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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

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Der goldene Schlüssel

Gebrüder Grimm - KHM 200

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. Wenn der Schlüssel nur passt! dachte er, es sind gewiss kostbare Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, dass man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel passte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen, und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.

Der Junge gab das Kästchen an mich weiter.
Jeden letzten Freitag im Monat öffne ich es im Zollhaus und teile die darin gefundenen Märchen mit Groß und Klein!

Über mich!

Erzähle ich einmal nicht, so bin ich verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Beruflich bin ich Erzieherin und als Märchenerzählerin in unterschiedlichen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Altenheimen, Stadtbücherei, …) unterwegs.

Wie fand ich nun mit den Märchen den Weg zu den Stibern?

Märchen faszinieren mich seit meiner frühsten Kindheit. Damit verbunden natürlich, als sie von Oma oder Opa erzählt wurden. Dies prägte mich in zweierlei Hinsicht, zum einen, dass die Großeltern immer auch in die Rollen geschlüpft sind und zum anderen die Zeit, die sie beim Erzählen mit mir verbracht haben.

Als ich dann selbst lesen konnte, habe ich mit Vorliebe Märchen gelesen. Dann ging die Leidenschaft los, Märchenbücher zu sammeln und so trug sich ein großer Märchenschatz aus der gesamten Welt zusammen.

Durch ein Seminar, das ich besucht habe wurde ich dann auf die Erzählarbeit und den Beruf des Erzählers aufmerksam und habe beschlossen dies zu machen.

So begann ich meine Ausbildung bei Dornrosen e.V. auf Schloss Henfenfeld.    http://www.maerchenzentrum.de 

Diesen Schritt habe ich nicht bereut.

Dann stellte sich die Frage, was nun tun mit dem erlernten? Angespornt durch ein Gespräch mit unserem Bürgermeister,  Herrn Geißmann fand ich den Weg zur Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein.

So wurde ich denn ein Stiber und erzähle dort als Tanja die Erzählende einmal im Monat für Kinder und bin mit den Stibern durchs Jahr unterwegs.

 

Sind Märchen nicht altbacken?

NEIN!

Mit Märchen vermittelt man Kindern Werte und Normen, denn der Held muss sich immer auf den Weg machen und erst Hindernisse überwinden, bevor am Ende alles gut wird. Der Held kann mal groß und stark sein, aber auch klein und eben nicht stark – kurz er ist jemand, mit dem sich Kinder identifizieren können. Außerdem muss er zunächst etwas tun, bevor er seine Belohnung bekommt. Kinder sind es nicht mehr gewöhnt, wenn sie etwas haben wollen dafür etwas zu tun, aber genau das vermittelt das Märchen.

Märchen sind auch nicht grausam, das denken nur wir. Für Kinder ist das Schema, dass das Böse im Märchen bestraft wird sehr wichtig, denn nur so findet die Erlösung satt und die Gefahr ist gebannt.

Beim Erzählen teile ich Zeit (in der heutigen Gesellschaft nicht mehr so selbstverständlich), ich nehme den Zuhörer (egal ob Kind oder Erwachsen) bewusst war. Bei Untersuchungen hat man festgestellt, dass wenn man Kindern nicht erzählt, ein Teil des Gehirns nicht ausgebildet wird und es gleich einen Acker brach liegt. Dieser Teil des Gehirns ist u.a. für abstraktes Denken und mathematische Fähigkeiten zuständig. Nicht zu vergessen, dass der Erzähler (fast wie nebenbei) die Sprache vermittelt. Bei meinen Erzählstunden sage ich den Kindern daher, wir machen Kino im Kopf, denn das Erzählte formt und bildet sich im Kopf und das bei jedem individuell.

Am wichtigsten aber ist, dass Märchen, Sagen und Legenden ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur sind. Es ist wichtig dies zu erhalten. Einer der Gründe warum die Gebrüder Grimm sie gesammelt (ursprünglich nicht für Kinder) haben. Sie waren aber nicht die ersten und einzigen Märchensammler. Zeitgleich gab es in unserer Region z.B. Franz Xaver Schönwerth (es finden sich bei ihn einige Grimms bzw. umgekehrt), die Gebrüder Grimm haben sich mit ihm auch ausgetauscht. Die Liste der Märchensammler ist also lang, zu erwähnen sei aber noch Clemens Brentano oder Ludwig Bechstein.

Schaut man sich älterer Märchensammlungen an, so sind sie meist nichts für Kinder aber für den Erwachsenen durchaus interessant. Einige Beispiele: Charles Perault (eigentlich die Ursprungsmärchen der Gebrüder Grimm), 1001 Nacht (die älteste Märchensammlung der Welt), Honore´ de Balzac (Tolldreisten Geschichten), Giovanni Boccaccio (Dekameron), Giambattista Basiles (Pentamerone) um nur einige Beispiele zu nennen.

Sie sehen Märchen sind nicht nur für Kinder! Gerne erzähle ich auch vor Erwachsenen. Dann darf´s auch gern mal rotzig, derb, sinnlich und/oder doch schalkhaft sein. Fragen sie einfach nach einem Programm oder besuchen sie mich im Zollhaus, denn auch die Märchenstunden haben für Erwachsene ihren Reiz.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Märchen, dann kontaktieren sie mich unter: WeissTanja75@t-online.de oder Tel.: 09661/52597.

Bilder erzählen mehr als Worte? Urteile selbst!

    
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Stand: 25. April 2016     

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