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Esmeralda                               Neugirg

02.06.2008 | Netzcode: 1398897

Sulzbach-Rosenberg

Rundreise-Erlebnis mit allen Sinnen

Zweite "TexTour" mit 14 Stationen fasziniert Hunderte bis nach Mitternacht

Sulzbach-Rosenberg. (bba/lz) "Zehn Stationen habe ich schon geschafft, jetzt geht ich noch zum Fuchsbeck", verkündete stolz die rekordverdächtige 26- jährige Silke. Die Macher der zweiten "TexTour" hatten sich ein besonderes Ziel gesetzt: Außergewöhnliche Aufführungen an außergewöhnlichen Orten. Wegen der Vielfalt der Angebote mussten sich die knapp 500 Besucher schon im Vorfeld eine Route zusammenstellen.

Sie erlebten ein hochkarätiges literarisches Potpourri, mit 14 breit gefächerten abwechslungsreichen Stationen, die mit Theater über die Musik bis zu Lesungen gespickt waren. Mit viel zeitlichem Vorlauf und Liebe zum Detail hatten die Organisatoren Kulturwerkstatt, Literaturarchiv und Uli Radl die Fäden für die zweite TexTour gezogen - ebenso wie die Pilotveranstaltung ein voller Erfolg.

Kinder am Anfang

Bereits am Nachmittag debütierte in der historischen Druckerei Seidel ein Kinderprogramm mit einer Führung von Dr. Markus Lommer durch die Druckerei, der Erklärung der Technik des Buchdrucks durch Erwin Rösel sowie altersgerechten Lesungen von Hildegard Geismann.

Ab 19 Uhr sammelten sich die wissbegierigen Menschen in der Herzog- und Hüttenstadt. Wer sich in den Bierkeller unter der Arbeiterwohlfahrt begab, erlebte gleich den harten, schrillen Ton einer Anstalt: Trillerpfeifen statt Worte. Ausdrucks- und leistungsstark zeigte die Theatergruppe des HCA Szenen aus dem Leben des Blechtrommlers Oskar

Tucholsky bei Seidel

Ein Kulturerlebnis ganz anderer Art bot die historische Druckerei Seidel. Das Trio Tacheles wartete mit einer Hommage an Kurt Tucholsky auf. Der textsichere, steppende Rezitator Philipp J. Sprongl sorgte für ein bereicherndes Erlebnis mit den manchmal zynischen, manchmal einfühlsamen, bitterernsten oder humoristischen Tucholsky-Texten und Couplets.

Ganz schön schaurig war der Abstieg in das historische Lochgefängnis. Dort wartete schon die Hexe Esmeralda (Karin Zach oder Elke Geck-Neidl), um aus dem Füllhorn der sagenumwobenen Vergangenheit zu schöpfen. Nach einer keltischen Sage und einem Sprung zum irischen Sagenzyklus rezitierte die Hexe eine Sage aus dem hiesigen Raum mit dem grausamen Ende einer Wetterhexe, die unter dem Rathaus gefoltert und dann auf dem Marktplatz verbrannt worden sein soll.

Der charmante Geruch von Geräuchertem und Bauernseufzern umgarnte den Besucher in der Metzgerei Bär. Theo Wissmüller las hier mit viel Esprit romantische oder humorvolle Passagen von Eduard Mörike, Wilhelm Busch, Eichendorff oder Robert Gernhardt. Anekdoten von Eckhard Henscheid fanden ebenso Raum wie Animalisches über das Sexualleben von Robben und Walen.

Theater im Kraftwerk

Die Theatergruppe "Rampenfieber" nutzte das Ambiente der Maxhütte und setzte sich dort im Kraftwerk mit dem Kontrast Mensch, Natur und Technik auseinander. Die Familiengeschichte der Flicks rollte Andreas Royer in der Bibliothek im Zentralbüro der Maxhütte neu auf. Grün hatte im Gewächshaus der Gärtnerei Pürzer bei Günther Wedels Oker-Texten Vorfahrt, und im Tresorraum der Rosenberger Sparkasse lud Hans Zacharias zum Spekulieren ein.

Bildtexten aus verschiedenen Epochen konnte in der Brauerei Fuchsbeck gelauscht werden, der Schlossgarten diente als Kulisse für Gedichte von Knorr von Rosenroth. Theatralisch ging es beim HCA-Team im Waldmann-Stadl zu, und im Stadtarchiv boten Gerd Geismann, Richard Reisinger und Hans-Jürgen Reitzenstein historische Schmankerln.

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http://www.dieoberpfalz.de/amberg_sulzbach/textour-in-vorbereitungsphase-2008.html

TexTour geht in die zweite Runde

Die Organisatoren und Mitwirkenden stecken schon mitten in den Vorbereitungen für die 2. Sulzbach-Rosenberger TexTour.
SULZBACH-ROSENBERG. Lesungen und mehr an ungewöhnlichen Orten – das verspricht die 2. Sulzbach-Rosenberger TexTour. Am 31. Mai öffnen sich den Besuchern Türen, die sonst verschlossen bleiben, werden Einblicke gewährt, die sonst verborgen bleiben und Geschichten erzählt, die es sonst nicht so leicht zu hören gibt.

Nach der erfolgreichen Premiere 2006 gibt es nun die Neuauflage, wieder veranstaltet von Kulturwerkstatt, Literaturarchiv und Uli Radl. Sie verspricht eine Kulturnacht der ganz besonderen Art. Dabei steht keinesfalls trockenes Rezitieren auf dem Programm. Die Leser wollen ihre Besucher unterhalten – mit Klassikern der Weltliteratur ebenso wie mit Historischem, Schaurigem und Lustigem.

Mehr als Bücher
Die TexTour zeigt im Kleinen die ganze Bandbreite der Literatur. Doch neben Geschichten und Geschichtchen, Gedichten und Biografischem gibt es noch eine Menge mehr zu entdecken. Theater und Musik erleben an ungewöhnlichen Orten – ganz nach Geschmack und Laune des Einzelnen. Denn das ist das Besondere an der TexTour: Jeder Gast kann sich sein Programm ganz individuell zusammenstellen. Das Programmheft bietet einen Überblick über alle Orte, die Leser und die Lesezeiten. Zudem enthält es Informationen über die Buslinien. Die ganze Nacht werden Busse zwischen den Ortsteilen Sulzbach und Rosenberg sowie vom Feuerwehrhaus Rosenberg zur Maxhütte fahren. So lässt sich das kulturelle Vergnügen stressfrei genießen und während der Fahrt bietet sich wunderbar Gelegenheit mit anderen Besuchern erste Erfahrungen auszutauschen.

Lesung in der Atemschutzstrecke
Insgesamt 14 Lese- bzw. Spielorte gibt es in Rosenberg und Sulzbach. Ein Highlight wartet zweifelsohne in der Atemschutzstrecke der Freiwilligen Feuerwehr Rosenberg. Wo sonst Einsätze im starken Rauch simuliert werden, liest Norbert Neugirg, Begründer der Altneihauser Feierwehrkapelln, aus seinem Buch „Was ich so denk“, begleitet wird er von zwei Musikern. Im Schlossgarten lassen Günter Haller und Michael Ritz die Zeit Herzog Christian Augusts wiederaufleben. Zur Tucholsky-Revue lädt das Trio Tacheles in die Seidelsche Druckerei. Im Lochgefängnis im Rathaus wird es schauderhaft mit echten Hexen und Gruselgeschichten. Das Schlachthaus der Metzgerei Bär wird ebenso eine Station sein wie der Waldmannstadel (im Innenhof der Buchhandlung Volkert), wo die Theatergruppe des Herzog-Christian-August-Gymnasiums Szenen aus dem Erfolgskrimi Tannöd auf die Bühne bringen wird. Im Stadtarchiv lesen Bürgermeister Gerd Geismann, der neue Landrat Richard Reisinger sowie Kreis- und Stadtrat Hans-Jürgen Reitzenstein historische Schmankerln aus der Kommunalpolitik. Im Bierkeller unter der Arbeiterwohlfahrt gibt‘s ebenfalls Theater, im Gewächshaus der Gärtnerei Pürzer liest SRZ-Redakteur Günter Wedel, sein Kollege Andreas Royer im Zentralbüro der Maxhütte. Zum Kraftwerk auf dem Gelände der ehemaligen Maxhütte bringt die Besucher der Bus. Erwarten wird sie dort die Theatergruppe Rampenfieber. Literarisches zum Thema Zähne gibt es im zahntechnischen Labor „dental team“ und Süffisantes im Gärkeller der Brauerei Fuchsbeck.

Natürlich ist bei soviel geistigen Genüssen auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Bereits am Nachmittag erwartet die Kinder erstmals ein spezielles Programm. Die ehemalige Seidelsche Druckerei (im Rückgebäude der Buchhandlung Dorner) öffnet bereits von 15 bis 18 Uhr ihre Tore. Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer lädt dort zu einer Führung ein. Erwin Rösel wird an den alten Maschinen die Technik des Buchdrucks erklären und Stadträtin Hildegard Geismann wird die kleinen Besucher mit Geschichten verzaubern. Der Eintritt für Kinder ist frei.
Wer bei diesem kulturellen Ausnahmeereignis dabei sein will, sollte sich seine Karten unbedingt im Vorverkauf sichern, da die Teilnehmerzahl aufgrund der Orte beschränkt ist. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Kulturwerkstatt unter Telefon 09661/510-110 sowie im Literaturarchiv und in der Buchhandlung Volkert in Sulzbach-Rosenberg. Der Eintritt kostet zehn Euro im Vorverkauf, für Schüler ermäßigt fünf Euro an der Abendkasse (mit gültigem Schülerausweis).


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Stand: 25. April 2016     

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