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Ahnenforscher Instrumentenbau Böllerbau
Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

 

Der Böllerbau und das Böllerschießen ist seit dem Mittelalter bekannt. Heute dürfen nur eigens dafür ausgebildete und staatlich geprüfte Schützen schießen. Wichtig dabei ist, daß der Böller nicht unter das Waffengesetz fällt, da ein Böller lt. Gesetzt als Gerät und nicht als Waffe geführt wird.
Für Peter-Hans Späth ist es Ehrensache seinen Böller selbst herzustellen und er weiss genau worauf es ankommt.

Der Bau eines Böllers mit all seinen Teilen, erfordert sehr viel Sorgfalt. Der Böllerschaft kann aus den verschiedensten Hölzern bestehen z.B. Nussbaum, Kirsch, Eiche, Buche, Esche .... Er wird entweder aus einem Stück handgeschnitz, gefräst oder aus schichtverleimten Holz hergestellt.
Die verschiedenen Rohre sind immer aus Metall: z.B. Stahl, Messing, Edelstahl oder Bronzeguss. Wobei letzterer in früheren Zeiten fast ausschließlich verwendet wurde. Heutzutage wird eine Stahlseele in ein Bronze- oder Messingrohr geschrumpft, um optimale Stabilität zu erhalten. Die äußeren Konturen werden entweder gefräst oder gedreht.
Alle Einzelteile des Schlosses werden von Hand gefertigt. Die Schlossplatte und die Gegenplatte sind größtenteils aus Messing hergestellt. Der Abzugshahn besteht entweder aus Messing oder Edelstahl.
Raster, Welle und Abzug bestehen aus Chromstahl. Für die Schlossfeder verwendet man Blattfedern (alte Autofedern werden formgerecht gefräst) oder man verwendet Federdraht zur Herstellung von Spiralfedern (sie halten länger und sind einfacher zu fertigen).
Die beiden Riemenhalter an Schaft und Rohr bestehen aus Chromstahl oder Messing, dabei dient der vordere Halter zugleich als Rohrarretierung.
Zusammenbau: Ist das Holz vorgerichtet und alle Metallteile vorbereitet, werden diese von Hand in den Böllerschaft eingepasst. Hierbei ist genauestens zu verfahren, denn der Böller soll auch optisch keine Mängel aufweisen. Passen Schlossplatte und Rohr genau zusammen, kann das Piston (Zündeinrichtung) eingepasst werden. Auf ein genaues Zusammenspiel von Abzug, Hahn und Piston ist zu achten.
Ist das Zusammenspiel der einzelnen Teile perfekt, kann das Gerät dem Beschußamt vorgestellt werden. Beim staatlichen Beschußamt wird mit der höchstzulässigen Menge an Böllerpulver die Festigkeit des Rohres geprüft (ein spannender Augenblick).
Peter Späth und Harry Wächter
Peter Späth
Volldampf
2. Runde

Hat das Gerät die Prüfung bestanden, bestätigt das Beschußamt durch das Einschlagen eines Stempels auf dem Rohr und dem Pistonhalter, die Tauglichkeit. Für die Genehmigung des Schießens wird ein Beschusszeugnis ausgestellt. Somit kann das Schießen (jeder einzelne Schuss muss vorher genehmigt werden) mit Genehmigung der Kreisverwaltungsbehörde und der Polizei beginnen.

Ein schöner, funktionstüchtiger Böller benötigt zur Herstellung gut 200 Arbeitsstunden, im Erstversuch vielleicht sogar 100 Stunden mehr.

 

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HG Stiber Faehnlein
Stand: 25. April 2016     

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