.2004 | Netzcode: 10561838 

Nach 400 Jahren eine neue Brücke 

Stiber-Fähnlein übergibt sein jüngstes Werk am Rosenberger Hammer an die Öffentlichkeit 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Ein Jahr lang hoben fleißige Leute in Rosenberg am Hammer Erde aus, zogen Mauern und errichteten Granit-Steinsäulen nach alter Art. Jetzt hat das "Stiber-Fähnlein" sein jüngstes Werk vollendet: Das Hammerbrückerl darf nach seiner offiziellen Übergabe an die Bevölkerung besichtigt und überschritten werden. 

Zu diesem Anlass hieß Klaus Faltenbacher, 1. Vorsitzender des "Stiber"-Fähnleins", am Samstag auch Vertreter des Patenvereins aus Cadolzburg und "Magdalena Sauerzapf", die frühere Hammerherrin, willkommen. Bei der 750-Jahr-Feier in Rosenberg reifte nach seinen Worten die Idee, das kleine Brücklein, das schon auf der Vogel'schen Karte von 1603 eingezeichnet war, als stattliche Brücke wieder erstehen zu lassen. 

Hilfreiche Partner 
"Es ist ein schönes Projekt gemeinschaftlicher Arbeit geworden", freute sich Faltenbacher. Die Arbeiten liefen in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Das Architekturbüro Landgraf, Stadtbauamt und Bauhof sowie die Firmen Thomas Honold, Otto Balleisen und Holzbau Steger leisteten immer gute und oft kostenlose Unterstützung. Ganz besonders hob Faltenbacher jene "Stiberer" hervor, die schon fast an der Brücke gewohnt haben, allen voran Stefan Sigl, Hans Aufschneider, Heinz Presl und Hans Ostermann. Nicht vergessen wurden auch die Familien Bayer und Emmerich von der Hammerphillippsburg sowie der Gartenbesitzer Josef, die für die Arbeiter nicht nur gute Worte, sondern auch mal eine handfeste Brotzeit übrig hatten. 

"Diese Brücke verbindet die Geschichte mit der Zukunft", meinte 1. Bürgermeister Gerd Geismann. Er hoffte, dass viele Menschen auf dem Rosenpfad zum Hammer finden, um somit die Arbeit des Stiber-Fähnleins zu honorieren. 

Pfarrer Dr. Roland Gierth und Pfarrer i. R. Lorenz Hägler segneten anschließend die Brücke, "damit sich auf ihr die Menschen begegnen". Mit den Worten "Wir schreiten vorwärts, nimmer zurück" und der "Taufe" übergaben Burgherr Albrecht Stiber alias Sepp Lösch, Bürgermeister Gerd Geismann und Stiber-Chef Klaus Faltenbacher das Bauwerk seiner Bestimmung. Die Bergknappen spielten dazu auf.

Nachmittags lud das Stiber-Fähnlein zum Verweilen im neuen Pavillon ein und bot dazu ein kleines Programm, unter anderem mit historischen Tänzen. 

Als eine Station des Rosenpfades wird das Hammerbrückerl, so hoffen seine Erbauer, viele Besucher aus nah und fern anlocken. Und damit es auch wirklich eine "echte" Brücke wird, haben sie den Rosenbach eigens angezapft. Ein hölzernes Wasserschöpfrad sorgt für ständig frischen Wassernachschub, und bald werden am Brückenrand wunderschöne Rosen erblühen.

24.05.2004 | Netzcode: 10561839 

Herrschaftliches Haus und Nachttopf-Fabrik 

Episoden aus der Historie der Hammerphilippsburg

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Am Rande der Einweihung des Hammerbrückerls wartete Stadtarchivar Johannes Hartmann mit einigen interessanten Details aus der Geschichte der Hammerphilippsburg auf. 

Erstmals taucht der Hammer im Jahr 1366 in den Aufzeichnungen auf. Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde das Anwesen 1504 geplündert. Nach einigen Erbschaftsstreitigkeiten brachte der Sulzbacher Pfalzgraf Christian August den Hammer 1655 in seinen Besitz. 

Zur Renovierung des Schlößchens, das das Heiratsgut der Gattin des Pfalzgrafen beherbergen sollte, wurden Steine der Ruine der Rosenburg verwendet. Das 1656 entstandene herrschaftliche Gebäude erhielt den Namen Hammerphilippsburg. Vermutlich stand dabei Philipp, der Bruder Christian Augusts, "Pate". 

1752 ließ der bayerische Kurfürst Karl Theodor im Rosenberger Hammer eine Fayencen-Fabrik einrichten. Sie stellte Kaffee-, Tee- und Speiseservices, Vasen, Schreibzeug oder auch Nachttöpfe her. Allerdings hatte der Betrieb nur 20 Jahre Bestand. 

Ab 1789 wurde das Anwesen als Papiermühle genutzt. Nach mehreren Besitzerwechseln verkam das einstmals eindrucksvolle Gebäude zusehends. 1968 fiel die Philippsburgs schließlich der Spitzhacke zum Opfer.

24.05.2004 | Netzcode: 10561846 

Nicht nur für Lokalpatrioten 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Anlässlich der Eröffnung des Rosenpfades hat Josef Windmeisser, Inhaber des Uhrenfachgeschäftes Blendinger in Rosenberg, einen Bierkrug und eine Armbanduhr kreiert. 

Beide ziert das Rosenberger Wappen; die Uhr gibt es mit weißem oder gelbem Ziffernblatt. Die beiden Stücke dürften bei Sulzbach-Rosenberger Heimatfreunden einen guten Zuspruch finden.

Ab sofort sind sie dauerhaft erhältlich. 
Windmeisser überreichte 1. Bürgermeister Gerd Geismann den Krug und Sepp Lösch die Armbanduhr. Stadtoberhaupt und Burgherr zeigten sich von seinen Werken angetan.

24.05.2004 | Netzcode: 10561845 

Pfad mit "rosigen" Aussichten 

Kulturgeschichtlich-botanischer Spaziergang als neue Attraktion für Rosenberg 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) "Oh, wer um alle Rosen wüsste, die rings in stillen Gärten stehn - oh, wer um alle wüsste, müsste wie im Rausch durchs Leben gehen", dichtete Christian Morgenstern. Er hätte seine Freude an Rosenberg gehabt, denn nicht alle, aber viele Rosen gibt es auf dem neu eröffneten Rosenpfad zu sehen. Der kulturgeschichtlich-botanische Spaziergang verspricht, eine weitere touristische Attraktion zu werden. 

Von einem "positiven Zeichen" sprach 1. Bürgermeister Gerd Geismann bei der Einweihung und Eröffnung an der Herz-Jesu-Kirche. "Der Pfad verbindet Sehenswürdigkeiten und historische Begebenheiten auf wunderbare Weise." Für die Initiative dankte er Sepp Lösch, der auch mit fachkundiger und humorvoller Feder die Texte des Begleithefts verfasst hat. 

"Das Herz geht einem auf"  
"Wenn man die Broschüre liest, geht einem das Herz auf", lobte das Stadtoberhaupt. Da werde Besinnliches und Vergnügliches verbunden. Neben einem historischen Überblick und Erklärungen der Stationen findet der Leser eine Sage und literarische Zitate rund um die Rose. Erhältlich ist das Heft bei der Kulturwerkstatt. 

Viele Gäste, darunter die Vertreter einiger Vereine, zeigten das tiefe Zusammengehörigkeitsgefühl in Rosenberg. Geismann dankte auch Fred Tischler, Leiter der Kulturwerkstatt, von dem die Idee zu diesem Rundweg stammt, und der Firma "OP4D", die Schilder und Broschüre gestaltet hat. 

Für die sehr gute Zusammenarbeit dankte Sepp Lösch den beteiligten städtischen Einrichtungen, allen voran dem Bauhof und der Stadtgärtnerei. "Weil auf unserem Lebensweg mehr Rosen blühen sollten, wollten wir auf diesem Weg einen Teil dazu beitragen". Von nun an sind Einheimische und Gäste eingeladen, sich auf die Wanderschaft durch die bewegte Geschichte Rosenbergs zu begeben. 

Schon "Unterrichtsstoff" 
Die Schulen haben den Pfad schon in den Heimat- und Sachkundeunterricht aufgenommen. Er bietet neben historischen Informationen natürlich auch botanische Spezialitäten. Hier werden die Schilder noch angebracht, da für den Herbst Nachpflanzungen nötig sind. Kenner dürfen sich auf Wildrosen, Englische Rosen und Raritäten wie die Rambler-Rose freuen. Pfarrer Winfried Larisch und Pfarrer Dr. Roland Gierth segneten gemeinsam den Pfad, "der Geschichte vermittelt". Durch solche touristischen Ideen werde die Lebensqualität der Menschen verbessert. 

Anschließend schritten die Gäste, angeführt vom Stiber-Fähnlein, noch einige Stationen ab, an denen Sepp Lösch kurze Erläuterungen gab. Und alle künftigen Besucher mahnt Friedrich von Bodenstedt:

 "Der Rose süßer Duft genügt Man braucht sie nicht zu brechen Und wer sich mit dem Duft begnügt Den wird ihr Dorn nicht stechen."

20.05.2004 | Netzcode: 10560742 

Rosenpfad und Brücke 

Samstagvormittag gleich zwei Festakte in Rosenberg

 Sulzbach-Rosenberg. (lö) Rosenberg bekommt einen Rosenpfad - am kommenden Samstag, 22. Mai, besteht gleich zweifacher Grund zum Feiern für den Stadtteil rund um den Schlossberg, denn um 10 Uhr wird der nun fertig gestellte "Rosenpfad", ein kulturgeschichtlich-botanischer Spazierweg durch Rosenberg, eröffnet, anschließend um 11 Uhr das historische Hammerbrückerl seiner Bestimmung übergeben. Das Hammerbrückerl bei der Hammerphilippsburg reiht sich als jüngstes Glanzstück in die Reihe der vom Stiberfähnlein in ehrenamtlicher und unentgeltlicher Arbeit sanierten Bau-Denkmäler ein. Das "Hammerbrückerl" ist eine der 13 Stationen des neuen "Rosenpfades", der als kulturgeschichtlich-botanischer Spazierweg alle Sehens- und Denkwürdigkeiten von Rosenberg erschließt. Es wird also schon ein kleines Fest geben, wenn am Samstag, 22. Mai, in Rosenberg der Rosenpfad und das Hammerbrückerl gemeinsam eröffnet werden. Um 10 Uhr lädt Bürgermeister Gerd Geismann an Station 1 (Herz-Jesu-Kirche) zur Übergabe des Rosenpfades ein. Die Gäste sind eingeladen, anschließend über einige zentral gelegene Stationen im "Dorf" das Hammerbrückerl anzusteuern, wo um 11 Uhr die sanierte Brücke ihrer Bestimmung übergeben wird. Das Stiberfähnlein sorgt hier für ein kleines Rahmenprogramm, und es gibt Brotzeiten und Bier, am Nachmittag auch Kaffee und Kuchen im neuen historischen Pavillon der Gruppe. Die Bevölkerung ist zum Besuch beider Veranstaltungen eingeladen.

19.05.2004 | Netzcode: 10560233 

"Sofort Frieden ohne Gegenleistung" 

Vor 500 Jahren: Sulzbachs erfolgreiche Verteidigung gegen Amberg - Armin Binder sprach 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Die Herzogstadt kann in diesem Jahr wieder einmal ein historisches Ereignis feiern: Vor 500 Jahren widersetzte sich die Stadt erfolgreich ihrer Belagerung im Landshuter Erbfolgekrieg. Das Stiber-Fähnlein begeht dieses Jubiläum mit einer ganzen Veranstaltungsreihe. 

Den Auftakt bildete der historische Vortrag "Belagerung Sulzbachs - Der Stüber sprach: Da thut nicht fliehen" von Armin Binder. Mit Auszügen aus Triermanns Reimchronik ließ er die Geschichte wieder lebendig werden. 

Der Funke, der den Landshuter Erbfolgekrieg entzündet, ist der 1. Dezember 1503: Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut stirbt und hinterlässt seiner Tochter Elisabeth und ihrem Mann Ruprecht von der Pfalz entgegen dem Reichsrecht der Wittelsbacher sein Erbe. Daraufhin erhebt Herzog Albrecht IV. von Bayern-München seinen Anspruch bei Kaiser Maximilian und erhält Recht. 

Stibers Söhne aktiv 
Es kommt zum Konflikt zwischen München und Landshut. Sulzbach gehört zu Beginn des Krieges zum Herzogtum Bayern-München, Amberg ist Nebenresidenz der pfälzisch-wittelsbachischen Kurfürsten. 

Seit 1502 ist in Sulzbach Albrecht Stiber als Landrichter und Pfleger tätig. Er stirbt am 8. August 1504. Während des Kriegs übernehmen die Söhne Sebald und Sebastian die Ämter. 

Seit Mai 1804 kommt es in zwischen Sulzbach und Amberg schon zu zahlreichen Konflikten um verschiedene Dörfer. Die Truppen aus Nürnberg, das mit Albrecht einen Allianzvertrag geschlossen hatte, haben bis Anfang Juli 1504 das Nürnberger Landgebiet bis Sulzbach erobert, so dass hier keine Feindseligkeiten mehr drohen.

 Am 11. August stehen 5000 Mann der Pfälzer vor Schwandorf, Sulzbach soll als Ausgangspunkt für Einfälle in das Nürnberger Gebiet erobert werden. 

Am 28. August taucht dann Amberg oder besser gesagt ein pfälzisch-böhmisches Heer von Landsknechten, mit zwei Wagenburgen auf dem Galgenberg auf. Die Pfälzer boten bereits am ersten Tag friedliche Übernahme an, Stiber lehnte ab. Daraufhin wurde die Stadt beschossen. Die Entfernung war aber zu weit. Sulzbach wurde durch Stadtmauer mit Graben geschützt und über den Wehrgang verteidigt.

Kalk und heißes Wasser 
Die Sulzbacher hatten vermutlich kleinere Geschütze und Hakenbüchsen, wussten sich aber auch anders zu helfen: Spitze Fußeisen, Kalk und heißes Wasser aus den Brauhäusern wurde auf die Feinde gegossen. 

Die Belagerer konnten dagegen schwerere Geschütze auffahren: Mit den Scharfmetzen konnten 50 bis 70 Pfund schwere Eisen- und Steinkugeln verschossen werden. Die Schanze zum Schutz verlief vermutlich beim heutigen Kindergarten An der Allee. 

Die Sulzbacher konnten in einem Überraschungsangriff am 31. August die Schanze zwar erobern, waren aber so sehr damit beschäftigt, den Gefallenen die Rüstungen auszuziehen, dass sie den Gegenangriff der Amberger zu spät bemerkten. Etwa 70 Soldaten beider Parteien fielen. 

Hilfe unterwegs 
Die Sulzbacher aber gaben nicht auf, nahte doch Rettung: Am 31. August beschlossen Nürnberg und die Markgrafschaft Brandenburg, Sulzbach zu Hilfe zu eilen. Am 2. September kamen schon erste Reiter in der Stadt an - die Belagerer hatten keinen Ring um die Stadt gezogen. 

Am 4. September schließlich boten die Belagerer sofortigen Frieden und Abzug ohne Gegenleistung an: Sulzbach nahm an, das Ganze wurde mit großem Friedensmahl besiegelt. Sulzbach hatte sich erfolgreich verteidigt! Dafür gab es einen weiteren Grund: Das Bundesheer unter dem Kaiser und Herzog Albrecht war aufgebrochen, um sich zur Rettung Sulzbachs mit Nürnberg und Brandenburg zu vereinen. Für die Pfälzer war das eine zu große Übermacht und sie suchten so schnell wie möglich das Weite. 

Damit war der Krieg aber noch nicht vorbei: Am 12. September wurden die Böhmen nördlich von Regensburg vernichtend geschlagen. Auch zwischen Sulzbach und Amberg brach der Kleinkrieg wieder aus. Am 13. April 1505 erließ der Kaiser ein allgemeines Friedensgebot. Im Zuge der Aufteilung von Georgs Erbe kam Sulzbach zum neugeschaffenen Fürstentum Pfalz-Neuburg.

Bildunterschriften: 
Über die umfangreiche Waffenausstellung des Stadtmuseums und von "Gernots Gefolge" freute sich auch der Stiber Vorsitzende Klaus Faltenbacher.

"Auch heute zählen noch nur Siege, Kriegsgewinne machen Menschen immer noch reich über Nacht", gab Armin Binder zu bedenken.

"allerley Tänze" spielte das Blockflötenensemble der Berufsfachschule für Musik und entführte damit musikalisch ins ausgehende Mittelalter.

18.05.2004 | Netzcode: 10559666 

Rosen umranken Rosenbergs Geschichte 

Am Samstag, 22. Mai, Doppelfest in Rosenberg: Übergabe des Rosenpfades und des Hammerbrückerls 

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Sulzbach hat seinen Bergbaupfad, und Rosenberg bekommt einen Rosenpfad - am kommenden Samstag, 22. Mai, besteht gleich zweifacher Grund zum Feiern für den Stadtteil rund um den Schlossberg, denn um 10 Uhr wird der nun fertig gestellte "Rosenpfad", ein kulturgeschichtlich-botanischer Spazierweg durch Rosenberg, eröffnet, anschließend um 11 Uhr das historische Hammerbrückerl seiner Bestimmung übergeben. 

Das Hammerbrückerl bei der Hammerphilippsburg reiht sich als jüngstes Glanzstück in die Reihe der vom Stiberfähnlein in ehrenamtlicher und unentgeltlicher Arbeit sanierten Bau-Denkmäler ein. 

In über einjährigem Einsatz haben freiwillige Helfer aus der Historischen Gruppe unter Leitung ihres Vorsitzenden Klaus Faltenbacher das fast nicht mehr sichtbare Brückenbauwerk aus dem Mittelalter wieder freigelegt und Zug um Zug saniert.

Selbstverständlich geschah das alles in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und den zuständigen Behörden der Stadt. Dankenswerter Weise stellten auch etliche hiesige Firmen Maschinen und Material in den Dienst der guten Sache. 

Jetzt wölbt sich das Hammer-Brückerl klein, aber fein wieder über einer Wasserfläche (dazu wurde der Rosenbach "angezapft", ein hölzernes Wasserschöpfrad, das allein schon sehenswert ist, sorgt für ständig frischen Wassernachschub) und am Brückenrand werden bald Rosen erblühen. 

Station des Pfades 
Auch das hat seinen guten Grund, ist doch das "Hammerbrückerl" eine der 13 Stationen des neuen "Rosenpfades", der als kulturgeschichtlich-botanischer Spazierweg alle Sehens- und Denkwürdigkeiten von Rosenberg erschließt. 

Die Idee zu diesem Rundweg stammt aus der städtischen Kulturwerkstatt, Wegführung, Gestaltung und die Texte für eine ausführliche Begleitbroschüre hat Sepp Lösch erarbeitet, der auch in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei die Rosen auswählte, die künftig an den Stationen dieses Pfades blühen werden.

 Rosenfreunde werden darunter robuste und blühfreudige Wildrosen, remontierende (also öfter blühende) Rosen, Englische Rosen und auch Raritäten wie die Rambler-Rose entdecken, jenen "Himmelsstürmer" unter den Rosen, der ihn wenigen Jahren eine ganze Baumkrone in ein Blütenmeer verwandeln kann. 

Die Besucher des Rosenpfades finden an jeder Station eine Tafel vor, die die jeweilige Sehenswürdigkeit beschreibt, außerdem ein Hinweisschild mit den wichtigsten botanischen Angaben zur gepflanzten Rose. 

Die Aufstellung übernahm der städtische Bauhof. Eine informative Weg-Broschüre (sie stammt wie die optisch sehr ansprechenden Schilder von der Firma op4design Hiltl) unterrichtet den Besucher des Rosenpfads nicht nur über die Geschichte des Ortes Rosenberg und die kulturgeschichtliche Bedeutung der Rose, sondern stellt alle Stationen und Denkmäler (die Kirchen, den Hammer, die Maxhütte, die Mühlen, Rathaus, Wirtshaus- und Braugeschichte usw.) ausführlich vor. Aphorismen und Lyrik zum Thema Rose und die Sage vom "Geigerpumperl" runden den informativen Teil ab.

Gemeinsame Eröffnung 
Es wird also schon ein kleines Fest geben, wenn am Samstag, 22. Mai, in Rosenberg der Rosenpfad und das Hammerbrückerl gemeinsam eröffnet werden. 

Um 10 Uhr lädt Bürgermeister Gerd Geismann an Station 1 (Herz-Jesu-Kirche) zur Übergabe des Rosenpfades ein. Die Gäste sind eingeladen, anschließend über einige zentral gelegene Stationen im "Dorf" das Hammerbrückerl anzusteuern, wo um 11 Uhr die sanierte Brücke ihrer Bestimmung übergeben wird. 

Das Stiberfähnlein sorgt hier für ein kleines Rahmenprogramm, und es gibt Brotzeiten und Bier, am Nachmittag auch Kaffee und Kuchen im neuen historischen Pavillon der Gruppe. Die Bevölkerung ist zum Besuch beider Veranstaltungen eingeladen.

Montag, 17. Mai 2004

Bäuerlich und höfisch

Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" in Regensburg

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Tanz mit mir - die Regensburg-Arcaden in Bewegung": So lautete eine Einladung des Regensburger Einkaufszentrums, die auch die Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein auf offene Ohren traf.

Und so machte sich eine stattliche Abordnung mit acht Tanzpaaren und "Tross" auf den Weg in die Donaustadt, um in der Veranstaltungsreihe "Tanz mit mir" der Arcaden, einen Abend mit historischen Tänzen aus Mittelalter und Renaissance beizusteuern.

Schon mit ihren malerischen Gewändern erregte die Abordnung aus der Herzogstadt Aufsehen, und die Tanzdarbietungen (sie reichten von bäuerlichen bis zu höfischen Tanzformen) fanden ein sehr aufmerksames und dankbares Publikum.

Passende musikalische Begleitung mit mittelalterlichen Klängen steuerte die befreundete Gruppe "amici musicea antiqua" aus Pirk bei Weiden bei, die heuer auch beim Sulzbach-Rosenberger Altstadtfest ihren Part im Historischen Heerlager der "Stiber" übernehmen wird.

Die Arcaden feierten den Auftritt von "Laetissime Saltemus" als "besonderes Highlight", und die Herzogstädter versäumten es nicht, am Rande ihres Auftritts kräftig für Sulzbach-Rosenbergs Kultur- und Freizeitangebot, vor allem auch für das vorstehende Altstadtfest, die Werbetrommel zu rühren.

Freitag, 14. Mai 2004

Historische Waffen

Anschauungsmaterial zum Vortrag über Belagerung

Sulzbach-Rosenberg. (ll) Über die Belagerung Sulzbachs im Jahre 1504 hält heute Abend um 19.00 Uhr Armin Binder einen Vortrag in der Berufsfachschule für Musik. Dabei steht "Triermannns Reimchronik" im Mittelpunkt, die von dem Helden der Geschichte berichtet: "Der Stüber sprach: Da thut nicht fliehen". Der Vortrag wird vom Blockflötenensemble der Berufsfachschule mit Musik "von allerley Tänzen" umrahmt.

Einlass ist bereits ab 18.00 Uhr. Im Vorraum besteht dabei Gelegenheit, Sulzbacher Waffen aus dem Stadtmuseum und Gernots Gefolge mit Waffen-Repliken aus ddem 30-jährigen Krieg zu bestaunen. Darunter sind etwa Wallbüchsen aus dem 16. Jahrhundert, die zur Verteidigung auf Burg- und Stadtwällen verwendet wurden.

Starker Rückstoß
Die Vorderlader vom Kaliber 22mm hatten einen achteckigen Lauf, der etwa einen Meter lang war. Die Gesamtlänge der Büchsen betrug zwischen 150 und 180 Zentimeter. Sie waren am hinteren Ende des Laufs mit einem senkrecht angebrachten Haken versehen, der ins Mauerwerk gesteckt wurde, um den starken Rückschlag besser abfangen zu können.

Samstag, 8. Mai 2004

Ein Stiber hält stand gegen alle Angriffe

Vortrag erinnert an Belagerung Sulzbachs vor 500 Jahren

Sulzbach-Rosenberg. (ll) Einer der unbestrittenen Höhepunkte der Geschichte der Herzogstadt jährt sich heuer zum 500. Mal: die Belagerung Sulzbachs im Jahr 1504. Diesem Ereignis widmet sich am kommenden Freitag, 14. Mai. das Stiber-Fähnlein mit einer Vertrags- und Schauveranstaltung. 

In Erinnerung an den Namensgeber der Historischen Gruppe Haupmann Albrecht Stiber, der die Stadt gegen eine starke Übermacht von Ambergern und Böhmen erfolgreich verteidigte, spricht Armin Binder an diesem Abend im Saal der Berufsfachschule für Musik über den Landshuter Erbfolgekrieg mit dem Schwerpunkt ,,Belagerung Sulzbachs - Der Stüber sprach: Da thut nicht fliehen" (Auszüge aus Triermanns Reimchronik). 

Den passenden musikalischen Rahmen liefert das Blockflöten-Ensemble der Berufsfachschule mit ,,allerley Tänzen" der Renaissance, begleitet von Trommel, Tamburin und anderem Schlagwerk. Mitwirkende sind Lena Riedlinger, Denise Schulz, Viola Wenk und Margarete Wittenberg (Leitung). 

Ab 18 Uhr ist im Vorraum eine Ausstellung Sulzbacher Waffen des Stadtmuseums und Gernots Gefolge mit Waffen-Repliken aus dem 30-jährigen Krieg zu bewundern. 

Der Eintritt kostet drei Euro. Karten gibt es im Vorverkauf bei der SRZ und an der Abendkasse.

01.04.2004 

Netzcode: 10537725 Oberpfalznetz

Ostermarkt in Kastl 

Schützengesellschaft bietet ein großes Programm 

Kastl. (jp) Ein großes Programm bietet die Schützengesellschaft Kastl zum ersten Kastler Ostermarkt am Wochenende anlässlich der 500-Jahr-Feier in diesem Jahr. 

Von den fleißigen Mitgliedern des örtlichen Vereins für Gartenbau und Landespflege wird der Brunnen auf dem historischen Marktplatz mit bunten und reichhaltigem Osterschmuck verziert.

 Am Samstag eröffnet um 13 Uhr der Ehrenschirmherr, Bürgermeister Stefan Braun den Ostermarkt. Eine Stunde später gibt es ein Standkonzert des Kastler Jugendblasorchesters, das anschließend vom Musikverein aus Lauf abgelöst wird. 

In einem Pavillon der Volksschule wird zusammen mit der Turngruppe des TuS Kastl für Kinder und Erwachsene die Möglichkeit geboten, Ostereier zu bemalen. In einem weiteren kleinen Zelt sorgen sich die Mitglieder der Jubelschützen um das leibliche Wohl der Gäste. 

Die Kolpingfamilie bietet Waffeln und heiße Schokolade an, die Ortsgruppe des Bundes Naturschutz hat einen Infostand errichtet und von der Bücherei wird Lesestoff zum Verkauf angeboten. 

"Ostersuppe" und Getränke sowie Bastelarbeiten gibt es beim Stiber-Fähnlein aus Sulzbach, das den Markt ebenfalls bereichert.

 Mit eigenen Ständen vertreten sind die Kastler Gastronomie sowie die örtlichen Metzger- und Bäckereien, die ebenfalls für die Gaumenfreuden der Besucher sorgen. 

Ein ganz besonders erlesenes Getränk soll der "Schützenkaffee" sein, der mit Kuchen serviert wird. Am Sonntag ab 14 Uhr treten die Humoristen des Kultur-Kastl auf, um entsprechende Schnaderhüpfl'n über den Jubelverein der Schützen zum Besten zu geben. 

Ab 15 Uhr ist der Heimat- und Volkstrachtenverein "7-Lillien" an der Reihe, der mit Schuhplatt'n und Goislschnalz'n die Gäste erfreut. Die Schützenausstellung im Rathaussitzungssaal ist noch bis einschließlich Sonntag, ab 11 Uhr, geöffnet.

Donnerstag, 11.März 2004

Gastlichkeit mehr herausheben

Sulzbach-Rosenberger Stand auf der Touristik-Messe ein Erfolg - Amberg einbeziehen

Sulzbach-Rosenberg/Nürnberg. (kök) Eine überaus positive Bilanz zogen 1. Bürgermeister Gerd Geismann und Kulturamtslejter Fred Tischler: Die Stadt Sulzbach-Rosenberg hatte sich mit der Werbegemeinschaft Sulzbacher Bergland auf der Nürnberger Messe für Freizeit, Garten und Touristik am Stand des Amberg-Sulzbacher Landes den Besuchern aus der ganzen Welt präsentiert.

Am letzten Wochenenden zogen die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein sowie das Stadtoberhaupt in ihren Kostümen die Blicke der Besucher auf sich. Die Männer und Frauen arbeiteten an einem Stickband mit Stickmustervorlagen aus verschiedenen Jahrhunderten nach dem Buch von Angelika Walter

Außerdem war auch ihr "Paganini" dabei, der alte Holzinstrumente baute, mit deren Klängen die Stiberer die Besucher dann auch gleich an ihren Stand lockten. Da machte sogar "Karl IV' alias "Ludwig I. " auf seinem Weg nach Prag noch einmal Halt, um sich über das Sulzbacher Bergland genauer zu informieren, Sulzbach war ja während seiner Zeit die Hauptstadt Neuböhmens.

Gerade die Nachfrage nach kulturellen Veranstaltungen und dem Bereich Gastlichkeit und Gastronomie sei enorm gewesen, fasste Tischler zusammen. Dieses Jahr sei der Stand sehr gut mit Informationsmaterial bestückt gewesen, erklärte Susanne Hiltl, die Sulzbach-Rosenberg auf der Messe vertreten hatte. 

Das Hauptpotential für Sulzbach-Rosenberg liege im Tagestourismus, so Tischler, deshalb sei diese Messe so wichtig, auch wegen unserer Nähe dank des Nahverkehrsraums VGN, zu dem wir ja gehören und zur Metropolregion Nürnberg. Es habe sich bestätigt, dass der Trend zum Städtetourismus hingehe. "Hier müssen wir uns zwischen dem Fränkischen und dem Oberpfälzer Seenland Positionieren", so Geismann. 

Gerade der historische Bereich wie die Goldene Straße müssten noch stärker vermarktet, auch die Stadt Amberg stärker einbezogen werden. Geismann lobte das Engagement Tischlers, der genau diesen Trend schon lange erkannt und seine Arbeit dementsprechend ausgerichtet habe, und die Arbeit der historischen Gruppe Stiber-Fähnlein. In den nächsten Jahren sei es wichtig, den Bereich Gastlichkeit noch stärker herauszuheben, "hier müssen alle zusammen helfen!" 

Nischen müssten besetzt werden, die Vielfalt sei bereits da, nur gelte es, die Stärken gemeinsam auszunutzen: "Wir müssen als Amberg-Sulzbacher Bergland für den gesamten Raum werben, das ist unsere Stärke, als Einzelkämpfer gehen wir doch auf diesem riesigen Markt unter".

Flexibilität und der feste Zusammenhalt der Gemeinden seien das Erfolgsrezept für die Zukunft, nicht nur, aber auch besonders im Tourismus.

Fragen oder Kommentare
zu dieser Website an: 
Webmaster
powered-by.gif (1894 Byte)
Copyright © 2001-05
HG Stiber Faehnlein
Stand: 25. April 2016     

ST3
ST2

  Stiber-Fähnlein auf Facebook            

      

 

 
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.