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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

 

18.11.2006 | Netzcode: 10946276

"Historische" spendabel

Sulzbach-Rosenberg. (lö) 500 Euro Spende für den Wohnheim-Neubau überreichten Klaus Faltenbacher und Helmuth Singer vom Stiberfähnlein an den Leiter der Jurawerkstätten, Reinhard Wendl, und den stellv. Vorsitzenden der Lebenshilfe-Kreisvereinigung Amberg-Sulzbach, Manfred Schießl.

Es handelte sich um den "aufgestockten" Reinerlös aus den Einnahmen der Historischen Gruppen Stiberfähnlein und Dillnberch-Schlorcher, die im Verein mit der Firma Leder Ditsche und den historischen Bierbrauern der Fa. Kalkbrenner im September den Tag der Offenen Tür bei den Jurawerkstätten unter dem Motto "Goldene Straße mitgestaltet hatten. Die Vertreter der Lebenshilfe nahmen die Spende für ihre Schützlinge dankend entgegen.

11.09.2006 | Netzcode: 10920278

"Heimat ist da, wo die Arbeit ist"

Gelungenes Fest in Jura-Werkstätten - Mittelalter und moderne Technik Hand in Hand

Sulzbach-Rosenberg. (ge) Etwas Verbindendes in friedlicher Zeit - dieses Merkmal der historischen "Goldenen Straße" , die über Sulzbach einst Richtung Hahnbach/Gebenbach lief (nicht über Amberg!), strahlte gemeinsam mit der Herbstsonne über dem Jura-Fest: Zu einem mittelalterlichen Spektakel hatten die Jura-Werkstätten Amberg-Sulzbach eingeladen gemeinsam mit dem Stiber-Fähnlein.

Hunderte von Besuchern strömten am Samstag durch die Hallen und die Standreihe, um sich ein Bild zu machen nach dem Motto: Mittelalterliches Handwerk und heutige Leistung einer modernen Werkstätte.

Mit dumpfen Trommelwirbeln marschierte der Zug aus Gästen, Stiberern und Werkstatt-Leitung ins Gelände der Jura-Werkstätten ein, wo der 1. Vorsitzender der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, Eduard Freisinger, das Motto näher erläuterte. "Heimisch ist man da, wo die Arbeit ist!" - diese Auffassung sei gerade für Behinderte wichtig, die hier in den Werkstätten beides fänden, Schutz und sinnvolle Beschäftigung.

"Es ist die reizvolle Seite der Goldenen Straße, die uns das Stiber-Fähnlein heute präsentiert", so Freisinger, der sich glücklich zeigte über die Vielfalt an Mittelalter, die die Historische Gruppe hier aufgebaut hatte.

Auch Bürgermeister Gerd Geismann, gleichfalls historisch gewandet, freute sich über die Gelegenheit, einen Blick in die Geschichte und die Zukunft gleichzeitig zu tun. Er sah in der Goldenen Straße etwas Menschenverbindendes in friedlicher Zeit, das auch und gerade in den Jura-Werkstätten bestens zum Tragen komme.

Sein Dank galt auch den fleißigen Mitarbeitern der Werkstätten, die alle gleichermaßen geschuftet hätten, um den Besuchern einen Einblick gewähren zu können in die Welt ihrer Arbeit und gleichzeitig perfekte Bewirtung anböten.

Die Stadt, so das Oberhaupt, habe immer ein offenes Ohr für die Belange der Behinderten, um sie vom Rande der Gesellschaft hinein in die Mitte zu integrieren, was in Sulzbach-Rosenberg bestens gelinge.

Mit einem zünftigen Konzert und schmissigen Weisen eröffnete dann das Bergknappenorchester mit Johannes Mühldorfer den sonnigen Tag, an dem sich ein steter Besucherstrom durch Außenbereich, Zelt und Standreihe drängte.

Gab es doch vielerlei zu sehen im wiedererwachten Mittelalter: Da plagten sich die Seiler beim Drehen und schufen perfekte Produkte, die es heutzutage zu gar nicht mehr gibt, Kerzenzieher fertigten in mühevoller Arbeit mittelalterliche Lichter, Lederarbeit und Schuster gab es genauso zu bewundern wie Schriftenmalerei, Haarbänder, Schnitzereien, Kräuterhexe und Instrumentenbau.

Beim Spiel wie Guldenlauf und Würfel konnten sich die Besucher vergnügen, selbstgemachten Met kosten, historisches Braunbier kosten und sich den Stiber-Eintopf schmecken lassen, der über dem offenen Feuer kochte. Natürlich gab auch die mittelalterliche Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" einen Auftritt. Sämtliche Einnahmen aus Spenden und Verkauf spendeten die Stiber übrigens dem Gastgeber Jura-Werkstätten.

In den Werkhallen demonstrierten die Mitarbeiter der Werkstätten beim Tag der offenen Tür dann den zahlreichen Besuchern stolz ihr Können an den Maschinen und bewiesen Sorgfalt sowie Engagement bei der Herstellung. Die reichliche Bewirtung vor und hinter dem Haus tat ein Übriges dazu, dass alle Gäste diesen Tag als perfekt gelungen betrachteten.

09.09.2006 | Netzcode: 10919650

Heute zum Jura-Fest

Werkstätten laden Bürger ins Mittelalter ein

Sulzbach-Rosenberg. (spm) Die Jura-Werkstätten Amberg-Sulzbach laden heute zum Tag der offenen Tür ein. Unter dem Thema "Goldene Straße - Damals und Heute" präsentieren sie mit dem Stiber-Fähnlein das mittelalterliches Handwerk und die Leistungen der Jura-Werkstätten heute. Nach der Eröffnung um 9.45 Uhr findet von 10.30 bis 12 Uhr ein Standkonzert des Bergknappenorchesters statt. Um 13.30 Uhr beginnt das mittelalterliche Spektakel: Tanzkreis "Laetissime Saltemus", mittelalterliche Spiele und Handwerk, historisches Braunbier.

Ab 15 Uhr spielt Live-Musik, es gibt Weißwürste, Ochsenbrust im Wurzelsud, Sau am Spieß, Landsknechttaler, Eintopf, Kaffee und Kuchen

30.08.2006 | Netzcode: 10916444

Schönheit und Kraft führen zum Erfolg

Tolles Finale der BR-1-Sommerreise

SULZBACH-ROSENBERG. Einen großartigen Abschluss der BR-1-Sommerreise mit einer gigantischen Musik- und Unterhaltungsshow feierten rund 8000 Gäste im Stadtpark von Sulzbach-Rosenberg mit. Höhepunkte waren die Miss-Wahlen, ein Gstanzl-Wettstreit und die BR-1-Stadtmeisterschaft.

Mit frenetischem Applaus wurden das Moderatorenteam Tilmann Schöberl und Uwe Erdelt, das gekonnt durch die Show führte, sowie "Fonsi", der Kassenmann von Neuschwanstein, der zu allem seine grantigen und siebengescheiten Sprüche parat hielt, begrüßt. Die Stimmung kochte bereits zu Beginn des Mega-Events hoch, wozu auch Bayerns Vorzeige-Showband Tropical Rain mit ihren mitreißenden Einlagen keinen geringen Beitrag leistete. Die Gastgruppe Winds wurde ebenfalls mit tosendem Beifall bedacht.

Auftritte der mittelalterlichen Tanzgruppe Stiber Fähnlein (Laetissime Saltemus), Toni Laurer sowie ein Beitrag des Stadtheimatpflegers Dr. Markus Lommer zur Geschichte der Stadt Sulzbach-Rosenberg steigerten den Unterhaltungswert der gigantischen Veranstaltung enorm.

Sulzbachs-Rosenbergs Bürgermeister Gerd Geismann war ebenfalls stark in das Abendprogramm mit eingebunden und hatte hierbei die Gelegenheit für seine Stadt Gelder zu holen. So wurde das Lotto-Werfen eine der Haupt-Attraktionen des Abends, bei dem Gerd Geismann große Zielsicherheit und ein ruhiges Händchen bewies. Der Softball landete dann auch mit etwas Hilfe von "Fonsi" tatsächlich auf der 49. Für diesen Treffer winkte dem Stadtoberhaupt die Höchstausschüttung von zweimal 490 Euro, die auf 1000 Euro aufgerundet wurde. Das Geld kommt der Hängematte und der CJD, einem Sozialverband zur Förderung der Integration, für die Jugendarbeit zugute.

Gerd Geismann wirkte auch beim Sulzbach-Rosenberger Stadtquartett mit einer Schlaucholete mit. Mit Dr. Markus Lommer am Nasofon, Heide Burkhart am Isolierbass und Maria Bossle an der Krückolette schlug er sich bei der Stadtmeisterschaft wacker und punktete auch dementsprechend für Sulzbach-Rosenberg. Am Ende setzte sich der Bürgermeister auch noch auf den Fahrrad-Ergometer, um sich für die Her-zogstadt abzustrampeln. Hier kam auch die gute Kondition des ehemaligen Marathonläufers zum Tragen. Gerd Geismann radelte seine Stadt letztendlich auf den zweiten Platz unter den acht Teilnehmerstädten.

Die absoluten Höhepunkte des Abends waren natürlich die Miss-Wahlen. Zunächst hatte das Publikum die schwierige Aufgabe, eine Miss Sulzbach-Rosenberg zu küren und dann die Miss Bayern 1. Die 16-jährige Julina Baringer aus Mintraching (bei Regensburg) war bei beiden Wahlen der absolute Publikumsfavorit, wie das Applausometer bewies. Sie kann nun ihre Model-Karriere starten. Denn neben einem 500-Euro-Einkaufsgutschein winkt ihr noch ein einwöchiges Fotoshooting unter Palmen für den nächsten Quelle-Katalog einschließlich einer Reise für zwei Personen. Außerdem erhält die Siegerin eine professionelle Setcard als Bewerbungsgrundlage im Wert von mehreren tausend Euro und einen Agenturvertrag.

Die attraktiven Preise waren wohl verdient, denn Juliane Baringer hatte es nicht leicht, sich gegen die harte Konkurrenz durchzusetzen. Als Mitstreiterinnen in der regionalen Entscheidung traten an Sarah Dettmann aus Freudenberg, Manuela Lauß aus Kirchenthumbach, Alexandra Neubauer aus Amberg, Kartin Oppitz aus Weiherhammer und Angelina Groß aus Eschenbach. Der gekonnte Showtanz der Mädels im knackigen Bikini kam naturgemäß bei den männlichen Gästen besonders gut an. Etwas schwerer taten sich die Bewerberinnen mit Model-ambitionen später beim Walzertanzen im Abendoutfit.

Nachdem sich Juliane Baringer die Gunst des Publikums erworben hatte und sie der frenetische Applaus an die Spitze des Regionalentscheids katapultierte, hatte sie sich bei der Wahl der Miss Bayern 1 gegen die anderen Lokalmatadorinnen aus Pfronten, Peinting, Forchheim, Spalt, Traunreut, Vilshofen und Volkach durchzusetzen. Sie war überglücklich - und auch etwas stolz -, als sie auch hier wieder vom Publikum zur Siegerin gemacht wurde, was sie anfänglich gar nicht glauben konnte. Den zweiten Platz belegten Christina Martin und Christina Janotta.

Nach den spannenden Misswahlen folgte das große Finale mit allen Akteuren, die das das Bayern-1-Lied zum Besten gaben. Ein perfekt organisiertes, niveauvolles und stimmungsgeladenes Megamusik- und Unterhaltungsereignis ging zu Ende, an das sich viele Sulzbacher sicherlich noch gerne und lange zurückerinnern werden.

Adele Schütz

Von Joachim Gebhardt | 28.08.2006 | Netzcode: 10915402

Stimmung satt im Sommerreise-Sound

Ende der Bayern-1-Tour in Sulzbach-Rosenberg - Fast 8000 Besucher feiern im Bürgerpark

Sulzbach-Rosenberg. "Wir hätten keinen besseren Ort finden können für den Abschluss der Tour!": Recht hatten sie, die Moderatoren Tilmann Schöberl und Uwe Erdelt - fast achttausend Sulzbach-Rosenberger und Gäste aus ganz Bayern bereiteten der Bayern-1-Sommerreise, mitpräsentiert vom Medienhaus "Der Neue Tag/Sulzbach-Rosenberger Zeitung" am Samstag im Bürgerpark einen frenetischen Empfang und feierten um Mitternacht das Nummer-1-Model Julia Baringer aus Mintraching.

Nach einem Regenbad in Volkach am Freitagabend ging der Blick der Profi-Crew des Bayern-1-Teams beim Aufbau immer wieder angstvoll nach oben - doch wer nach Sulzbach-Rosenberg kommt, der hat Anspruch auf gutes Wetter, und so blieb der Bürgerpark trocken. 400 vollbesetzte Biergarnituren und fast noch einmal so viele begehrte Stehplätze zeugten von der Attraktivität des Programms: Die Zielgruppe von 50 aufwärts machte sich einen gemütlichen Abend bei Show, Humor und Musik.

Ein weiß-blaues Fähnchenmeer empfing die Moderatoren und den bekannten Komiker Fonsi gegen 18 Uhr, die Stimmung kochte hoch und sollte auch so bleiben. Bayerns beste Showband "Tropical Rain" heizte entsprechend ein im perfekt durchorganisierten Bürgerpark, Ballontürme stiegen in den Himmel, die einheimische Gastronomie sorgte für den nötigen Unterbau bei den Gästen.

Noch einmal stellten Tilmann Schöberl und Uwe Erdelt die Model-Kandidatinnen für die Wahl der Miss Sulzbach-Rosenberg vor - Sarah Dettmann aus Freudenberg, Juliane Baringer aus Mintraching, Manuela Lauß aus Kirchenthumbach, Alexandra Neubauer aus Amberg, Katrin Oppitz aus Weiherhammer und Angelina Groß aus Eschenbach. Sie präsentierten sich Laufe des Abends auch im Bikinini und im Abendkleid.

Stadtheimatpfleger Markus Lommer stellte die Herzogstadt vor, Bürgermeister Gerd Geismann strampelte auf dem Fahrradtrainer für die Stadtmeisterschaft, die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein präsentierte mittelalterliche Tänze , bevor der bekannte Oberpfälzer Humorist Toni Laurer seine Fans mit der Story vom coolen Disco-Besuch begeisterte.

Per "Applausometer" setzte sich bei der Lokalwahl dann Juliane Baringer durch vor Sarah Dettmann und Alexandra Neubauer - ein erster Höhepunkt, den dann die bekannte Gruppe "Wind" aber noch toppte: Sie lieferte einen mitreißenden Auftritt und gab umjubelt eine Menge Hits zum Besten, von "Dschingis Kan" über die Les-Humphries-Singers bis hin zu ABBA und natürlich ihren eigenen Grand-Prix-Hits aus 1985 und 1987, "Für alle" und "Lass die Sonne in dein Herz".

Krönender Abschluss der Bayern-1-Sommerreise dann die Kür der "Miss Bayern 1": Die vierköpfige Jury sah sich nochmals die Vorstellung aller Kandidatinnen an: Pfronten entsandte Katharina Selig, Peiting Cati Zintl, aus Forchheim kam Nadine Kestel, aus Spalt Carola Fuchs und aus Traunreut Christina Janotta, in Vilshofen hatte Christina Martin gewonnen, in Volkach Nadine Nagel, in Sulzbach-Rosenberg Juliane Baringer.

Sie alle zitterten der Entscheidung entgegen, die dann eine überglückliche Jule Baringer auf Platz 1 sah, flankiert von Christina Martin und Christina Janotta.

Großes Finale, alle auf die Bühne, und dann erklang das Bayern-1-Lied mit allen Akteuren zum Schluss der diesjährigen Sommerreise: Ein herrlicher Abend im Bürgerpark klang aus, vor allem für die nicht mehr ganz so Jungen ein Riesen-Erlebnis - stimmungs- und qualitätvoll, perfekt organisiert, so wie man es in Sulzbach-Rosenberg eben gewöhnt ist.

28.08.2006 | Netzcode: 10915574

Model-Karriere für Juliane Baringer

Bayern-1-Sommerreise in Sulzbach-Rosenberg: 16-Jähriger gewinnt Wettbewerb
Sulzbach-Rosenberg. (ge) Start frei in die Model-Karriere: Die 16-jährige Juliane Baringer aus Mintraching bei Regensburg gewann die Wahl zum Miss-Bayern-1-Model 2006 bei der Veranstaltung in Sulzbach-Rosenberg, die auch vom Medienhaus "Der neue Tag" mit präsentiert wurde.

Riesige Freude: Die 16-jährige Juliane Baringer (Mitte) gewann die Wahl zum Miss-Bayern-1-Model 2006.Beim Abschluss der Bayern-1-Sommerreise in Sulzbach-Rosenberg setzte sie sich vor ihren Konkurrentinnen aus Auerbach/Vilshofen und Traunreut durch.

Fast 8000 Gäste bevölkerten den Bürgerpark in Sulzbach-Rosenberg, als die Moderatoren Tilmann Schöberl und Uwe Erdelt die fast sechsstündige Show starteten.

Perfekte Musik von "Tropical Rain", lockere Sprüche von Kabarettist "Fonsi", Gstanzln mit BR-Volksmusikchefin Evi Strehl und dem fränkischen Barden Philipp Simon Goletz wechselten sich ab mit mittelalterlichen Tänzen, Vorstellung der Models und der Wahl der Miss Sulzbach-Rosenberg.

Julian Baringer setzte sich gegen die Konkurrentinnen durch: Sie wird im kommenden Quelle-Katalog zu sehen sein.
Schon hier setzte sich die spätere Siegerin Juliane Baringer gegen ihre Konkurrentinnen Sarah Dettmann aus Freudenberg, Manuela Lauß aus Kirchenthumbach, Alexandra Neubauer aus Amberg, Katrin Oppitz aus Weiherhammer und Angelina Groß aus Eschenbach durch.

Umjubelter Auftritt
Nach dem umjubelten Auftritt der Popgruppe "Wind" kürte die Jury dann die Bayern-Siegerin aus den zuvor ermittelten Lokalmatadorinnen aus Pfronten, Peiting, Forchheim, Spalt, Traunreut, Vilshofen und Volkach, den bisherigen Stationen der Sommerreise. Juliane Baringer setzte sich durch und bekommt nun neben einem einwöchigen Fotoshooting unter Palmen für einen Katalog der Quelle AG inklusive einer Reise für zwei Personen einen Agenturvertrag.

15.08.2006 | Netzcode: 10911354

Das Mittelalter lebt auf

Zweitägiges Fest im Vilsecker Burghof lockt Tausende von Besuchern an

Vilseck. (acz) Ein üppiges und unterhaltsames Programm von A wie Amulette basteln bis Z wie Ziegenkutschfahrten hat die Stadt Vilseck bei ihrem Ritterlager am Wochenende angeboten. Tausende Besucher ließen sich dieses Fest nicht entgehen und unternahmen eine spannende Reise in das Mittelalter.

Das bunte, ja teilweise turbulente Treiben mit toller Stimmung steckte selbst Mittelalter-Muffel an. Auch der "Burgherr" Bürgermeister Hans-Martin Schertl schien sich in seinem Edelgewand wohl zu fühlen, flanierte von Stand zu Stand und besuchte alle zwölf teilnehmenden mittelalterlichen Gruppen. Bei der Organisation hätten sich wieder die einheimischen Ritter von der Zarg und Schmiede um den Erfolg des Festes verdient gemacht, sagte Schärtl am Rande eines des zahlreichen Schaukämpfe. Allerdings lobte er auch den Einsatz aller teilnehmenden Gruppen.

"Es macht einfach Spaß"

Zahlreiche mittelalterliche Gruppierungen wie die Communitas Dragonis aus Nittenau, das Pfalzgräfische Gefolge aus Neumarkt oder der Kulturverein Derbendorf schlugen an den beiden Festtagen ihr Lager in der Burg auf und genossen sichtlich das Interesse an ihrer Arbeit und natürlich auch ihrem ganz privaten Freizeitvergnügen. Denn: "Es macht einfach riesig Spaß", betonten die Damen der Tanzgruppe des Stiber-Fähnleins aus Sulzbach-Rosenberg.

Auch die kleinen Marktbesucher kamen an beiden Tagen voll auf ihre Kosten. Die Jungen durften im Burghof Kettenhemden basteln, sich beim Leiterwagenfahren im Malzhaus vor dem Burgtor vergnügen, ihre Kräfte am Prügelbalken messen und gegeneinander beim Bogenschießen auf der Falknerwiese antreten.

Die Mädchen hingegen waren eher beim Basteln von Krönchen oder beim Malen im Bergfest anzutreffen. Und am Ende waren sich Besucher und Organisatoren einig: Es war ein tolles Fest für Groß und Klein.

12.08.2006 | Netzcode: 10910803

Zünftig feiern an der Goldenen Straße

Die Jura-Werkstätten in Sulzbach-Rosenberg bitten am 9. September zum "Tag der offenen Tür"

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Goldene Straße - damals und heute" lautet das geschichtsträchtige Motto, unter dem die Jura-Werkstätten Amberg-Sulzbach derzeit ihren Tag der offenen Tür in der Einsrichtung an der Eisenhämmerstraße vorbereiten. Es soll jedenfalls am 9. September ein Fest für Groß und Klein, für die ganze Familie werden, mit viel mittelalterlichem Flair, aber auch mit aktuellen Informationen aus der Arbeit der Jura-Werkstätten und der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach. "Wir wollen unsere Dienstleistungen bei diesem Fest ins rechte Licht rücken", so Werkstätten-Leiter Reinhard Wendl, als er mit seinem Team der SRZ das Konzept des "Tages der offenen Tür" vorstellte. Dazu werden Gruppen von Mitarbeitern in zwei Hallen und im Freien verschiedene Arbeitsprozesse vorführen.

Das zentrale Motto allerdings kreist um die "Goldene Straße". Gemeinsam mit der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein wollen die Jura-Werkstätten ihren Gästen den ganzen Zauber des Mittelalters bieten: Das beginnt bei Musik- und Tanzvorführungen mit Mitmachtänzen und geht über mittelalterliches Handwerk bis hin zu einem eigenen Ausstellungsraum zur "Goldene Straße". Dort werden auch Beiträge gezeigt, die die behinderten Mitarbeiter zu diesem Thema erarbeiten.

Auch die Palette der kulinarischen Genüsse sprengt mit Sau am Spieß, Landsknechts-Teller, Ochsenbrust im Wurzelsud und Weißwurscht-Frühschoppen den üblichen Rahmen. Die Elternvertretung und das Team der Jura-Werkstätten verwöhnen mit Kaffee und Kuchen.

Der Tag der offenen Tür in den Jura-Werkstätten an der Eisenhämmerstraße beginnt am Samstag, 9. September, um 9.45 Uhr mit einem fröhlichen Einzug der Mitwirkenden und der Gäste vom Parkplatz des Rohrwerks auf das Festgelände. Um 10 Uhr eröffnet der 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, Eduard Freisinger, das Fest, von 10.30 bis 12 Uhr schließt sich ein Standkonzert der Bergknappenkapelle an. Von 13.30 bis 15.30 Uhr ist Mittelalter-Spektakel. Von 15 bis 18 Uhr spielt Hartl Luber mit seinen Musikanten auf.

Von Sepp Lösch | 08.08.2006 | Netzcode: 10909187

Botschafter in "Wallensteins Lager"

Stiber-Fähnlein aktiv in Altdorf - Nächste Ziele der "historischen Reise": Vilseck und Furth im Wald

Sulzbach-Rosenberg. "Wie war's denn in Altdorf?" Mit Interesse "und mit großem Respekt", wie er nachdrücklich unterstreicht, verfolgt 1. Bürgermeister Gerd Geismann die Aktivitäten der Historischen Gruppe Stiberfähnlein mitten im "Mittelalter-Sommer 2006", zu denen jetzt auch ein Besuch bei den Wallenstein-Festspielen in Altdorf zählte.

Ja, wie war es denn in Altdorf? Nass war's, das auf alle Fälle, denn genau wie alle anderen Ausrichter von Freiluft-Veranstaltungen in der Region hatten auch die Altdorfer zum Schluss-Sonntag ihrer siebenwöchigen Festspielsaison Pech mit dem Wetter. Schon dem Vorauskommando der "Stiberer", das um 7 Uhr früh aufgebrochen war, um in "Wallensteins Lager" den Zeltpavillon in den Stadtfarben Rot und Weiß aufzustellen, regnete es nach Kräften ins Handwerk.

Wackere Sulzbacher fürchten freilich weder Amberger und Böhmen noch das Wetter: Das Fähnlein war mit Landsknechten in Waffen, mit der Tanzgruppe Laetissime Saltemus und mit seinem Schriftenmaler Andreas Schatz ins Fränkische gefahren, um wieder einmal die Werbetrommel für die Herzogstadt zu rühren. Mit im Gepäck natürlich auch gedrucktes Infomaterial zum Kultur- und Veranstaltungsangebot in der Herzogstadt, vom Jubiläum 350 Jahre Pfalz Sulzbach bis zum 2007 geplanten Barock-Festspiel um Knorr von Rosenroth.

Sämtliche Regenpausen in Altdorf wurden genutzt: So marschierte das Stiberfähnlein im Verein mit Altdorfer Kroaten und Landsknechten zum Wachaufzug durch die herrliche historische Altstadt, die Tanzgruppe hatte bei mehreren Auftritten dankbare Zaungäste, und zum krönenden Abschluss nahmen die Herzogstädter am großen Abschluss-Festzug durch Altdorf teil.

Der Abstecher nach Altdorf ist Teil des sommerlichen Reiseplans, der die "Stiberer" heuer schon nach Bärnau, Neumarkt und Bruck führte. Die nächsten Stationen sind am kommenden Wochenende das Fest auf Burg Dagestein in Vilseck, eine Woche später dann die Stadt des Drachen, Furth i. Wald. Wenn es sein Terminkalender erlaubt, will auch Gerd Geismann dabei sein.

01.08.2006 | Netzcode: 10906597

"Der Pfalzgraf bittet zum Tanz"

350 Jahre Fürstentum Pfalz-Sulzbach: Sonderführung durch Stadt und Herzogliches Schloss

Sulzbach-Rosenberg. (kök) "Der Pfalzgraf von Sulzbach bittet zum Tanz" - so lautete das Motto einer Stadt- und Schloss-Führung im Rahmen der Sonderausstellung "Die Mitten im Winter grünende Pfaltz". Das Besondere an dieser Veranstaltung des Stadtmuseums: Neben viel Wissenswertem über das Fürstentum Pfalz-Sulzbach und seine bis heute sichtbaren Spuren gab es mit Musik und Tanz einen lebendigen Einblick in das Leben bei Hofe.

Rund 80 Interessierte begaben sich "Auf die Spuren der Pfalzgrafen". Mit den neuen Stadtführern Eveline Eckel, Kerstin König und Günter Haller suchten sie in der Altstadt nach Spuren der pfalzgräflichen Vergangenheit.

Und die sind in der Tat noch zu finden: Im Waldmannhaus (heute Buchladen) war im Obergeschoss vermutlich ein Theater des Hofes eingerichtet. Die Christuskirche steht für das Ende des 300 Jahre überdauernden Simultaneums, das Pfalzgraf Christian August eingeführt hatte. Vorbei an der Wittelsbacher Fürstengruft, in der bis auf Karl Theodor alle Sulzbacher Pfalzgrafen mit ihren Familien bestattet sind, warfen die Gruppen einen kurzen Blick in die Stadtpfarrkirche.

Der Fürsten-Altar

Die ehemalige Simultankirche beherbergt einen wahren Schatz: Einen Altar, den Pfalzgraf Theodor Eustach persönlich entworfen hatte, mit dem Altarbild des berühmten Barockkünstlers Hans Georg Asam. Der Löwenbrunnen ist der einzige von drei durch Christian August aufgestellten Brunnen, die der Wasserversorgung und dem Brandschutz der Stadt dienen sollten.

Der Schwerpunkt der Führung lag diesmal auf dem Schloss: Von der Schlosskapelle aus spazierten die Telnehmer quer durchs Schloss. Dabei wurden sie u. a. auf die Räumlichkeiten der letzten Pfalzgräfin Franziska Dorothea hingewiesen. Im Palas wartete das erste Highlight: In dem von Pfalzgraf August eingerichteten Festsaal unternahm "Laetissime Saltemus" eine Zeitreise und lud zum Tanz. Die Mitglieder der ursprünglich aus dem Stiber-Fähnlein heraus entstandenen Gruppe präsentierten unter Leitung von Ursula Singer vier Tänze aus der Spätrenaissance und gaben in wunderschönen detailreichen Kostümen ein lebendiges Bild von einer Feier in diesem historischen Saal. Die Tänze erläuterte Sepp Lösch im Gewand des Stadtpflegers und Landrichters Albrecht Stiber.

Aussichten und Einblicke

Für den Aufstieg in den Hochbau des Schlosses wurden die Teilnehmer mit einem der schönsten Ausblicke auf die Altstadt belohnt. Im Augustbau wurden die freigelegten Wandmalereien betrachtet, die unter Putz im ganzen Schloss sind. Im Erdgeschoss geben die Reste des Bergfrieds einen Eindruck von dessen einstiger Größe. Er musste dem Augustflügel weichen, schließlich wollte der Pfalzgraf aus Mannheim seiner Frischvermählten ein saniertes Schloss präsentieren.

In diesem Bau wurde fürstlich gelebt, dazu gehörte auch Festmusik. Diese gab es vom Blockflötenensemble der SMS unter der Leitung von Ursula Dümmler. Sie verzauberten die Zuhörer mit Händels "Wassermusik" und Tanzfolgen aus "Terpsichore".

Zum Schluss gab es für die Führungsteilnehmer noch ein besonderes "Zuckerl": Sie konnten im Schlossgarten lustwandeln und einmal an der Außenmauer des Schlosses entlanggehen - ein Bereich, der ansonsten der Öffentlichkeit leider nicht zugänglich ist. Hier gab es an der Westseite des Schlossfelsens im 19. Jahrhundert eine terrassenartige Gartenanlage und mitten drin das Pantheon, den kleinen "Ruhmestempel" des Sulzbacher Verlegers Johann Esaias von Seidel.

20.07.2006 | Netzcode: 10901862

Besondere Führung

Herz-Jesu-Kindergarten beim Stiber-Fähnlein

Sulzbach-Rosenberg. (mtm) Die Rosenberger Kinder erlebten eine Stadtführung besonderer Art, denn der Herz-Jesu-Kindergarten ging auf Entdeckertour. Wolfgang Fischer vom Stiber-Fähnlein führte die Kinder durch das historische Sulzbach.

Er zeigte interessante und geschichtsträchtige Orte der Stadt wie etwa den Wohnturm mit Wehrgang, das Verlies mit der Folterkammer im Rathaus.

Den Wachturm mit der historischen Stadtmauer und dem alten Stadtgraben konnten die Kinder an diesem Tag ebenfalls ausgiebig besichtigen.

Bei der anschließenden Schatzsuche entdeckten die Kinder eine Kiste mit Gummibärchen. Spielerisch erfuhren die kleinen Herzogstädter viel Interessantes und so manches Detail aus der langen Geschichte der Herzogstadt.

Mit großer Begeisterung waren die Kleinen bei der Sache und durften sich am Ende sogar als tapferer Ritter erproben.

20.07.2006 | Netzcode: 10901861

Eine Pfalzgräfin nimmt Abschied

Freitag startet am Rathaus eine dreitägige historische Reise nach Hilpoltstein

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Die Sulzbach-Rosenberger Geschichte lebt: Am morgigen Freitag um 8.30 Uhr verabschieden 1. Bürgermeister Gerd Geismann und eine Abordnung des Stiber-Fähnleins in historischer Gewandung vor dem Rathaus die verwitwete Sulzbacher Pfalzgräfin Dorothea Maria und ihre Töchter nach Hilpoltstein. Die Fürstin wird die Reise mit großem Tross antreten. Interessierte Zaungäste sind willkommen.

Zum geschichtlichen Hintergrund: Im Jahre 1582 ehelichte Pfalzgraf Ottheinrich von Pfalz-Neuburg Dorothea Maria in Sulzbach und vermachte ihr die Herrschaft Hilpoltstein mit den Ämtern Heideck und Allersberg als "Wittum". Schon zwei Jahre nach dem Tod von Ottheinrich nahm die damals 44-jährige Witwe mit ihren drei Töchtern im Jahr 1606 Wohnung in der Burg Hilpoltstein. Sie wirkte über 30 Jahre segensreich für die Stadt. Noch heute halten die Hilpoltsteiner das Andenken an "ihre Gräfin" in Ehren und feiern alljährlich ein historisches Burgfest rund um die Ankunft der Gräfin in ihrer Stadt.

Heuer, im 400. Jubiläumsjahr, ziehen die Hilpoltsteiner historisch gewandet auf den Spuren der Pfalzgräfin drei Tage lang von Sulzbach nach Hilpoltstein. Der Reisezug besteht aus ca. 35 Personen, acht Pferden, einer Kutsche und einem Planwagen.

Am ersten Tag geht es über Kropfersricht, Prohof, Illschwang, Ottmannsfeld, Betzenberg und Brunn nach Lauterhofen. Der zweite Reisetag führt über Postbauer-Heng nach Seligenporten, der dritte Tag schließlich nach Hilpoltstein.

Dort findet wie alle Jahre am ersten Sonntag im August das historische Burgfest mit großem Umzug statt, mit dem die Hilpoltsteiner an die Ankunft der Pfalzgräfin Dorothea Maria erinnern. Dieses Fest hat bereits eine rund 80-jährige Tradition.

Von Sepp Lösch | 22.07.2006 | Netzcode: 10902850 

"Allzeit Silber, Speis und Paradeis" 

Beste Wünsche der Herzogstadt für die scheidende Pfalzgräfin Dorothea Maria

Sulzbach-Rosenberg. Als damals, vor 400 Jahren, Pfalzgräfin Dorothea Maria von Sulzbach zu ihrem Witwensitz Burg Hilpolstein aufbrach, hatte sie mitten im November nicht die beste Reisezeit gewählt: Wenn diese Reise jetzt historisch nachempfunden wird, haben die Akteure zwar Sonnenschein pur, aber auch Gluthitze am Hals.

So floss bei den edlen Damen und Herren, den Landsknechten, Trommlern und Herolden gestern morgen in der Herzogstadt der Schweiß in Strömen - historische Gewänder sind eben alles andere als hochsommerfreundlich. Aber: "Wer historisch sein will, muss leiden!"

Die Stadt Hilpoltstein, die "ihrer Gräfin" viel zu verdanken hatte, feiert noch heute alljährlich das Gedächtnis an jene Dorothea Maria von Württemberg mit einem großen Burgfest. 1606 hatte die Sulzbacher Pfalzgräfin nach dem Tod ihres Mannes Ottheinrich zusammen mit ihren drei Töchtern den Witwensitz auf Burg Hilpoltstein bezogen. Zur 400. Wiederkehr wird diese Reise jetzt von den Hilpoltsteinern historisch nachgestellt: Gestern brach die Pfalzgräfin in Begleitung ihrer Töchter mit Kutsche, Planwagen, bewaffnetem Geleit und Spielleuten von Sulzbach-Rosenberg auf zu der dreitägigen Reise in ihre neue Herrschaft.

Klar, dass ihre "Landeskinder" in Pfalz-Sulzbach der scheidenden Pfalrzgräfin einen großen Abschied bereiteten. Allen voran Gerd Geismann alias Bürgermeister und Consul Balthasar Neffzger von anno 1606, der der Fürstin beim Abschied im Schlosshof die besten Wünsche ("allzeit Silber, Speis, Freud, Gottseligkeit und Paradeis") mit auf den Weg gab und ihr zum sicheren Geleit eine Abordnung des Stiberfähnleins zur Seite stellte. Als Abschiedsgeschenk ließ er den Hilpoltsteinern eine Stadtfahne mit dem Lilienwappen überreichen.

In der Auffahrt zum Schloss konnten die Hilpoltsteiner auch das original Wappen Ottheinrichs von Sulzbach und seiner Gemahlin Dorothea Maria bewundern. Gerd Geismann hatte es zu dem gestrigen Anlass mit einer Blumengirlande schmücken lassen. Die "Stiberer" ihrerseits ließen der Fürstin durch Albrecht Stiber und seine Gemahlin Veronika als stärkende Wegzehrung einen preisgekrönten 15 Jahre alten Zwetschgenbrand in einer Steingutflasche zukommen.

Mit Trommel- und Fanfarenklang geleiteten die Sulzbach-Rosenberger den Hilpoltsteiner Reise-Tross samt den hohen Herrschaften bis vor das Rosenberger Tor, wo für die Akteure die erste 15 km-Etappe bis Lauterhofen begann. Tröstlich: Im Gasthaus Sörgel in Prohof wartete auf die Reisenden zur Mittagspause eine handfeste Brotzeit.

19.07.2006 | Netzcode: 10901411

Stiber-Fähnlein zu Gast in Bruck

Sulzbach-Rosenberg. (srz) Die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein ist gegenwärtig wieder rege als "Botschafter der Herzogstadt" in der Oberpfalz unterwegs. Nach der Teilnahme an einem Historischen Wochenende in Schneemühle bei Neumarkt besucht der Verein am Samstag und Sonntag den Marktflecken Bruck.
Im schönen mittelalterlichen Ambiente mitten auf dem historischen Marktplatz wird der Tanzkreis "Laetissime Saltemus" jeweils zwei Tanzauftritte absolvieren. Am Abend besuchen die Mitglieder das Festspiel "Macht und Minne" und lassen sich zurückversetzen ins Jahr des Herrn 1345.

28.06.2006 | Netzcode: 10893672

Zum Ritter gegürtet

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Das ist sogar beim Mittelalter-Lager des Stiber-Fähnleins zum Altstadtfest eher eine Ausnahme: Noch am ersten Abend wurde nach überliefertem Zeremoniell und rituellem Reinigungsbad ein junger Knappe aus den Reihen der Stiberer zum Ritter geschlagen.

Die Bezeichnung Ritterschlag trifft es jedoch auch nicht ganz, denn Ritter "Berto von der Zarg" erhob Daniel Butz alias Ritter Gelphrat von Königstein in den Ritterstand, indem er ihn nach dem Ankleiden feierlich mit dem Schwert gürtete. Der rituelle Schwertschlag auf die Schulter, wie man ihn auch von Ritterfilmen kennt, war nach Aussage von Berto von der Zarg im Mittelalter lediglich in England üblich, aber nicht auf dem europäischen Festland.

27.06.2006 | Netzcode: 10893235

Schändlicher Fall der "Plackerey"

Raubritter überfallen Kaufmannszug - Tausende Besucher unterwegs auf der "Goldenen Straße"

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Sie war im 14. Jahrhundert Kaiser Karls IV. Lieblings-Reiseweg, seine "Goldene Straße" von Prag nach Nürnberg. An dieser Fernverbindung lag auch Sulzbach, die "Hauptstadt von Neuböhmen". Was lag also für das "Stiber-Fähnlein näher, als die "Goldene Straße" beim Altstadtfest zum General-Motto zu erheben?

Pittoreske Szenen, saftig-pralles Mittelalterleben in Stibers-Heerlager "auf der Schanz" - dies alles vor der steil abfallenden Felswand, über der die Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen und die Stadtsilhouette aufragen. Eine Naturbühne, wie man sie sich schöner kaum vorstellen kann.

Vor dieser Kulisse erzählte am Samstag und Sonntag der "wandernde Mönch Bruder Josephus" (alias Sepp Lösch) dem Publikum von der "Goldenen Straße" und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für den Kaiser zu Prag und für die reichen Kaufleut' zu Nürnberg, von den Waren, die auf diesem rund 400 km langen Fernweg von West nach Ost und Ost nach West unterwegs waren, aber auch vom schändlichen Treiben der Raubritter und dem Unwesen der "Plackerey".

Und ehe er sein Ziel, die frommen Einsiedler im Peutental mit ihrer wundertätigen heiligen Anna, erreicht hat, gerät der fromme Bruder unversehens selbst in so einen Überfall, beobachtet als Augenzeuge, wie Raubritter aus der Gegend von Sulzbach einen Kaufmannszug samt Geleit ausrauben.

Das turbulente Geschehen auf dem Platz, das Kampfgetümmel, das anschließende "Fressen und Saufen" der Räuberbande, kommentiert von saftigen Sprüchen des wortgewaltigen Bruders Josephus, bereitete dem Publikum schieres Vergnügen.

Handwerker und Händler, Gaukler, Musikanten und Tänzerinnen, Bierbrauer und frivoles Treiben in der Badstube samt Weinschänke garnierten und komplettierten das Mittelaltertreiben. Zu einem besonderen Höhepunkt geriet erneut das grandiose Feuer-Spectaculum, das ein toll eingespieltes Team unter Leitung von Klaus Faltenbacher am späten Samstagabend vor den Mauern der Stadt entfesselte. Tausende vergnügten sich zum 30. Altstadtfest "auf der Schanz", und die Stiberer erwiesen sich einmal mehr als perfekte Gastgeber.

26.06.2006 | Netzcode: 10892590

Freunde feiern

30. Altstadtfest ein echtes "Rundum-Sorglos-Paket"

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Quasi als "Rundum-Sorglos-Paket" entpuppte sich die 30. Auflage des Sulzbach-Rosenberger Altstadtfestes. Bei Kaiserwetter kamen die Herzogstädter und die zahlreichen Gäste drei Tage lang in der riesigen Festzone voll auf ihre Kosten.

Pünktlich um 18 Uhr wurde das Mega-Ereignis am Freitag vom Stiber-Fähnlein mit Kanonendonner eröffnet. Und dann ging es Schlag auf Schlag: Auf sechs Bühnen wurden die Besucher von einem bestens abgestimmten Musikprogramm verwöhnt. Höchstes Lob verdiente auch heuer wieder das kulinarische Angebot - da hatten Jung und Alt fast die Qual der Wahl. Doch was wäre die Kulturstadt ohne die historischen Gruppen, die sich alljährlich auf der Schanz ein buntes Stelldichein geben? Sie widmeten sich vornehmlich dem Thema "Goldene Straße zur Zeit Kaiser Karls IV.". Das reichhaltige Programmangebot reichte u. a. vom Klassiker "Saustechen" über die Kindermeile und die Ausstellung der Gruppe 81 bis hin zum Formel-1-Fahrsimulator des ADAC.

Nur das Fußballspiel Deutschland-Schweden verschaffte den dienstbaren Geistern am Samstag eine Verschnaufpause. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war die Altstadt aber schon wieder überfüllt. Das Motto der Fußballweltmeisterschaft "Zu Gast bei Freunden" erlebten die Besucher drei Tage "live" in der Herzogstadt.

24.06.2006 | Netzcode: 10892242

Nachbarfeste keine Konkurrenz

Aktuelles Interview der SRZ mit dem Organisator des Altstadtfests, Fred Tischler

Sulzbach-Rosenberg. (cf) Seit sechs Jahren managt Fred Tischler das Altstadtfest. Die SRZ erreichte den 48-Jährigen zum Interview am Freitagvormittag inmitten des geschäftigen Geschehens, dem Aufbau der Stände und Buden für das Ereignis des Jahres.

An diesem Wochenende konkurrieren mehrere regionale Festivitäten mit Anziehungskraft, wie das Bergfest in Amberg oder das Bürgerfest in Weiden ...

Tischler: Als Konkurrenz sehe ich diese Veranstaltungen nicht. Früher kollidierten wir direkt mit dem Amberger Bürgerfest. Wir verschoben dann unser Altstadtfest um eine Woche. Das Bergfest in Amberg dauert ja länger, bis zum 2. Juli. Für diese Terminänderung haben mir übrigens alle gedankt, sie hat sich bestens bewährt.

Wie sieht's mit den Parkplätzen in Sulzbach-Rosenberg aus?

Tischler: Wir bieten zwei ausgeschilderte Großparkplätze und die Schlossgarage sowie das Parkdeck Liliencenter mit tausenden Stellplätzen an. Von hier aus sind es zu Fuß höchstens zehn Minuten zum Altstadtfest.

Wann kommen Sie als Organisator dazu, Ihr erstes Bier am Altstadtfest zu genießen?

Tischler: Eigentlich gar nicht. Ich muss an drei Tagen voll da sein - und trinke deshalb keinen Alkohol. Das Altstadtfest beschäftigt mich fast das ganze Jahr über - von der Bühnentechnik bis zur Klopapierrolle. Da ich auch noch Kultur, Tourismus und Sport verantworte, muss das Altstadtfest so nebenher laufen.

Was muss man beim Altstadtfest erlebt und gesehen haben?

Tischler: Also unbedingt das Saustechen im Burggraben (Zielwerfen mit Speeren) - und natürlich das Stiber-Fähnlein, das auf der Schanze wieder ein mittelalterliches Lager aufgebaut hat. Die lassen sich jedes Jahr was Neues einfallen. Auf der herrlichen Naturbühne ist das fast ein eigenes Altstadtfest. Einen Anziehungspunkt für die Kleinen bildet unsere Kindermeile am Sonntagnachmittag. Unsere sechs Bühnen präsentieren sämtliche Musikrichtungen: von der Trachtenkapelle bis zu Punk- und Rockmusik.

23.06.2006 | Netzcode: 10891855

Badezuber und Schänke rufen

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Reinlichkeit ist mir ein Graus, doch ich geh' ins Badehaus . . ." - in allen Details wird die Musikgruppe "Lusamendtleyn" heuer beim Altstadtfest im Stiber-Mittelalterlager Freuden und Leiden der Badestube besingen. Aber die echten Fans historischer Körperkultur werden sich ohnehin nicht davon abhalten lassen, ins angenehm temperierte Wasser des hölzernen Zubers zu steigen und sich bei einem Gläschen Wein oder Bier so richtig zu entspannen.

Die mittelalterliche Badestube ist offen für jedermann, und wer sich nicht zur Erfrischung im Zuber entschließen kann, der hat immer noch die Möglichkeit, bei einem süffigen Glas Wein in der dazugehörigen Schänke dem Badetreiben zuzuschauen. Es wird ganz bestimmt sehr vergnüglich!

22.06.2006 | Netzcode: 10891411

Feiern an der "Goldenen Straße"

Die "Historischen" ziehen zum 30. Altstadtfest in Sulzbach-Rosenberg wieder alle Register

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Musik und Mummenschanz, Dramatik und Kampfgetümmel, historisches Handwerk und Biersieden, eine "sündhafte" Badestube mit Weinschänke - dies und vieles mehr an Attraktionen finden die Altstadtfest-Besucher, wenn sie sich am kommenden Wochenende aufmachen "ins Mittelalter". Das Stiber-Fähnlein und viele gleichgesinnte Freunde schlagen wieder ihr Lager an der Schanz auf.

Schon zum offiziellen Auftakt des 30. Altstadtfestes in Sulzbach-Rosenberg leisten "die Historischen" einen entscheidenden Beitrag: Sie stellen nicht nur das zahlenmäßig größte Kontingent im Eröffnungsfestzug, sondern auch die Kanoniere und Böllerschützen, die um 18 Uhr beim Stadtturm mit Donner und Pulverblitz die große dreitägige Altstadt-Party anschießen. Im Festzug wird auch ein mittelalterlicher Kaufmannszug mit Geleit zu sehen sein, der dann am Samstag und Sonntag auf der Schanz noch eine besondere Rolle spielen wird.

Das Mittelalterliche Lagerleben und Markttreiben an der Allee steht heuer unter dem Generalmotto "An der Goldenen Straße". Sulzbach war nämlich (im Gegensatz zur Stadt Amberg, an der diese Handelsstraße kilometerweit entfernt vorbei führte) eine wichtige Station an der Verbindung von Nürnberg nach Prag.

Es gibt wieder viel zu erleben und zu schauen bei den Historischen. Das beginnt schon am Freitagabend mit der Eröffnung der Badestube und Weinschänke (alle Altstadtfest-Gäste sind eingeladen, sich in fröhlicher Weinrunde dort einmal das Treiben der Badenden aus der Nähe anzusehen). Die Stiber-Musikgruppe "Lusamendtleyn" hat dafür sogar ein "Badehaus-Lied" einstudiert. Ein Ritterschlag ("Schwertleite") ist die zweite Attraktion des Freitags.

Am Samstag gegen 16 Uhr und Sonntag gegen 15.30 Uhr wird ein Historischer Kaufmannszug mit bewaffnetem Geleit auf dem Weg von Prag nach Nürnberg Sulzbach ansteuern und von räuberischen Rittern aus der Region überfallen. Der wandernde Mönch "Bruder Josephus" wird für die Zuschauer das turbulente Geschehen kommentieren

22.06.2006 | Netzcode: 10891149

Mammut-Angebot auf der Schanz

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Sulzbach und die Goldene Straße unter Kaiser Karl IV." lautet das Motto des Mittelalterlichen Treibens auf der Schanz zum Altstadtfest 2006. Es wird nicht nur das Programm dominieren, sondern auch auf Schautafeln in Text und Bildern verarbeitet.

Dazu gibt es vor der herrlichen Kulisse der Stadtmauer ein Mammut-Rahmenprogramm mit Mittelalter-Musik und Tänzen, mit Orienttanz, Bogenschießen, Axtwerfen, Kinderturnier und Schaukämpfen, mit großem Feuerspectaculum nach Einbruch der Dunkelheit, Markttreiben, Waffendrill und Bruchenball, mittelalterlichen Schlemmereien und vielem mehr.

Besondere Attraktionen sind heuer originales Sieden von Braunbier im Kessel über offenem Feuer wie vor 400 Jahren sowie Weinschänke an der Badstube, deren Gäste schlemmen und sich am frivol-fröhlichen Treiben der Badenden ergötzen. Eine Falknerei informiert über Beizjagd und Falkenzucht. Dazu gibt es noch altes Handwerk in vielerlei Spielarten zu bewundern.

Beteiligte historische Gruppen: Stiber-Fähnlein, Gruppe "Dreißigjähriger Krieg", Dillnberch-Schlorcher Deberndorf, Pfalzgräfliches Gefolge Neumarkt, Ritter von der Zarg Vilseck, Ursi Pugnantes Bärnau, Casteller Castellum und Spilleyt, Communitas Monacensis München, Nostri Farrago, Communitas Mercatorum, Societas Gaudii und Zuckerbaeckerey.

20.06.2006 | Netzcode: 10890456

In Nittenau stark präsent

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Sulzbach-Rosenberg, die einst so bedeutende Stadt "auf dem Nordgau", unter den Sulzbacher Grafen und später den Herzögen Machtzentrum der ganzen Region, durfte natürlich beim 36. Bayerischen Nordgautag in Nittenau nicht fehlen. Mit den drei Trachtenvereinen, den Bergknappen, dem Stiber-Fähnlein und dem Historischen Verein "Dreißigjähriger Krieg" stellte die Herzogstadt "eine der größten und farbenprächtigsten Delegationen für den Festzug", so 1. Bürgermeister Gerd Geismann.

Das Stadtoberhaupt freute sich besonders, als in den Ansprachen an den 34. Nordgautag von 1994 in Sulzbach-Rosenberg erinnert und die kulturelle Bedeutung der Stadt für die Oberpfalz hervorgehoben wurde.

13.06.2006 | Netzcode: 10888161

Glänzende sechs Lilien in "Rawatz"

Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" und Stiber-Fähnlein als Botschafter der Stadt bei der Landesgartenschau

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Eine ganz hervorragende Präsentation der Stadt und ihrer kulturellen Besonderheiten" - 1. Bürgermeister Gerd Geismann, samt Gattin Christel selbst im mittelalterlichen Gewand eines Ratsherren, war des Lobes voll über den Auftritt der Historischen Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" und des Stiber-Fähnleins bei der Landesgartenschau in Marktredwitz (vulgo "Rawatz").

Der Regisseur Michael Ritz, ein gebürtiger Sulzbach-Rosenberger, hatte als Verantwortlicher für das gesamte Veranstaltungs- und Kulturprogramm während der Gartenschau in Marktredwitz frühzeitig dafür gesorgt, dass die Abordnung aus Sulzbach-Rosenberg einen offiziellen Programmplatz eingeräumt erhielten.

Er empfing die Tanzgruppe und die Stiberer am vergangenen Sonntag auch persönlich am Eingang "Drei-Bogen-Brücke" und geleitete sie zur Seebühne, wo sie eineinhalb Stunden später vor großer Zuschauerkulisse für authentische Mittelalter-Atmosphäre sorgen konnten. Zunächst aber hatten die Sulzbach-Rosenberger Gelegenheit, sich bei herrlichem Frühsommerwetter zu erfrischen oder sich einen ersten Eindruck von der Landesgartenschau zu verschaffen.

Eine gute Stunde lang nahm die Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" ("Mit großer Freude lasst uns tanzen") dann die große Seebühne der Landesgartenschau in Beschlag und hinterließ ein restlos begeistertes Publikum, das die schwitzenden Akteure schließlich mit prasselndem Beifall wieder verabschiedete. Die Tanzgruppe spannte mit nicht weniger als 15 Darbietungen den Bogen von mittelalterlichen Schreit- und Reigentänzen der einfachen Leute über die rasante "Shiarazula" mit sich immer mehr steigerndem Tempo bis hin zu höfischen Tanzformen des Spätmittelalters, der Renaissance und des Frühbarock.

SRZ-Redakteur Sepp Lösch alias "Albrecht Stiber" führte im Gewand des Sulzbacher Landrichters und Stadtpflegers durch das Programm. Bevor sich die Tänzerinnen und Tänzer mit ihrem Lieblingstanz, der bezaubernden "Chapelloise", verabschiedeten, nutzte Sepp Lösch die Gelegenheit, kräftig die Werbetrommel zu rühren für das diesjährige Sulzbach-Rosenberger Altstadtfest vom 23. bis 25. Juni.

Da nämlich haben nach einem Gastspiel in Bärnau am 17. Juli die Stiberer wieder ihre große Zeit: Im Mittelpunkt des historischen Treibens zum diesjährigen Altstadtfest stehen die "Goldene Straße", ein Kaufmannszug von Prag nach Nürnberg, der trotz bewaffneten Geleits von Raubrittern überfallen wird, des weiteren mittelalterliches Bierbrauen und eine fröhlich-frivole Badestube mit Weinschänke.

10.06.2006 | Netzcode: 10887434

Internationale Bühne

Herzogstadt am Sonntag Gast der Landesgartenschau

Sulzbach-Rosenberg. (lö) "Brückenschlag zwischen den Völkern in Europas Mitte" - dieses Attribut schmückt die diesjährige grenzübergreifende Landesgartenschau in Marktredwitz und Eger. Am morgigen Sonntag kann sich die Stadt Sulzbach-Rosenberg auf dieser internationalen Bühne präsentieren. 1. Bürgermeister Gerd Geismann reist dazu mit einer Abordnung des "Stiber-Fähnleins" und der Historischen Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" nach Marktredwitz.

Der aus Sulzbach-Rosenberg gebürtige Theaterregisseur Michael Ritz, der bei dieser Landesgartenschau das künstlerische Konzept für das Rahmenprogramm entworfen hat, plante die Sulzbach-Rosenberger frühzeitig mit ein. Die Tänzerinnen und Tänzer von Laetissime Saltemus" zeigen um 13 Uhr auf der Seebühne in Marktredwitz in historischen Gewändern Tänze aus dem Mittelalter und der Renaissance. Die Präsentation mit entsprechenden Erläuterungen übernimmt Stadthauptmann Albrecht Stiber (Sepp Lösch).

Natürlich wird die Gelegenheit genutzt, auf diesem Forum mit aktuellem Prospektmaterial Historie, Kultur und Feste der Fremdenverkehrsregion Sulzbach-Rosenberg vorzustellen. 1. Bürgermeister Gerd Geismann hat auch die Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder zu einem Kurzbesuch bei den Herzogstädtern eingeladen.

07.06.2006 | Netzcode: 10885902

Vom Erdboden verschlucktes Dorf

Wandertipp: Nördlicher Bergbaupfad führt zur Wüstung Großenfalz

SULZBACH-ROSENBERG. Vor zehn Jahren markierten der Bergknappenverein und das Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg den "Bergbaupfad", den sie in einen nördlichen und einen südlichen Teil trennten. Beide gehen vom Parkplatz unterhalb des Annabergs aus. Damit folgen die "Pfade" den Stollen, die von der 1958 eröffneten Grube St. Anna in nördliche und südliche Richtung der geologischen Störungslinie folgen, die sich östlich von Amberg über den Amberger Erzberg, den Eichelberg südlich von Sulzbach-Rosenberg und den Annaberg bis hinauf nach Auerbach zieht.

Hier haben sich auf dem Jurakalk bis zu 40 Meter mächtige Eisenerz - Lagerstätten gebildet, die oft bis fast an die Oberfläche reichten. Das Eisenerz hier wurde im "Bruchbau" gewonnen, das heißt, nach dem Abbau des Erzes brachen die darüberliegenden Gebirgsschichten teilweise ein. "Bruchfelder" nennt man die besonders gefährlichen Gebiete, die man überhaupt nicht mehr betreten darf. Gebäude, die über dem geplanten Stollen lagen, mussten deshalb vorher abgerissen werden.

Auch das Dorf Großenfalz wurde Mitte der 60er Jahre komplett aufgegeben und die Bewohner umgesiedelt, weil genau darunter ein abbauwürdiger Erzkörper lag. Die heutige "Wüstung" Großenfalz ist das Ziel unserer Wanderung. Wir starten an der Infotafel an der Annabergstraße (am Straßenrand, etwa (Ost 699265, Nord 5487280). Von da folgen wir dem Schild mit dem Bergmannssymbol. Der Weg ist bis auf wenige Stellen sehr gut und unmissverständlich ausgeschildert. Nach kurzem Aufstieg erreichen wir nach 650 Metern nach etwa acht Minuten die ersten Bruchfelder als Spuren des vergangenen Bergbaus. Es geht wieder bergab und entlang eines rechts liegenden Bruchfeldes zur Bundesstrasse 14, die wir überqeren. Wir folgen weiter dem Schild, das uns ein Stück durch ein Wohngebiet führt und münden bald wieder auf einen Feldweg, der uns nach 1,8 Kilometern und etwa einer halben Stunde zur dritten Schautafel führt: Hier war früher die Grube Karoline mit dem Förderschacht Klenze. Nach Inbetriebnahme des Annaschachtes hat man auch diese Grube verfüllt und die Hochbauten leider abgerissen, so dass heute nur noch das Infoschild an die Grube erinnert.

Weiter geht es am jüdischen Friedhof vorbei. Nach etwa 50 Minuten und 2,6 Kilometern stoßen wir auf die noch ältere Grube Etzmannsberg. Auch sie lässt sich nur noch erahnen. Weil hier die Bruchfelder bis unterhalb des Grundwasserspiegels reichen, haben sich Teiche, so genannte "Erzhüllen" gebildet. Heute sind das wertvolle Feuchtbiotope. Der Waldweg mündet auf eine schmale Teerstraße, auf die wir nach links gehen. Nach 3,8 Kilometern und einer Stunde zehn Minuten sehen wir zur Linken die Reste eines ehemaligen Wetterschachts. Das sind Belüftungsschächte, die meist auch wie in diesem Fall als Notausstieg für die Bergleute vorgesehen waren.

Wir sind kurz vor dem Ziel. 200 Meter weiter und nach einer Stunde und zwanzig Minuten kommen wir zur Wüstung Großenfalz. Eine Infotafel erzählt die Geschichte des ehemaligen Dorfes. Obstbäume zeugen noch davon, dass hier einst Menschen lebten. Die Höfe wurden ringsum verstreut neu aufgebaut, ein eigentliches Dorf Großenfalz gibt es nicht mehr. Auch das Dorfwirtshaus musste weichen, es steht heute einige hundert Meter weiter und lädt zu einer Brotzeit oder einem Kaffee ein.

Der nördliche Bergbauweg ist weitgehend ein Rundweg. Wir gehen nur einige hundert Meter auf dem gleichen Weg zurück und folgen dann vor dem Bauernhof dem Schild, das uns nach links wieder auf einen Feldweg weist. Ein unscheinbarer Hügel auf der linken Seite war früher die Pulverkammer für den Sprengstoff, der zum Abteufen des Schachtes Großenfalz benötigt wurde. Vorbei an der Grube Fromm führt der Weg jetzt steil bergauf nach Osten. Oben angelangt, trifft man auf den Teerweg von vorhin. Als wir den Weg begingen, fehlte hier die Beschilderung. Man muss nach links abzweigen und dann über das Feld laufen, wo es wieder Schilder gibt.

Auf freiem Feld führt der Weg jetzt zum höchsten Punkt, der nach etwa zwei Stunden und 6,8 Kilometern erreicht ist. Von hier hat man einen schönen Blick Richtung Osten. An der B 14 wird der Gasthof "Zum Bartl" erreicht. Von hier führt der Weg noch eine Viertelstunde und 1,6 Kilometer weitgehend bergab bis zum Ausgangspunkt. Aber Achtung: Nicht den Abzweig rechts über den Galgenberg verpassen. Man findet aber auch so wieder in jedem Fall zurück, denn jetzt kann man den Annaberg und das geparkte Auto schon sehen.

Unser Fazit: Auch für nicht am Bergbau Interessierte ein abwechslungsreicher Weg mit praktisch gelegenen Wirtshäusern. Noch ein Tipp: Wer abkürzen will, nimmt eines der beiden Wirtshäuser gleich als Ausgangspunkt, kürzt über die B 85 ab und spart sich so einige Kilometer, muss allerdings auf die Aussicht auf den Annaberg verzichten. Harald Mohr

06.06.2006 | Netzcode: 10885586

Drei Tage Halligalli in der Innenstadt

Bürger feiern von 23. bis 25. Juni die 30. Auflage des Altstadtfests - Aktionen auf sechs Bühnen

Sulzbach-Rosenberg. (mdh) Der Countdown läuft! Natürlich für die Fußballweltmeisterschaft, logisch. Aber die Sulzbach-Rosenberger fiebern auf ein anderes Ereignis der Superlative hin: Die 30. Auflage des Altstadtfests. Der Startschuss fällt am Freitag, 23. Juni, und das Fest der Feste endet, zumindest offiziell, am Sonntag, 25. Juni.

Wer das 24-seitige Festprogramm studiert hat, weiß gleich, dass zwischen Stadtturm und bis hinter das Pflasterzollhäusl an den drei Festtagen sprichwörtlich die Post abgeht.

Bunte Mixtur

Zahlreiche Vereine, Verbände und Organisationen bieten unter der Federführung von Fred Tischler eine bunte Mixtur aus Sport, Spiel, Unterhaltung und Kulinarischem an, und die vielen Anlaufstellen für Speis und Trank machen den Besuchern die Auswahl schwer. Los geht es am Freitag mit einem Standkonzert der Bergknappenkapelle um 17.30 Uhr vor der Marienkirche. Um 18 Uhr kündigen Kanonen und Böller des Stiber-Fähnleins den Abmarsch des Festzuges an. Viele historische Gruppen marschieren vom Stadtturm zu den Kirchentreppen von St. Marien, wo Bürgermeister Gerd Geismann das Altstadtfest eröffnet. Dann ist der Weg frei für Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Historischer Kaufmannszug

Auf den Bühnen an der Rosenberger Straße, beim "Ottmann", vor dem Rathaus, auf dem Luitpoldplatz, im Schlossgarten und im "Fuchsbeck-Hof" legen Bands los, und Vereine und Einrichtungen präsentieren ihre Angebote. Über die rund 30 Musikgruppen, die sich auf den sechs Bühnen tummeln, sowie über die Angebote der Vereine folgt ein gesonderter Bericht. Sicher ist, alle Abräumer der vergangenen Jahre sind wieder mit von der Partie.

Das Mittelalterlager "An der Allee" der historischen Gruppe Stiber-Fähnlein wird erneut der Besuchermagnet sein. Das Treiben der Ritter und Landsknechte, der Edelleute und des einfachen Volkes, der Handwerker und Künstler steht in diesem Jahr unter dem Motto "An der Goldenen Straße zur Zeit Kaiser Karls IV". Deshalb wird mehrmals ein historischer Kaufmannszug mit Geleit durch die Innenstadt ziehen. Eingebunden in das Altstadtfest ist traditionell der Stadtlauf am Sonntag, der heuer zum 20. Mal stattfindet. Bambini, Damen und Herren werden Strecken von einem bis 8,5 Kilometern bewältigen müssen. Am Nachmittag sind von 14 bis 18 die Kinder los. Die Frühlingsstraße verwandelt sich in eine Spielmeile. Kindergärten, Sportvereine, Familientreff und der Kreisjugendring bieten den Kids ein vielseitiges Programm an.

19.05.2006 | Netzcode: 10878904

Tausend Jahre Kontakt

Wallenstein-Truppe lädt zu Altdorfer Festspielen ein

Sulzbach-Rosenberg. (gdt) Eine Schar mittelalterlich bunt gewandeter Männer und Frauen empfingen Vertreter des Stiber-Fähnleins mit Bürgermeister Gerd Geismann vor dem historischen Rathaus - eine Delegation des Wallensteinfestspielvereins aus Altdorf. Mit ihrem Besuch wollten sie die interessierte Bevölkerung zu einem Besuch der Wallensteinfestspiele in Altdorf einladen, die vom 25. Juni bis 6. August stattfinden.

Der Sprecher der Altdorfer Gruppe, Ernst Bergmann, der im Volksschauspiel den Pedell darstellt, hob hervor, dass den Wallensteinfestspielverein mit dem Stiber-Fähnlein bereits eine langjährige Partnerschaft verbinde. Zwei Stücke stünden auf dem Programm: Eine zweistündige Kurzversion von Schillers Wallenstein-Trilogie und das Volksstück. "Wallenstein in Altdorf" mit 300 Laiendarstellern.

Während der Festspielzeit verwandle sich die ganze Stadt an den Sonntagen in eine bunte, reizvolle Szenerie mit Landsknechten, Musketieren und Lagerleben. Die Aufführungen finden am Originalschauplatz, im Renaissancehof der ehemaligen Altdorfer Universität, statt, und zwar bei jedem Wetter, denn die 850 Sitzplätze sind überdacht.

Bürgermeister Gerd Geismann sagte sehr gerne einen Besuch zu. Schließlich stünden die beiden Städte durch die Achse Nürnberg-Prag schon über tausend Jahre in enger Verbindung. Heute seien sie durch die Metropolregion noch näher zusammengerückt.

Die Stiberer sagten ihr Kommen ebenfalls fest zu. Eine überdimensionale Flasche des eigens gebrauten Festbieres , einen "Karzer Trank", überreichte einer der Darsteller dem Bürgermeister, bevor man die grausame Seite des Mittelalters in Gestalt der Lochgefängnisse im Rathauskeller besichtigte. Karten für die Vorstellungen können über das Festspielbüro in Altdorf unter Tel. 09187/909099 bestellt werden.

05.05.2006 | Netzcode: 10873368

Fast 900 Zuschriften

Gewinner zu "Bayern 1 unterwegs" gezogen

Sulzbach-Rosenberg. (ben) Sehr angetan von der Resonanz auf die Rundfunksendung "Bayern 1 unterwegs" zeigten sich am Donnerstag Bürgermeister Gerd Geismann und der Leiter der Kulturwerkstatt, Fred Tischler. Nahezu aus dem gesamten Bundesgebiet waren Postkarten und E-Mails von Radiohörern eingegangen, die an der Verlosung teilgenommen hatten. Für diese war während der Live-Übertragung aus dem Saal der Berufsfachschule für Musik am ersten Sonntag im April die Werbetrommel gerührt worden.

Gefragt wurde bei dem Preisausschreiben danach, zum wievielten Mal das Altstadtfest heuer stattfindet. Wer die Zahl "30" vermerkt hatte, durfte gespannt sein, ob er zu den glücklichen Gewinnern zählen würde. Eingegangen waren 865 Zuschriften, viele davon aus Bayern und östlichen Bundesländern, aber auch aus den Postleitzahlbereichen 5 und 6.

Gestern war es soweit: Christina Plotz, Vorzimmerdame des Bürgermeisters, durfte Glücksfee spielen. Sie zog als ersten Gewinner Karl Weber aus Marburg. Er darf sich auf eine Übernachtung für zwei Personen im Brauereigasthof Sperber, auf ein Candlelight-Dinner sowie auf eine Stadtführung mit dem Stiberfähnlein freuen. Zweiter Sieger wurde Alexandra Müller aus Mainleus und dritter Richard Schönknecht aus Windsbach. Für sie gibt es je eine Übernachtung für zwei Personen beim Sperberbräu und eine Stadtführung.

06.04.2006 | Netzcode: 10863691

Mit Präsentation "Mund wässrig gemacht"

Bereits eine Vielzahl von Zuschriften nach der Sendung "Bayern 1 unterwegs" aus Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. (ben) Die erste E-Mail lief drei Minuten nach Sendeschluss im Rathaus ein, eine ganze Flut sollte im Laufe des Sonntags noch folgen. Inzwischen füllen die ausgedruckten Antworten der elektronisch eingegangenen Lösungen einen halben Aktenordner. Sie sind neben einem ganzen Karton voll Postkarten eindeutiger Beleg dafür, auf welch große Resonanz die Live-Ausstrahlung von "Bayern 1 unterwegs" am Sonntag aus dem Saal der Berufsfachschule für Musik gestoßen ist (wir berichteten).

Wer von den Einsendern die richtige Antwort gab - "Sulzbach-Rosenberg feiert heuer zum 30. Mal Altstadtfest" - nimmt an einer Verlosung teil. Deren erster Preis entspricht einem Wert von rund 150 Euro und beinhaltet eine Übernachtung mit Candlelight-Dinner und Frühstück beim Sperberbräu für zwei Personen sowie eine Altstadtführung mit dem Stiberfähnlein. Zweiter und dritter Preis sind identisch: Jeweils eine Übernachtung mit Frühstück beim Sperberbräu für zwei Personen plus Altstadtführung. Offensichtlich recht attraktive Preise, blickt man auf die Vielzahl der Zuschriften.

Dabei ist erst am kommenden Montag Einsendeschluss. Bis dahin werden gewiss noch weitere Karten und E-Mails in der Herzogstadt ankommen. Die bisherigen Posteingänge stammen aus etlichen Teilen des Bundesgebietes, so etwa aus dem Saarland oder aus Göppingen. Das Hauptkontingent freilich trägt als Absender die Postleitzahlenbereiche 8, 9 und 0. Die Auslosung sowie eine Auswertung der Zuschriften erfolgen nach den Worten von Fred Tischler, Leiter der Kulturwerkstatt, in der nächsten Woche.

Dass die Radiohörer Gefallen an der Präsentation von Sulzbach-Rosenberg gefunden haben, belegen verschiedene Kommentare auf den Antwortkarten. So bekannte sich eine Ingolstädterin als "wahrer Fan" des Literaturarchivs und ein Mann aus dem Frankenland schwärmte gar: "Sie haben mir jetzt den Mund wässrig gemacht." Häufig zu lesen war die Bitte um Zusendung des Stadtprospekts.

15.02.2006 | Netzcode: 10831166

Gemeinsame Kultur

Stiber-Spende für das Stadtmuseum übergeben

Sulzbach-Rosenberg. (kök) Die Zusammenarbeit der Kulturschaffenden in unserer Stadt ist vorbildlich, das zeigen die vielen Besucher bei den verschiedensten Veranstaltungen. So bereichert beispielsweise die historische Gruppe Stiber-Fähnlein immer wieder die Führungen des Stadtmuseums und ist selbst ein Botschafter der Geschichte unserer Stadt.

Das Stiber-Fähnlein unterstützte jetzt den Förderverein des Stadtmuseums auch finanziell. 1. Vorsitzender Klaus Faltenbacher übergab dem 1. Vorsitzenden Dr. Markus Lommer symbolisch einen "Geldkoffer", eine Spende von 430 Euro.

Dieses Geld wird gemäß dem Satzungszweck des Fördervereins zur Unterstützung des Museums beitragen. Darüber freut sich natürlich Museumsleiterin Edith Zimmermann.

18.01.2006 | Netzcode: 10818775

"Goldene Straße" ins Mittelalter

Historische Gruppe Stiber-Fähnlein rüstet für ein arbeitsreiches Jahr - Spende an Stadtmuseum

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Die Landsknechte putzen den Winterrost von den Waffenklingen, die Marketenderinnen wischen den Staub aus Humpen und Gläsern - beim Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg rüstet man allenthalben für das neue "historische Jahr". 2006 wird der tatkräftigen Historischen Gruppe wieder einiges an Aufgaben bescheren, unter anderem mit dem Jubiläum 350 Jahre Herzogtum Pfalz-Sulzbach oder mit dem Altstadtfest unter dem Motto "Goldene Straße".

Anstelle des traditionellen Winterausflugs eröffnete das Stiber-Fähnlein diesmal das Arbeitsjahr mit einer Sonder-Stadtführung, bei der Stadheimatpfleger Dr. Markus Lommer den über 60 Teilnehmern ganz neue und ungewöhnliche Blick-Schneisen auf die Vergangenheit der Herzogstadt eröffnete. Von der Fürstenquelle entlang der nur noch für Kenner sichtbaren allerersten Sulzbacher Stadtmauer ging es dabei unter anderem auch in die Klosterkirche St. Hedwig und die Fürstengruft der sulzbachischen Wittelsbacher unter dem Ostchor der St. Marien-Kirche.

Nach einem dank Glühwein durchaus erwärmenden Abstecher in den Grünthaler-Turm ließ die Gruppe die Führung gemütlich im Pflasterzollhaus ausklingen. Eine spontane Spendenaktion erbrachte stattliche 425 Euro, die Vorsitzender Klaus Faltenbacher als kleines Dankeschön dem sichtlich überraschten Dr. Markus Lommer zugunsten des Fördervereins Stadtmuseum überreichte.

Bei der ersten Arbeitssitzung in der Villa Max umrissen und diskutierten die "Stiberer" den Aufgabenkatalog, der sich ihnen in diesem Jahr stellt. Unter anderem gilt es bereits jetzt in die Vorbereitungen auf das Altstadtfest einzusteigen, das in seinem historischen Teil (auf dem Festplatz an der Schanz hinter dem Pflasterzollhaus) unter dem Motto "Goldene Straße" steht. Das Stiber-Fähnlein will dazu passend dem Publikum natürlich wieder eine farbenfrohe "Geschichte aus der Geschichte" erzählen.

Im Zusammenhang mit dem Jubiläum 350 Jahre Pfalz-Sulzbach wird die Mitwirkung des Stiberfähnleins und der Tanzgruppe auch bei Stadtführungen und bei der geplanten Sonderausstellung des Staatsarchivs und Stadtarchivs gefragt sein, und Anfang Mai werden "die Historischen" die Farben der Herzogstadt bei der Landesgartenschau würdig vertreten. Auch Einladungen befreundeter Historischer Gruppen liegen bereits wieder vor, so u. a. aus Bruck, aus Furth i. Wald, vom Pfalzgräflichen Gefolge Neumarkt und von den Altdorfer Kroaten zur langen Nacht anlässlich der Wallenstein-Festspiele.

Um richtig fit zu sein für Mittelalter und Renaissance, haben die Mitglieder der Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" und der Musikgruppe "Lusamendtleyn" bereits ihre Probenarbeit wieder aufgenommen, treffen sich Landsknecht-Stammtisch und Stiber-Jugendgruppen regelmäßig, werden Kurse und Arbeitskreise vorbereitet. Es soll ja schließlich das frühe 16. Jahrhundert authentisch erlebbar werden - immer und überall, wo das Fähnlein des Albrecht Stiber seine Zelte aufschlägt.

 

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HG Stiber Faehnlein
Stand: 25. April 2016     

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