Stiber Home Laetissime Saltemus Comitas Sulczpach Märchen-Tanja die Erzählende
    

Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

09.12.2014 | Netzcode: 4410148

Finale im Feuerschein

Den krönenden Abschluss der 2. Rosenberger Dorfweihnacht steuerte die Feuergruppe des Stiber-Fähnleins "Ardere Lilium" in eindrucksvoller Weise bei. Vor der MuK-Bühne am Kirwaplatz spritzten die Funken und züngelten die Flammen. Verfolgt wurde das ganze Spektakel von tausenden Gästen, die sich in der adventlichen Budengasse in Rosenberg tummelten. Einen ausführlichen Bericht zur Dorfweihnacht lesen Sie heute auf Seite 25.
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4410148-129-finale-im-feuerschein,1,0.html

01.12.2014 | Netzcode: 4400652 |  HOLNSTEIN

Adventsauftakt wie im Märchen

Holnsteiner Schlossweihnacht verzaubert hunderte Besucher

Einmal im Jahr erwacht das ehrwürdige Ministerialen-Schloss der Holnsteiner zu glanzvollem Leben. Da tanzen Lichter auf den uralten Mauern, da ziehen verführerische Düfte durch die Gewölbe, da hört man Musizieren, Tanzen und Lachen, da stellt sich neugierig sogar das Christkind ein - es ist wahrhaftig ein Wintermärchen.

Anbieter aus der Region
Hunderte von Besuchern tauchten am ersten Adventsamstag begeistert ein in diesen Zauber, den die nunmehr dritte Holnsteiner Schlossweihnacht verströmte. Das einmalige Ambiente der mittelalterlichen Anlage und das Engagement zahlreicher örtlicher Vereine und Geschäfte aus der Region vereinten sich unter der Gesamtregie der Brauereibesitzer-Familie Haberler erneut zu einer Komposition mit Erfolgsgarantie.

Eine ökumenische Andacht in der kleinen, aber wunderschön erhaltenen Schlosskapelle eröffnete den Weihnachtsmarkt, der bis in die Nacht hinein die Besucher in Massen anzog. Dass es dabei mit dem Autoverkehr und dem Parken keine Probleme gab, dafür sorgten Helfer der Feuerwehr Holnstein.

Volles Engagement
Wie überhaupt das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Vereine und Privatpersonen diesem Adventereignis seine besondere Prägung verleiht: Ob Feuerwehr, Stammtisch Kuemmerling, Reservistenkameradschaft, Obst- und Gartenbauverein, Glockenturmverein Mittelreinbach, Imker Neukirchen, Dorfjugend oder die historisch Gewandeten vom Sulzbach-Rosenberger Stiber-Fähnlein - sie alle sorgten mit ihren Angeboten, tollen Geschenkideen, weihnachtlichen Dekorationen, Bastelwaren oder Feinschmeckereien dafür, dass bei den Besuchern keine Wünsche offen blieben.

Geschäfte aus der Region wie ATW-Metallbau Wolf aus Weißenberg, Töpferin Ulrike Fuchs aus Mittelreinbach, der Generationenladen Walther, Gemischtwarenladen Winter, Metzgerei Sendelbeck, Fichtenbauers Hofladen und Bäckerei Martini komplettierten die bunte Palette. Der hiesige Krippenbauer zeigte wieder seine kunstvoll arrangierten Aufbauten.

Und wenn sich nach ausgiebigem Bummeln und Staunen der Magen rührte, stellte man sich gern in die Schlange, die sich zeitweise vor der Sau am Spieß (offeriert von Robert Vogel und Erwin Grötsch), am Bratwurstgrill oder einer der anderen Verpflegstationen bildete. Sehr dankbar angenommen wurde die Einkehrmöglichkeit in den beheizten Räumen der historischen Hopfenkammer, wo auch die Gerstensäfte der Schlossbrauerei kredenzt wurden.

Geschichten und Süßes
Kleine Besucher ließen sich in der Märchenstube des Schlosses von Erzählerin Tanja Weiß verzaubern und freuten sich über Süßes aus der Hand des Christkindls Sophie Vogel. Viele Besucher fanden den Weg in die Schlosskapelle, wo Alwin Niklaus mit seinen Flötenschülerinnen und Sepp Lösch mit adventlichen Texten auf die Weihnachtszeit einstimmten. Die historischen Tänze der Gruppe "Laetissime Saltemus" entfalteten vor der mittelalterlichen Schlosskulisse ihren Reiz, und die nächtliche Feuerschau von "Ardere Lilium" bereitete dem Fest ein flammendes Finale.

Kein Wunder, dass Seniorchefin Karola Haberler und Juniorchefin Annette Haberler ihr umfassendes Dankeschön an alle Beteiligten verknüpften mit der Feststellung: "Es war einfach wunderschön!"

19.11.2014 | Netzcode: 4386144 SULZBACH-ROSENBERG

Heute per Film unter Tage

Auf dem Gelände der Villa Max errichtete das Stiber-Fähnlein 1996 gemeinsam mit einigen ehemaligen Bergleuten den Bergbau-Schaustollen. Der einstige Luftschutzstollen gibt Besuchern einen Einblick in den Sulzbach-Rosenberger Erzabbau, der am 31. März 1977 endete. Die gesammelten Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände vermitteln viele Eindrücke über den harten Beruf des Bergmanns. Gemeinsam mit seinem früheren Kollegen Josef Rieder führt er die Gäste in einem Film durch den Stollen.

Zum Stollenfest 2014 machte der Ex-Bergmann Georg Schaller im Alter von 80 Jahren seine letzte Führung im Schaustollen. Das war Anlass für diesen Film, der einen Einblick in ein Kapitel der Sulzbach-Rosenberger Zeitgeschichte gewährt - und sogar noch ein bisschen mehr, wie den Bergmannstanz und Erinnerungen der Bergleute. Vorführung ist heute um 19.30 Uhr im Capitol bei freiem Eintritt.

Von (cog) | 19.10.2014 | Netzcode: 4351264 | SULZBACH-ROSENBERG

Reich, mächtig und vernetzt

Wie sah die Burg im Jahr 1100 aus, wie die Stadt? In der Schlosskapelle St. Nikolaus, einer der ältesten Kirchen Deutschlands, ließ das Stiber-Fähnlein das Mittelalter lebendig werden. Es ging um Grafen, Könige und darum, dass man als Sulzbacherin auch Kaiserin werden kann.

Schon früh war Sulzbach ein bedeutendes Herrschaftszentrum, erläuterte Altbürgermeister Gerd Geismann. Erkennbar war das allein schon an der enormen Größe der Burg und ihrer hochwertigen Ausstattung. So verfügten einige Räume über eine Unterbodenheizung, und in der Metallwerkstatt wurden hochwertige Güter hergestellt. Die Region brachte im 10. bis 12. Jahrhundert bedeutende Herrschaftsgeschlechter hervor. Darunter die Grafen von Sulzbach, die dem deutschen Königshaus eng verbunden waren.

Wiege im Schloss
Mit diesen Informationen zum Abschluss der Türkischen Woche eingestimmt, erwartete die Besucher Tanja Weiß, die von Bertha von Sulzbach erzählte, der einzigen Deutschen, die je den Kaiserthron in Konstantinopel bestieg. Ihre Wiege stand in der Burg, getauft wurde sie in der Kapelle, in der jetzt ihr Leben im Fokus stand. Sie wuchs wohlbehütet mit ihrer Mutter Adelheid von Wolfratshausen und ihren Geschwistern auf, lernte fleißig und hatte zu ihrem Vater Berengar trotz dessen häufiger Abwesenheit ein inniges Verhältnis. Nach dem Tod der Eltern kam sie schließlich an den Hof des deutschen Königs Konrad III., der mit Berthas Schwester Gertrud verheiratet war.

Die Tanzgruppe "Laetissime saltemus" präsentierte einen heiteren Reigentanz, ein Minnesänger trug ein Lobgedicht auf Bertha vor. So bekamen die Zuschauer einen Eindruck vom eleganten höfischen Treiben. Die Ehe eines hochgeborenen Mädchens hatte damals nichts mit Liebe zu tun, sondern war reine Politik. Der byzantinische Kaiser Johannes II. Komnenos wollte die Beziehungen zu Deutschland festigen und deshalb seinen viertgeborenen Sohn mit einer deutschen Prinzessin verheiraten. Konrad III. hatte keine Tochter im heiratsfähigen Alter, so schlug er seine Schwägerin vor.

Reise nach Byzanz
Weiß ließ in ihrem Vortrag die lange Reise nach Byzanz lebendig werden, Berthas Staunen über die fremden Landschaften, Pflanzen und Tiere, über andere Gebräuche. Ihre Ankunft stand unter keinem guten Stern. Noch unvertraut mit den fremden Sitten beleidigte sie unwissentlich eine hochgestellte Dame, und deren Gemahl verfluchte sie.

Auch die Ehe mit Manuel I. war nicht glücklich. Bertha entsprach nicht Manuels Schönheitsideal und er war ihr untreu. Trotzdem war Bertha, die als Kaiserin den Namen Irene trug, ihrem Mann und ihrer neuen Heimat gegenüber immer loyal. Sie vertrat ihn in Konstantinopel, wenn er in der Ferne weilte, und verhinderte einmal ein Attentat gegen ihn. Auch arrangierte sie Heiraten, um die Verbindung des oströmischen Reichs mit dem deutschen Kaiserreich zu festigen.

Ihr sehnlichster Wunsch blieb aber unerfüllt. Sie bekam keinen Sohn, sondern nur zwei Töchter. Als sie doch noch einmal schwanger wurde, starben schließlich sie selbst und auch ihr Kind, der ersehnte Junge, bei der Geburt.

Lieder und Bilder
Die eindringliche Erzählweise von Weiß, die eingestreuten Szenen, die wunderbar gesungenen Lieder und die Bilder, die an die Wand projiziert wurden, ließen Bertha-Irene und die Welt, in der sie wirkte, lebendig werden. Dudelsack und Schalmei, auf der Empore gespielt, setzten gekonnt Akzente, so dass sich die Besucher in die Vergangenheit versetzt fühlten.

Von (elr) | 02.09.2014 | Netzcode: 4296630 |  SULZBACH-ROSENBERG

Anstrengender Tag im Mittelalter

32 Buben und Mädchen reisen mit dem Stiber-Fähnlein in die Vergangenheit

Ritter, Hexen und Burgfräulein - das sind nur ein paar der Dinge, die mit den Begriff "Mittelalter" in Verbindung gebracht werden. Doch vieles ist auch romantisch verklärt oder einfach falsch dargestellt. Um den Kindern die Geschichte näher zu bringen und so manchen Irrtum richtig zu stellen, lud die historische Gruppe Stiber-Fähnlein zu einem Feriennachmittag voller SPIEL und Spaß.

Die Hexe Esmeralda erklärt den Kindern die Die Hexe Esmeralda erklärt den Kindern die Bedeutung und Wirkung der verschiedenen Kräuter, damit sie sich auch die Richtigen für ihr Schutzbeutelchen auswählen. Bild: elr Es stand so einiges auf der Tagesordnung am Samstag. Die Stiber hatten nicht nur vieles für, sondern vor allem mit den Kindern geplant. Und die kamen zahlreich, insgesamt 32. Während die einen noch von ihren Eltern angemeldet wurden, vertrieb sich der Rest schon die Zeit mit verschiedenen Ballspielen, um sich besser kennen zu lernen. Untermalt wurde das Ganze von zwei Spielleuten, einem Trommler und einem Dudelsack-Spieler. Diese hatten nicht nur Altertümliches im Gepäck, auch die berühmte Tetris-Musik war herauszuhören.

Sitten und Bräuche
Nachdem alle eingetroffen waren, erklärte "Tanja die Erzählende", wie der Tag ablaufen soll. Wer ein Ritter oder eine Hofdame werden möchte, müsse die Sitten einhalten. Das heiße, höflich zueinander sein, keine Schimpfwörter benutzen und sich bei Tisch zu benehmen. Um die Einhaltung kümmerten sich die Ritter, die für diejenigen, die gegen die Regeln verstießen, eine Schandgeige oder bei schweren Fällen sogar ein Richtschwert bereit hielten.

Nach der Einführung wartete erst einmal eine Erfrischung: Edelstes Quellwasser und Schorle standen in Tonkrügen für die Teilnehmer bereit. Währenddessen erklärte Diepold von Eich, was es mit der Heraldik, der Wappenkunde, auf sich hat. Diese beschäftigt sich mit dem Aufbau von Wappen, deren Bedeutung und den einzelnen Teile und Symbolen. Ausgerüstet mit Papier, Buntstiften und ihrem neuen Wissen, durften die Kinder ihre eigenen Wappen gestalten. Diese wurden mit Namen versehen, eingeschweißt und auf eine Wäscheklammer geklebt. So hatte jeder Recke und jede Maid ein ganz persönliches Namensschild.

Kräuterkunde
Mystisch wurde es mit der Hexe. Zu allererst stellte sie klar, das sie keine böse Hexe ist, sondern eine Kräuterfrau, die mit Hilfe ihres Wissens über so manches Kraut Krankheiten und Wunden heilen kann. Kräuter wurden aber nicht nur zu medizinischen Zwecken genutzt.

Andere Wirkungen, wie die Fähigkeiten Dämonen und Geister zu vertreiben oder das GLÜCK und die Liebe zu unterstützen, wurden ihnen nachgesagt. Um das für sich nutzen zu können, bekam jedes Kind ein kleines Beutelchen, in das ganz nach den eigenen Wünschen die verschiedenen Kräuter gefüllt werden konnten. Am Ende erhielt jeder noch einen Glücksstein, um das Schutzbeutelchen zu komplettieren.

Uraltes Handwerk
Auf diese Weise gut geschützt war die anschließende Wanderung natürlich kein Problem. Angeführt von den erfahrenen Rittern und begleitet von den Spielleuten zogen alle los zur Fürstenquelle. In der Zwischenzeit setzten die Mägde das Abendessen auf. In einem riesigen Topf bereiteten sie es über dem Feuer zu.

Schon von Weitem konnte man die Rückkehr der Wanderer hören und sie brachten Hunger mit. Für das Abendessen war es allerdings noch zu früh. Warten musste dennoch keiner, denn es gab Stockbrot. Während sich die Kinder begeistert um die Feuerstelle drängten, bereiteten die Stiber alles für die anstehenden Workshops vor. Und da war wirklich für jeden etwas dabei. Die Jungs stürzten sich auf die Schmiede, während sich die Mädchen lieber die Haare künstlerisch flechten ließen.

Doch auch handwerklich war einiges geboten: In der einen Ecke wurde Seife hergestellt, in der anderen konnte man Medaillons aus Ton oder dekorative Filzkugeln machen. Die entstandenen Produkte durfte jeder mit nach Hause nehmen.

Nach so viel Arbeit waren alle hungrig, und das Abendessen wurde aufgetischt. Es gab Eintopf mit Würstchen und Hirsebrei. Als die Eltern eintrafen, wurden sie von ihren Schützlingen mit einen mittelalterlichen Tanz überrascht, den die Kinder einstudiert hatten. Zum Abschluss des Abends zeigte die Feuergruppe der Stiber ihr Können und veranstaltete für Eltern und Kinder eine Feuershow.

Film-Premiere über den Schaustollen

Film-Premiere über den Schaustollen
Auf dem Gelände der Villa Max errichtete das Stiber-Fähnlein im Jahr 1996 in Zusammenarbeit mit einigen ehemaligen Bergleuten den Bergbau-Schaustollen. Der ehemalige Luftschutzstollen der Flick-Villa vermittelt dem Besucher einen Einblick in den Sulzbach-Rosenberger Bergbau, der am 31. März 1977 endete. Über diesen Schaustollen drehte Peter Ostermann einen Film. Die zwei gelernten und erfahrenen Bergleute Georg Schaller und Josef Rieder begleiten den Zuschauer im Film durch den Stollen. Die Premiere ist am 5. September um 20 Uhr im Capitol in der Bayreuther Straße 4 angesetzt. Der Eintritt dazu ist frei.

Von (aja)  |  30.06.2014  | Netzcode: 4221273  [ SULZBACH-ROSENBERG

"Für rechtlos und vogelfrei erklärt"

Stiber-Fähnlein inszeniert zum Altstadtfest Spiel über Raubritter Conrad von Holnstein

Sulzbach-Rosenberg. (aja) Die Rittergruppe der "Stiber Comitas Sulczpach" hat den vergangenen Winter zu Recherchezwecken genutzt: Sie fand Urkunden über einen Raubritter. Genauer gesagt über Conrad VI., Truchsess zu Holnstein. Um diese Ausgrabung eines längst vergessenen Mannes in Szene zu setzen, schrieb Sepp Lösch den begleitenden Text.

Der geheimnisvolle Titel aus alten Zeiten "Reiten und Rauben ist keine Schande - es tun die Edelsten im Lande" - würde auch zu vielen aktuellen Ereignissen passen. Damit stand das Leitthema für ein unvergessliches, historisches Altstadtfestwochenende beim Stiber-Fähnlein auf dem Festgelände "Auf der Schanze" fest. 

Die Besucher sahen sich in eine Zeit zurückversetzt, in der die Städte immer stärker und selbstbewusster wurden und das Rittertum hingegen seinen Niedergang erlebte. Dreh- und Angelpunkt des pompösen SPIELS war somit das 15. Jahrhundert. 

Harter Waffendrill
Die Stadt Nürnberg wollte sich die Rau
bzüge des Holnsteiners, auch "Cuntz" genannt, nicht länger bieten lassen und setzte eine Belohnung für seine Ergreifung aus. Dies bedeutete für die Kriegsknechte täglich harten Waffendrill und ständige Alarmbereitschaft. 

Ein Kaufmannszug samt Pferden, Gefolgsleuten und Schutzgeleit trat auf und legte eine Rast mit Feuerstelle ein. Umrahmt wurde das Geschehen von einem Sänger, der die "Ballade von den drei Sündern" vorbrachte. Plötzlich griff Conrad von Holnstein mit seinen Waffenknechten an, und versuchte, den Wagen auszurauben. Glücklicherweise rückte die Eingreiftruppe des Eppingen an, rang die Placker nieder, tötete einige Knechte und setzte Conrad von Holnstein gefangen. 

Das hohe Landfried-Gericht trat zusammen und fällte nach kurzem Überlegen das Urteil: schuldig! Somit endete die Geschichte vom wilden Leben des Conrad Truchsess von Holnstein - ein Stück, das beim Publikum bestens ankam. 

Super-Barden gesucht
Am Freitagabend gab es erstmalig "Sulzbach sucht den Super-Barden". Bei diesem Wettstreit traten verschiedene historische Musikgruppen auf, die eine dreiköpfige Jury bewertete. 

Die Kinder besuchten gerne das Märchenzelt, um sich Sagen, Schwänke und Märchen von Tanja Weiß erzählen zu lassen. Zudem gab es ein Riesen-Aufgebot an Rittern, Landsknechten, Edelleuten, einfachem Volk, Handwerkern und Künstlern. Der Tanzkreis "Laetissime Saltemus" bot historische Tänze quer durch die Jahrhunderte. Die Gruppe "Naìlah" bezauberte mit orientalischen Tänzen, und es ging nahtlos weiter mit dem Feuer-Spectaculum. 

Bei der atemberaubenden Show zeigte eine aus verschiedenen historischen Gruppen bunt zusammengewürfelte Schar, was mit verschiedenen Geräten wie Pojs und Engelsflügeln so alles möglich ist - Feuerspucken ist dabei ganz klar die Königsdisziplin! Das Publikum kam bis zum Feuerwerk als Höhepunkt aus dem Staunen nicht mehr heraus. 

Mit "Schattenschweif" 
Den musikalischen Teil deckte die Band "Schattenschweif" ab, die bereits im vergangenen Jahr mit historischer Musik brillierte. Mit neuem Repertoire und verstärkt durch zwei neue Musiker animierten sie die Menge nach der Feuershow zum begeisterten Mitmachen. 

Auch die neue Badestube mit Wein-Taverne stellte eine beliebte Anlaufstelle dar - gefertigt in mühevoller Eigenleistung der Stiber mit Unterstützung von Holzbau Steger. Im Stil eines Fachwerkhauses ausgeführt, schützt sie nun die Weintrinker und Badenden zugleich. So konnte auch der Regen am Sonntag den Gästen nicht viel anhaben. 

Von (rlö) | 23.06.2014 | Netzcode: 4212219 |  SULZBACH-ROSENBERG

Kurzweiliges Hauen und Stechen

Beim Altstadtfest wird der Stadtgraben zum Mittelalter-Spektakel - Szenenspiel um Conrad VI. Sulzbach-Rosenberg.

(rlö) Ritterkämpfe und Landsknechtsleben, Feuerspektakel, Tanz und Musik, Hexen, Alchimisten und Barden - eine ferne Welt? Beileibe nicht, denn auch beim 28. Sulzbach-Rosenberger Altstadtfest heißt es wieder "Das Mittelalter lebt". Zum bunten historischen Treiben lädt das Stiber-Fähnlein mit zahlreichen Gastgruppen wieder von Freitag Abend bis Sonntag auf die Festmeile Auf der Schanz` ein.

Höhepunkt in diesem Jahr am Samstag ab 16 Uhr: Ein spannendes Szenen-Spiel um dem Holnsteiner Ritter und Truchsess Conrad VI., der als "Raubritter" mit der Stadt Nürnberg in Fehde lag.

Auf das etwas unrühmliche TREIBEN der marodierenden Ritter und "Staudenhechte" weist schon das Generalmotto der heurigen historischen Darbietungen hin: "Reiten und rauben ist keine Schande - es tun die Edelsten im Lande". Es wird also streckenweise turbulent zugehen auf der Schanz vor der Kulisse der alten Stadtmauer. Aber keine Angst, die "Historischen" haben natürlich außer Hauen und Stechen viel mehr Unterhaltsames anzubieten.

Traditionell ist den mittelalterlich Gewandeten seit vielen Jahren die Gestaltung des Festauftakts anvertraut: So wird auch das 38. Sulzbach-Rosenberger Altstadtfest am Freitag um 18 Uhr wie gewohnt mit krachenden Böllern und Kanonen am Stadtturm und Festzug durch die Altstadt zur St.-Marien-Kirche eingeleitet.

Blutige Fehden
Gleich anschließend nimmt das mittelalterliche Lager- und Markttreiben auf der Schanz Fahrt auf, gegen 19 Uhr wird die neue mittelalterliche Badstube mit Weintaverne eröffnet, um 20 Uhr schließen sich Feuerspiele an, um 21 Uhr messen sich kunstreiche Barden im Sängerwettstreit.

Am Samstag beginnt das Mittelalter-Fest um 14 Uhr mit "allerley Kurtzweyl" und einem "Raubzug" durch die ganze Altstadt. Ab 15 Uhr leiten historische Tänze der Gruppe "Laetissime Saltemus" über zu einem weiteren Programmhöhepunkt: Um 16 Uhr startet ein Szenenspiel, das die jahrelange, teils blutige Fehde des Conrad VI., Truchsess von Holnstein, gegen die Freie Reichsstadt Nürnberg erzählt. Sepp Lösch hat dieses Stück über den "Haudrauf" Conrad geschrieben, einstudiert hat es Regisseur Michael Ritz.

Gegen 18 Uhr bittet dann das Stiber-Fähnlein als Gastgeber wieder alle beteiligten historischen Gruppen an die große Mittelaltertafel. Ab 19.30 Uhr unterhält die Musikgruppe "Schattenschweif" die Gäste. Um 21 Uhr kündigt die orientalische Tanzgruppe "Na'ilah" mit Feuer & Tanz das große Feuerspectaculum der historischen Gruppen an, das seit Jahren zu den absoluten Highlights des gesamten Altstadtfestes zählt.

"Schattenschweif" dabei
Auch der Festsonntag bietet (bereits ab 10 Uhr vormittags) wieder Mittelalter satt, mit Waffendrill und Rüstungsschau, mit funkensprühenden Schmiede-Essen und dampfenden Braukesseln, mit Tanz, Musik und fröhlichem Badestuben-TREIBEN, zu dem ab 16 Uhr "Schattenschweif" den musikalischen Klangteppich webt. Kulinarisch werden die Besucher in der Mittelalter-Szene mit Sau am Spieß, Stiber-Eintopf, Grillschmankerln, Käse- und Schmalzbroten, Zuckerbäckerei, Kaffee, Kuchen und Getränken verwöhnt.

Diese Vereine sind mit dabei
Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Folgende Mitwirkende lassen das Mittelalter beim 38. Altstadtfest wieder auferstehen: Verein "Dreißigjähriger Krieg" Gernots Gefolge, Stiber-Fähnlein, Kulturverein Deberndorfer, "Pax Crucis" Cadolzburg, "Cantus Ferrum" Amberg, die Ritter von der Zarg Vilseck, die Altdorfer Kroaten und die Holk'sche Horde aus Altdorf, die Mittelalterfreunde Neumarkt "Pfalzgräfliches Gefolge", "Manus Draconis Fronbergensis" Schwandorf, "Spundloch" aus Ingolstadt mit Alchemie und Töpferei, "Casteller Campus" aus Kastl, die Schmiede von der "Keltensonn" aus Hormersdorf, Bergknappenverein und die historischen Bierbrauer um Stephan Kalkbrenner. 

http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4216139-129-ein-stueck-ueber-den-haudrauf-conrad,1,0.html

Von (aja) | 17.06.2014 | Netzcode: 4206103 |SULZBACH-ROSENBERG

Feuerspucker des Stiber-Fähnleins heizen dem Publikum in Schirmitz ein

Das Spiel mit dem Feuer ist nicht nur ein absoluter Publikumsmagnet, sondern auch sehr gefährlich. Nichtsdestotrotz lieben die Mitglieder von der Feuergruppe "Ardere Lilium", eine Untergruppe des Stiber-Fähnleins, was sie tun: Feuerspucken, Feuerfächern, mit brennenden Fackeln hantieren, Feuerseilspringen und mehr. Auf dem Dorffest in Schirmitz zeigten sie ihr Können und heizten den Besuchern ordentlich ein. Selbst im Liegen ist es offensichtlich kein Problem, mit Feuerketten zu tricksen und so die großen und kleinen Zuschauer zu verzaubern. Doch so leicht wie es scheint, ist es keineswegs: Es bedarf einer langen Übungsphase und wöchentlichem Training, um solch eine grandiose und prunkvolle Show auf die Beine zu stellen. Die Königsdisziplin, das Feuerspucken, muss vorher ein halbes Jahr lang mit Wasser geübt werden. Die Feuerspucker treten beim Altstadtfest am Samstag, 28. Juni, live auf.

02.05.2014 | Netzcode: 4144950 |  SULZBACH-ROSENBERG

Schaurige Gestalt im Rauch

Stiber-Fähnlein lockt mit Walpurgis-Nacht

Sulzbach-Rosenberg. Feuer, grünes Licht, ein Drache und lange Flammen - im Fischer-Garten in Rosenberg faszinierten die Akteure des Stiber-Fähnleins wieder besonders die Kinder. Die Walpurgisnacht zog die Besucher in ihren Bann, Hexen tanzten und der verwunschene Geiger klopfte im Schlossberg.

sr0205stiber-b_bild1.jpg Die Ritter suchen den Drachen - ob sie ihn gefunden haben? Bereits zum zweiten Mal richteten die Stiber die Walpurgisnacht im Garten der Bäckerei Fischer in Rosenberg aus. Die Besucher wurden belohnt mit allerhand Spektakel in einer der sogenannten "Losnächte".

Dass das Tor zur "Anderswelt" offen stand, sah man bereits beim Eintreffen im Fischer-Garten, denn dort warteten sie schon, die "Toten Ritter", einstmals stolze Burgherren auf der Burg zu Rosenberg.

Die Märchenerzählerin des Stiber-Fähnleins Tanja Weiß nahm dann die Besucher mit in die vergangene Zeit, erzählte vom Burgbau und führte die Besucher mit anderen Rosenberger Sagen zu der wohl bekanntesten Sage dort: dem Geigerpumperl.

Gier wird bestraft
in Geiger aus dem Fränkischen, der einst an Ostern in Rosenberg aufspielte, schlich sich voller Gier auf einen sagenhaften SCHATZ durch den Eingang in den Schlossberg. Er begegnete einer weißen Frau, später dem Wächter-Drachen, rannte um sein Leben, fand aber nicht mehr aus dem Berg heraus. Noch heute hört man ihn der Sage nach "pumpern", wenn man das Ohr an den Fels legt...

Dies führten die Stiber mit einen szenischen Spiel auf, und ein echter Drache durfte da natürlich nicht fehlen. Dann übernahmen die Hexen den Schauplatz, tanzten wie sonst nur auf den Blocksberg. Die Stiber- Hexe Esmeralda bot eine Hexensuppe an. Die getrauten sich nur die Mutigsten an diesem Abend zu kosten: die Kinder!

Warum das Mannsvolk dem Weibsvolk nicht Herr wird und wie man den Teufel überlisten kann, das erzählte Tanja Weiß dem gut gelaunten Publikum nach dem Spektakel.

Teufel vertrieben
Um in dieser unheimlichen Nacht einen sicheren Nachhauseweg zu garantieren, vertrieben die Stiber schon mal vorsorglich Teufel und Hexen. Dafür sorgte mit einem Tanz um den Maien der Tanzkreis "Laetissime Saltemus". Den zweiten Höhepunkt des Abend bildeten "Ardere Lilium", die Feuerkünstler der Stiberer, mit einem furiosen Flammenmeer. Dann wussten es alle Zuschauer: Die Zeit der bösen Mächte ist nun vorbei, die Zeit des Lichts kann anbrechen!

28.04.2014 | Netzcode: 4140502 | SULZBACH-ROSENBERG

Vielleicht etwas verhext

Walpurgisnacht beim Stiber-Fähnlein

Ganz ehrlich: Wer würde sich nicht gern in der Walpurgisnacht ein wenig verzaubern lassen? Um die Magie dieser ganz besonderen Nacht hautnah zu erleben, muss man nicht einmal auf den Blocksberg reisen. Im Garten des Café Fischer in Rosenberg können Interessierte dabei sein, wenn Hexen ihr Unwesen treiben und Sagen rund um den Schlossberg zum Leben erweckt werden.

Großes Programm
Am Mittwoch, 30. April, lädt die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein die Bevölkerung zu einer - im wahrsten Sinne des Wortes - "sagenumwobenen" Walpernacht nach Rosenberg ein. Wie bereits vor zwei Jahren haben die "Stiber" auch heuer ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt.

Märchenerzählerin Tanja Weiß wird dem Publikum Sagen aus längst vergangenen Tagen präsentieren. In einem szenischen Spiel wird die Geschichte vom "Geigerpumperl", einem wandernden Schustergesellen und Straßenmusikanten, der auf der Suche nach einem angeblich im Burg-Berg verborgenen Schatz in den unterirdischen Klüften für immer verschollen bleibt, nachgestellt; mit echten Drachen, wie man hört.

Tanz ums Feuer
Neben allerhand Magie und Zauberei kann man "untote" Ritter erleben und den Hexen bei ihrem traditionellen Tanz ums Feuer zusehen. Beim Reigen um den bunt geschmückten "Maien" sollen die Mächte der Finsternis überwunden werden.

"Ardere Lilium" wird den Besuchern zu fortgeschrittener Stunde mit einem Feuerspektakel der ganz besonderen Art einheizen. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Romantisch, ein wenig gespenstisch und vielleicht etwas verhext ... auf jeden Fall aber bestimmt ein Heidenspaß. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei; Spenden sind willkommen.

Von Harald Mohr | 11.03.2014 | Netzcode: 4080868 |SULZBACH-ROSENBERG

Ein Museum erwacht zum Leben

Sulzbach-Rosenberger Vereine präsentieren ihre Arbeit

Maria Faltenbacher (rechts) und Gunda Sigl vom Maria Faltenbacher (rechts) und Gunda Sigl vom Stiber-Fähnlein zeigten in der Abteilung "Bürgerliches Wohnen", wie Frauen früher ein "Stickmusterband" für ihre Aussteuer anfertigten. Bild: Harald Mohr http://www.oberpfalznetz.de/owz/4080868-132-ein-museum-erwacht-zum-leben,1,0.html

Das Stiber-Fähnlein und andere historische Vereine aus Sulzbach-Rosenberg nutzten am Sonntag das Ambiente des Stadtmuseums, um sich stilgerecht zu präsentieren. Von diesem „Museumstag“ hatte aber auch das Stadtmuseum etwas: So viele Besucher wie schon lange nicht mehr strömten trotz strahlenden Frühlingswetters draußen über die knarzenden Dielen des verwinkelten Museums.

Museumsleiterin Edith Zimmermann war verständlicherweise begeistert: „Ich finde es toll, dass die Vereine einen Tag für unser Museum opfern“, sagte sie bescheiden. Aber auch die Vereine hatten ja etwas davon: In der trotz der unerwartet frühlingshaften Temperaturen immer noch kühlen Übergangszeit stand ihnen das gut beheizte Museum als Plattform zur Verfügung. Tanja Weiß hatte die Idee zu dem Museumstag, bei Tanja Weiß hatte die Idee zu dem Museumstag, bei dem sie Kaiserin Irene von Byzanz darstellte. Bild: Harald Mohr

Dabei hatte man zehn Themengruppen gebildet, die sich an den passenden Stellen im Museum niedergelassen hatten. Mit dabei auch Tanja Weiß, die die Idee zu dem Museumstag hatte. Die Märchenerzählerin stellte in der Abteilung über das Sulzbacher Schloss Kaiserin Irene von Byzanz dar. Auch sie berichtete von der positiven Reaktion der Besucher: „Jeder hat gesagt: ,Tolle Idee.’“

Den Waffen-Spezialisten Gernot Bock vom „Verein Dreißigjähriger Krieg“ fand man in der Abteilung für Stadtgeschichte, wo er zeigte, wie man militärische Exponate aufpoliert. Bei der „Stadtentwicklung“ demonstrierte Daniel Butz von der „Comitas Sulczpach“, der Hochmittelaltergruppe der Stiber, wie man Kettenhemden anfertigt. Diese Tätigkeit ließ sich durch Funde auch auf der Sulzbacher Burg nachweisen. Die Krippenbauer Werner Schmidt und Wolfgang Albersdörfer vom Rosenberger Krippenverein hatten sich in der Abteilung „Religiöses Leben“ niedergelassen. Ursula Singer zeigt einem Besucher, wie das Ursula Singer zeigt einem Besucher, wie das Brettspiel "Pachisi", der Vorläufer des "Mensch-ärgere-dich-nicht", gespielt wird. Bild: Harald Mohr

In der Abteilung „Druckereien in Sulzbach“ zeigte Ahnenforscher Andreas SCHATZ vom Stiber-Fähnlein, wie er Stammbäume bis zu 14 Generationen zurückverfolgen kann und diese dann auch kunstvoll zu Papier bringt. Die Stiber haben eben für alles ihre eigenen Spezialisten. Sogar einen Spielekreis namens „Tabula“, der sich mit historischen Brettspielen beschäftigt. Wer wollte, konnte hier gleich mitspielen. Gernot Bock restauriert einen bayerischen Gernot Bock restauriert einen bayerischen Landwehrhelm aus dem Jahr 1870. Bild: Harald Mohr

Wer lieber mittrinken wollte, konnte dies bei Renate und Sepp Lösch, ebenfalls vom Stiber-Fähnlein, tun. Hier gab es Liköre zu verkosten, natürlich nach überlieferten Rezepten, so einen „Bierlikör“. Auch etwas zu Trinken, wenn auch mit weniger Alkohol, schenkte Karin Zach, die bei den Stibern die „Kräuterfrau“ ist, in der historischen APOTHEKE aus: Hier gab es einen „Herzwein nach Hildegard von Bingen“.

Maria Faltenbacher und Gunda SIGL vom Stiber-Fähnlein zeigten in der Abteilung „Bürgerliches Wohnen“, wie FRAUEN früher ein „Stickmusterband“ für ihre Aussteuer anfertigten. Geschichten und Anekdoten von Maxhütte und Bergbau gab es schließlich von Werner Gruber und Stefan Sigl vom Hüttenverein Glückauf in der Abteilung Bergbau.

Von (ksb)  |  28.02.2014  | Netzcode: 4061498 SULZBACH-ROSENBERG

Feuer-Show und Ritterrüstung

Jedes Jahr unterstützen der Amberger Klosterladen und die "Stiber" soziale Projekte und Einrichtungen vor Ort. Da Geschäftsinhaberin Evelin Fischer-Farr und Märchenerzählerin Tanja Weiß keine "konventionelle" Spendenübergabe wollten, stellten sie für die Kinder und Jugendlichen des Ernst-Naegelsbach-Hauses (ENH) ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine. 

Los ging es in der Schlossabteilung des Stadtmuseums, wo Tanja Weiß die Jugendlichen mit auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter nahm. Begleitet von Spielmann Albrecht von der Wiese und flankiert von den Rittern Heinrich von Stein zu Neidstein, Gelphrad von Koenigstein zu Rosenberg sowie Gottfried von Holensteyn ließ die Stiberin die Geschichte der Bertha von Sulzbach lebendig werden. Fasziniert von den historischen Gewändern, schlugen die Herzen der Kinder höher, als sie Ritterhelm, Schwert und Schild selbst anlegen durften. Die "Stiber" überreichten Heimleiter Stefan Reither eine Schatztruhe mit 320 Euro, dem Erlös aus der Veranstaltung "Bertha von Sulzbach". 

Als Erinnerung an den Besuch im Stadtmuseum übergab Leiterin Edith Zimmermann einige Exemplare des Buches "Bertha in Byzanz". Angeführt von den Rittern und begleitet von Dudelsackmusik, machte sich die Gruppe auf den Weg ins Pflasterzollhaus, wo bereits gedeckte Tische auf sie warteten. Evelin Fischer-Farr wollte nicht nur Geld, sondern vor allem Freude schenken. Deswegen hatte sie im ENH nachgefragt, was die einzelnen Gruppen gebrauchen könnten. Neben einem Kaffeegeschirr für die "Elche" und zahlreichen Gesellschaftsspielen für die "Wölfe", die Heilpädagogische Tagesstätte und die junge Therapeutische Wohngruppe bekamen die "Panther" unter anderem neue Schlafsäcke und Isomatten. Fulminanter Höhepunkt eines unvergesslichen Tages war die atemberaubende Feuershow der "Stiber". Stefan Reither bedankte sich für das große Engagement: "Das ist ein Tag, der allen Beteiligten bestimmt noch lange im Gedächtnis bleibt!" 

Von Harald Mohr | 21.01.2014 | Netzcode: 4007509 | Amberg

Störungsfrei dem Landrat lauschen

Neujahrsempfang im Landratsamt mit Kabarettqualität

Christa Heidrich aus Freihung, seit 1993 die 1. Vorsitzende des Evangelischen Frauenkreises Kaltenbrunn-Thansüß, bekam für ihre Verdienste im Ehrenamt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten vom Landrat überreicht.

Bild: Harald Mohr

Die Menschenschlange aus Würdenträgern macht eine Kurve beim schon verführerisch duftenden Büfett (wo zum Beispiel mit Schafskäse gefüllte Fleischpflanzerln mit Paprikasoße an Reis warten), das die landkreiseigene Küche des St.-Anna-Krankenhauses Sulzbach-Rosenberg zubereitet hat, windet sich zwischen den frisch gedeckten Bierbänken hindurch bis hin zum Ausgang des Zeughauses, also des vilsnördlichen Teils des Landratsamtes Amberg-Sulzbach. Es ist Neujahrsempfang des Landrats, und die Schlange gehört zum Kult wie die Knallerei der „Kurfürstlichen Böllerschützen“, wenn der offizielle Teil vorbei ist.

Genau wie die Rede des Landrats Richard Reisinger, die inzwischen eine Eigendynamik auch als Satiredarbietung erlangt hat: „Sie nehmen billigend in Kauf, dass das Abendmenü immer an die Bedingung geknüpft ist, dass sie zunächst störungsfrei den Worten des Landrats lauschen, dabei möglichst selten auf die Uhr blicken …“, wird er gleich sagen. Vorher muss man durch die Neujahrsgratulation, am Landrat und seinen Stellvertretern Franz Birkl, Richard Gaßner und Martin Weiß vorbei defilieren.

Auch der ehemalige Sulzbach-Rosenberger Bürgermeister Gerd Geismann kam in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes vorbei. Bild: Harald Mohr

Die Gäste bekommen am Eingang Namensschildchen, damit der Landrat auch alle erkennt. Das ist dennoch nichts für Leute mit schwachem Personengedächtnis. Ab und zu ist ein grün berockter Polizeichef oder eine elegant kostümierte Frau darunter, ansonsten alles Herren im dunklen Anzug und im reiferen Alter. Sie alle wollen einer Funktion oder einem hohen Amt zugeordnet und treffsicher gegrüßt werden.

Der Landrat meistert das souverän. Das dauert eine Dreiviertelstunde, dann sind alle drin und der König-Ruprecht-Saal brechend voll. Man hat die Bestuhlung, die man für die Kreistagssitzungen braucht, hinausgeräumt. Alle müssen stehen, nur ein paar Bierbänke stehen bereit. Dann – nein, keine Begrüßung, denn „die namentliche Nichtbegrüßung ist schon zum festen und tolerierten Brauchtum geworden und hat schon fast Verfassungscharakter“, eröffnet der Landrat seine kabarettreife Rede und heißt „herzlich willkommen alle, die in irgendeiner loyalen Beziehung zum Landkreis stehen oder glauben, in einer solchen zu stehen“.

Zuerst heißt es für die Gäste, an Landrat Richard Reisinger (von rechts) und seinen Stellvertretern Franz Birkl, Richard Gaßner und Martin Weiß vorbei zu defilieren. Bild: Harald Mohr

„Die Zeit der Neujahrsempfänge“, so frotzelt der Landrat weiter, „ist im Begriff, zu einer eigenen Jahreszeit zu werden, deren Ende sich der Osterzeit annähert.“ Er wolle die Gelegenheit aber nicht zu seiner Selbstverherrlichung ausnutzen und sich mit seiner „eigenen Seligsprechung befassen“, da diese „nach kanonischem Recht immer noch mit dem biologischen Tod verbunden ist“.

Natürlich listet der Landrat auch pflichtgemäß alles auf, was man im vergangenen Jahr so alles erfolgreich im Landkreis auf den Weg gebracht hat (siehe weiteren Artikel), doch es wirkt wie eine Unterbrechung der hintergründigen und scharfzüngigen Kabarettdarbietung, die fast alles in den Schatten stellt, was manche sogenannte Kabarettisten im Fernsehen so darbieten.

Brechend voll ist der König-Ruprecht Saal beim Neujahrsempfang. Bild: Harald Mohr

So fantasiert er über die Zukunft der Wertstoffhöfe, um die sich künftig vielleicht Möbelmärkte ansiedeln, damit die Möbel bei ihrem Weg in den Sperrmüllcontainer nicht mehr eine „mehrjährige Lagerungsunterbrechung in einem Wohnzimmer“ erleiden müssten. Er bedauerte, dass „Reden immer politisch korrekter werden müssen“. Bei Aussagen zum Thema regenerative Energien etwa seien ihm „Leserbriefe sicher“. So spricht er über Windräder, bei denen man nicht wisse, ob künftig „der Abstand der Rotorblätter zum Mond oder die Zahl der Schwarzstorcheier“ ausschlaggebend seien.

Die Blaskapelle St. Ägidius Schmidmühlen sorgte heuer für die Unterhaltung. Bild: Harald Mohr

Die „dear american guests“ sprach Reisinger direkt auf englisch an und erinnerte sie daran, dass die „local population“ über die „presence of the drones“ irritiert sei und keine Flugkorridore zwischen den Übungsplätzen wolle. Auch der Kommunalwahlkampf – von dem der Landrat ja selbst betroffen ist – wurde thematisiert. Sollte er, Reisinger, nicht mehr gewählt werden, so hoffe er doch, „dass Sie wenigstens bei der ein oder anderen Fahrt zum Wertstoffhof an mich denken“.

Erfreuliche Bilanzen

Landrat Richard Reisinger zog bei seiner Neujahrsrede erfreuliche Bilanzen. Die Arbeitslosenquote im Landkreis sei mit 3,0 Prozent im Dezember 2013 „anhaltend niedrig“. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sei von 23 664 im Jahr 2003 auf 26 005 im Jahr 2013 gestiegen. Die Schulden des Landkreises seien von 27,5 Millionen im Jahr 2002 auf 8,1 Millionen im Jahr 2013 gesunken. „Und das, obwohl wir in den letzten Jahren mehrmals die Kreisumlage gesenkt und ungebrochen investiert haben.“ 26,9 Millionen Euro seien von 2008 bis 2013 investiert worden, die Krankenhäuser nicht eingerechnet.

Diese habe man „sukzessive durch Erweiterung des medizinischen Angebots und durch Bauinvestitionen gestärkt“. Auch habe man ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet. Mit 25 genehmigten Windkraftanlagen habe der Landkreis die zweithöchste Zahl in der Oberpfalz. Im Tourismus habe man zum Beispiel ein neues Unterkunftsverzeichnis erstellt oder eine E-Bike-Karte herausgebracht. Auch habe man in die Wertstoffhöfe investiert. (moh

Von (upl) | 19.01.2014 | Netzcode: 4004331 | Amberg

Vom Wind bis zu den Drohnen

Neujahrsempfang des Landkreises: Reisinger zieht Bilanz mit Witz und Selbstironie

Amberg. (upl) Draußen im Foyer wartete ein exquisites Festmahl auf die Gäste, während drinnen im König-Ruprecht-Saal Landrat Richard Reisinger seine Rede mit Pointen würzte und garnierte. Das gastronomische und rhetorische Menü des Neujahrsempfangs des Landkreises Amberg-Sulzbach mundete den rund 400 geladenen Gästen am Freitagabend wieder einmal außerordentlich.

Riesenandrang im König-Ruprecht-Saal des Kurfürstlichen Zeughauses: Landrat Richard Reisinger (rechts) begrüßte am Freitagabend rund 400 Repräsentanten des öffentlichen Lebens zum Neujahrsempfang des Landkreises Amberg-Sulzbach. Bild: Wolfgang Steinbacher

Das Schmankerl des Abends war die Rede von Landrat Richard Reisinger. Er zog mit viel Witz und Selbstironie Bilanz über das politische und gesellschaftliche Leben im Jahr 2013 im Landkreis. Als die Ansprache nach etwa 40 Minuten endete, bedauerten das viele Zuhörer. Nur zwischen den Zeilen ging er auf die in den vergangenen Wochen aufgekeimte Kritik ein, er traue sich - zum Beispiel beim Ammerthaler Wasserstreit oder bei umstrittenen Windkraftprojekten - keine Entscheidungen zu treffen.

Mehr Breitband-Förderung

Auch wenn in einem Kommunalwahljahr die Gefahr bestehe, "dass man in eine Lobeshymne auf all das Erreichte abdriftet, seine Selbstverherrlichung in den Mittelpunkt rückt und beginnt, sich mit der eigenen Seligsprechung zu befassen", wolle er dennoch die positive Entwicklung des Landkreises darstellen, sagte Reisinger. Er rückte die anhaltend niedrige Arbeitslosenquote (aktuell 3,0 Prozent), den Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse (von 23 600 auf 26 000 seit dem Jahr 2003) und die höhere Steuer- und Umlagekraft der Gemeinden ins Blickfeld. "Hatte der Landkreis 2002 noch Schulden von 27,5 Millionen Euro, so waren es zum Jahresende 2013 nur noch 8,1 Millionen Euro." Auf der Wunschliste ganz oben stehe nach wie vor eine bessere Breitbandversorgung in den Gemeinden. Dass die Staatsregierung das neue Breitbandzentrum in Amberg ansiedelte und ein neues Förderprogramm auflegt, stimme ihn "das erste Mal vorsichtig optimistisch."

er Wind wirbelte im Jahr 2013 viel Staub auf. "Kaum ein Thema, das der Landkreisverwaltung und dem Landrat so viel anhaltende Freude bereitet, wie die Energiewende", resümierte Reisinger augenzwinkernd. "Vor allem deswegen, weil wir auf Landkreisebene die Gesetze nicht machen können und dürfen, aber all die unerfreulichen Entwicklungen, die sich durch fehlende Regelungen ergeben, verantworten müssen." Die öffentliche Debatte spalte die Menschen "kontrovers-emotional". "Mancher Zeitgenosse sieht in einem Windrad bereits ein kolossales Ungetüm, das in seiner angeblichen Infraschallbelastung mindestens denselben Gefährdungsgrad erreicht wie Tschernobyl. Andere empfinden das Schnurren und Blinken der Windräder so lange als wohltuend, so lange diese für den subventionierten zweistelligen Zinsertrag sorgen."

Neue Drohnen-Gespräche

Auch die Debatte um die von der US-Armee geplanten Drohnen-Flüge über dem Landkreis prägte das Jahr 2013. In englischer Sprache wandte sich Reisinger an Brigadegeneral Walter E. Piatt: "Die meisten Menschen wollen diese Drohnen-Korridore nicht dauerhaft. Danke für Ihr Angebot, offen über diese Bedenken zu diskutieren." Bereits in dieser Woche sind weitere Gespräche angesetzt.

Bildergalerie im Internet: http://www.oberpfalznetz.de/asempfang

Von (rlö) | 11.01.2014 | Netzcode: 3993003 | Sulzbach-Rosenberg

Fachgerecht zur Vergangenheit

Historische Gruppe Stiber-Fähnlein auf Spurensuche in Synagoge und Druckerei

Sulzbach-Rosenberg. (rlö) Geschichte erleben ist das Motto, unter dem die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein Sulzbach-Rosenberg alljährlich zu ihrem Dreikönigs-Ausflug aufbricht. Nach Stationen wie der Nürnberger Kaiserburg oder der Schwandorfer Kellerwelt in den vergangenen Jahren blieben die Stiberer heuer im Lande und nahmen in der Herzogstadt mit der restaurierten jüdischen Synagoge und dem Seidel-Saal zwei herausragende Zeugnisse der reichen Sulzbachischen Vergangenheit unter die Lupe.

Im Seidel-Saal übernahm Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer die Führung durch die Seidelsche Historie.

Wegen der großen Teilnehmerzahl ging es in zwei Gruppen auf Entdeckungsreise. In der Sulzbacher Synagoge, nach internationalem Expertenurteil einer der schönsten Synagogenbaue in Bayern, wenn nicht sogar in Deutschland, übernahmen Altbürgermeister Gerd Geismann und Stadtarchivar Johannes Hartmann die Führung. Als "Dreingabe" konnten sich dabei die Stiberer auch gleich die schon aufgebaute Sonderausstellung zur "Goldenen Straße" ansehen.

Lange Blütezeit

Die Sulzbacher Synagoge, seit ihrer Restaurierung und Wiedereröffnung eine interreligiös-kulturelle Begegnungsstätte mit modernster multimedialer Ausstattung, erinnert an die Blütezeit der hiesigen jüdischen Gemeinde im 17., 18. und 19. Jahrhundert. Ihr bereitete nach 270 Jahren der Naziterror ein unwürdiges Ende.

Dank der religiösen Toleranz der Sulzbacher Herzöge konnten sich lange Zeit jüdisches Leben und jüdische Kultur entfalten, mit durchaus erwünschten Impulsen auch für das wirtschaftliche Gedeihen der Stadt und ihres Umlandes.

Leuchtturmfunktion hatten dabei vor allem die europaweit agierenden jüdischen Druckereien in Sulzbach, aus denen später auch die prosperierende Sulzbacher Druckerei- und Verlags des Johann Esaias von Seidel hervorging. Der heutige Synagogenbau entstand auf der Basis des beim Stadtbrand von 1822 zerstörten barocken Vorgängergebäudes neu als klassizistischer Saalbau und wurde 1824 einweiht.

Über 100 Jahre diente sie der jüdischen Gemeinde in Sulzbach als spiritueller und kultureller Mittelpunkt. Nicht nur die Architektur und Atmosphäre des Hauses beeindrucken jeden Besucher. Mit Bild- und Textdokumenten, Computeranimationen und audiovisuellen Mitteln wird eine Gesamtschau des reichen jüdischen Lebens entfaltet, das über fast 300 Jahre Leben und Entwicklung der ganzen Stadt prägte.

Nicht weniger faszinierend für die Mitglieder des Stiber-Fähnleins war auch die Begegnung mit der Druckerei- und Verlagsgeschichte der Herzogstadt, die sich im Historischen Seidel-Saal manifestiert. Hier übernahmen Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer und Erwin Rösel vom Förderverein Seidel-Saal die fachkundige Führung in die Vergangenheit.

Schwarze Kunst

Bereits 1484 hatte der Sulzbacher Georg Stuchs eine Druckerei in Nürnberg eröffnet. Doch erst 1664 zog mit dem Buchdrucker Abraham Lichtenthaler die "Schwarze Kunst" in Sulzbach ein. 1708 existierten dort bereits vier Druckereien, darunter eine weltberühmte hebräische. Die drei christlichen Werkstätten wurden 1785 bis 1797 von Johann Esaias Seidel (1758-1827) übernommen. Dieser betrieb auch Zweigstellen in Amberg, Nürnberg und München, bis er 1807 im Sulzbacher Schloss eine der größten Druck-, Verlags- & Buchhandelsanstalten Bayerns einrichtete.

Nach Verkauf an Friedrich Pustet (Regensburg) zog das Unternehmen 1862 in das heutige Gebäude am Luitpoldplatz um. Der damals errichtete Maschinensaal war bis 1976 in Betrieb. Vom früheren Inventar ist vieles im Original erhalten geblieben.

1877 von Hans Wotschack erworben, wurde die Firma "J. E. v. Seidel" zuletzt vom Urenkel Ingo Wotschack nur noch als Buchhandlung geführt. Nach dessen Tod im Jahr 2006 schuf die Stadt in enger Zusammenarbeit mit den kulturell engagierten Erben in den Mauern des 210 qm großen Saal einen Kulturraum und zugleich eine museale Druckerei

Fragen oder Kommentare
zu dieser Website an: 
Webmaster
powered-by.gif (1894 Byte)
Copyright © 2001-05
HG Stiber Faehnlein
Stand: 25. April 2016     

ST3
ST2

  Stiber-Fähnlein auf Facebook            

      

 

 
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.