Tanz mit mir - in Regensburg
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Tanz mit mir - in Regensburg
Lösch / Faltenbacher
01.06.2004


Der Tanzkreis "Laetissime Saltemus"  bedeutet übersetzt - mit großer Freude lasst uns tanzen - und so wollten sich die Tänzer und Tänzerinnen auch in Regensburg präsentieren.

Sie stellten dem Publikum die Tänze des Mittelalters, vor allem Tänze des Volkes, hauptsächlich jene ab dem 13. Jahrhundert bis zur Renaissance, vor. Aus Beschreibungen alter Tanzbücher oder historisch Abbildungen wurden die unterschiedlichen Reigen-, Schreit- und Springtänze erarbeitet.

1. Als ersten Tanz sah das Publikum einen typischen Reigentanz, der offen oder geschlossen getanzt werden konnte. Man erfreute sich meist im Freien daran und es wurde häufig dazu gesungen. Die Farandole wird von einem Tanzenden angeführt - der symbolisch durch Gassen, über Plätze, durch Wald und Wiese führt. Es werden Bodenfiguren, die Schnecke oder das Tor nachgetanzt. Man tanzte teilweise auch durch die Reihen des Publikums hindurch.

2. Hungaresca - auch genannt Tedesca oder Saltarello - wurde als Reihentanz dargeboten. Er ist ein hochmittelalterlicher Tanz der einfachen Bevölkerungsschichten. Später wurde daraus ein höfischer Tanz (ab 16. Jhdt.) Die Besonderheit dieses Tanzes besteht darin, dass er immer schneller gespielt wird, bis die Tänzer kaum noch hinterherkommen.

3. Die Ronde oder Rondo. Wie die Farandole, einer der ältesten überlieferten Tänze, entstanden er aus der Carole (dem gesungenes Lied). Ein einfacher Tanz der bäuerlichen Bevölkerung. Der Tanzkreis präsentiert die Ronde mit einer Schrittkombination und Figuren des "Rondo" ergänzt.

4. Saltarello - Schon der Name klingt wie der Tanz, ein fröhlicher, typischer "ciociaro" Tanz, mit schnellen Bewegung und hüpfende Gehart. Der "Saltarello" wird zu zweit oder in Gruppen getanzt und kommt aus Italien. Erste Aufzeichnungen darüber gibt es aus dem 15. Jahrhundert.

5. An dro - Ein einfacher, aber intensiver hochmittelalterlicher Reihentanz, der von den einfachsten Bevölkerungsschichten getanzt wurde. Wird heute immer noch als Volkstanz in der Bretagne, einmal im Jahr auf Volksfesten getanzt. Er ist sehr variabel und wirkt besonders schön, des Nachts mit Kerzenlicht in den Händen der Tanzenden.

6. Shirazulla - Der nächste Tanz ist ein etwas komplizierterer hochmittelalterlicher Tanz des Dienstpersonals, der später auch wiederum zum höfischen Tanz wurde. Er wurde als Wettbewerb zwischen Musik und Tänzern mit immer schneller werdendem Tempi getanzt. Wer als erster aus dem Takt kam, Musicus oder Tänzer, hatte verloren.

7. Branle des Chevaux - Aus den vielen Formen der Branles hatten die Tänzer einen dreiteiligen Kreistanz gewählt, der in allen Bevölkerungsschichten getanzt wurde. Er kommt aus dem Frankreich des 15/16. Jhd., das Liebesspiel der Pferde nachahmend. (Schritt, Galopp und Bescharren). "Dieses Fußtappen erinnert mich an die Pferde, wenn sie das Wasser trüben, oder an die Klepper, wenn sie den Hafer nicht mehr erwarten können."

8. /9 Manfredina und Rotta Bei den nächsten beiden Tänzen wird die Schreitform der Farandole vom offen Reigen, mit Geh-, Wechsel- und Hüpfschritten zum Kreistanz. Höhepunkt ist der Tempiwechsel mit dem schnellen Nachtanz, der Rotta.

10. Würfeltanz - Dies ist eine Rekonstruktion eines leicht zu erlernenden alten Tanzes, der zu schnellen Rhythmen (Saltarello) getanzt wird. Der Würfel kann mit 4 Personen - 9 Personen oder 16 Personen gebildet werden. Im Anschluss wurde das Publikum zum mittanzen aufgefordert  und eingebunden in den Würfeltanz.