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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

12.12.2012 | Netzcode: 3496304 / Kulturtipp

Krippenspiel auf der "Schanze"

Sulzbach-Rosenberg. Nun ist es wieder soweit: Am Freitag findet auf dem Festplatz am Pflasterzollhaus das "Sulzbacher Krippenspiel" statt. Im Zusammenspiel mit der traumhaften historischen Kulisse der schneebedeckten Sulzbacher Stadtmauer und Kirchtürme wird die biblische Geschichte der Geburt Christi in sieben stimmungsvollen Schaubildern nacherzählt. Alle Szenen werden von "lebenden" Krippenfiguren dargestellt.

Um 18 Uhr beginnt das eindrucksvolle Schauspiel, welches der Elternbeirat des Kindergartens an der Allee sowie der Posaunenchor und die Kinderchöre der Christuskirche vorbereitet haben. Gerade in seiner Schlichtheit will das Krippenspiel an die Geschichte der Heiligen Nacht erinnern. Insgesamt sind an der Aufführung über 50 Personen beteiligt, vom Engel, der in schwindelnder Höhe mit den Kinderengeln zu sehen ist bis zu den im Verborgenen musizierenden Bläsern des Posaunenchores. Ebenso im Hintergrund wirken die Stiber mit, die für die Bereitstellung des Platzes verantwortlich sind.

Die Darstellung der biblischen Figuren wurde von dem Elternbeirat des Kindergartens übernommen, der auch für eine Stärkung mit Glühwein und heißen Würsten sorgt. Die Organisatoren, Kindergartenleiterin Gerda Adelmann und Dekanatskantor Gerd Hennecke, laden alle Kinder und Erwachsene ein, sich mit dem Krippenspiel auf Weihnachten einstimmen zu lassen.

Von (rlö) | 03.12.2012 | Netzcode: 3485039 | Sulzbach-Rosenberg

Lebensgroß oder winzig klein

Rosenberger Krippenweg eröffnet - Riesenandrang

Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Rosenberg liegt am Weg nach Bethlehem - wer's nicht glaubt, der soll hinauf schauen zum Schlossberg, wo einst die Heiligen Drei Könige in ihrer Eile ein (inzwischen zu Stein gewordenes) Kamel vergessen haben. Solchermaßen erhellte der Verkündigungsengel bei der Eröffnung des 10. Rosenberger Krippenweges die geschichtlichen Zusammenhänge. Einen großartigen Auftakt erlebte der Jubiläums-Krippenweg, denn Hunderte von Besuchern steuerten den Fischer-Biergarten an, um so den ersten Advent zu feiern.

Viele tausend Besucher

Nach den Posaunenklängen des Duos Martin Morgenschweis und Sebastian Brandl sowie dem Prolog des Engels Claudia Presl schilderte Wolfgang Albersdörfer als Sprecher des Rosenberger Krippenweges den Werdegang dieser weihnachtlichen Veranstaltung in Rosenberg, die inzwischen alljährlich viele tausend Menschen aus nah und fern in ihren Bann zieht. Er erinnerte an die Anfänge vor zehn Jahren und dankte allen, die seither aktiv als Krippenbauer und Organisatoren mitwirkten oder ihre Grundstücke und Schaufenster zum Aufstellen der Krippenlandschaften anbieten.

Alle Stilarten dabei

In diesem Jahr zeigt der Rosenberger Krippenweg bis zum Dreikönigstag an 43 Stationen nicht weniger als 65 Krippendarstellungen, von den lebensgroßen Stahlkrippen aus der Kalkbrenner-Werkstatt bis hin zu einigen Miniaturen von einem Zentimeter Höhe. Alle Krippen-Stilarten von alpenländischen und oberpfälzischen über die orientalischen Variationen bis hin zu modernen und internationalen Darstellungen des Geschehens der Heiligen Nacht sind zu bewundern. Der Dank von Wolfgang Albersdörfer galt allen Sponsoren, der Stadt für Unterstützung, seinen Mitstreitern vom Rosenberger Krippenweg. Dem Stiber-Fähnlein verehrten die Rosenberger Krippenfreunde zur Anerkennung der jahrelangen guten Zusammenarbeit eine Firstziegel-Krippe. Sie wird, wie Stiber-Vorsitzender Helmuth Singer versicherte, einen Ehrenplatz im Pflasterzollhaus finden. 1. Bürgermeister Michael Göth dankte seinerseits allen Initiatoren und Mitwirkenden am Rosenberger Krippenweg. Sie gäben wertvolle Impulse zur Belebung des Ortsteils Rosenberg.

Bergmannstanz

Ein Auftritt der Kinder vom Kindergarten Herz Jesu, Alphornklänge und bei einbrechender Dunkelheit der Bergmannstanz der Sulzbach-Rosenberger Knappen rundeten das Programm der Eröffnungsfeier ab. Im Rund des Fischer-Gartens hatte sich wieder ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt etabliert, der mit Geschenkideen, Zinngießerei, Krippen und kulinarischen Leckerbissen aufwartete.

Von (rlö) | 02.12.2012 | Netzcode: 3483505 | Holnstein

Traumhafte Kulisse verzaubert

1. Weihnachtsmarkt im sanierten Holnsteiner Schloss trifft Geschmack der Besucher

Holnstein. (rlö) "Traumhaft schööön!" - eine begeisterte Besucherin fasste in zwei Worte, was weit mehr als tausend Menschen am ersten Adventsamstag erlebten: Schloss Holnstein bot mit seinem 1. Weihnachtsmarkt ein bezauberndes Entree in die vorweihnachtliche Zeit. Das festliche Ereignis rückte zudem die gelungene Sanierung des Schloss-Südflügels und des Innenhofes gebührend ins rechte Licht und nährte den Wunsch, dieses romantische Gemäuer möge in Zukunft noch viel öfter Kulisse für stimmungsvolle Festivitäten sein.

Was sich die Veranstalter - Brauereibesitzer-Familie Haberler, örtliche Vereinswelt und Stiber-Fähnlein sowie zahlreiche Aussteller und Anbieter - kaum erträumt, aber insgeheim doch erhofft hatten, trat ein: Ab 15 Uhr riss der Strom der Gäste nicht mehr ab, die den 1. Weihnachtsmarkt im Holnsteiner Schloss erleben wollten, und keine zwei Stunden später trat man sich teilweise schier gegenseitig auf die Füße.

Feuerkörbe und Fackeln

Aber selbst zeitweise Geschiebe und Gedränge nahm man gern in Kauf, war doch offensichtlich jeder und jede gefangen von der zauberhaften Stimmung, die sich inmitten der vielen flackernden Feuerkörbe, Fackeln und bunten Lichter vor dem Schlosstor und im Schlosshof verbreitete. Traumhaft allein schon die Kulisse der Türme und Mauerzinnen, zart überzuckert vom ersten Schnee.

Das freute sichtlich auch Annette Haberler, Juniorchefin der Schlossbrauerei, die im Namen ihrer Familie die vielen Besucher nach einem Trommelwirbel und Böllersalut des Stiberfähnleins willkommen hieß: "Endlich können wir nun unser Schloss vorzeigen, ohne dass Baugerüste den Anblick trüben. Wir haben es mit viel Nerven und Zeitaufwand renoviert, so dass es jetzt diesen schönen festlichen Anblick bieten kann." Annette Haberler dankte allen, die im Vorfeld und bei der Ausrichtung des Weihnachtsmarktes tatkräftig mitwirkten.

Nach einer ökumenischen Andacht in der Schlosskapelle mit Pfarrerin Anja Matthalm und Pfarrer Deogratias Ntikazohera aus Neukirchen erschien auf der Balustrade des Südflügels das Christkind (Sophie Vogel), um den Besuchern einen vorweihnachtlichen Gruß zu entbieten.

Was sich vor dem Schloss, im Hof oder in den historischen Gewölben dem Auge des Betrachters an den Verkaufsständen bot, von tollen weihnachtlichen Geschenkideen über erlesenes Kunsthandwerk bis hin zu delikaten kulinarischen Genüssen, ließ kaum noch Wünsche offen. An allen Ecken und Enden - auch auf der mächtigen Bastei mit herrlichem Ausblick ins Reinbachtal - dampften die Glühweinkessel und rauchten die wärmenden Feuer.

In der Hopfenkammer

Nach ausgiebigem Rundgang inklusive Krippenschau und getanem Einkauf nahmen viele dankbar die Gastlichkeit der beheizten Hopfenkammer in Anspruch, um sich mit einem frisch gezapften Bier zu stärken.

Oasen der Ruhe nur wenige Schritte abseits des festlichen Trubels waren die Märchenstube, in der Erzählerin Tanja Weiß im Stunden-Rhythmus mit spannenden Geschichten Klein und Groß in ihren Bann zog, sowie die Schlosskapelle. Sie füllte sich gegen 18 Uhr, als Sepp Lösch seine Lesung aus Ludwig Thomas "Heiliger Nacht" begann

Altbaierisches Liedgut

Das großartige Mundart-Werk des bayerischen Dichters fand stilvolle musikalische Begleitung durch eine kleine Stubenmusik aus Neukirchen - Hilde Achatzi und Monika Birzer an der Zither, Cilly Merkel, Gitarre - und das Harfenspiel von Katrin Meiler auf der Orgelempore.

Mit dem "Rorate" und "Im Wold is so staad" steuerten Renate und Sepp Lösch noch zwei Schätze aus dem überlieferten altbaierischen Liedgut bei. (Zum Thema)

Dauereinrichtung wäre sehr schön

Holnstein. (rlö) Im Schloss-Innenhof unterhielt in den Abendstunden außerdem der Chor des MGV Neukirchen die Gäste mit stimmungsvollen Liedern. Gegen 21 Uhr setzte eine beeindruckende Licht- und Feuershow der jungen Feuerspucker-Gruppe "Ardere Lilium" aus den Reihen des Stiberfähnleins den glanzvollen Schlusspunkt hinter ein fantastisches Adventserlebnis.

Wenn wir noch einen Wunsch beim Christkind frei haben: Im Schloss Holnstein das erste Türl des regionalen Adventskalenders aufzumachen - das sollte, bitteschön, zur liebenswerten Dauereinrichtung werden.

01.12.2012 | Netzcode: 3482881

Holnstein - Es weihnachtet im Schloss

(rlö) Am heutigen Samstag findet von 15 bis 22 Uhr der "1. Weihnachtsmarkt im Schloss Holnstein statt. Zusammen mit örtlichen Vereinen und der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg bietet die Schlossbrauerei Holnstein als Veranstalter ein ansprechendes Kultur- und Unterhaltungsprogramm.

Zum Auftakt findet um 15 Uhr in der Schlosskapelle eine ökumenische Andacht statt, anschließend offizielle Eröffnung mit dem Christkind. Von 16 bis 19 Uhr stündlich Märchen für Klein und Groß. Der MGV Neukirchen tritt im Schlosshof auf. Um 18 Uhr liest Sepp Lösch in der Schlosskapelle Ludwig Thomas "Heilige Nacht". Dazu erklingt Saitenmusik. Um 21 Uhr Feuerspectaculum mit dem Stiber-Fähnlein.

Der Weihnachtsmarkt bietet eine reiche Auswahl an Geschenkideen, Seifen, Liköre, Kerzen, Krippenausstellung und Holzdekorationen, Töpferwaren, Basteleien, Feuersäulen und vieles mehr. Dazu gibt es Süßes für Kinder, Weihnachtsgebäck, Punsch, heißen Met und Stiber-Tatzen, Honig, Waffeln, Geräuchertes (auch Fisch), Bratwürste vom Rost. In den beheizten Gewölben der Hopfenkammer Bierausschank. Ein Teil des Reinerlöses fließt wohltätigen Zwecken zu.

Von Sepp Lösch | 28.11.2012 | Netzcode: 3477531 |

Adventszauber im sanierten Schloss-Ambiente

1. Weihnachtsmarkt im Schloss Holnstein am 1. Dezember mit anspruchsvollem Kulturprogramm

Holnstein.Erst Mitte November wurden die Gerüste am Südflügel der Schlossanlage abgebaut - damit endete die umfassende Außensanierung eines der bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmäler im westlichen Landkreis Amberg-Sulzbach. Gerade rechtzeitig zum "1. Weihnachtsmarkt im Schloss Holnstein" am 1. Dezember.

Nach einer bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgten Restaurierung des Ostflügels ging es nun erneut um Sein oder Nichtsein für das altehrwürdige Gemäuer - nur eine umfassende Sanierung der "Außenhaut" am Südflügel würde nach Expertenurteil den Bestand der gesamten Anlage sichern können. Für die Besitzerfamilie Haberler, die Betreiber der gleichnamigen Schlossbrauerei Holnstein, keine leichte Entscheidung, da schnell Summen im höheren sechsstelligen Bereich im Raum standen. Dennoch entschlossen sich die Haberlers 2009, streng nach denkmalpflegerischer Vorgabe auch die Sanierung des Südflügels zu starten.

Dabei wurde unter anderem der 1923 errichtete Treppenhaus-Anbau, ein krasser baulicher Fremdkörper, abgebrochen. Die wichtigste Maßnahme startete dann im Mai 2010 mit der Restaurierung des Dachgebälks und der Dacheindeckung - unabdingbare Voraussetzung für alle weiteren Sanierungsschritte der Zukunft. Der Außenputz des Südflügels wurde in dieser Bauphase ebenfalls erneuert. Heuer im Frühjahr startete der letzte Akt der aktuellen Schlosssanierung mit der denkmalgerechten Instandsetzung des Schloss-Innenhofes.

Leider konnte der damalige Brauerei- und Schlossbesitzer Franz Haberler die Vollendung des begonnenen Werks nicht mehr erleben, da er inzwischen verstarb. Ehefrau Karola und Tochter Annette führten die Sanierung jedoch in seinem Sinne konsequent zu Ende.

Nach gelungener Außensanierung und Teil-Innensanierung kann nun der einstige Adelssitz mit dem "1. Weihnachtsmarkt im Schloss Holnstein" seinen besonderen Zauber entfalten. Bereits im Vorfeld packten örtliche Vereine kräftig mit an, um die historischen Kellergewölbe auszuräumen und auch organisatorisch alles auf den Weg zu bringen.

In Zusammenarbeit Vereinen und der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg stellte die Schlossbesitzer-Familie Haberler für diesen Markttag ein Programm auf die Beine, das kaum Wünsche offen lässt. Eine ökumenische Andacht in der Schlosskapelle eröffnet um 15 Uhr den Weihnachtsmarkt. Anschließend ist offizieller Auftakt mit dem Christkind. Zwischen 15 und 22 Uhr erwartet die Besucher im romantischen Schloss-Innenhof und in den weitläufigen Keller-Gewölben dann eine stattliche Anzahl an Ausstellern und Anbietern. Die Palette reicht von Seifen, Geschenkartikeln und Likören bis zu weihnachtlichen Deko-Basteleien. An kulinarischen Genüssen steht für

Ein anspruchsvolles Kulturprogramm ist dazu angetan, den 1. Weihnachtsmarkt zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen: Um 16, 17 und 18 Uhr gibt es Märchenstunden für Kinder mit Tanja Weiß, um 19 Uhr eine Märchenstunde für Erwachsene. In der Schlosskapelle liest um 18 Uhr Sepp Lösch aus Ludwig Thomas "Weihnacht". Dazu erklingt Zither- und Harfenmusik. Gegen Abend wird der Chor des MGV Neukirchen im Schlosshof auftreten. Ein "Feuerspectaculum" des Stiber-Fähnleins setzt gegen 21 Uhr den Höhepunkt des Tages

31.10.2012 | Netzcode: 3445901

Projekte des Bürgerparkvereins

Eine lange Reihe von Einzelprojekten realisierte der Bürgerparkverein in den letzten 18 Jahren: Kinderspielplatz:
Mit großer Hilfe des Stiber-Fähnleins wird dieser im Park finanziert und errichtet.
Baumpflanzaktion mit Baumpatenschaften für über 50 Hochstammbäume.
20 Objektspenden für Parkbänke
Freiluft-Schach
Bilderzyklus und Kunstpostkartenkarten von Georg Spies.
Granitbären als Spieltiere (Fa. Klein, Fa. Kalkbrenner)
Bienenlehrpfad , Errichtung mit Hilfe des Imkervereins.
Biberlehrpfad , Errichtung mit Hilfe des Bund Naturschutzes.
Werbung an Stadt-Fahrzeugen
Stahlstele mit den Namen der Spender und Unterstützer.
Steinformation , Errichtung mit der Künstlerin Evi Steiner-Böhm.

Die beiden "Großprojekte" waren:
Kneipp-Anlage: Planung und Errichtung im ehemaligem Stadtbadgelände (Wert etwa 18 000 Euro).
Spieleburg im Bürgerpark (Wert etwa 54 000 Euro), Errichtung mit wertvoller Unterstützung durch den Werbeagenten Stadtrat Dr. Steiner.
Erneuerung/Erweiterung der Spieleburg im März 2011 (Gesamtkosten rund 20 000 Euro mit 9750 Euro Spendenanteil.
Auch regelmäßige Veranstaltungen zugunsten des Vereins fanden statt:
Bürgerparkfest mit Arbeiterkameradschaftsverein, Eltern-Initiative, Ponyhof Untermainshof, Imkerverein, Gymnastikgruppe des SV Kauerhof.
Kultur im Park mit Unterstützung der Sing- und Musikschule, Teilnahme an der Frühjahrsaustellung, Musicalabend mit der Berufsfachschule für Musik, Sulzbach-Rosenberger Frühjahrsmesse.
Musikalisch unterstützen den Bürgerparkverein kostenlos die Sing- und Musikschule und die Berufsfachschule für Musik. (ge)

28.10.2012 | Netzcode: 3443365

Der neue Stiber-Vorstand

Nach der Entlastung des Vorstandes gingen dank eines vorliegenden Wahlvorschlages für die Ämter-Neubesetzung die vorgezogenen Neuwahlen unter Leitung von Sepp Lösch zügig über die Bühne. Als neuer 1. Vorsitzender leitet Helmuth Singer die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Wolfgang Fischer.

Säckelmeister ist Peter Ostermann, stellv. Säckelmeister Günter Weiss. Die Protokollführung als Notarius übernimmt Maria Faltenbacher, stellvertretender Notarius ist Birgit Gnahn. Tanja Weiß und Daniel Butz fungieren als Organisatoren. In weiteren Funktionen und Arbeitsbereichen verantwortlich: Jugendgruppe "Comitas Sultzpach" Daniel Butz, Arbeitskreise Karin Zach, Tanzkreis Laetissime Saltemus Ursula Singer, Materialwart Stefan Sigl, Kleider- und Zollhauswarte Angelika und Heinz Presl,

Lagerorganisation und Proviantmeister Gunda Sigl, Bücherwart Ursula Singer, Webmaster Stiber Maria Faltenbacher, Webmaster Comitas Sultzpach Thomas Fenk, kleine Jugendgruppe Lisa Pickl,

Vereins-Repräsentationen Altbürgermeister Gerd Geismann und Sepp Lösch alias Bürgermeister Sigmund Löneys und Stadthauptmann Albrecht Stiber, Kassenrevision Renate Lösch. (rlö)

Von (rlö) | 28.10.2012 | Netzcode: 3442803 | Sulzbach-Rosenberg

Vom "Kommissar" zum Vorstand

Stiber-Fähnlein wählt Helmuth Singer einstimmig - Historischem Aspekt wieder mehr widmen

Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Das Erbe der Stadtgeschichte bewahren und die erfolgreiche Arbeit der letzten 20 Jahre fortsetzen - unter diesen Prämissen startet die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein neu durch. In der Interimszeit seit dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Klaus Faltenbacher hatte Helmuth Singer den Verein kommissarisch geleitet. Einstimmig wählte ihn nun die Mitgliederversammlung an die Spitze der Vorstandschaft. Ihm zur Seite steht als stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Fischer.

Klaus Faltenbacher hat sich nach den Worten Singers große Verdienste erworben. "Ohne ihn würde es unseren Verein in der heutigen Form nicht geben. Deshalb sehen wir es als Hauptaufgabe an, den historischen Aspekt in unserer Arbeit wieder mehr in den Vordergrund zu stellen", so eröffnete Helmuth Singer seinen Bericht vor der Mitglieder-Hauptversammlung im Sportparkrestaurant.

20. Gründungsfest gefeiert

Das Altstadtfest 2012 habe die Gruppe, wenn auch mit etwas abgespecktem Programm, erfolgreich über die Bühne gebracht. Weitere Höhepunkte des zurückliegenden Jahres waren die 20-Jahrfeier des Stiber-Fähnleins, das 20. Gründungsfest des Patenvereins "Dillnbergschlorcher" in Cadolzburg und die gelungene Premiere der "Rosenberger Walpurgisnacht" im Fischer-Biergarten.

Säckelmeister Peter Ostermann gab einen Überblick über die Vereinsfinanzen und erinnerte dabei an zahlreiche Investitionen und Anschaffungen, denen nun wieder eine Phase des sparsamen Wirtschaftens folgen müsse. Jugendgruppenleiter Daniel Butz, der seit einiger Zeit von Thomas Fenk als Stellvertreter unterstützt wird, ließ dann kurz die Arbeit des Vereinsnachwuchses Revue passieren. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Dachorganisation Verkehrsverein zollte Altbürgermeister Gerd Geismann dem Stiber-Fähnlein Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit als "historische Botschafter der Herzogstadt. Entsprechend hoch seien das Ansehen und der Stellenwert der Stiberer in der Öffentlichkeit.

Termine im neuen Jahr

Im Jahr 2013 erwarten den Verein bereits zahlreiche Termine, so der Vereinsausflug am 6. Januar nach Schwandorf, der Neujahrsempfang des Landrats am 18. Januar oder das Osterbrunnenfest am 23. März.

Historische Auftritte sind bisher am 11. Mai in Vilseck, am 31. Mai in Fronberg bei Schwandorf, am 19. Juli bei den Schweppermann-Spielen in Kastl und im August beim Amberger Brunnenfest geplant. Zentrale Stiber-Veranstaltung ist natürlich wieder das Historische Altstadtfest auf der Schanz.

Stiber als Comic

Positive Resonanz bei den Stiberern fand der Sulzbach-Rosenberger Comic-Experte Walter Eckhardt mit seinem ehrgeizigen Plan, die Geschichte des Albrecht Stiber und seiner Familie sowie das Schicksal der Stadt Sulzbach in der Zeit des Landshuter Erbfolgekriegs zum Thema einer spannenden Comic-Geschichte zu machen.

Eckhardt, der selber schon viele Jahre Vorsitzender eines internationalen Comic-Vereins war, stellte der Versammlung bereits fertig gezeichnete Seiten und Arbeitsentwürfe für den ersten Teil des geplanten Comic-Opus vor. Geplant sind zwei Hardcover-Hefte, Teil I soll nach Möglichkeit bereits zum Altstadtfest 2013 erscheinen.

03.09.2012 | Netzcode: 3379287 | Sulzbach-Rosenberg

Schlucken, spucken und jonglieren

Gemeinsamer Feuer-Workshop beim Stiber-Fähnlein

Bei den "Stiberern" ist das Spektakel mit Feuer eines ihrer Markenzeichen. Dies beweist jedes Jahr der Samstagabend des Altstadtfestes, wenn so gegen 21 Uhr die Schanz sich beginnt zu füllen und jeder gebannt auf den Beginn der spektakulären Feuershow wartet.

Zu früh verstorben

Nachdem Klaus Faltenbacher als Chef für diese Sparte innerhalb des Vereines viel zu früh verstarb, ist man froh, mit Thomas Aichner von Comitas Sulczpach einen neuen Verantwortlichen für die Feuergruppe gefunden zu haben. Derzeit formiert er die jungen Feuerkünstler der Stiber-Jugend und Comitas Sulczpach zu einer neuen gemeinsamen Feuergruppe des Stiber-Fähnleins.

Aber das Spektakel rund um das Feuer will gelernt sein. Dabei geht es nicht nur um richtigen Umgang beim Schlucken, Spucken und den Feuergeräten wie Pois, Engelsflügel, brennenden Jonglierbällen (um nur einige zu nennen), sondern um Sicherheit. Deswegen haben sich die Stiber fachmännischen Rat und Unterstützung ihres Patenvereines Deberndorf ("Dillnberg-Schlorcher") mit Lukas, Robert und Brigitte List und Pauline geholt. Alle verfügen sie über jahrelange Erfahrung. Lukas hat sie schon im Alter von etwa fünf Jahren gemacht und Pauline ist selbst noch Jugendliche. Eben dieser Aspekt, wenn ein junger Mensch über die Gefahrenquellen und Sicherheit spricht, hatte den Workshop auf der Schanze so wertvoll für die Jugend gemacht.

Gemeinsam geübt

Nachdem sie einiges über die Sicherheit für sich und das Publikum gehört hatten, ging es an den praktischen Teil. Alle übten gemeinsam, und Lukas hatte für jeden einen Ratschlag und Tipp zur Verbesserung parat, der dankbar angenommen wurde. Die Jugend probierte an diesen Tag gewohntes Gerät, traute sich dann unter Lukas Aufsicht auch an Anderes, Ungewohntes.

Die Feuerjonglage ist vor allem für die unter 18-Jährigen. Das Körperfeuer, zu dem das Schlucken und Spucken gehört, wird bei den Stibern aus Sicherheitsgründen nur den Volljährigen erlaubt. Einige mutige und tapfere Recken für das Körperfeuer befinden sich unter den Rittern von Comitas Sulczpach. An diesen Tag bekamen sie fachmännischen Rat, Tricks und Tipps von Robert.

Am Ende war sich die Jugend und Comitas Sulczpach einig, dass viel gelernt wurde. Dank galt den Deberndorfern, für die Zeit und Geduld. Feuerschlucken und -spucken, Feuerjonglage und vieles, vieles mehr: Es sei nur so viel verraten: Der Sommer 2013 und vor allem das Altstadtfest bei den Stiberern wird richtig heiß.

08.08.2012 | Netzcode: 3353421

Im Blickpunkt

Stadtwache ist Stiber-Vorgänger

Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Die langjährige Schriftführerin des Stiber-Fähnleins (Insider-Bezeichnung "Notarius"), Maria Faltenbacher, hatte eine eindrucksvolle Power-Point-Präsentation vorbereitet, die das Wirken der Historischen Gruppe über die vergangenen zwei Jahrzehnte in allen Facetten ausleuchtete.

Den Startschuss gab 1992 der damalige Stadtheimatpfleger Karl Grünthaler, als er unter dem Dach des Verkehrsvereins Sulzbach-Rosenberg eine historisch gewandete Stadtwache ins Leben rief. Aus ihr ging das Stiber-Fähnlein hervor, das noch in den 90er Jahren mit der Ausrichtung zweier großer Mittelalter-Spektakel auf dem Gelände des alten Sulzbacher Stadtbades von sich reden machte.

Diese Festaktivitäten haben sich inzwischen auf das Gelände an der Allee (Schanz) verlagert, wo die Stiberer zusammen mit ihren befreundeten Vereinen alle Jahre wieder dem Sulzbacher Altstadtfest ein besonderes Glanzlicht aufsetzen. Zupackend nahmen sich die Stiber auch der Restaurierung und Sanierung zahlreicher historischer Baudenkmäler an, von der Nepomuk-Säule am Annaberg-Weg über das Stiber-Martl am Friedhofberg, die Stadtmauer-Wehrtürme und das Rosenberger Hammer-Brückerl bis hin zum Pflasterzollhaus.

Letztere denkmalpflegerische Glanztat bracht dem Stiber-Fähnlein nicht nur eine dauerhafte Bleibe in Gestalt eines Vereinsheims ein, sondern auch die Denkmalschutzmedaille des Freistaates Bayern. Der damalige Kultusminister Dr. Thomas Goppel überreichte sie keinem Geringeren als Klaus Faltenbacher, dem leider allzu früh verstorbenen ideellen und personellen Dreh- und Angelpunkt aller Stiber-Aktivitäten.

Von (rlö) | 07.08.2012 | Netzcode: 3352799 | Sulzbach-Rosenberg

Stiber genießt hohe Wertschätzung

In der Mittelalter-Szene seit 20 Jahren eine feste Größe - Geburtstagsfeier mit vielen Gästen

Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Zukunft braucht Herkunft - nach diesem Wahlspruch hält die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein Fahne und Farben der Herzogstadt in der Mittelalter-Szene hoch. Ein Engagement, das auch die Stadt ihrerseits zu würdigen weiß, denn, so formulierte es 2. Bürgermeister Günther Koller, "wenn es so etwas wie ein Außenministerium der Stadt Sulzbach-Rosenberg gäbe, dann wärt Ihr die ideale Besetzung dafür".

Der Fischer-Biergarten in Rosenberg bot den idyllischen Rahmen für die stimmungsvolle 20. Geburtstagsfeier, zu der die "Stiberer" auch ihre vielen Freunde aus nah und fern eingeladen hatten. Sie alle kennen sich innerhalb der Mittelalter-Szene seit 15, 20 Jahren von zahllosen Festen, Märkten, Umzügen, Stadtjubiläen, Empfängen - so etwas schweißt zusammen und erklärt auch die herzliche und familiäre Atmosphäre, die diesen Abend prägte.

Besuch an Gräbern

Vorangegangen waren der Feier am Nachmittag ein Besuch an den Gräbern des langjährigen Vorsitzenden Klaus Faltenbacher und des Gründers Karl Grünthaler sowie eine Besichtigung der St.-Johannis-Kirche, der ehemaligen Rosenberger Burgkirche, in der der Namensgeber der Gruppe, Stadtpfleger und Landrichter Albrecht Stiber, dessen Gemahlin Veronika und zwei ihrer Söhne die letzte Ruhestätte fanden.

Eine festliche Intrade des Trompeten-Duos Sebastian Brandl und Martin Morgenschweis eröffnete das offizielle Abendprogramm. Der amtierende Vorsitzende des Stiber-Fähnleins, Helmuth Singer, freute sich über die zahlreichen Glückwünsche und Erinnerungsgaben, die aus allen Himmelsrichtungen kamen, sozusagen von A bis Z, von den "Altdorfer Kroaten" bis hin zu den Vilsecker "Rittern von der Zarg".

Aus sämtlichen Grußreden wurde deutlich, welch hohen Stellenwert das Stiber-Fähnlein unter seinen historischen Weggefährten genießt und welche Hochachtung dem Gesamtwerk dieser Gruppe entgegengebracht wird. Auch Landrat Richard Reisinger gesellte sich zu den Feiernden, gab sich gar als wackerer Mitstreiter zu erkennen, denn, wie er schmunzelnd feststellte, "wir haben gemeinsam das Kurfürstliche Schloss zu Amberg erobert und werden es auch so schnell nicht mehr preisgeben". Dass dem "Eroberungsdrang" der Stiberer inzwischen auch das Kulturschloss Theuern erlegen sei, schob der Landrat quasi als Randnotiz noch nach.

Bilder und Erinnerungen

Eingepackt in ihre Revue der Bilder und Erinnerungen hatte Mary Faltenbacher auch alle anderen Aktivitäten und Spezialitäten der Gruppe, von Tanz und Musik über Kunsthandwerk, Instrumentenbau, altes Handwerk, Magie und Märchen, die Aufführung themenbezogener Szenenspiele (unvergessen das spektakuläre Spiel von der Belagerung Sulzbachs anno 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg mit über 100 Akteuren), historische Arbeitskreise, Mittelalterküche, Stadtführungen und vieles andere mehr.

In die große Schar der Gratulanten, die dem Stiber-Fähnlein weitere Jahrzehnte fruchtbaren Wirkens und sich selber den Fortbestand einer gewinnbringenden Freundschaft wünschten, reihte sich natürlich auch das Patenkind der "Stiberer" ein, der Kulturverein "Dillnberch-Schlorcher" aus Deberndorf. Dessen Führungstandem, Robert List und Kurt Augustin, überreichte an Helmuth Singer eine prächtige XXL-Holzlaterne. Darin eine brennende Kerze, das große Licht einer großen Freundschaft, wie es Robert List in bewegenden Worten ausdrückte.

Eine alte Brüderschaft

In zwei Wochen werden die Aktiven des Stiber-Fähnleins in Deberndorf antreten, um ihren Freunden zu deren Jubiläum die Aufwartung zu machen. Die alte Brüderschaft wird fortbestehen, so wie auch das Stiber-Fähnlein selbst dank eine zielstrebigen Jugendarbeit hoffnungsfroh nach vorne schauen kann. Der passende Wahlspruch dazu: Vergangenheit hat Zukunft. (Im Blickpunkt)

Von (gru) | 03.08.2012 | Netzcode: 3348003 | Edelsfeld

Spektakulärer Einblick ins Mittelalter

Kindergartenkinder zu Besuch bei der Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins und Märchenerzählerin Tanja Weiß

Den unwiderruflich letzten Tag ihrer Kindergartenzeit verbringen die Vorschulkinder traditionell im Sebastian-Kneipp-Kindergarten. Und besser noch: Vor dem Schlafen gab es ein Übernachtungsfest mit der Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins und der Märchenerzählerin Tanja Weiß.

Die Kinder unter Leitung von Sonja Winter wurden am Stiber-Turm in Sulzbach-Rosenberg in Gewandung empfangen. Da war schon Stärkung notwendig nach diesem Weg. Es gab ein Stockbrot, das die Kinder über einer offenen Feuerstelle backen durften. Ergänzend hierzu gab's noch Bratwürste.

Lilien-Punkte sammeln

Gestärkt ging es an die Pois (Jonglage-Ketten). Die Stiber-Jugend zeigte mit bunten Bändern, wie damit umgegangen wird. Später steigerten sie dieses Spiel mit brennenden Pois als Feuerspektakel. Allerlei mittelalterliche Spiele folgten. Dabei galt es Punkte in Form von Lilien - sechs an der Zahl wie im Stadtwappen - an den Stationen zu sammeln. Den Spielepass bastelten die Kinder selbst. Brezenstechen, Ringe werfen, auf Dosen mit der Armbrust schießen, Hufeisen werfen, Sackhüpfen und Erbsen spucken, für jedes Kind war Spaß haben das oberstes Ziel - und im Turm wartete nach dem Erfolg auf die Kinder ein Schatz! Am Ziel angekommen lauschten die Kinder dem Märchen Rapunzel. Mit tatkräftiger Hilfe und lauter Aufforderung wurde vor den erstaunten Kinderaugen wirklich ein Zopf heruntergelassen und die Hand von Rapunzel war zu sehen. Mit Trommelschlägen und brennenden Fackeln ging es in den Turm, um das Geheimnis zu lüften. Die Kinderherzen schlugen dabei höher bei der Erwartung des Schatzes. Nach der Erzählung von Tanja Weiß über die Entstehung Sulzbachs mit Graf Gebhardt und dem roten Wappen mit den sechs Lilien war die Schatztruhe erreicht.

Mit dem Lied "Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König" wurde endgültig die Schatztruhe freigegeben. Aus der Schatzkiste erhielt jedes Kind eine Urkunde und ein Heftchen zum anstehenden Schulbeginn. Der Höhepunkt des Abends war die Show im Zwinger mit brennenden Feuerketten. Die Rückkehr in Edelsfeld war begleitet von lauten Gesprächen von den Erlebnissen der Kinder. Da war sicherlich die Nachtruhe kein großes Problem für die Verantwortlichen, denn die Müdigkeit ließ die Kinder schnell in den Schlaf sinken und schnell träumen.

12.07.2012 | Netzcode: 3320995 | Sulzbach-Rosenberg

Geschichte zum Hören und Erleben

Märchenspaziergang entlang der Schanz zum Stiber-Turm - Von Adels- und Rittergeschlechtern

Sulzbach-Rosenberg. Auf märchenhaften Pfaden mit allerlei Spektakel wandelte der Tanzkreis "Von Fremden zu Freunden". Die Märchenerzählerin Tanja Weiß, die Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins und Comitas Sulczpach entführten die Zuhörer in die Sagenwelt und Kulturgeschichte rund um Sulzbach und Rosenberg - und natürlich in die Welt des Märchens.

Zunächst stärkte man sich bei einer Suppe im Zollhaus. Die Zubereitung verpackte Tanja Weiß ganz märchenhaft. Im historischen Gemäuer kamen die Geschichte des Zollhauses im Landshuter Erbfolgekrieg sowie Restaurierung und Renovierung durch das Stiber-Fähnlein nicht zu kurz. Mal gespannt, mal schmunzelnd hörten die Zuhörer, welche Rolle Albrecht Stibar bei der Verteidigung der Stadt hatte und wie man damals Amberg erfolgreich bezwang. So manchen Zuhörern war anzusehen, dass man Geschichte so noch nicht gehört oder gar erlebt hatte.

Zaungäste angelockt

Gestärkt machte man sich nunmehr auf in Richtung Schanz, wo das erste Spektakel wartete. Die Ritter von Comitas Sulczpach untermalten die Sage zur Entstehungsgeschichte Sulzbachs. Weiter führte der Weg, begleitet durch Trommelschläge der Stiber-Jugend, in den Stadtgraben an der Allee. Mancher Zaungast wurde dadurch angelockt und lauschte gleich ein wenig mit.

Im Stadtgraben warteten junge Stiber auf ihren Einsatz, um eine gewichtige Rolle bei der Umsetzung der Sagen und Märchen zu übernehmen. Auf charmante Weise verknüpfte so Tanja Weiß (selbst ein Stiber) die Märchen mit historischem Hintergrundwissen. Trommelschläge leiteten zum Stiber-Turm. Das Tor zum Zwinger war bereits offen, als man ankam und gespannt schritten die Zuhörer hindurch und erlebten einen Schwertkampf, bei dem es um verwässerten Wein ging.

Die Zuhörer erfuhren so manches zum Sulzbacher Adels- und Rittergeschlecht, dessen Darstellung sich Comitas Sulczpach verschrieben hat. Tanja Weiß packte die Rose, die im Wappen des Herrn Gelphrad zu sehen ist und selbst Burgherr der Burg zu Rosenberg war, in geschichtliches Wissen. Der Eintritt in den Stiber- Turm wurde flankiert von Fackeln und so hatte man den Eindruck, in eine vergangene Welt zu treten. Den krönenden Abschluss bildete ein kleines Feuerspektakel der Jugend im Zwinger.

Am Ende zog der Tanzkreis "Von Fremden zu Freunden" das Fazit, dass es ein gelungener Abend war und diese Art von Spaziergang eine Bereicherung für das Stadtbild sei.

Ein großer Dank ging dabei an die Märchenerzählerin Tanja Weiß und an die Jugendgruppe des Stiber-Fähnleins und Peter Ostermann, der sichtlich stolz auf die Arbeit seiner Jugendgruppe war, und natürlich an die Ritter von Comitas Sulczpach. Man sah allen Beteiligten an, dass sie sichtlich Spaß bei der Umsetzung des Konzeptes hatten.

Von (csk) | 25.06.2012 | Netzcode: 3299458 | Sulzbach-Rosenberg

Lebensfreude und "Kurzweyl"

Mittelalterliches Spektakel des Stiber-Fähnleins zieht Besucher in seinen Bann

Sulzbach-Rosenberg. (csk) Es zischt und dampft, es kracht und brennt, es klappert und klingt. Unterschiedlichste Düfte und Geräusche versetzten die Schanz ins Mittelalter zurück - die Stiber hatten am Altstadtfest ihr Lager aufgeschlagen. Ein mittelalterliches Spektakel, das seine Besucher zurückversetzte in eine Zeit, in der Lebensfreude und Arbeit nicht unbedingt zwei getrennte Wege waren.

Drill für Ritter und Landsknechte gehört auch bei Hitze zum Lagerleben.

"Handgeklapper und Jubel!", forderte der Wolf von Scambah, einer der Spielleut" des einzigen Trios, das auch zu viert spielen kann - Lupus Vagabundus - die Zuhörer zum Applaus auf. Ihre spontanen Auftritte mitten im mittelalterlichen Treiben brachten "Musik und Kurzweyl" unter die Besucher Auf der Schanz.

Je weiter man in Richtung Lager vordrang, umso mehr packte einen die mittelalterliche Stimmung und Lebensfreude. Die Sau am Spieß verbreitete ihren Duft, die Bratwürste zischten auf dem Grill, Menschentrauben versammelten sich an den vielen kleinen Ständen, wo sie Schmuck, Körbe und selbstgemalte Ahnentafeln bestaunten. Plötzlich - lautstarke Marsch-Befehle, klappernde Rüstungen und Waffen, stramme Schritte einer Horde Männer - der traditionelle Landsknechtsdrill. Mit einem Beutewagen voller Plündereien fuhren die Landsknechte ins Lager ein und verteilten den Inhalt unter sich.

Schmiede und Brauer

Spätestens nach diesem Spektakel war man angekommen im Mittelalter - so konnte der Besucher auch den martialischen Anblick der drei Schmiede der Keltensonne ohne größere Bedenken verkraften. Ein paar Meter weiter brodelte der Kessel - der Brauer hatte gerade den Sud für sein selbstgebrautes Bier angesetzt.

Im Lager selbst durften alle das mittelalterliche Leben hautnah erleben. Urig eingedeckte Tafeln mit deftigen Brotzeiten, saftiges Fleisch über dem offenen Feuer - ein wahrer Augen- und Nasenschmaus! An kleinen Ständen zeigten die Handwerker ihr Können: Beim Kerzenziehen, Ledersäckchen nähen, Blei- und Zinngießen, Seile drehen und noch vieles mehr. Man konnte mitmachen oder einfach nur zuschauen. Die Hexe Esmeralda las in der Zukunft, und Tanja erzählte spannende Märchen.

Das Lagerleben stand kurzzeitig still, als sich alle an der Mittelalter-Tafel zum Essen einfanden. Wer dachte, ein mittelalterliches Essen endet in einem wüsten Ess- und Trinkgelage, der hatte weit gefehlt: Es galten strikte Tischregeln, deren Einhaltung ständig überwacht wurde. Natürlich schlossen die Regeln lautes Lachen und Spaß nicht aus. In drei Gängen wurde Brot und Griebenschmalz, Rippchen und Huhn sowie Käse und Honig aufgetischt. Während des Mahles sorgten der Narrenspiegel und die Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" für Unterhaltung.

Starkes Klangerlebnis
Nach der Tafel hatten Lupus Vagabundus ihren großen Auftritt. In einem wunderbaren Zusammenspiel ergaben ihre Töne ein mittelalterliches Klangerlebnis, wie es selten zu hören ist.

Die Sonne stand schon tief über dem Lager, als der Höhepunkt des Tages nahte - das große Feuerspectaculum. Eingeleitet von orientalischen Tänzen der Gruppe Na'ilah warteten hunderte Besucher gespannt auf den flammenden Auftritt der historischen Gruppen. Von unten im Stadtgraben bis hoch zur Stadtmauer erhellten Feuerspucker den Nachthimmel, ein Kampf mit Feuerschwertern hoch oben an der Stadtmauer zog die Besucher in ihren Bann - der Funke sprang zum Glück nur emotional über. (Zum Thema)

Weitere Altstadtfest-Bilder im Internet: http://www.oberpfalznetz.de/altstadt2012

Von (oy) | 22.06.2012 | Netzcode: 3296166 | Sulzbach-Rosenberg

Alles aufs Beste angerichtet

Historischer Festzug zur Eröffnung des 36. Altstadtfestes - Kultur und Kulinarik satt

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Der Donner stammte nicht von einem Gewitter, sondern es waren die Kanonen des Stiber-Fähnleins, die zahlreiche Schaulustige kurz zusammenzucken ließen. Grundlos eigentlich, denn die mittelalterliche Artillerie schoss am Freitag nach altem Brauch pünktlich um 18 Uhr das beliebte Altstadtfest an. Fast triumphal bahnte sich danach der historische Festzug mit allerlei Prominenz den Weg zu den Kirchentreppen von St. Marien, wo Bürgermeister und Herold das Fest offiziell freigaben.

Mit größtem Engagement legen sich die historischen Gruppen für das Altstadtfest ins Zeug. Allen voran die Stiberer, die auch diesmal für den großen Festzug verantwortlich zeichneten. Diesen bunten Auftakt-Farbtupfer setzten unter anderem der Spielmannszug St. Georg, die Bergknappen sowie zahlreiche historische Gruppen aus der Oberpfalz und den angrenzenden Regierungsbezirken mit Rüstzeug, Tross und Wagen.

Lob für Bergknappen

Auch der Kindergarten St. Marien und die lokalpolitische Prominenz reihten sich gerne mit ein. Internationales Flair verbreiteten die schottischen Freunde von der Rothesay & District Pipe Band aus dem Partnerlandkreis Argyll and Bute. Ein Sonderlob der zahlreichen Besucher durfte sich wieder einmal vorab die Bergknappenkapelle unter der Leitung von Johannes Mühldorfer abholen. Sie zeigte beim Standkonzert an den Treppen von St. Marien schon eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Beginn eine Auswahl ihres enormen Könnens.

Auch das Wetter (Sulzbach-Rosenberger lassen sich bei Festivitäten davon sowieso eher weniger beeinflussen) meinte es mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen pünktlich zum Auftakt besonders gut. Einem alten Brauch folgend las der gewandete Herold alias Stadtrat Peter Schwemmer den Prolog. Die endgültige Freigabe der drei "tollen Tage" zum 36. Altstadtfest oblag dann 1. Bürgermeister Michael Göth.

Er freute sich über die zahlreichen Gäste aus nah und fern in der "Kulturstadt Sulzbach-Rosenberg". Mit dem Altstadtfest erwarte Bewohner und Gäste wieder ein Höhepunkt im Festkalender in der historischen Altstadt zwischen Stadtturm und Pflasterzollhaus.

Großer Querschnitt

"Musik, Kultur, Literatur, Sport und Tradition sowie die hervorragende Versorgung mit einem großen Querschnitt an Speisen und Getränken verleihen unserem Altstadtfest ein besonderes Flair. Ich bedanke mich deshalb bei allen, die zum Gelingen dieses wunderbaren Festes beitragen, auf das Herzlichste." Das Stadtoberhaupt wünschte abschließend ein friedliches und fröhliches Altstadtfest und Glückauf!

Jetzt war sie endlich freigegeben, die "Festzone in Übergröße". Dort erwarteten die Besucher nicht nur unzählige Schmankerl kulinarischer und kultureller Art, sondern von Freitag bis Sonntag auch ein Musikprogramm der Extraklasse auf sechs Bühnen, das die Kulturwerkstatt um Fred Tischler wieder einmal souverän "komponierte".

"Auf der Schanz" ist wie immer das Reich der historischen Gruppen mit dem Stiber-Fähnlein als Speerspitze. Gesorgt war dort traditionell mit allerlei Spektakel, Musik und Feuerzauber für "mittelalterliche Kurzweyl". Es ist alles aufs Beste angerichtet - mischen doch auch Sie noch zwei Tage lang kräftig beim Fest mit!

20.06.2012 | Netzcode: 3293608 |Sulzbach-Rosenberg

Mittelalter kehrt für drei Tage zurück

Historische Gruppe Stiber-Fähnlein versammelt Attraktionen an der Allee - Handwerk und Musik

"Lupus vagabundus" heißt die Spitzen-Gruppe, die am Samstag mit Mittelalter-Klängen verzaubern wird. Bild: hfz

(rlö) "Musik und Kurzweyl" - ein passenderes Motto für das diesjährige Altstadtfest hätte die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein kaum finden können: Auf dem Festgelände an der Schanz (Allee) können die Altstadtfestbesucher von Freitag Abend bis Sonntag wieder eintauchen in die faszinierende Welt des Mittelalters und sich an einem abwechslungsreichen Programm erfreuen.

Tanz und Klang

Die Klangwelt und die Tanzlust des Mittelalters stehen heuer im Vordergrund. Die "Spielleut von Ammenberg" mit original Minnegesang und die bekannte Regensburger Gruppe "Lupus Vagabundus" (letztere am Samstag ab Nachmittag) werden dieses Motto stilgerecht umsetzen und auch mit einer mittelaltergerechten "Performance" aufwarten.

Historische Tänze zeigt dazu die Gruppe "Laetissime Saltemus". Auf die Kinder wartet ein spannendes Angebot mit frei erzählten Märchen (im Märchenzelt von Tanja Weiß) und mit lustigen Spielen. Stiber-Hexe Esmeralda führt Neugierige in die Runenmagie und in ihr Kräuterwissen ein. Auf alle, denen es am Altstadtfest zu heiß werden sollte, wartet natürlich wieder die Mittelalterliche Badestube mit Zuberspaß, Wein- und Metausschank. Kurzweyl am laufenden Band ist auch garantiert durch die zahlreichen historischen Gastgruppen, deren Edelleute, Ritter, Landsknechte, Marketenderinnen und fahrende Gesellen immer wieder mit Schaukämpfen, Waffendrill und dergleichen für Aufmerksamkeit sorgen. Das mittelalterliche Handwerk kommt mit den Schmieden der Keltensonne Hormersdorf und mit den Stiber-Paten aus Deberndorf (Seiler, Fackelmacher, Korbflechter, Besenbinder, Seifensieder) in vielerlei Spielarten daher.

Es wird ergänzt durch den Messerschmied aus Rosenberg, die Rosenberger Kessel-Bierbrauer, Töpferin, Schriftenmaler und Ahnenforscher Andreas Schatz. Das "Nonplusultra" wird sicher wieder die nächtliche Feuershow am Samstag Abend.

Sau am Spieß

Klar, dass die Scharen der freiwilligen Helfer aus den Reihen des Stiber-Fähnleins wie immer aufmerksam um das Wohl ihrer Gäste bemüht sein werden. Zu frischen Getränken, auch Kaffee und Kuchen, gibt es herzhafte Schmankerln wie "Sau am Spieß" (an allen drei Tagen) und den beliebten Stiber-Eintopf vom offenen Feuer. Einem lupenreinen Altstadtfest-Vergnügen inklusive Zeitreise ins Mittelalter steht also nichts mehr im Wege.

11.06.2012 | Netzcode: 3280670 | Sulzbach-Rosenberg

Stiber schirmen die Bürgermeister

Sulzbach-Rosenberg beim Nordgautag dabei

Bestens bewacht von den historisch gewandeten Stiberern, zogen Bürgermeister Michael Göth und Altbürgermeister Gerd Geismann beim Nordgautag durch die Straßen von Lappersdorf. Bild: hfz

Gut vertreten zeigte sich die Stadt Sulzbach-Rosenberg anlässlich des 39. Nordgau-Festzuges in Lappersdorf. Bergknappenverein und Trachtenverein schritten voraus, und im Begleitschutz des Stiber-Fähnleins fühlten sich Bürgermeister Michael Göth und Altbürgermeister Gerd Geismann (letzterer in historischer Gewandung) sichtlich wohl.

Die Stiber waren mit Landsknechten und Tross mit 23 Personen vertreten. Gleich im Anschluss folgte der Historische Verein 30-jähriger Krieg und den Abschluss des Blockes bildeten die Schweppermanngruppe aus Kastl und der Festwagen des Marktes Parkstein.

Ein buntes Bild bot sich: Musikkapellen und Spielmannszüge, Volkstums- und Heimatvereine, Festwägen, Festspielabordnungen und Laienspielgruppen, Gruppen mit Darstellungen ortstypischer Besonderheiten, Schützenvereine, Reitergruppen, Fahnenschwinger und vieles mehr. Etwa 2500 Aktive nahmen am Festzug durch den festlich geschmückten Ort teil.

Von (oy) | 26.05.2012 | Netzcode: 3261932 | Sulzbach-Rosenberg

Nachbarn auf "Werbe-Feldzug"

Abordnung der Altdorfer Wallenstein-Festspiele spricht im Rathaus offizielle Einladung aus

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Dass auch in der Herzogstadt immer wieder historisch gewandete Personen gesichtet werden, ist auf die vielen Aktivitäten des Stiber-Fähnleins zurückzuführen. Am Donnerstag war dies aber einmal nicht so, denn vier Gewandete Akteure von den Altdorfer Wallenstein-Festspielen machten Bürgermeister Michael Göth im Rathaus ihre Aufwartung. Dabei rührten sie auch gleich kräftig die Werbetrommel für ihr historisches Schauspiel.

Das Stadtoberhaupt freute sich zusammen mit Kulturamtsleiter Fred Tischler über den Besuch und sagte werbemäßige Unterstützung der Nachbarstadt und nach Möglichkeit einen Besuch der Festspiele zu. Tischler erinnerte an die hiesigen Knorr-von-Rosenroth-Festspiele und hakte bei logistischen Details zur Aufführung in Altdorf nach.

Start am 23. Juni

Nach Angaben der fränkischen Besucher werden die Wallenstein-Festspiele alle drei Jahre in Altdorf bei Nürnberg gezeigt. Vom 23. Juni bis zum 22. Juli gibt es insgesamt 18 Aufführungen. Rund 1000 Bürger werfen sich dafür fünf Wochenenden lang in historische Kostüme, spielen Landsknecht, Marketenderin, Student, Zigeunerin, General, Frau aus dem Volk und lassen so die Zeit des Dreißigjährigen Krieges wieder aufleben.

Zwei interessante - völlig gegensätzliche - Theaterstücke und das historische Lagerleben im malerischen Stadtkern machen die Wallenstein-Festspiele aus. Bereits seit 1894 auf dem Programm: Das Volksstück "Wallenstein in Altdorf". Der Lehrer und Reiseautor Franz Dittmar schrieb das Stück Ende des 19. Jahrhunderts exklusiv für die Altdorfer. Es greift Wallensteins Studentenzeit in Altdorf auf und unterhält Groß und Klein mit Spannung, Humor und Gefühlen.

Schillers Wallenstein-Trilogie - von Michael Abendroth für die Altdorfer bearbeitet und gekürzt auf zweieinhalb Stunden - bietet großes Theater. Talentierte Laien spielen unter der Leitung von Profi-Regisseuren im malerischen Hof der ehemaligen Universität. Die Zuschauer-Tribüne ist überdacht, so die Erläuterungen der Gäste.

Auf dem Marktplatz und vor dem Oberen Tor lagern in Altdorf außerdem wilde Horden. Wallensteins Lager ist überall präsent - jeden Samstag ab 17 Uhr, jeden Sonntag ab 11 Uhr. Den Abschluss am Sonntag bildet jeweils ein Festzug um 18 Uhr.

Weitere Informationen im Internet: http://www.wallenstein-festspiele.de

Von (rlö) | 04.05.2012 | Netzcode: 3230637 | Sulzbach-Rosenberg

Gänsehaut vor der Drachenhöhle

Erste Rosenberger Walpurgisnacht der Stiberer voller Erfolg - Geigerpumperl und spukende Ritter

Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Beim Teutates, war das eine Nacht! Die wackeren Stiberer fürchten offenbar wirklich nichts, außer dass ihnen der Himmel einmal auf den Kopf falle... und so wagten sie sich auch furchtlos an die Ausrichtung der ersten "Rosenberger Walpurgisnacht". Über 300 Besucher genossen in vollen Zügen im Fischer-Biergarten einen buchstäblich sagenhaften Abend mit allerlei Spukgestalten, dem unglücklichen Geigerlein vom Geigerpumperl und dem fürchterlichen Schlossberg-Drachen.

Die Probe aufs Exempel geriet auf Anhieb zum tollen "Walperer-Event": Sogar das Wetter spielte mit in dieser Nacht zum 1. Mai, in der es ja der Überlieferung nach nicht mit rechten Dingen zugeht.

Gut gelauntes Völkchen
Ab 18 Uhr wollte der Strom der Gäste nicht abreißen, was den Fischer-Garten bald an den Rand seiner Kapazität manövrierte - ein gut gelauntes Völkchen harrte neugierig der Dinge, die da kommen sollten. Vor allem der wie ein Ungeheuer-Maul gähnende Höhlen-Rachen am Rande der Szenerie, aus dem Nebeldämpfe waberten und unheimlich rotes Licht glühte, zog die Blicke auf sich.

Nach Trommelwirbeln, donnernden Böllern und den einleitenden Worten von Wolfgang Fischer entführte die charmante Erzählerin Tanja Weiß die Besucher im Nu in die bunte Sagenwelt rund um die Entstehung der Herzogstadt, und so mancher hörte dabei wohl auch zum ersten Mal die schöne Geschichte vom Traum der Sulzbacher Pfalzgräfin, die in der Ahnenreihe der Sulzbacher Herzöge den Letzten mit einer Königskrone erblickte. Ein Traum, der wahr werden sollte, denn tatsächlich wurde ihr Enkel erster bayerischer König.

Mittelalter-Musik der Gruppe "Lusamendtleyn", Sagen vom Schlossberg und die Sage von der Zaubergeige leiteten über zur populären Erzählung vom "Geigerpumperl". Als szenisches Spiel rollte das Geschehen vor den Zuschauern ab, dargestellt von Akteuren des Stiberfähnleins. Sepp Lösch im Gewand eines finsteren Magiers verband als Kommentator die einzelnen Spielszenen.

Spätestens als die spukenden Ritter kämpften und der grässliche Drache fauchend und brüllend aus seiner Höhle fuhr und den schatzgierigen Geiger verfolgte, schlug der Szenenbeifall in schiere Begeisterung um. Jeder, der es miterlebte, weiß seit dieser Nacht, warum die Höhle in der Südwand des Schlossberges das "Geigerpumperl" genannt wird.

Hexentanz ums Feuer
Für angenehme Gänsehaut sorgten weitere Sagen von Hexen und Teufeln, mit denen Tanja überleitete zu einem Hexen-Tanz ums offene Feuer und zu einem Feuer- und Fruchtbarkeitsritual-Ritual der Stiber-Hexe Esmeralda, die dabei Bezug auf das keltische Beltane-Fest (Frühlingsfest) nahm. Die dabei beschworenen "Kräfte und Säfte" blieben den Gästen nicht vorenthalten. Eintopf, frischer Flammkuchen aus der Backstube, Pizzataschen und Wurstbrotzeiten fanden reißenden Absatz, und an der Getränkefront sorgte der "Fuchsbeck"-Bräu persönlich im Lauf des Abends noch einmal für Nachschub.

Wen auch im zweiten Teil des Programms in Tanjas Sagen noch viel die Rede war von Feuermanndln und Sparifankerln, wurde mit einem fröhlichen Frühlingstanz der Gruppe "Laetissime Saltemus" um einen geschmückten "Maien" und der Musik von "Lusamendtleyn" bald klargestellt: Die Mächte des Bösen und der Finsternis sind überwunden, die Zeit des Lichts bricht an.

Feuer-Spektakel
Ein eindrucksvolles Feuer-Spektakel markierte das offizielle Ende der ersten Rosenberger Walperer-Nacht. Das allseits geäußerte Lob und die Begeisterung der Besucher lassen die Vermutung zu, dass es in Jahresfrist wieder gehörig spuken wird am Fuße des Schlossberges in Rosenberg.

27.04.2012 | Netzcode: 3225105 | Sulzbach-Rosenberg

"Geigerpumperl" und Hexentanz

Stiber-Fähnlein lädt am Montag zur Rosenberger "Sagen- und Walpernacht"

(rlö) Romantisch soll's werden, ein bisserl gespenstisch und verhext dazu: Am Montag, 30. April, lädt die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein die Bevölkerung zur einer buchstäblich "sagenumwobenen" Rosenberger Walpernacht in den Biergarten des Café Fischer ein. Wie zu Walpurgis üblich, werden Hexen ihr Unwesen treiben und die Sagen rund um den Schlossberg zu neuem Leben erwachen.

Die ereignisreiche "Rosenberger Sagen- und Walpernacht" startet um 20 Uhr (Eintritt frei) mit spannenden Sagen aus der Zeit der Entstehung der Herzogstadt. Die Märchenerzählerin Tanja Weiß wird sie auf ihre unverwechselbare publikumsnahe Weise interpretieren. Auch Sepp Lösch schlüpft ins Erzählergewand.

Die wohl populärste Schlossberg-Sage ist die vom Geigerpumperl, die von einem wandernden Schustergesellen und Straßenmusikanten berichtet, der auf der Suche nach einem angeblich im Burgberg verborgenen Schatz in den unterirdischen Klüften für immer verloren geht. Die "Geigerpumperl"-Sage wird bei der "Walpernacht" in einem szenischen Spiel dargestellt. Dabei soll dem Vernehmen nach auch der Schlossberg-Drache in Erscheinung treten.

Was gibt es sonst noch zu erleben im Fischer-Garten? Nun, neben weiteren Sagen und Märchen aus der Schönwerth-Sammlung unter anderem einen Hexentanz ums Feuer, allerlei Magie und Zauberwerk, Brotzeiten und Getränke zur Stärkung, dazu historische Musik, teils von der Gruppe "Lusamendtleyn", teils vom "Mittelalter-DJ" gemixt. Den Abschluss bilden nach Überwindung aller finsteren Mächte ein fröhlicher Tanz um einen geschmückten "Maien" und ein Feuerspektakel.

20.04.2012 | Netzcode: 3216089 | Sulzbach-Rosenberg

Zauber der Walpurgisnacht hautnah

Stiber-Fähnlein lädt am 30. April in den Fischer-Garten ein: Sagen, Märchen, Musik, Tanz, vielleicht ein Drache

(rlö) Romantisch soll's werden, ein bisserl gespenstisch und verhext dazu: Am Montag, 30. April, lädt die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein die Bevölkerung zur einer buchstäblich "sagenumwobenen" Rosenberger Walpernacht in den Biergarten des Café Fischer ein. Wie zu Walpurgis üblich, werden Hexen ihr Unwesen treiben und die Sagen rund um den Schlossberg zu neuem Leben erwachen.

Die ereignisreiche "Rosenberger Walpernacht" startet um 20 Uhr (Eintritt frei) mit spannenden Sagen aus der Zeit der Entstehung der Herzogstadt. Die Märchenerzählerin Tanja Weiß wird sie auf ihre unverwechselbare publikumsnahe Weise interpretieren. Auch Sepp Lösch schlüpft ins Erzählergewand.

Das Geigerpumperl

Die wohl populärste Schlossberg-Sage ist die vom Geigerpumperl, die von einem wandernden Schustergesellen und Straßenmusikanten berichtet, der auf der Suche nach einem angeblich im Burgberg verborgenen Schatz in den unterirdischen Klüften für immer verloren geht.

In jeder Osternacht hört man ihn aus dem Schlossberg heraus wehklagen und "pumpern" - wovon die Höhle "Geigerpumperl" am Südabfall des Bergmassivs auch ihren Namen hat. Die "Geigerpumperl"-Sage wird bei der "Walpernacht" in einem szenischen Spiel dargestellt. Dabei soll dem Vernehmen nach auch der fürchterliche Schlossberg-Drache ich Erscheinung treten.

Was gibt es sonst noch zu erleben bei der "Walpernacht" im Fischer-Garten? Nun, neben weiteren Sagen und Märchen aus der Schönwerth-Sammlung unter anderem einen Hexentanz ums Feuer, allerlei Magie und Zauberwerk, zur Stärkung Eintopf und deftige Wurstbrotzeiten, dazu historische Musik, teils von der Gruppe "Lusamendtleyn", teils vom "Mittelalter-DJ" gemixt. Den Abschluss bilden nach Überwindung aller finsteren Mächte eine fröhlicher Tanz um einen geschmückten "Maien" und nächtliches Feuerspektakel.

Jubiläumsveranstaltung

Das "Stiber-Fähnlein" bietet im 20. Jahr seines Bestehens mit der Rosenberger Walper- und Sagennacht also eine weitere Jubiläumsveranstaltung an und hofft auf reges Interesse der Öffentlichkeit. Und einmal ehrlich: Wer würde sich nicht gern in der Walpurgisnacht ein wenig verzaubern lassen?

26.02.2012 | Netzcode: 3155237 | Sulzbach-Rosenberg

"Schanzenbrand" lockt das Volk

Gelungener Auftakt zum 20-jährigen Bestehen der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein

Sulzbach-Rosenberg. Märchenhafte Geschichten am prasselnden Lagerfeuer, Lichtertanz in der Abenddämmerung, magische Wunsch- und Liebesrituale, Klänge aus längst vergangener Zeit: Mit dieser Mixtur geriet der "Schanzenbrand", die Auftakt-Veranstaltung zum 20-jährigen Gründungsjubiläum des Stiber-Fähnleins Sulzbach-Rosenberg, zum ungetrübten Erlebnis für Groß und Klein. Es entstand eine eindrucksvolle Begegnung mit der Stadt-Historie. Werbung in eigener Sache - so lautete der legitime Hintergedanke, mit dem die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein am Samstag Abend die Bevölkerung zum "Schanzenbrand" eingeladen hatte. Kommissarischer Vorsitzender Helmuth Singer und Stadthauptmann Albrecht Stiber alias Sepp Lösch freuten sich, unter den Besuchern auch 1. Bürgermeister Gerd Geismann und seinen Nachfolger Michael Göth zu sehen.

Gerd Geismann, seit Jahren selbst ein leidenschaftlicher "Stiberer" mit eigener historischer Gewandung, versicherte, erst recht im Ruhestand das Fähnlein der Stiber mit hoch zu halten. Und auch für seinen Nachfolger werde sich bestimmt das passende Gewand nebst dazugehöriger geschichtlicher Persönlichkeit finden lassen. Dem Stiber-Fähnlein bescheinigte das Stadtoberhaupt vorbildliche Arbeit auf dem Gebiet der Heimat- und Geschichtspflege. "Ihr seid weit über die Stadtgrenzen hinaus begeisterte und begeisternde Botschafter eurer Heimat."

Kasperltheater mit Margit Fischer im Zollhaus bildete die Ouvertüre zu einem Programm, mit dem sich das Stiber-Fähnlein in all seinen Facetten, mit seinen Gruppierungen und seiner Arbeit präsentieren konnte. Die Moderation übernahm Albrecht Stiber persönlich, die stilechten musikalischen Intermezzi steuerten die "Spielleut von Ammenberg" bei.

Holzscheit als Eintritt

Jeder Gast, der als "Eintrittsgeld" ein Holzscheit mitgebracht hatte, wurde dafür mit einer rot-weißen Lilien-Kerze entschädigt. Lodernde Flammen in den Feuertrögen wiesen den Weg zu allerlei Kurzweil, und unterm Baldachin konnte man sich mit Heißgetränken, Limo, Bier und Bratwürstln stärken.

Mit fesselnden Geschichten am Lagerfeuer, bei denen auch die Großen gern die Ohren spitzten, wartete "Tanja, die Erzählende" (Tanja Weiß) auf, während die weise Kräuterfrau und Hexe Esmeralda (Karin Zach) mit zwei uralten Ritualen eine Verknüpfung zum keltischen Imbolc- oder Brigid-Fest herstellte. Mit diesem feierten unsere Urahnen einst enthusiastisch die Wiederkehr des Lichts und den nahenden Frühling.

Tänze und Feuerspektakel

Mit drei ausgewählten Tänzen des Mittelalters und der Renaissance bot die Tanzgruppe "Laetissime Saltemus" unter Leitung von Ursel Singer Einblick in ihr Wirken. Trommler und Feuerspucker, unter Einbindung der Jugendgruppe, vereinten sich schließlich zum großartigen Finale in Gestalt eines "Feuerspectaculums". Dabei führte Markus Möller Regie.

Da starke Echo auf die Einladung zum Schanzenbrand" zeigte, wie sehr die Historische Gruppe "Stiber-Fähnlein" inzwischen in der herzogstädtischen Kulturszene und Vereinswelt verwurzelt ist. So dürfen die "Stiberer" bestimmt auch zu ihrer zweiten Jubiläums-Veranstaltung am 30. April auf regen Zuspruch hoffen: Da wird dann im Fischer-Biergarten zu Füßen des Rosenberger Schlossberges die "Walpurgisnacht" mit allerlei Hexerei und sagenhaften Begebenheiten gebührend gefeiert.

Von (ge) | 17.02.2012 | Netzcode: 3145069 | Sulzbach-Rosenberg

Feuerwehr und Stiber

Peter Schwemmer feiert am Sonntag 60. Geburtstag Er ist innerhalb der Stadtmauern geboren, am 19. Februar vor 60 Jahren: Peter Schwemmer, Politiker, "Stiberer" und natürlich Feuerwehrmann, feiert am Sonntag von 10 bis 15 Uhr im Rathaussaal mit Freunden und Familie.

Nach dem Gymnasium machte Schwemmer eine Lehre als Drogist, um das elterliche Geschäft nach dem frühen Tod des Vaters übernehmen zu können. Nach Weiterbildung zum Wirtschaftsassistenten arbeitete er seit 1974 im Rohrwerk in diversen Abteilungen, zuletzt als Personalleiter, derzeit als Assistent der Vertriebsleitung. Peter Schwemmer ist verheiratet, hat zwei Töchter, eine Enkelin mit fast zwei Jahren. Er schaffte übrigens in seiner Jugend etwas ganz Besonderes: Seit 1969 ist er Kolpingsbruder, und zwar als erstes evangelisches Kolpingsmitglied in Sulzbach.

Seit 1971 ist Schwemmer aktives Mitglied der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg, von 1978 bis heute deren 1. Vorsitzender. Er zählte auch zu den Gründungsmitgliedern des "Stiber-Fähnleins". 2002 zog er in den Stadtrat ein, seit 2008 bekleidet er in der CSU das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.

Von (ge) | 18.01.2012 | Netzcode: 3110327 | Sulzbach-Rosenberg

Zum Schanzenbrand

Auftakt des Stiber-Jubiläums am 25. Februar

Stilgerecht Auf der Schanze steigt am 25. Februar die Auftaktveranstaltung zum 20-jährigen Stiber-Jubiläum. Erwachsene, Jugendliche, Kinder lädt das Stiber-Fähnlein samt Jugendgruppe zum Kennenlernen ein. Der "Schanzenbrand" (so das Motto) beginnt um 17 Uhr. Eintritt pro Person ein Holzscheitl. Um 17 Uhr gibt es Kasperltheater im Zollhaus und das große Lagerfeuer mit Musik, Tanz, Geschichten, mit Jugendgruppen als Feuer-Jongleuren und vielem mehr. Für Bratwürste vom Grill ist Anmeldung erforderlich. Es wartet "heißes Stiberlein" zum Aufwärmen, gegen 20 Uhr zum Ende der Veranstaltung auch ein Feuerwerk. Anmeldung an birgit.gnahn@web.de, peter@ostermann61.de oder 09661/7103 (Gnahn), 09661/9455 (Ostermann).

Feuerspucken gehört bei den Stiberern traditionsgemäß dazu. Bild: wsb

02.01.2012 | Netzcode: 3092735 | Sulzbach-Rosenberg

Aufrechter Bürger, der seine Stadt geprägt hat

Klaus Faltenbacher starb am Freitag im Alter von nur 64 Jahren -
Stiber-Fähnlein, Pflasterzollhaus, Mittelalter-Lager tragen seine Handschrift (rlö)

Auch wenn man um die schwere Erkrankung wusste, gegen die er seit April ankämpfte, traf die Nachricht seine vielen Freunde und Bekannten in Stadt und Land ins Herz: Klaus Faltenbacher ist nicht mehr. In der Nacht zum 30. Dezember 2011 schloss der unermüdliche Motor und Vorreiter der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, ein von Heimatliebe und Geschichtsbewusstsein beseelter Erz-Sulzbacher, für immer die Augen. Unser Mitgefühl gilt vor allem seiner trauernden Familie.

Gerade einmal 64 Lebensjahre waren Klaus Faltenbacher beschieden, und er hatte doch noch so viele Pläne und Ideen, wollte zusammen mit seinen Stiber-Leuten noch so vieles anpacken - es durfte nicht sein. Im geschichtsträchtigen Gemäuer der alten Grafmühle hatte der Verstorbene 1947 das Licht der Welt erblickt.

Von Jugend an aktiv

Vielleicht war ihm dort tatsächlich schon seine spätere Leidenschaft, das heimatkundliche und heimatgeschichtliche Streben und Tun, in die Wiege gelegt worden. Denn bereits in seiner frühen Jugend, als Mitglied der Deutschen Pfadfinder, zeigte er Interesse am "Alten", hatten es ihm vor allem die vielen Keltengrabstätten in der näheren Umgebung angetan.

Später galt sein Hauptaugenmerk jahrelang der Welt der Höhlen. Fasziniert von dieser Unterwelt, die sich vor allem in den Karstgebieten der Juragebirge auftut, unternahm er Höhlenbegehungen in der engeren Heimat, denen dann bald ausgedehnte Exkursionen zu Höhlen im Fränkischen, in Österreich und im französischen Jura folgen sollten.

Er gehörte in diesen Jahren als aktives Mitglied dem deutschen Höhlen- und Karstverband an, der sich unter anderem die Erfassung und den Schutz der Höhlen zur Aufgabe gemacht hat. Für dieses Engagement verlieh der damalige Landrat Dr. Hans Wagner Klaus Faltenbacher 1994 den Umwelt- und Naturschutzpreis des Landkreises.

Unermüdliche Leidenschaft

Sein Berufsweg hatte ihn nach Werkzeugmacherlehre und acht Jahren Dienstzeit bei der Bundeswehr zum staatlichen Justizdienst, hier wiederum in die Justizvollzugsanstalt Amberg geführt. Dort war bis er zu seiner Pensionierung nach Vollendung des 60. Lebensjahres beschäftigt gewesen.

Neben dem Beruf freilich sah Klaus Faltenbacher seine eigentliche Lebensaufgabe in seiner Heimatstadt angesiedelt, genauer gesagt in der reichen Geschichte der Herzogstadt. Mit unermüdlicher Leidenschaft widmete er sich heimatkundlichen Belangen und Aufgaben - das begann, an der Seite des damaligen Stadtheimatpflegers Karl Grünthaler, mit Restaurationsarbeiten an der Nepomukstatue im ehemaligen Pestgärtlein am Annabergweg, am Bildbaum im Peutental oder am Missionskreuz im Schatten der Pfarrkirche St. Marien.

Zukunft braucht Herkunft - diese Erkenntnis hatte Klaus Faltenbacher schon damals verinnerlicht. So gehörte er geradezu zwangsläufig zu den Gründungsmitgliedern und zum ersten Dreigestirn der Führungsmannschaft des Stiber-Fähnleins. Seit 2004 lenkte er als 1. Vorsitzender die Geschicke des Historischen Vereins, bis ihm vor wenigen Monaten eine heimtückische Krankheit die Kraft dazu raubte.

Altstadtfest geprägt

Als Motor und Mentor des Stiber-Fähnleins verstand er sich, und deshalb trägt nicht nur die mustergültige und denkmalgerechte Sanierung des historischen Pflasterzollhauses seine Handschrift, sondern ebenso das alljährliche mittelalterliche Lagerleben auf der Schanz, das unter seiner Oberregie längst zu einem überregional bekannten Markenbegriff des Sulzbacher Altstadtfestes geworden ist. Gerade in Sachen Altstadtfest, wie überhaupt in der Leitung der Historischen Gruppe, fand er in seiner Ehefrau Maria die kongeniale Partnerin.

Überall mit dabei

Feuer und Flamme für "sein Sulzbach", ließ sich Klaus Faltenbacher nicht lange bitten und schritt mit seinen Stiberern bei der Sanierung der mittelalterlichen Wehranlage in der Langen Gasse mit dem Karl-Grünthaler-Turm und dem Stiber-Turm ebenso zur Tat wie bei der Errichtung des Schaustollens Max und des Bergbaupfades (in enger Kooperation mit dem Bergknappenverein). Seine allergrößte Freude aber war ihm wohl das Wiederauffinden und Einrichten des mittelalterlichen Lochgefängnisses unter dem Sulzbacher Rathaus.

Auch das benachbarte Rosenberg vergaß der charismatische Sulzbacher nicht, wie die Ausrichtung der unvergessenen "750-Jahr-Feier" und die Restaurierung der mittelalterlichen Straßenbrücke am Hammer beweisen.

Die verdiente öffentliche Anerkennung erfuhr dieser beispielhafte Einsatz für Heimatgeschichte und Denkmalschutz mit der Verleihung der Bayerischen Denkmalschutzmedaille durch Staatsminister Dr. Thomas Goppel 2005. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg ihrerseits würdigte Faltenbachers Arbeit mit der Knorr-von-Rosenroth-Medaille und 2007 mit der Verleihung der Bürgermedaille.

Guter Ruf der Heimat

Neben der Liebe zur Stadt- und Heimatgeschichte und der Bewahrung des historischen Erbgutes stand bei all seinen Aktivitäten stets auch das Bemühen im Vordergrund, das Ansehen und den guten Ruf seiner Heimatstadt Sulzbach-Rosenberg zu pflegen und nach außen zu tragen.

So wird man ihn als guten "Botschafter des Sulzbacher Geistes" in Zukunft sehr vermissen. Das ehrende Andenken an ihn als aufrechten und am Gemeinwohl orientierten Bürger, die Erinnerung an den liebenswerten, mitunter schlitzohrigen Freund, an den immer hilfsbereiten Partner wird ganz sicher fortleben in seinem Werk. Umso schmerzlicher die Lücke, die sein Tod riss: Klaus Faltenbacher, du fehlst uns!

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Stand: 25. April 2016     

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