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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

29.12.2005 | Netzcode: 10811706

Nach der Mauer nun der Wal l

Sanierung der mittelalterlichen Wehranlagen schreitet fort - Wallmauer an der Allee wird gesichert

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Erbe verpflichtet! Eine Stadt wie Sulzbach-Rosenberg mit umfangreichen baulichen Hinterlassenschaften aus früheren Jahrhunderten weiß davon ein Lied zu singen. Denkmalpflege und Stadtsanierung sind eine Daueraufgabe. Seit 1998 wird mit Mitteln aus einem Sonderfördertopf abschnittsweise auch die mittelalterliche Wehranlage mit Stadtmauer, Graben und Wall restauriert. Erste Erfolge an der Nordflanke der Altstadt sind sichtbar.

Noch vor Einbruch des Winters begannen an der Allee in Richtung Neutorgasse die vorbereitenden Arbeiten für einen weiteren Sanierungsabschnitt. Er zielt ab auf die Sanierung und Sicherung der Wallmauer. Diese historische Mauer begrenzt den Stadtgraben gegenüber der Stadtmauer und hat für die auf der Wallkrone verlaufende Allee eine gewisse Stützfunktion.

1. Bürgermeister Gerd Geismann ließ sich jetzt bei einem Ortstermin von Stadtbaumeister Dieter Rebhan über Details der Sanierungsmaßnahme informieren. Die Wallmauer weist teilweise massive Schäden auf, auch durch eingedrungenes Wurzelwerk stattlicher Bäume, von denen leider im Zuge der Mauersicherung einige weichen müssen.

Baumfällungen und andere Eingriffe in den Bewuchs von Wall und Graben würden in jedem Fall mit Natur- und Umweltschutzbehörden abgesprochen und nach deren Vorgaben ausgeführt, versicherte der Stadtbaumeister in diesem Zusammenhang.

Wallmauer wird verankert

Im Bereich des Sanierungsobjektes Arbeiterwohlfahrt (früherer "Sommerkeller") kurz vor der Neutorgasse wird in den nächsten Tagen oder Wochen, sobald es die Witterung zulässt, die Wallmauer in Angriff genommen. Schadstellen werden dabei sachgerecht repariert und die Mauer insgesamt wird mit einem Betonkeil nach hinten Richtung Allee rückverankert.

Nach Abschluss der Wallmauer-Sanierung wird wohl die Errichtung einer optisch angepassten Zaunabsperrung unumgänglich sein - die Sicherheit der Spaziergänger oder auf der Allee spielender Kinder lässt keine andere Wahl.

Die Wallmauersicherung ist Teil eines seit 1998 laufenden Programms zur Stadtmauer-Sanierung erläuterte Stadtbaumeister Dieter Rebhan bei dem Ortstermin. Den Auftrag für den jetzt aktuellen Abschnitt vergab der Stadtrat bereits am 26. Oktober ab die Firma Weigert aus Allersburg-Hohenburg. Die Arbeiten sollen bis Ende April abgeschlossen sein, die Kosten werden mit rund 63 000 Euro veranschlagt.

Sonderprogramm hilft

Nur mit dem von 1998 bis 2008 laufenden Zehnjahres-Sonderprogramm ist es der Stadt Sulzbach-Rosenberg möglich, trotz klammer Kassenlage immer wieder Ab schnitte der unter Denkmalschutz stehenden mittelalterlichen Wehranlagen restaurieren zu lassen.

Im Rahmen dieses Programms stellt pro Jahr die Bayerische Landesstiftung zweckgebunden 16 100 Euro zur Verfügung, vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege 25 000 Euro, der Bezirk 3000 Euro, der Landkreis 1 180 Euro und die Stadt Sulzbach-Rosenberg 36 900 Euro an Eigenmitteln. Somit stehen jährlich für die Stadtmauer im nördlichen Bereich 82 180 Euro zur Verfügung.

Lob für Fortschritt

1. Bürgermeister Gerd Geismann lobte die Fortschritte bei der Sanierung dieses bedeutenden Baudenkmals. Die Stadt werde in ihren Anstrengungen zur Sanierung der Wehranlagen auch in Zukunft nicht nachlassen, sie könne aber nur dort aktiv werden, wo die Grundstücke mit Stadtmauer, Graben und Wall auch in ihrem Besitz sind.

Ausdrückliches Lob zollte das Stadtoberhaupt der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, die ehrenamtlich schon mehrfach in Absprache mit dem Naturschutz und im Auftrag der Stadt Graben und Wall von allzu üppigen Wildwuchs und von Unrat und Schutt befreit habe. Dieser freiwillige Arbeitseinsatz erspare der Stadt Kosten in erheblichem Umfang.

18.10.2005 | Netzcode: 10782027

"Glanz des Hofes" blitzt wieder auf

Sonderführungen des Stadtmuseums im Schloss - Mit Musik und Tänzen aus der Renaissance

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Das Herzoglich-Wittelsbachische Schloss als bedeutendstes Baudenkmal in den Mauern Sulzbach-Rosenbergs war am Allerweltskirchweihsonntag Ziel zahlreicher Besucher, die das Angebot einer Sonderführung durch die Schlossanlage nutzten. Vor allem die Renaissance, also die "Kindertage" des Fürstentums Pfalz-Sulzbach, sollten den Teilnehmern lebendig vor Augen geführt werden.

Der Ausbau des Sulzbacher Schlosses zur weitläufigen Anlage, wie man sie heute noch kennt, begann mit dem Zeitabschnitt, als Sulzbach wieder eigene Herrscher bekam. Ottheinrich II. aus dem Hause Pfalz Neuburg übernahm 1556 das Deputat-Fürstentum Sulzbach und ließ hier seine Residenz einrichten, die er 1582 auch bezog.

Im gleichen Jahr begann der Baumeister Adam Schwartz im Auftrag des Fürsten mit dem Bau des Palas, des "großen Stocks im fürstlichen Schloss gegen der Stat", mit der Errichtung der "Dirnitz Canzley" und anderer "schöner fürstlicher Gemächer".

Wegen der engen geschichtlichen Verbindung zu Pfalz Neuburg bot das Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg die Schloss-Sonderführungen am vergangenen Sonntag als Begleitprogramm zur großen Bayerischen Landesausstellung "500 Jahre Junge Pfalz" in Neuburg/Donau an. Drei Stadtführerinnen, Irmingard Schindler, Elke Dütsch und Beatrix Becker, nahmen sich der Aufgabe an, den einzelnen Besuchergruppen Bau- und Herrschaftsgeschichte des Schlosses und seiner Bewohner vor allem in den Jahrhunderten der Eigenständigkeit von Pfalz Sulzbach nahe zu bringen.

Um den Führungen zusätzlich "Farbe" zu verleihen, hatte Museumsleiterin Edith Zimmermann Unterstützung vom Stiber-Fähnlein und von der Städtischen Sing- und Musikschule erhalten. So wurden die Besucher des Schlosses bei ihrem Rundgang zunächst von einem Blockflöten-Ensemble der SMS unter Leitung von Ursula Dümmler überrascht, das mit Musikstücken aufwartete, wie sie wohl zur Renaissancezeit auch in Sulzbach am Hof gespielt wurden.

In der Eingangshalle des Nordflügels war es dann zwar nicht Ottheinrich II., aber immerhin Albrecht Stiber (alias Sepp Lösch), der die Gäste willkommen hieß und ihnen die Historische Tanzgruppe Laetissime Saltemus präsentierte. Deren fröhliche Tanzdarbietungen aus Mittelalter und Renaissance, in stilechten Gewändern gezeigt, ließen die Fotoapparate noch einmal emsig klicken.

18.10.2005 | Netzcode: 10781804

Gespräche bei Wurzelgemüse und Krautsuppe

Oberpfälzer Tafelrunde bei Cantus Ferrum - Mehr Kommunikation untereinander - Erlebnisstadtführung

Amberg. (hfz) Der Amberger Verein Cantus-Ferrum richtete zum achten Mal die Oberpfälzer Tafelrunde im Vilstor aus. Zur "Elefantenrunde" erschienen 16 Vorstände aus Amberg, Schwandorf, Neumarkt, Altdorf, Bernau, Furth im Wald, Sulzbach- Rosenberg und Deberndorf, die Vorsitzende Simone Fröhler willkommen hieß.

Der Herold erinnerte vor dem Auftischen des achtgängigen Menüs an die Tischzucht des Mittelalters, um ein gesittetes Tafeln zu sichern. Mit mittelalterlichen Speisen, wie Krautsuppe, Putenbraten mit glasiertem Wurzelgemüse und Süßspeisen versüßte das Küchenteam von Cantus-Ferrum den Gästen den gemeinsamen Abend. Aber es wurde nicht nur gespeist und gelacht sondern diese Veranstaltung diente auch dem Austausch. Einladungen für Veranstaltungen für 2006 bis 2008 wurden verteilt, Adressen aktualisiert und für die Unterstützung der Gruppen auf vergangenen Festen wurde gedankt. Ein Tagesordnungspunkt war, dass die Kommunikation unter den Vereinen und zwischen einzelnen Personen nicht einschlafen darf, um Konflikten entgegenzuwirken. 

Fröhler erläuterte den Sinn der Oberpfälzer Tafelrunde, dass es sich bei dieser Veranstaltung um ein Dankeschön an alle Vorsitzenden handelt, die das ganze Jahr über ehrenamtlich ihre Freizeit opfern. Bei der Oberpfälzer Tafelrunde sollen sich die Vorsitzenden zurück lehnen und einen gemütlichen Abend genießen. 

Nächste Veranstaltung von Cantus Ferrum ist eine Erlebnisstadtführung zum Thema ". . . Amberg die festest' Fürstenstadt". Fast jeder hat schon einmal gehört " München die schönst', Leipzig die reichst', Amberg die festest' Fürstenstadt". Doch was machte Amberg dazu? Wer regierte zu dieser Zeit? Was mussten die Amberger Bürger leisten? Um das zu erfahren lädt der Verein Interessierte dazu ein, in die Zeit des Mittelalters zu reisen. Die Gäste dürfen auf den Spuren Amberger Stadtgeschichte wandeln. Geboten werden Schauspieleinlagen (zum Beispiel Schwertkampf oder Waffendrill), die einen Eindruck vermitteln werden. Beginn ist am 22. Oktober um 14 Uhr. Die Veranstaltung dauert etwa eineinhalb Stunden. Treffpunkt ist am Vilstor. Der Preis für Erwachsene beträgt zwölf Euro, Karten gibt es auch ermäßigt für zehn Euro. Anmeldungen sind bei Cantus Ferrum per Fax (0 96 21 / 7 85 49 50), Telefon (01 72 / 8 65 38 68) oder per E-Mail (cantus-ferrum@web.de) möglich

08.10.2005 | Netzcode: 10778267

Renaissance erleben

Am 16. Oktober Schlossführung mit Musik und Tanz

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Eine Schlossführung der besonderen Art erwartet geschichtlich interessierte Besucher nochmals am Sonntag, 16. Oktober 2005, in Sulzbach-Rosenberg.

Unter dem Motto "Auf den Spuren der Pfalzgrafen" erfahren sie nicht nur Interessantes aus über 1200 Jahren Schlossgeschichte, sondern sie werden mit Musik und Tanz des 16. Jahrhunderts mit allen Sinnen ins Zeitalter der Renaissance zurückversetzt.

Damals gehörte Sulzbach zum Fürstentum "Pfalz-Neuburg", das 1505 neu gegründet worden war. Dieses Ereignis wird mit der diesjährigen Landesausstellung in Neuburg a. d. Donau gewürdigt, zu der das Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg die Schlossführungen als Begleitveranstaltung anbietet.

Sulzbach ging erste eigene Wege, als Pfalzgraf Ottheinrich II. ab 1582 im Schloss Sulzbach residierte. Sein Großneffe Christian August erlangte schließlich 1656 die Eigenständigkeit Pfalz-Sulzbachs. Die künstlerische Umrahmung der Schlossführungen übernehmen der Historische Tanzkreis "Laetissime Saltemus" sowie ein Ensemble der Städtischen Sing- und Musikschule. Schlossführungen sind um 14.30, 15.15 und 16 Uhr.

Anmeldung bis 14. Oktober im Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg (Tel. 09661/ 510 131). Treffpunkt ist im Oberen Schlosshof. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro (Kinder bis 18 J. frei).

 

27.09.2005 | Netzcode: 10773626

Schlossführung mit Musik und Tanz

"Auf den Spuren der Pfalzgrafen" am 16. Oktober viel Interessantes zu erfahren

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Eine Schlossführung der besonderen Art erwartet die Besucher nochmals am Sonntag, 16. Oktober, in Sulzbach-Rosenberg. Unter dem Motto "Auf den Spuren der Pfalzgrafen" erfahren sie nicht nur Interessantes aus über 1200 Jahren Schlossgeschichte, sondern sie werden mit Musik und Tanz des 16. Jahrhunderts mit allen Sinnen ins Zeitalter der Renaissance zurückversetzt. Damals gehörte Sulzbach zum Fürstentum "Pfalz-Neuburg", das 1505 neu gegründet worden war. Dieses Ereignis wird derzeit mit der Landesausstellung in Neuburg a. d. Donau gewürdigt, zu der das Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg die Schlossführungen als Begleitveranstaltung anbietet.

Sulzbach ging erste eigene Wege, als Pfalzgraf Ottheinrich II. ab 1582 im Schloss Sulzbach residierte. Sein Großneffe Christian August erlangte schließlich 1656 die Eigenständigkeit Pfalz-Sulzbachs. Die künstlerische Umrahmung der Schlossführungen übernehmen der Tanzkreis "Laetissime Saltemus" sowie ein Ensemble der Städtischen Sing- und Musikschule.

Schlossführungen sind um 14.30, 15.15, 16 Uhr. Anmeldung bis 14. Oktober im Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg (Telefon 09661/ 51 01 31).

Treffpunkt ist im Oberen Schlosshof. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro. Kinder bis 18 Jahre sind frei.

13.09.2005 | Netzcode: 10767510

"Arbeit von unschätzbarem Wert"

Historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" erhält vom Minister die Denkmalschutzmedaille 2005

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Ehre, wem Ehre gebührt! Bei der zentralen Eröffnungsveranstaltung zum bayernweiten Tag des offenen Denkmals in Regensburg zeichnete der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel, die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein aus Sulzbach-Rosenberg mit der Denkmalschutzmedaille 2005 aus. Der Freistaat würdigte das Jahrzehnte lange ehrenamtliche Engagement der Gruppe um Erhalt und Pflege historischer Baudenkmäler.

Der prächtige Reichssaal in Regensburg, in dem einst der "Immerwährende Reichstag" deutsche und europäische Politik gestaltete, bot den würdigen Rahmen für die Verleihung der bayerischen Denkmalschutzmedaille 2005, die an insgesamt 21 Personen und Institutionen aus ganz Bayern ging.

Für das Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg war es eine Riesenüberraschung, als im August die Einladung nach Regensburg eintraf. Klar, dass nicht nur der 1. Vorsitzende Klaus Faltenbacher, der stellvertretend für den Verein die Auszeichnung entgegennahm, am Sonntag nach Regensburg aufbrach - ein ganzer Bus voll historischer gewandeter Mitglieder begleitete ihn zu diesem ehrenvollen Termin. Und auch Bürgermeister Gerd Geismann ließ es sich nicht nehmen, persönlich mit Gattin Christl den wackeren Stiberern das Geleit zu geben. Die "Mittelalterlichen" aus der Herzogstadt waren nicht nur inmitten der illustren Festgesellschaft im Reichssaal der "Hingucker" schlechthin, sondern weckten auch bei zahlreichen Regensburgern und Gästen auf den Straßen der Bezirkshauptstadt Neugier und Fotografierlaune.

"Krieg und Frieden"

Regensburgs OB Hans Schaidinger eröffnete den Festakt mit einer geschliffenen Begrüßungsrede, in der er sich tiefgründig mit Entstehung und Wesen der Denkmalschutzidee und des praktischen Denkmalschutzes auseinandersetzte.

Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, Generalkonservator des Landesamtes für Denkmalpflege, wies darauf hin, dass mit dem heuer gewählten Motto "Krieg und Frieden" für den Tag des offenen Denkmals eine besondere Denkmal-Eigenschaft in den Blickpunkt gerückt werde: "Denkmäler sind nicht zwangsläufig das Schöne, Edle, das künstlerisch Bedeutende. Sie ermahnen und erinnern nicht selten in unangenehmer, ja schmerzlicher Weise an grausame Kriege, totalitäre Systeme oder verbrecherische Ideologien".

Dabei werde auch deutlich, dass die bayerische Denkmallandschaft noch um vieles reicher wäre, hätten keine Kriege stattgefunden. "Es wird klar, wie unersetzlich Denkmäler sind. Ihre Menge ist endlich. Jeder Abriss, jede Zerstörung bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust unseres kulturellen Erbes, den schleichenden Verlust unserer Identitätsträger, die Vereinheitlichung von Stadtbildern, letztlich den Verlust von Heimat im engeren und weiteren Sinne."

Staatsminister Dr. Thomas Goppel bezeichnete in seiner Laudatio das Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg als "lebendigen Beweis für das, was Bürgergesellschaft leisten kann". Der Verein habe sich um den Erhalt des kulturellen Erbes im Raum Sulzbach-Rosenberg verdient gemacht.

Tausende Stunden

In der Begründung für die Verleihung der Medaille wurde vor allem auf die Sanierung des Pflasterzollhauses verwiesen, mit der die Akteure des Stiber-Fähnleins in einigen tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein wertvolles Baudenkmal aus dem Jahr 1530 vor dem endgültigen Verfall bewahrten und darüber hinaus sogar noch einer sinnvollen neuen Nutzung zuführten. Das Gebäude wird heute als Startpunkt für historische Stadtführungen genutzt, beherbergt ein kleines Museum mit regionalen Ausgrabungsfunden und die Schusterwerkstatt des letzten Zolleinnehmers.

Lob des Bürgermeisters

Über die Sanierung des Pflasterzollhauses hinaus ist das Stiber-Fähnlein bereits vielfach denkmalpflegerisch in Erscheinung getreten. Als Beispiele seien genannt Sanierungsarbeiten an Wehranlagen und Wehrtürmen, die Instandsetzung der nahezu vergessenen mittelalterlichen Bogenbrücke am ehemaligen Rosenberger Eisenhammer und Pflege von Kleindenkmälern.

"Eure Arbeit ist für die Stadt von unschätzbarem Wert und für alle Mitbürger in jeder Hinsicht vorbildlich", freute sich Gerd Geismann mit den Stiberern über die Auszeichnung. Mit der Denkmalschutzmedaille erfahre das ehrenamtliche Engagement des Vereins auch überregional verdiente Anerkennung und Würdigung.

Wie beim Imbiss im Regensburger Rathaus zu hören war, sind Tatkraft und Ideenreichtum des Stiber-Fähnleins ungebrochen. So wird die Historische Gruppe sicher auch in den nächsten Jahren für positive Überraschung auf dem Sektor Heimatgeschichte/Denkmalpflege sorgen

01.08.2005 | Netzcode: 10749592

Ein Loch in der Fahne

Versehen der Böllerschützen - Zehn Jahre Stadtwache

Amberg. (gfr) Wegen eines vermeintlichen Angriffs des Stiberer Fähnleins aus Sulzbach-Rosenberg rief vor zehn Jahren OB Wolfgang Dandorfer die Königlich priveligierten Feuerschützen zu Hilfe. Die Sulzbacher wollten aber lediglich die historische "Germania-Fahne" aus dem Jahre 1892 an die Amberger verkaufen.

So kam es zur Gründung der Amberger Stadtwache, die am Samstag auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken konnte und die dieses "Jubiläum" mit befreundeten historischen Vereinen, wie dem Stiberer Fähnlein, den Guttensteinern aus Rötz, der Landsknechtgruppe aus Altdorf, dem Freundeskreis König Rupprecht und dem Verein für erlebte Geschichte "Cantus Ferum" auch gebührend feierte. Gemeinsam zogen die edlen Frauen und derben Gesellen, das einfache Volk und prächtige gewandete Adelige zum Rathaus, begleitet von den Amberger Stadtpfeiffern, um den "Obristen" Wolfgang Dandorfer und die "schwarze Barbara", MdB Barbara Lanzinger, abzuholen und wieder ins Lager der Stadtwache im Wingershofer Tor zurück zu begleiten.

Der zum Stadtmajor beförderte Josef Lettl ließ die letzten zehn Jahre kurz aufleben. Mit der Beschaffung von Waffen und Gerät hatten die Feuerschützen kaum Probleme. Aber die Beschaffung der stilechten Kleidung war nicht besonders erfolgreich. Als Glücksfall bezeichnete es Josef Lettl, dass die Narrhalla-Hofschneiderin Gerti Trudrung schließlich die Stadtwache standesgemäß einkleidete. Als Domizil überließ die Stadt das Wingershofer Tor, das sorgfältig restauriert und umgebaut wurde. Mit welchem Feuereifer die Stadtwache zur Sache geht, zeigte sich beim Empfang der Stiberer, als die Böllerschützen ein Loch in die Amberger Fahne geschossen haben - versehentlich natürlich.

18.08.2005 | Netzcode: 10756991 

10 000 Besucher beim Brunnenfest 

Positive Bilanz von Cantus Ferrum: 350 Mitwirkende und elf neue Mitglieder 

Amberg. (roa) Die letzten Strohballen werden heute weggeräumt. Ansonsten lässt sich nur erahnen, welches bunte Bild feine Damen, Kurprinz Philipp und seine Gemahlin Margarethe, zänkische Weiber als Schauspiel im Wechsel mit Stadthure oder Ehebrecherin gegeben haben. Vielleicht erzählt der mittelalterliche Mundschenk sogar heute noch davon. 

"Wir wurden von allen Seiten gelobt, es gab kaum Kritik", erklärte Cantus-Ferrum-Vorsitzende Simone Fröhler, eine der neun Hauptorganisatoren des Amberger Brunnenfestes, das von Freitagabend bis Sonntag am Maxplatz über die Bühne ging. Trotz der Regenschauer strömten rund 10 000 Besucher über das historisch gestaltete Gelände. "Und wir hatten trotzdem Glück mit dem Wetter, denn immer wenn Aufführungen angesetzt waren, hörte der Regen auf." Die Mitglieder von Cantus Ferrum hatten allerdings im Vorfeld auch alle Hände voll zu tun: Ein Jahr dauerte die Vorbereitung des Brunnenfestes - ein Ergebnis der Einweihung des Hochzeitsbrunnens vor einigen Jahren zu Ehren der Amberger Hochzeit 1474. Nicht nur durch kurzweilige Schauspiele erlebten die Besucher einen Einblick in das mittelalterliche Leben: "Wir haben alles so wahrheitsgetreu wie möglich organisiert", sagte Simone Fröhler. Dazu gehörten beispielsweise auch die Wachen, die von Stadthauptmann Jörg Pickelmann eingeteilt wurden, zwei Stunden ihren Dienst am Vilstor schieben mussten, auf dem Markt für Ordnung sorgten und anschließend wieder abgelöst wurden. 

Sehr positive Resonanz gab es auch nach dem Umzug durch die Innenstadt: Die Vereine Ursi Pugnantes, Manus Draconis Fronbergenses, Pfalzgräfisches Gefolge, Dillnberch Schlorcher und Stiber Fähnlein begleiteten unter anderem mit Händlern und Handwerkern den von Rössern gezogenen Wagen der Edeldamen des 13. Jahrhunderts und das Kurprinzenpaar - die Besucher hatten am Samstagabend die einmalige Gelegenheit Menschen aus einer Zeit von 1000 bis 1504 zu beobachten. 

Rund 350 Mitwirkende zählte Simone Fröhler. Besonders freute sich die Vorsitzende über elf neue Mitglieder und die Einträge ins Gästebuch auf der Homepage von Cantus Ferrum: Ein Gast lobte die Veranstaltung als "das am besten organisierte Fest anno 2005". Für Fröhler und Cantus Ferrum geht es am Wochenende bereits ins nächste Lager. "Allerdings nur zum Entspannen", sagt sie lächelnd, "dann komme ich auch mal zum Bogenschießen

29.06.2005 | Netzcode: 10735068

Weil's so schön war

Ein kleiner Nachschlag aufs leckere Altstadtfest-Menü

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Herz, was willst Du mehr? Nächte mit "Karibik-Feeling", ein Musikprogramm der Superlative an allen Ecken und Enden der Altstadt, Spiel, Sport und Spaß, Historie und New Wave - alles das und noch viel mehr hielt dieses Altstadtdfest 2005 in der Herzogstadt für uns bereit. Und wenn einem so viel Gutes widerfährt, dann ist uns das natürlich diese kleine Rückblende wert.

Die Besucher-Ströme, die sich da vor allem ab den späten Nachmittagsstunden nach Abklingen der größten Hitze in die Stadt wälzten, summierten sich von Freitag Abend bis Sonntag Nacht locker auf über Zehntausend. Und sie alle genossen diese ebenso geniale wie simple Mixtur aus Musik, Kultur, Spaß und Schlemmen.

Unsere Bildernachlese erinnert noch einmal dran, wie schön es war, gewürzt mit ein bisserl Wehmut, das alles so schnell vorüber rauschte. .

Altstadtfest der heißen Art

Bildergalerie: Drei Tage lang Stimmung am Siedepunkt in Sulzbach-Rosenberg     Netzcode: 50734247

Sulzbach-Rosenberg. (ben) Das Ganze nahm rekordverdächtige Dimensionen an: Menschenmassen an allen drei Tagen, mehr noch in den Nächten. Das 29. Altstadtfest ließ von Freitag bis Sonntagabend keinen Zweifel, dass es an Attraktivität nichts eingebüßt hat. Das sommerliche Wetter wirkte - entgegen aller Befürchtungen - eher als Beschleuniger, denn als Bremsklotz. (Bilder: Stephan Huber, Kerstin König und Doris Sebald)

 

27.06.2005 | Netzcode: 10733730

Altstadtfest der heißen Art

Drei Tage lang Stimmung am Siedepunkt - Teilweise bis zum Morgen

Sulzbach-Rosenberg. (ben) Das Ganze nahm rekordverdächtige Dimensionen an: Menschenmassen an allen drei Tagen, mehr noch in den Nächten. Das 29. Altstadtfest ließ von Freitag bis Sonntagabend keinen Zweifel, dass es an Attraktivität nichts eingebüßt hat. Das sommerliche Wetter wirkte - entgegen aller Befürchtungen - eher als Beschleuniger, denn als Bremsklotz.

Dass es wieder ein fantastisches Fest zwischen Stadtturm und Pflasterzollhaus werden würde, das deutete sich bereits bei der Eröffnung am Freitag an. Die Nacht war noch gar nicht richtig angebrochen, da trieb die Stimmung bereits auf den Siedepunkt zu. Phasenweise ging im Nadelöhr zwischen Rathausecke und Hafnersgraben im wahrsten Sinne des Wortes gar nichts mehr. Wer hier durchwollte, musste viel Geduld und Schubkraft mitbringen oder nach Schleichwegen suchen.

Und wer meinte, dies sei nicht zu überbieten, der wurde am Samstag, nach einem relativ ruhigen Nachmittag, am Abend eines Besseren belehrt: Noch mehr Menschen, noch mehr Enge. Kurzum - es wurde noch heißer, in vielerlei Hinsicht.

Einen Gutteil trugen dazu die auftretenden Gruppen und Bands bei, von denen die Desperados am Rathaus den längsten Atem gehabt haben sollen. Mit ihnen hielten bis zum frühen Morgen noch etliche hundert Besucher aus.

Publikumsträchtig war auch das historische Zeltlager, zu dem das Stiber Fähnlein hinter das Pflasterzollhaus gebeten hatte (ausführlicher Bericht folgt). Und wer die Sulzbach-Rosenberger Kultband Jelly Creek Rosemountain Company live erleben wollte, der fand sich am Sonntagvormittag beim Fuchsbeck ein: Alter schützt vor Können nicht, sagten sich die Vollblutmusiker. Sie zogen sämtliche Register und begeisterten nicht nur ihren ohnehin schon überzeugten Anhang (siehe auch Seite 18).

Fazit: Das Altstadtfest, es lebt mehr denn je! Die vielen kulinarischen Schmankerln und gar manch guter Tropfen runden diese Erlebnis ab.

28.06.2005 | Netzcode: 10734587

Feuriges Finale

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Wieder der absoluter Höhepunkt des Samstags im Stiber-Mittelalterlager war das große nächtliche Feuerspectaculum der historischen Gruppen unter der Gesamtregie von Klaus Faltenbacher. Nach dem exakt einstudierten Auftritt der Feuerkünstler von "Communitas Mercatorum" Erlangen in der Arena bot zum feurigen Finale die Schanz' mit ihren Felswänden, Stadtmauern und Türmen den absolut passenden Schauplatz für Feuerketten, Feuerkugeln, Feuerrad und Boden-Feuerwerk. Das Ganze hatten wieder Feuerspucker aus Deberndorf und aus den Reihen des Stiberfähnleins furios und gekonnt in Szene gesetzt.

Weitere Bilder vom Altstadtfest 2005 in Sulzbach-Rosenberg im Internet: www.oberpfalznetz.de, Netzcode: 50734247

28.06.2005 | Netzcode: 10734582

Das ist Mittelalter zum Anfassen

Mittelalter-Markt und Heerlager des Stiber-Fähnleins ein krönender Höhepunkt des Altstadtfestes

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Geschichte zum Anfassen, Staunen, Erleben: so oder ähnlich lautet wohl die Erfolgsformel des Stiber-Fähnleins, die auch beim diesjährigen Altstadtfest wieder die Besuchermassen anzog. Mittelalterliches Markttreiben, viel Musik, viele Gruppen aus Nah und Fern - auf der Schanz' herrschte drei Tage lang der historische Ausnahmezustand.

Hunderte von Darstellern, Tausende von Besuchern: Als wahrer Publikumsmagnet erwies sich wieder einmal das Lager des Stiber-Fähnlein auf der Schanz'. Ritter und Landsknechte, Edelleute und einfaches Volk, Handwerker und Künstler feierten drei Tage lang ein Mittelalter-Lager der Extraklasse.

Buntes Treiben herrschte dort, mit allerlei Attraktionen und Programmhighlights. Einen Einblick ins Leben der kleinen Leute verschaffte das mittelalterliche Markttreiben. Hier gab es so ziemlich jedes Handwerk zu sehen: Angefangen von Fackelmachern und Seilern über Korbflechter, Seifensieder, Kerzenzieher bis hin zu Instrumentenbauer, Schustern, Buchbindern und Drechslern. Besonders herausragend im Bereich altes Handwerk wieder die Akteure des Stiber-Patenvereins "Dillnberch-Schlorcher" aus Deberndorf.

Natürlich konnten die Besucher auch das Eine oder Andere selbst ausprobieren - Geschichte zum Anfassen lautete die Devise, und nicht nur die Kleinen, sondern auch viele erwachsene "Kinder" schlenderten mit leuchtenden Augen durch die Lagergassen. Mit schweren Hämmern arbeiteten Steinmetz und Messerschmied Seite an Seite, der Bergknappenverein mit Schaustollen und "Grubenwasser" und der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg mit Honigerzeugnissen rundeten das pittoreske Erscheinungsbild der Festmeile an der Schanz ab.

Zahlreiche befreundete Gruppen der Stiber trugen dazu bei, dass das Lager aus allen Nähten platzte. Zum wahren Feeling trugen die zahlreichen Musikgruppen bei, die für ihre Aufführungen viel Applaus bekamen. Auch Schaukämpfe, Kinderturniere, Kanonenschießen, Waffenschau und verschiedene Bräuche brachten den Besuchern die Vergangenheit nahe.

Bei den Highlights am Samstagabend versammelten sich hunderte von Zuschauern, um zunächst einen Auszug aus der "Nittenauer Geisterwanderung" zu erleben. Schaurig schön anzuschauen waren die Hexen, ihr Lachen ließ die Zuschauern erschauern, denn so allerlei Schandtaten wussten sie beim wilden Tanz um das Feuer zu berichten: Seuchen, Unwetter, Schmerz und Tod bringen sie.

Als "Magnet" ganz besonderer Art entpuppte sich das Mittelalterliche Badehaus, mit dem die "Stiberer" heuer erstmals aufwarten konnten. Nicht nur für das ausgiebige fröhliches Plantschen im großen Holzzuber gab es eine ellenlange Anmeldeliste - auch der Strom der Neugierigen, die einen Blick auf die mehr oder weniger paradiesisch entblätterten Nackedeis werfen wollten, riss selten ab. So mancher war freilich trotz Tropenhitze nicht zum Zuber-Bad zu bewegen und hielt es lieber mit der "innerlichen Abkühlung" durch einen frischen Trunk. Die Schlemmerfreunde kamen im Stiber-Lager ohnehin voll auf ihre Kosten: Vom legendären Stiber-Eintopf und vom Ochs am Spieß werden noch geraume Zeit Loblieder gesungen werden.

25.06.2005 | Netzcode: 10733299

In den Zuber oder zum Wein

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Badevergnügen erleben wie die alten Rittersleut' - das Stiber-Fähnlein macht es heuer zum Altstadtfest möglich mit einer Mittelalter-Badestube mitten im Mittelalter-Markt auf der Schanz. Es kostet nur ein paar lumpige Kreuzer, dann darf man in den Holzzuber steigen und sich von Bademägden und Knechten verwöhnen lassen. Eine moderne Dusche nebenan erleichtert die Rückkehr in die Neuzeit.

Wer allerdings trotz der Tropenhitze den Hautkontakt mit Wasser scheut, dem sei der Besuch der Weinstube gleich neben dem Zuber empfohlen (ganz ohne Badezwang, versteht sich). Da gibts ein gutes Tröpfchen und bestimmt auch einen Augenschmaus!

25.06.2005 | Netzcode: 10733298

Bis Sonntag brodelt die Stadt

Sulzbach-Rosenberg. (ben) Die Klänge der Bergknappenkapelle waren kaum verklungen, da ließ das Stiber-Fähnlein mit Böllern und Kanonen keinen Zweifel mehr dran: Es ist wieder Altstadtfest-Zeit in Sulzbach-Rosenberg. Die 29. Auflage lockte gestern Abend bereits Tausende in die alte Herzogstadt. Hochsommerliche Temperaturen waren da nicht hinderlich. Schließlich lockten nicht nur die eine oder andere süffige Maß, sondern eine Vielzahl kulinarischer Schmankerln.

Bürgermeister Gerd Geismann hatte das Altstadtfest an den Kirchentreppen von St. Marien in souveräner Manier eröffnet und die drei Tage als "Ausdruck Sulzbach-Rosenberger Lebensfreude" bezeichnet. Auf chinesisch machte er dies auch Gästen aus dem fernen Asien deutlich, die sich unter den Besuchern befanden.

18.06.2005 | Netzcode: 10730211 

Mehr Tagesgäste aus Nürnberg 

Verkehrsverein diagnostiziert im Gegenzug stetes Sinken der Übernachtungszahlen Sulzbach-Rosenberg. 

(bt) "Der Verkehrsverein trägt entscheidend dazu bei, dass Kunst, Kultur und das Geschichtsbewusstsein bereichert wird!", hob bei der Jahresmitgliederversammlung in der Villa Max der wieder gewählte 1. Vorsitzende Gerd Geismann hervor. Als 2. und 3. Vorsitzender erhielten Klaus Faltenbacher und Siegfried Binder das Vertrauen.

Zu Beisitzern wurden Peter Ostermann, Dr. Markus Lommer, Edith Zimmermann, Martin Lotter, Sepp Lösch, Melanie Hollederer und Armin Kraus bestimmt. Geschäftsführend sind Fred Tischler und Susanne Hiltl, als Revisoren wurden Oliver Mignon und Peter Späth beauftragt.

Bürgermeister Gerd Geismann, der auf die Aktivitäten in den letzten zwei Jahren einging, gedachte des verstorbenen Vorstandsmitglieds Konrad Frühling, der jahrzehntelang den Verkehrsverein mit geprägt habe.

Durch Einquartierung städtischer Behörden ins Rathaus und Nebengebäude habe sich rund um den Luitpoldplatz pulsierendes Leben entwickelt. Das Engagement des früheren Kulturamtes, der heutigen Kulturwerkstätte stand im Mittelpunkt.

Neben den üblichen Regularien wie dem Kassenbericht durch Melanie Hollederer, dem Revisionsbericht von Oliver Mignon und der Entlastung zeichnete das Stadtoberhaupt Helmut Hiltl für Verdienste um den Fremdenverkehr aus, der seit 21 Jahre jeden Winter unentgeltlich Loipen spurt.

In 15 Hotels, Gaststätten, Pensionen stünden derzeit 247 Betten als Übernachtungsmöglichkeit für den Fremdenverkehr und Tourismus zur Verfügung, gab Geschäftsführer Fred Tischler bekannt. Daneben würden noch 38 Betten im privaten Bereich vermietet. Insgesamt gesehen seien die Übernachtungszahlen seit dem Jahr 2002, in dem sie knapp 25 500 betragen haben, auf 22 700 im Jahr 2003 und auf 22 420 im letzten Jahr zurückgegangen. Dies sei der Fall, da es sich bei dem überwiegenden Teil der Gäste nicht um Touristen, sondern um Tagesgäste aus dem Nürnberger Raum handele.

Zu den vielfältigen Aktivitäten neben den obligatorischen Festen wie dem Altstadtfest gehörte der Auftritt des Russischen Staatscircus, der Ostbayerische Faschingszug, das Osterbrunnenfest des Arbeiterkameradschaftsverein, das Festival der Volxmusik und die "Party-Piste" von Antenne Bayern. Ein weiterer Höhepunkt dürfte sicherlich die Radl-Tour des Bayerischen Rundfunks sein, die am 1. August im Stadtpark über die Bühne gehen wird, stellte Tischler heraus.

Vom Vereinsausflug zur Klosterburg Kastl, der Teilnahme an der Tourismusmesse in Nürnberg, der 750-Jahr-Feier im Stadtteil Rosenberg und an dem 3. Familiendrachenfest in Kötzersricht, das von der Jugend ausgerichtet wurde, über das Engagement an der 1. Stollenweihnacht des Bergknappenvereins am Schaustollen "Max" und der Einweihung und der Übergabe der Hammerbrücke in Rosenberg reichte das Stiber-Programm. 2. Vorsitzender Klaus Faltenbacher vergaß auch nicht die Teilnahme am Nordgautag in Vohenstrauß und am Nordbayerischen Böllertreffen in Kastl mit Böllern und Kanonen.

Daneben wurden auch in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum regelmäßig Stadtführungen angeboten, alle gut besucht.

Abschließend wies die Leiterin des Stadtmuseums, Edith Zimmermann, auf das Jubiläum im nächsten Jahr anlässlich der 350-Jahr-Feier des eigenständigen Fürstentums hin. Auch gab es eine Satzungsänderung, um Gemeinnützigkeit zu beantragen.

18.06.2005

"Gräfin Berta von Sulzbach - Kaiserin Irene von Byzanz" 

Historischer Abend am Donnerstag in der Schlosskapelle mit Dr. Klaus-Peter Todt

Sulzbach-Rosenberg. (lm) Das wird die beste Einstimmung auf's Altstadtfest: Spannung pur verspricht am nächsten Donnerstag, 23. Juni, um 19 Uhr ein "Historischer Abend" des Fördervereins Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg e.V. in der Schlosskapelle St. Nikolaus. Privatdozent Dr. Klaus-Peter Todt von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erzählt aus dem Nähkästchen des Forschers über "Gräfin Berta von Sulzbach - 1146 Kaiserin Irene von Byzanz".

Er ist ein ausgewiesener Experte für dieses Thema. Im Vorspann dazu wird der vom "Sulzbacher Schlossarchäologen" Dr. Mathias Hensch, dem jüngsten Kulturpreisträger unserer Stadt, entworfene Computer-Film "Burg Sulzbach um 1150" gezeigt.

Herausragende Epoche
Eine der herausragendsten Epochen in der Sulzbacher Geschichte ist das hohe Mittelalter (11./12. Jh.): Von 1003 bis 1188 saßen die Grafen von Sulzbach auf der stattlichen Nordgauburg. Graf Berengar dirigierte in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts von hier aus die deutsche Reichspolitik.

Auch international mischte er kräftig mit. Seine Töchter holten die mächtigsten Herren der damaligen Zeit als Ehefrauen: So wurde Gertrud deutsche Königin, Luitgard Herzogin von Niederlothringen, Mathilde Markgräfin von Istrien und Berta schließlich Kaiserin von Konstantinopel. Filius Gebhard holte sich übrigens als Gattin die Tochter des Welfenherzogs Heinrich IX. von Bayern. Die Sulzbacher Grafen waren seinerzeit die bedeutendste Adelsfamilie des deutschen Reichs.

Der Historiker, der bisher wohl am intensivsten über Berta von Sulzbach / Irene von Byzanz geforscht hat, ist Privatdozent Dr. Klaus-Peter Todt aus Wiesbaden (Jahrgang 1956). Am Historischen Seminar der Mainzer Universität arbeitet er beim Institut für Byzantinistik mit.

Todt studierte zunächst in Mainz Byzantinistik, Klassische Philologie, Evangelische Theologie und Philosophie. 1983 legte der die Magisterprüfung ab, 1989 promovierte er zum Dr. phil. über das spannungsreiche Thema "Kaiser Johannes VI. Kantakuzenos und der Islam". Seine Habilitationsschrift reichte er 1999 im Fach Byzantinistik ein; sie behandelt "Region und griechisch-orthodoxes Patriarchat von Antiocheia in mittelbyzantinischer Zeit (969-12049)".

Seitdem wirkt Dr. habil. Todt als Privatdozent in Mainz. Für die Österreichische Akademie der Wissenschaften bearbeitet er den Band "Nordsyrien" für die Publikation "Tabula Imperii Byzantini". Über "Bertha-Eirene von Sulzbach", die einzige Deutsche auf dem byzantinischen Kaiserthron, veröffentlichte er 1988 eine Studie. Auch über Kaiser Friedrich I. Barbarossa publizierte er 1993 und 2001 wichtige Forschungsergebnisse.

Auch Diskussion
Der Kontakt zu Dr. Todt entstand aus der Vorstandschaft der Museumsförderer durch Adolf Schatz, dessen Frau Helma mit der Mutter des Referenten seit ihrer Jugendzeit freundschaftlich verbunden ist.

Der Eintritt zu dem "Historischen Abend" beträgt fünf Euro (für Mitglieder ermäßigt: drei Euro). Gäste sind herzlich willkommen. Einlass ist ab 18.30 Uhr, das Programm beginnt um 19 Uhr.

Im Anschluss an Todts Vortrag wird Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer, 1. Vorsitzender des Museumsvereins, eine Diskussionsrunde eröffnen, die Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum bietet.

02.06.2005 | Netzcode: 10723165

Der totale Ausnahmezustand

Altstadtfest vom 24. bis 26. Juni verspricht auch heuer wieder ein Hochgenuss zu werden

Sulzbach-Rosenberg. (ll) Nie kommt die Stadt ihrer eigenen Seele so nahe wie am letzten Wochenende im Juni, wenn sie das Altstadtfest feiert. Alle Sulzbach-Rosenberger schwelgen schon einige Wochen in schwärmerischer Erwartungshaltung. Die ehemaligen Herzogstädter zieht es zu dieser Gelegenheit in ihre alte Heimat zurück. Und wir wollen die Vorfreude schon einmal mit einem ersten "Appetithappen" anheizen.

Kulturamtsleiter Fred Tischler gehört auch zu denen, die sich auf die fröhlichen Tage vom 24. bis 26. Juni freuen, er sieht das Ganze als Organisator aber auch nüchtern. "Das ist unser touristisches Highlight", sagt er, "an einem guten Wochenende, wenn das Wetter stimmt, haben wir da 80 000 bis 90 000 Leute in der Stadt."

Anhand der zahlreichen Anfragen bei Tourist-Info und den Zimmer-Vermietern kann man bereits wieder absehen, dass die ganze Stadt ausgebucht sein wird. Neben den Rückkehrern kommen viele Urlauber, die zufällig mal beim Altstadtfest da waren, regelmäßig wieder, weil sie von der besonderen Atmosphäre begeistert sind.

Seit das Amberger Altstadtfest nicht mehr mit dem Sulzbach-Rosenberger zusammenfällt, feiern auch viele Gäste aus der Vilsstadt hier mit. "Und ich höre da nur begeisterte Stimmen", so Tischler. Er kann heuer auf ein noch größeres und vielfältigeres Angebot an Speisen verweisen, was aber ein bisschen auch aus der Not geboren wurde.

Die Standmiete muss nämlich dazu beitragen, die Unkosten der Riesen-Party (etwa 30 000 Euro) zu decken. Und seit der Zuschuss der Stadt geringer geworden ist, muss über die Vereine mehr reinkommen. "Von ihnen lebt das Fest", sagt Tischler, "und wir sind sehr dankbar, dass sie sich immer wieder so stark mit einbringen." Einige von ihnen sind schon seit der ersten Auflage vor 29 Jahren dabei.

Das Programm ist vielfältig wie gewohnt, enthält die bewährten Renner wie die Kindermeile am Sonntag oder das historische Zeltlager der Stiber auf der Schanz' mit mittelalterlichem Markttreiben, einer Modenschau, Tänzen und einer Badestube. Gruselig wird es am Samstagabend mit der Nacht der Hexen und dem "Feuerspektaculum".

Bei der Musik setzt Tischler auf eine gesunde Mischung der Stilrichtungen. Er hat die Egerländer Dorfmusik ebenso im Angebot wie die jazzigen Töne des Regensburger Grammophonorchesters, Rock, Pop, Oldies oder Punk und oberpfälzischen Salsa von "Los Dos Y Companeros". Das ausführliche Programm gibt es auf einen der 7500 Flyer, die in der Stadt ausliegen, oder im Internet.

Weitere Informationen:  www.sulzbach-rosenberg.de/aktuelles

01.06.2005 | Netzcode: 10722308

Schäfchen auf der Sonnenseite

Bischof Gerhard Ludwig Müller zu Besuch

SULZBACH-ROSENBERG. Die Bilder ähneln sich: Eine Fertigungshalle, jemand aus der Führungsetage erklärt die Produktion, ein Mann im dunklen Anzug hört interessiert zu. Ein Politiker gibt meist das Standardmotiv in der Oberpfalz ab für solche Bilder, aber am Freitag war es ein anderer Mann: Er trug keinen Anzug, sondern die Kluft eines hochrangigen Kirchenmannes: Bischof Gerhard Ludwig Müller war auf Pastoralbesuch im Landkreis und besichtigte die Firma Prägefolien Kurz.

Die Firma ist eine der Vorzeigebetriebe der Region: "Ein sozialer Arbeitgeber mit einem Weltprodukt", hatte Bürgermeister Gerd Geismann angekündigt. 700 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, man hat auch in Fernost Werke, aber hier werden die High-End-Produkte der Firma gemacht, die, bei denen es auf die Details ankommt. Man macht hier so genannte "Scratch-Off-Folien".

Reinhold Sulzmaier erklärt dem Bischof, wer alles in Kontakt mit diesem Produkt kommt. Nämlich, jeder "der sich schon mal ein Rubbel-Los gekauft hat". Der Bischof gehört möglicherweise nicht zu diesem Personenkreis. Das Plastikgehäuse von Handys, erklärt Sulzmaier, werde auch mit den Folien bedruckt. Sie glänzen dann, als ob sie aus massivem Silber gemacht wären.

Eine Mitarbeiterin bearbeitet gerade schwarze Folie. Ihre Hände sind auch schwarz. "Geht die Farbe wieder ab?", fragt der Bischof besorgt. "Das geht beim Händewaschen wieder runter", beruhigt die Frau lachend. Nein, hier sind sie nicht, die sozialen Nöte, die der Bischof vielleicht gerne gesehen hätte. Die Maxhütte hat man ihm nur aus der Entfernung gezeigt, vom Kriegerdenkmal auf dem Schlossberg aus. Früher habe man da mal das OBM-Verfahren entwickelt, sagt der Bürgermeister.

Man hat den Sauerstoff von unten in den Stahlkonverter geblasen, was besser ging als beim LD-Verfahren der Vereinigten Österreichischen Stahlwerke Linz-Donawitz, die den Sauerstoff von oben aufbliesen. Ruhm vergangener Zeiten. Niemand fragt mehr nach den Erfindern des OBM-Verfahrens. Sie sind arbeitslos oder machen Umschulungskurse.

Der Bischof bekommt sie nicht zu Gesicht, obwohl der Bürgermeister, die Stadt ja nichts dafür können. Man zeigt dem Bischof auch nicht die Wohnsiedlungen der Russlanddeutschen. Er hätte sie fragen können nach ihrem Schicksal, hätte es aufnehmen können in seinen Erfahrungsschatz. So fragt er nichts. Mit unbewegter Mine hört er sich alles an, wie so eine Prägefolie gemacht wird, was aus dem Schlackenberg wird.

"Die Kunden wollen nicht mehr warten", erklärt Reinhold Sulzmaier vom Folienwerk. "Entweder Du kannst in drei Tagen liefern oder Du bist weg." Der Bischof nickt unmerklich. Auch die Schriftbänder von Trauerkränzen werden mit solchen Prägefolien bedruckt, ist Reinhold Sulzmaier stolz. Ist nicht so einfach, aber man kriegt auch das hin.

Zuvor war der Bischof im Rathaus. Das Stiberfähnlein stand Spalier. Man überlegte, wie man so einen hohen Kirchenmann begrüßen soll. "Wir knien nicht hin, wir klatschen", gab der Bürgermeister dann vor. Der Bischof ist keine Ikone mehr, sondern fast ein Popstar. Der Videobeamer ließ Projektionen des Maxhüttengeländes über die Leinwände huschen. Man werde neue Straßen bauen und das Gelände erschließen, eine Mischnutzung anstreben.

Pläne, Visionen, aber keine Menschen. Man hat dem Bischof dann das Kellerverlies im Rathaus gezeigt. Er durfte als erster runtergehen. "Und wenn ich drunten bin, macht ihr die Falltür zu!", lachte er da. Es war ein herzhaftes und hintergründiges Lachen.

Harald Mohr

28.05.2005 | Netzcode: 10721091

Ein offenes Ohr für die Menschen

Regionalbesuch: Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller zu Gast in Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. (ll) Groß ist er, der Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller. Das fällt zuerst auf. Fast überragt er Stadtpfarrer Walter Hellauer. Doch große Worte hörte man bei seinem Besuch gestern Nachmittag von dem Hünen aus Regensburg nicht. Leise, konzentriert, mit leicht rheinpfälzischer Dialekt-Färbung kamen seine Fragen, die sein Interesse für die Stadt und ihre Menschen dokumentierten.

Zum vierten Mal war der Bischof in Sulzbach-Rosenberg. Zweimal war er auf den Annaberg gekommen, einmal zu einer Firmung. Jetzt galt es beim Regionalbesuch die örtlichen Verhältnisse besser kennen zu lernen. Bürgermeister Gerd Geismann war dem Diözesanhirten ein kundiger Führer.

Nachdem dieser vor dem Rathaussaal von einer Abordnung des Stiber-Fähnleins in historischen Kostümen empfangen worden war, machte ihn das Stadtoberhaupt mit den besonderen Belastungen der Kommune durch das Aus der Maxhütte vertraut, verschwieg aber auch nicht die Zukunftschancen: "Ich glaube, dass wir zurzeit mit dem Eigentümer der Maxhütte auf einem guten Nenner sind." Man wolle zusammen aus dem Gelände wieder etwas machen, dabei nicht zuletzt Möglichkeiten für Kunst, Kultur oder Dienstleister schaffen.

Stadtbaumeister Dieter Rebhan führte danach den Bischof und seine Begleiter - unter anderem Domkapitular Reinhard Pappenberger, Sozialpfarrer Dr. Roland Batz, Regionaldekan Franz Meiler, Dekan Walter Hellauer und den Rosenberger Pfarrer Winfried Larisch sowie von evangelischer Seite Dekan Karlhermann Schötz - durch die historischen Säle des Gebäudes und ließ auch das Lochgefängnis nicht aus, dem der Bischof lächelnd wieder entstieg.

Anschließend ging es per Bus zum Schlossberg, wo angesichts der Temperaturen der Aufstieg fast ebenso atemberaubend war wie der Ausblick auf die Stadt. Wie hoch denn die Arbeitslosigkeit in der Region sei, wollte Bischof Müller im Angesicht der stillgelegten Maxhütte wissen. Mehr als zwölf Prozent, klärte ihn Geismann auf, "und das bedrückt mich sehr".

Weiter ging es zur Besichtigung von Kurz-Prägefolien, das der Bürgermeister dem Bischof als "einen sozialen Arbeitgeber mit einem Weltprodukt" ans Herz legte. Betriebsleiter Reinhold Sulzmaier betonte dort die derzeit gute Auftragslage und erklärte mit zahlreichen Beispielen, was die Firma genau herstellt: "Und wenn Sie sterben, kriegen Sie eine Kranzschleife, und auch da ist Prägefolie drauf." Der Bischof interessierte sich für die Betriebsabläufe ebenso wie für die Arbeitsbedingungen und suchte das Gespräch mit den Beschäftigten. Von einer jungen Frau wollte er etwa wissen, wie sie denn die bei der Arbeit stark eingeschwärzten Finger wieder richtig sauber bekomme.

Zurück in Sulzbach, nahm der Bischof an der Dekanatskonferenz der hauptamtlichen Mitarbeiter teil, zelebrierte einen Pontifikalgottesdienst in St. Marien und besuchte - er ist ja auch Ökumenebeauftragter der Bischofskonferenz - kurz die Christuskirche, ehe er im Rathaus einen Vortrag über Dietrich Bonhoeffer hielt.

21.05.2005 | Netzcode: 10718466

Sulzbacher Zeitreise

Schlossführung mit Musik und Tanz der Renaissance

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Eine Schlossführung der besonderen Art erwartet die Besucher am Sonntag, 5. Juni, in Sulzbach-Rosenberg. Unter dem Motto "Auf den Spuren der Pfalzgrafen" erfahren sie nicht nur Interessantes aus über 1200 Jahren Schlossgeschichte, sondern sie werden bei Musik und Tanz des 16. Jahrhunderts mit allen Sinnen ins Zeitalter der Renaissance zurückversetzt.

Damals gehörte Sulzbach zum Fürstentum "Pfalz-Neuburg", das 1505 neu gegründet worden war. Dieses Ereignis wird mit der diesjährigen Landesausstellung in Neuburg a. d. Donau gewürdigt, zu der das Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg die Schlossführungen als Begleitveranstaltung anbietet.

Sulzbach ging damals erste eigene Wege, als Pfalzgraf Ottheinrich II. ab 1582 in Sulzbach residierte und das Schloss ausbauen und erweitern ließ. Sein Großneffe Christian August erlangte schließlich 1656 die Eigenständigkeit Pfalz-Sulzbachs. Er gilt als der bedeutendste unter den Sulzbacher Pfalzgrafen, deren letzter Karl Theodor sogar zum bayerischen Kurfürsten aufstieg.

Die künstlerische Umrahmung der Schlossführungen übernehmen der Tanzkreis "Laetissime saltemus" sowie ein Ensemble der Städtischen Sing- und Musikschule, beide in historischen Kostümen. Schlossführungen sind um 14.30, 15.15, 16 Uhr.

Anmeldung bis 3. Juni im Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg (Tel. 09661/ 510 131). Treffpunkt ist im Oberen Schlosshof. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro (Kinder bis 18 J. frei). Die Veranstaltung wird am 16. Oktober noch mal wiederholt.

17.05.2005 | Netzcode: 10716209

Schweiß beim Tanzen

"Laetissimae Saltemus": Historische Tanzgruppe aktiv

Sulzbach-Rosenberg. (kök) "Laetissimae Saltemus": "Mit großer Freude lasst uns tanzen" - dieses Motto gab sich die historische Tanzgruppe nicht nur als Namen, dieses Motto lebt sie auch. Jetzt hat sich die Gruppe einen Tanzlehrer für die richtigen Tanzschritte des Mittelalters geholt. Reiner Moldan aus Bayreuth unterrichtet seit 15 Jahren historische Tänze, seit zehn Jahren leitet er eine historische Gruppe in Bayreuth.

Sein Repertoire reicht von 1450 bis 1700, einige Mitglieder von "Laetissimae Saltemus" probten nun zusammen mit Reiner Moldan vorwiegend englische Tänze aus dem 17. Jahrhundert. Schweißtreibend, anstrengend, aber vor allem mit viel Spaß waren die Tänzer bei der Sache, war es doch für sie eine willkommene Abwechslung.

"Sonst tanzen wir hauptsächlich nach den Vorlagen der historischen Tanzbücher", erklärte die tänzerische Leiterin Ursula Singer. Sie besucht regelmäßig Workshops und hat bei dieser Gelegenheit Reiner Moldan kennen gelernt. Doch auch das Internet bietet allen historisch Interessierten Material für den richtigen Tanz.

Das Erlernte werden die Teilnehmer ihren Kollegen beibringen. Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage, in den zwei Jahren seit der Gründung umfasst ihr Repertoire bereits über 20 Tänze aus dem höfischen, gutbürgerlichen und bäuerlichen Leben. Ihr Können zeigen sie beim Altstadtfest sowie zu anderen Gelegenheiten.

Die Gruppe ist zwar aus dem Stiber-Fähnlein entstanden, aber auch Nicht-Mitglieder sind willkommen (Kontakt Tel. 535 24 oder 511 14). Gelegenheit, das Erlernte zu bestaunen, besteht bereits am 5. Juni. Als Begleitprogramm der Landesausstellung gibt es im Schloss eine szenische Stadtführung mit Tanz- und Musikprogramm.

14.05.2005 | Netzcode: 10715706

Eine schwierige Kunst

Stadtschreiber Andreas Schatz erweckt Urkunden zum Leben

Sulzbach-Rosenberg. (cog) Hoch konzentriert saß Andreas Schatz vor dem großformatigen Blatt Papier, tauchte sorgfältig die Feder in das kleine Glas mit Tusche und schrieb: "Heuraths-Contract ...". Anlässlich des Aktionstags im Stadtmuseum zeigte er, wie eine Urkunde entstand.

Vor der Erfindung von Schreibmaschine und Computer wurden wichtige Schriftstücke nämlich sorgfältig von Hand geschrieben und prächtig verziert. Schatz ließ vor den Augen der Besucher ein solches Prachtstück entstehen. Schatz, Stadtschreiber beim Stiber-Fähnlein, schrieb einen einfachen Vertrag ohne kostbare Initialen. Seine Wirkung erzielte das kalligraphische Meisterwerk allein aus der eleganten Handschrift mit Buchstaben aus der Schwabacher Schrift und einigen Sütterlin-Elementen.

Ein Aktionstag lebt vom Mitmachen. Die Besucher durften sich deshalb auch in der schwierigen Kunst versuchen. Schatz hatte Tuschefedern in verschiedenen Breiten bis zu 1,5 Zentimeter mitgebracht, außerdem elegante venezianische Siegel. Einige Kinder haben damit ihre ganz persönlichen Urkunden gestaltet.

Schatz schreibt nicht nur Urkunden, als passionierter Ahnenforscher besucht er auch Archive in ganz Deutschland und Tschechien auf der Suche nach Informationen. Dort liest er dann historische Urkunden und Kirchenbücher, um Ahnentafeln oder Stammbäume zu erstellen. Es ist oft schwierig, berichtet er, die verschiedenen Handschriften zu lesen, außerdem werden von Ort zu Ort unterschiedliche Begriffe benutzt.

Wer die aktuelle Sonderausstellung im Stadtmuseum, "Von den Wittelsbachern zur Selbstverwaltung - archivalische Schätze aus der Stadtgeschichte Sulzbach-Rosenbergs" besichtigt, stellt das auch fest. Die ausgestellten Urkunden sehen wunderschön aus, sind aber kaum lesbar.

27.04.2005 | Netzcode: 10708964 

"Reiche historische Substanz" 

Rosenberg Thema des Studientags Stadtgeschichte - Vieles harrt noch der Entdeckung 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Ab dem 19. Jahrhundert stieg Rosenberg zur größten Industriegemeinde Bayerns auf. Doch schon im Mittelalter hatte das heute noch liebevoll genannte "Dorf" seine Bedeutung: Auf historische Spurensuche in und um Rosenberg begab sich beim 6. Studientag Stadtgeschichte eine stattliche Schar von über 50 Teilnehmern. 

"In Rosenberg findet der Interessierte zahlreiche und qualitätvolle Substanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit" hatte Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer in seine Einladung zum 6. Studientag Stadtgeschichte der Kulturwerkstatt geschrieben.

 "Erfahren und Erwandern von Geschichte" lautete diesmal das Motto, es gab weniger Vorträge als sonst, dafür viel Zeit zum vergnüglichen Entdecken und Staunen. Geschichten abseits der Historie würzten das heimatgeschichtliche Menü. 

Zur Einführung gab Dr. Markus Lommer in einem Vortrag in der Villa Max einen Überblick von der Besiedlung des Schlossbergs etwa 1200 v. Chr. über den Aufstieg zur Hofmark 1481 bis zur Ansiedlung der Maximilianshütte 1853. Von da an veränderten sich Wirtschafts- und Sozialstruktur erheblich. Große Wohnungsnot Anfang des 20. Jahrhunderts war nur eine Folge davon. Gerade für Rosenberg besteht nach Lommers Einschätzung in punkto Geschichtsforschung noch erheblicher Handlungsbedarf. 

Breiten Raum nahm die Betrachtung der Rosenberger Burg und ihrer wechselvollen Geschichte ein. Unterschiedlichste überlieferte Darstellungen machen eines deutlich: Ein wahr- und wehrhaft-eindrucksvolles Kleinod war sie mit ihrem 40 Meter (!) hohen Turm damals und wäre sie mit Sicherheit auch noch heute. Ein Ölgemälde des Poppenrichter Künstlers Erich Graf im Tagungsraum rückte diese Fiktion (Rosenberg mit der Rosenburg heute) im Tagungslokal eindrucksvoll vor Augen. 

Markus Lommer erinnerte an die Zwangsvereinigung Rosenbergs mit Sulzbach 1934, "eine der ersten Maßnahmen der NSDAP bei uns, aus wirtschaftlichen, aber auch Prestigegründen". Nach dem Krieg wurde die Infrastruktur im großen Stil ausgebaut, die Werkssiedlungen - "auch sie haben schon Denkmalcharakter" - sind ein heute noch sichtbarer Beweis dafür. 

Im Bus unternahmen die ambitionierten "Heimatforscher" aus nah und fern dann eine Entdeckungstour, die auch zum mittelalterlichen Hammer, über den Eichelberg mit Bierkeller und Pestfriedhof nach Siebeneichen sowie nach Breitenbrunn führte. Thematisiert wurden dabei auch die zahlreichen Mühlen an Rosenbach und Spitzerbach. 

Beim nachmittäglichen Rundgang, der zunächst auf den Schlossberg und dann mitten hinein ins Dorf führte, wussten Sepp Lösch und Wolfgang Fischer (Mitglieder der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein) neben Sagen rund um den Schlossberg auch vieles über die ehemals lebendige Brau- und Wirtshauskultur zu sagen. Ein besonderes historisches Highlight erwartete die Teilnehmer zum Schluss: Sie konnten einen Blick in den Braukeller des einstigen Brauhauses des Hofrats von Korb werfen, der im Zweiten Weltkrieg auch als Luftschutzbunker genutzt wurde.

 Stolz nahmen alle Teilnehmer beim Ausklang im Fischer-Garten ihre Urkunden entgegen. Der nächste Studientag zur Stadtgeschichte wird sich im Herbst mit dem Schulwesen der Herzogstadt beschäftigen.

09.03.2005 | Netzcode: 10688008

Mit "Multipack" ran an den Gast

Stadt Sulzbach-Rosenberg wirbt mit neuen Themen und Angeboten bei "Freizeit-Touristik-Garten"

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Österliche Farbenpracht als magischer Anziehungspunkt: mit dem Arbeiterkameradschaftsverein, der heuer einen Weltrekord-Osterbrunnen für das Guiness-Buch präsentieren will, hatte die Stadt Sulzbach-Rosenberg für ihre diesjährige Werbeaktion auf der Messe Freizeit-Touristik-Garten in München eine Trumpfkarte gezogen. An zwei Tagen malten AKV-Frauen für Messbesucher bunte Ostereier an, und zum Messe-Auftakt sorgte das "Stiber-Fähnlein" zusätzlich für "Farbe im Spiel".

Die Stadt Sulzbach-Rosenberg, eingebunden in die Werbegemeinschaft Sulzbacher Bergland, ist in dieser Woche bei der Messe "Freizeit, Garten und Touristik 2005" mit einem ganzen Paket aktueller Werbematerialien vertreten. Dazu zählt z. B. die Veranstaltungsreihe "Kirche & Wirtshaus mit Pfiff", die nach dem Erfolg in den letzten Jahren auch 2005 mit fünf neuen Stationen im Amberg-Sulzbacher Land fortgesetzt wird. Die Kombination von Kirche und Wirtshaus, sprich Kultur, Bildung und Geselligkeit, hat sich als erfolgreiches Rezept bewährt.

Auf "Kneipen-Tour"
Rechtzeitig zur diesjährigen Messe wird ein neues Werbekonzept umgesetzt zum diesjährigen Kneipenclubbing in Sulzbach-Rosenberg. Nach einjähriger Pause wird diese publikumswirksame Aktion am 19. 3. über die Bühne gehen. Zum Kneipenclubbing in Sulzbach-Rosenberg und dem Kneipenfestival Amberg (16. 4. 05) wurde eine Internetplattform für die gemeinsame Werbung geschaffen (www.kneipenclubbing.de).

Erstmals auf einer Tourismusmesse präsentiert wird der Prospekt "Sehenswert". Hier findet der Gast Einblicke in die reiche Geschichte der Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Einrichtungen und Einkehrmöglichkeiten. Druckfrisch liegt für kulturinteressierte Besucher der neue Sulzbach-Rosenberger Veranstaltungskalender "Der-Kulturtipp.de" mit überregional bedeutenden Terminen bei der Messe auf.

Osterbrunnen-Rallye
In Zusammenarbeit mit der AOVE hat die Kulturwerkstatt einen Flyer mit Veranstaltungen rund um das Osterfest im Landkreis Amberg-Sulzbach aufgelegt. Es wurde auch wieder der Osterbrunnenwettbewerb ausgeschrieben. Auch hierzu gibt es eine Internetplattform: www.osterbrunnen-online.de

Sulzbach-Rosenberg und die Werbegemeinschaft Sulzbacher Bergland haben in Partnerschaft mit dem VGN wieder einige "Tipps für Unternehmungslustige" aufgelegt und wollen damit vor allem den Tages- und Wochenendausflügler ansprechen.

Auf der Tourismusmesse in Nürnberg wird auch der neue Faltprospekt des Stadtmuseums Sulzbach-Rosenberg eingesetzt. Übersichtlich gestaltet und reich bebildert, liegt er inhaltlich zwischen Infoblatt, Rundgang und Kurzführer. Zur Schriftenreihe des Stadtmuseums und Stadtarchivs, die seit 1992 erscheint, wird ebenfalls ein Faltblatt mit allen erhältlichen Titeln angeboten.

Ein echter Dauerbrenner und "Renner" ist das Wandern ohne Gepäck. Dieses Pauschalangebot der Werbegemeinschaft Sulzbacher Bergland wird am Messestand des Landkreises und der Herzogstadt heuer ebenfalls in neuem Outfit präsentiert, ebenso druckfrisch das Programm März bis August 2005 des Literaturarchivs Sulzbach-Rosenberg.

"Kultur & Gastlichkeit" nennt sich ein neu aufgelegter Führer für Gastronomie und kulturelle Anbieter in der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Als kulturgeschichtlich-botanischer Spazierweg durch Rosenweg ist natürlich im Messe-Werbepack auch der 2004 angelegte Rundweg durch den Stadtteil Rosenberg (initiiert von der Kulturwerkstatt in Zusammenarbeit mit Sepp Lösch) vertreten.

Lob für die "Stiber"
1. Bürgermeister Gerd Geismann lobte bei seinem Besuch am Messestand ausdrücklich die Aktivitäten der Kulturwerkstatt unter Fred Tischler und das besondere Engagement der Historischen Gruppe "Stiber-Fähnlein", die mit der Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" immer wieder die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf die Sulzbach-Rosenberger Lilien und die Silberdistel des Sulzbacher Berglandes lenkten.

02.02.2005 | Netzcode: 10672356 

Auf der Burg Reichspolitik gemacht 

Film von Dr. Mathias Hensch ermöglicht einen virtuellen Rundgang durch die Sulzbacher Burg 

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Das Sulzbacher Schloss prägt noch heute das Stadtbild. Weithin sichtbar steht es den Bürgern mit seinen verschiedenen Einrichtungen offen. Im 12. Jahrhundert war die Burg Sulzbach Stammsitz der Sulzbacher Grafen, auch Bertha von Sulzbachs, der späteren Kaiserin Eirene von Byzanz. Ein neuer Film des Archäologen Dr. Mathias Hensch ermöglicht einen virtuellen Rundgang durch die Burg. 

Vor illustren Gästen stellte Hensch die Computeranimation in der Schlosskapelle vor. Ab heute ist der Film in der Sparkassenfiliale zu sehen. Baudirektor Hermann Gläser vom Staatlichen Straßenbauamt konnte als "Hausherr" eine hochkarätige Gästeschar begrüßen, die der Einladung der Sparkasse Amberg-Sulzbach zu diesem Ausflug in die Vergangenheit gefolgt war. An der Spitze waren dies Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert, der bayerische Generalkonservator Prof. Egon-Johannes Greipl und Ex-Regierungspräsident Alfons Metzger, heute Vorsitzender des Oberpfälzer Kulturbundes. 

"Eine Wiege Bayerns" 
Gläser wies auf die Bedeutung der Schlosskapelle hin: "Es gibt wenige Kirchenbauten aus dem neunten Jahrhundert, die noch in diesem Zustand erhalten sind". Gläser wusste auch einige Eckdaten der wechselvollen Bau- und Nutzungsgeschichte zu erzählen. "Sulzbach ist mit diesem Schloss eine Wiege Bayerns", machte 1. Bürgermeister Gerd Geismann stolz deutlich, sozusagen "die alte Hauptstadt des Landes". Bertha von Sulzbach habe bedeutende Geschichte geschrieben, dank ihr bestehe überhaupt erst eine Beziehung zwischen Bayern und Byzanz. 
Über zehn Millionen habe die Sparkassenstiftung seit der Gründung vor zehn Jahren für die Förderung von Kunst und Kultur ausgegeben, bemerkte Vorstandsvorsitzender Heribert Niedermeier. Auch der virtuelle Rundgang durch die Sulzbacher Burg sei so mitfinanziert worden. 
Doch bevor es endlich ins Mittelalter ging, stellte Dr. Arno Rettner von der Archäologischen Sammlung München die Ausstellung "Die Welt von Byzanz. Europas östliches Erbe" kurz vor. In München werde noch bis zum 3. April der zu diesem Thema bisher umfassendste Überblick mit 1 000 Objekten auf 1 000 Quadratmetern aus 1 000 Jahren gezeigt. Gleich zu Beginn werde das Leben Berthas mit dem Film über die Sulzbacher Burg vorgeführt. Es sei ein Glücksfall, dass hier vor Ort geforscht worden sei. "So bekommt die Öffentlichkeit Wissen und Heimatstolz". 

Karolinger-Machtzentrum 
Dr. Mathias Hensch erläuterte anhand des engen Beziehungsgeflechts in höchste Regierungskreise die Bedeutung der Sulzbacher Grafen. "Auf der Burg wurde Politik von reichsweiter Bedeutung gemacht", das habe die neueste Forschung über die Sulzbacher Grafen belegt. Die Ausgrabungen hätten gezeigt, dass die Burg bereits im neunten Jahrhundert ein Herrschaftszentrum war. 
Der Film "Sulzbach - Bayerische Heimat einer byzantinischen Kaiserin des 12. Jahrhunderts" zeigt dank modernster Technik die Kinderstube von Bertha von Sulzbach, die 1146 den byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos heiratete und in Konstantinopel den griechischen Namen Eirene erhielt. Als Kaiserin hat sie jedoch ihre Heimat nie wieder gesehen. 
Alle Interessierten, die einen Blick auf und in die Sulzbacher Burg werfen wollen und keine Gelegenheit haben, nach München zu fahren, können sich den Film ab heute in der Sparkassenfiliale während der Geschäftszeiten ansehen. Eine einmalige Gelegenheit, sich virtuell auf die Spuren der enormen Bedeutung Sulzbachs als Herrschaftssitz zu begeben.

28.01.2005  |  Netzcode: 10670283

Stiber-"Bakschisch" aus Orient      Bild

Reinerlös des Basars vom Weihnachtsmarkt an den Familientreff

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Mit ihrer Beteiligung am Kulturprogramm zum letztjährigen Weihnachtsmarkt in Sulzbach-Rosenberg konnten die Mitglieder des Stiber-Fähnleins einen Betrag von 400 Euro erwirtschaften, ein Betrag, der dem Familientreff Sulzbach-Rosenberg zugedacht ist.

Mit Unterstützung durch die Werbegemeinschaft Sulzbach-Rosenberg, die u.a. den Platz zur Verfügung stellte, unternahmen die "Stiberer" unter dem Motto "Orientalischer Basar" auf dem Weihnachtsmarkt eine Zeitreise in den Orient.

Getränke vom Chai bis zum türkischen Mokka, Märchenstunden für Kinder, orientalische Seifen (hergestellt vom Patenverein Kulturverein Deberndorf) und die aromatische Wasserpfeife rundeten das Angebot für die ganze Familie ab.

Viele Mitbürger waren von dem Angebot begeistert, so dass der genannte Reinerlös erwirtschaftet werden konnte. Mit guten Wünschen für das neue Domizil, einen guten Umzug und weiterhin erfolgreiche Arbeit für alle Familien unter dem Dach des Familientreffs überreichte Klaus Faltenbacher die Spende des Stiberfähnleins.

Der Familientreff, vertreten durch Dr. Katrin Klein, nahm mit großer Freude und Dank die Spende entgegen. Dieses Jahr steht der Umzug des Vereins von der Neutorgasse in die neuen Gebäude der AWO in der Langen Gasse bevor, Vieles muss neu angeschafft werden für die neuen Vereinsräume, eine Kinderspielfläche im Freien soll gestaltet werden, da kommt die Spende wie gerufen.

Der Familientreff e.V. bietet neben vielen anderen Aktivitäten offene Treffs tagsüber, Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe, Kinderkrippe und ein reichhaltiges Vortragsprogramm abends an, die von allen Interessierten besucht werden können (Mitglieder ermäßigt). Jeder Interessierte ist auch eingeladen, Ideen und Einsatz mitzubringen in den Verein.

 

10.01.2005 | Netzcode: 10661791 

Erfolgsstory und gelungener Kraftakt 

Landrat Armin Nentwig zieht bei Neujahrsempfang des Landkreises Bilanz - Weichen gestellt 

Amberg-Sulzbach. (sta) Genau sieben Mal erwähnte Landrat Armin Nentwig in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang des Landkreises den Amberger Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer - ein guter Beweis dafür, wie intensiv mittlerweile auf vielen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis gediehen ist. 

Dicht gedrängt standen gestern Vormittag die Gäste an den Stehtischen im König-Ruprecht-Saal. Rund 280 Vertreter aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens waren der traditionellen Einladung des Landrates zum Neujahrsempfang des Landkreises gefolgt und dokumentierten mit ihrer Anwesenheit, dass sie bereit sind, Verantwortung für die Zukunftsgestaltung der Heimat zu übernehmen. 

Den Gedanken der Kooperation auf allen Ebene stellte Landrat Armin Nentwig in den Mittelpunkt seiner Ansprache, mit der er eine Art Leistungsbilanz des vergangenen Jahres eröffnete: "2004 war eine einzige Erfolgsstory und ein erfolgreicher Kraftakt", fasste er die Arbeit aller Bediensteten im Landratsamt zusammen. Im Landkreis sei es gelungen, entscheidende Dinge auf den Weg zu bringen, Strukturen zu ändern, Weichen zu stellen. 

Bei seiner Beweisführung für dieses Urteil konnte er zahlreiche Aktivitäten aufzählen: die Gründung der regionalen Entwicklungsgesellschaft "Zukunftsagentur plus", der Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung und Integration, der Naturparkvereine Hirschwald und Frankenpfalz, die Umwandlung der Krankenhäuser St. Anna in Sulzbach-Rosenberg und St. Johannes in Auerbach in Kommunalunternehmen, den Zweckverband Berufsschulen oder das Netzwerk der Kreisheimatpfleger. 

Zahlreiche viel beachtete Veranstaltungen wie die Last-Minute-Lehrstellenbörse, Unternehmerschule, Gesundheitstag oder Reiterolympiade in Kreuth legen nach Ansicht von Nentwig Zeugnis davon ab, dass es voran geht im Landkreis. Allerdings - und das stimmte nachdenklich - rangiert die Region bei so wichtigen Grunddaten wie das verfügbare Einkommen je Einwohner mit 14 241 Euro (83 Prozent) deutlich hinter den Bayernzahlen. "Das heißt, den Menschen fehlt das Geld in der Tasche, um es auszugeben, um ihr Häusl herzurichten oder um Steuern zu zahlen", so Nentwig.

 Ebenso wie Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert lenkte Nentwig den Blick traurig und nachdenklich in die Krisenregion nach Südostasien, wo unsägliches Not und Leid über die Menschen hereingebrochen sei. "Wir denken an die Betroffenen und werden alles tun, um zu helfen", sagte er. 

Am Ende durfte der Dank nicht fehlen an alle, die geholfen haben, den Landkreis voran zu bringen. Nicht vergessen wollte er die guten Geister, die für das Gelingen des Neujahrsempfangs verantwortlich zeichneten, unter ihnen Chefkoch Hans Luber mit seinen Mitarbeitern vom St. Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg, das Bläserensemble des CVJM Sulzbach-Rosenberg unter der Leitung von Kurt Lehnerer und der Churfüstlichen Schlosswache.

 
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