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Bekanntmachung: 23.07. Laetissime Saltemus Kastenbauerhaus -- 19.-21.08.16.Cave Gladium Furth i.Wald -  17.-18.9.16 Stollenfest Bergbaustollen Max

 

Der Begriff Historischer Tanz ist parallel zu dem der Alten Musik entstanden. Wie man am Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen hat, Alte Musik auf nachgebauten Instrumenten wieder aufzuführen, so hat man fast zeitgleich auch begonnen, alte Tänze nach den schriftlich überlieferten Zeugnissen nachzutanzen. Ein Großteil der überlieferten Tänze sind die Tänze der höheren Gesellschaftsschichten. Aus diesem Grund wird 'Historischer Tanz' oft mit 'Höfischem Tanz' gleichgesetzt. Es existieren jedoch auch zahlreiche Quellen, in denen die Tänze des Bürgertums aufgezeichnet sind (Branles, Country Dances, Kontratänze, Ecossaise, Quadrille etc.). Der Begriff Historischer Tanz hat sich in Abgrenzung zum Volkstanz, dem Zeitgenössischen Tanz und dem klassischen Ballett als Oberbegriff für die europäische Tanzkunst des 15. bis 19. Jahrhunderts inzwischen fest etabliert. (siehe www.wikipeda.de  )

Im Mittelalter tanzte Mann und Frau nach eigenem Gesang in zweierlei Formen: als Farandole im offenen und als Ronde im geschlossenen Reigen.  Beides waren Tanzformen, deren man sich im Freien erfreute und zu denen gesungen wurde. Die Farandole wurde von einem Tanzenden angeführt - durch Gassen, über Plätze, durch Wiesen und in den Wald. 
(Beschreibung aus den Tanzbüchern Dr. Peter Großkreutz )

Kreistänze oder offene Reihentänze

Farandole

Ein Reihentanz (Kettentanz, Schlängelreigen ) der auch zum Kreistanz geschlossen werden kann. Eine der ersten überlieferten Tanzformen. Ein fröhlicher Tanz durch die Reihen des Publikums hindurch .Er wird von einem/r Tänzer/in angeführt. Die Schritte werden durch die anführende Person bestimmt und können Gehschritte (Simple), Laufschritte, Hüpfschritte. Es werden Bodenfiguren nachgetanzt.

Rondo / Ronde (deutsch/franz.)

Wie die Farandole, einer der ältesten überlieferten Tänze, entstanden aus der Carole (gesungenes Lied).  Ein einfacher Tanz der bäuerlichen Bevölkerung. Wir tanzen sie auch etwas komplizierter in einer Kombination von Figuren aus dem Rondo.

An Dro - Kreis- oder Stampftanz

Ein einfacher, aber intensiver hochmittelalterlicher, bretonischer Reihentanz, der von den einfachsten Bevölkerungsschichten getanzt wurde. Wird heute immer noch als Volkstanz in der Bretagne, einmal im Jahr auf Volksfesten getanzt. Sehr schön bei Nacht, wenn Kerzen mitgeführt werden.

Der dumme Johann - Kreistanz

Ein einfacherer, fröhlicher, nachempfundener (man äffte hier die Höflinge mit Ihrem höfischen Knicks etwas nach) Kreistanz der bäuerlichen Bevölkerung, gerade recht um sich für weitere Tänzchen warm zu tanzen.

Marketenderinnentanz - Kreistanz

Aufstellung im Kreis oder in der offenen Farandole, einfacher Tanz, der die Freude an der Bewegung ausdrückt. Dreh- Hüpfbewegungen der einzelnen.

Saltarello - Kreistanz

Ein fröhlicher, typischer "ciociaro" Tanz, mit schnellen Bewegung und hüpfender Gangart. Der "Saltarello" wird zu zweit oder in Gruppen getanzt und kommt aus Italien.
Erste Aufzeichnungen darüber gibt es aus dem 15. Jahrhundert.

Ungaresca - Reihentanz

auch genannt Tedesca oder Saltarello, wurde zu der Hungaresca als Reihentanz dargeboten. Er ist ein hochmittelalterlicher Tanz der einfachen Bevölkerungsschichten. Später höfischer Tanz (ab 16. Jhdt.)
Die Besonderheit des Tanzes auch hier wieder, das Tempo - er wird immer schneller, bis die Tänzer Mühe haben den Takt der Musik zu halten.

Shiarazula - Kreistanz

Herkunft: Unbekannt, ein etwas komplizierterer hochmittelalterlicher Tanz der einfachen Bevölkerungsschichten (Dienstboten) Wird auch einmal als "Kriegstanz" beschrieben.. 

Später höfischer Tanz (ab 16. Jhdt.). Besonderheiten: der Wettkampf zwischen den Musikern und den Tänzern. Die Musik wird immer schneller und Sieger ist die Partei, am längsten durchhält.

The Old Alman 4/4

Sehr alter Tanz aus dem deutschen Raum, bereits unter Kaiser Ludwig dem IV. dem Bayern (1328-1347), bekannt und in dieser Zeit als "Old Alman" nach England "exportiert". 
Beliebig viele Paare in Reihe oder Kreisformation

Manfredina - Rotta

geschrittener Reigen mit schnellem Nachtanz, bekannt seit dem Mittelalter.

Prozessionstanz

Der feierliche Prozessionstanz begleitet uns durch das ganze Mittelalter in verschiedenen Rhythmen (oft Eröffnung eines Festes). Der Tanz wurde gewöhnlich in langsameren Tempi (Allemande, Pavanne …) dargeboten und zeigte die Würde und den Rang der Tanzpaare. Ein Hauch einer vornehm distanzierten Gesellschaft lässt sich erahnen.

Pavane oder der Große Tanz 2/2

Die Pavane ist der feierlichste und majestätischste der damaligen Tänze. Sie ist eine der beliebtesten Tanzformen des 16. Jahrhunderts an den Höfen Europas. 

Erste schriftliche Aufzeichnungen gibt es ab Anfang des 16. Jahrhunderts, ihre Blütezeit hatte sie Mitte des 16. Jahrhunderts , wurde aber vor allem in Deutschland und England noch die ersten Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts getanzt. 

Er war der einzige Tanz der auch in der Kirche getanzt werden durfte. An Festtagen zogen sogar die Priester unter ihren Klängen in das Gotteshaus ein.

Branles 

Branles spiegeln die gesamte regional geprägte, doch geistig verbundene Welt der Renaissance wider; sie nahmen Tanzgut aus unterschiedlichsten Gegenden  auf. 

Ihr Ursprung liegt im Dunklen. Man vermutet, dass die Reigen- oder Rondentänze, in denen die Tanzenden sich stets auf der Kreislinie rechts herum bewegten ("mitsonnen" , in Harmonie mit den kosmischen Kräften, dem Lauf der Gestirne) die älteste Tanzform der Menschheitsgeschichte darstellen. Bilder getanzter Ronden finden sich in der Malerei des 15. Jahrhunderts. Auch die alten Kulttänze bewegten sich auf der Linie des Kreises.

Der Branle war als Verbindung von Volkstanz und höfischer Eleganz der meistgestaltige Gesellschaftstanz aller Zeiten. Neben der Galliarde gehörte der Branle bei der Hofgesellschaft und dem Volk lange Zeit zu den gebräuchlichsten Tänzen.
Noch heute werden Branles in den französischen Regionen getanzt. Häufig werden einfache Dinge des alltäglichen Lebens imitiert.

Branle des Chevaux - Pferdetanz

Ein dreiteiliger Kreistanz aller Bevölkerungsschichten aus Frankreich aus dem 15/16. Jhd., das Liebesspiel der Pferde nachahmend. (Schritt, Galopp und Bescharren).

Rattenbranle

zum Amberger Brunnenfest 2009 brachte Minnesänger Bernd von Ammenberg die Rattenbranle mit - gar eifrig tanzten wir den neuen Tanz und verjagten auch wirklich jede Ratte aus der Stadt. ;-)

Branle Cassandre

Tanzform: Geschlossener Kreisreigen für beliebig viele Tänzer/innen

Branle Pinagay

Tanzform: Geschlossener Kreisreigen für beliebig viele Tänzer/innen

Branle de Bourgogne

Branle Des Lavandieres -  Waschfrauenbranle   Link zu YOU TUBE

Branle de Pois -  Erbsenbranle

Tanzform: Geschlossener Kreisreigen für beliebig viele Tänzer/innen  - hüpfen wie die Erbsen

Branle d`Ecosse  Link zu YOU TUBE

Branle de Sabots  - Holzschuhbranle

Tanzform: in Reihe für beliebig viele Tänzer/innen - der Narr gibt den Takt

Renaissancetänze von Arbeau:

Mischbranle - mehr oder minder schwere Variationen der Branle Urformen Branle double, Branle simple, Branle gay. Vermischung verschiedener Grundschritte.

Suite 3
Allemande   - 

Ursprung wahrscheinlich aus einer mittelalterlichen Estampie - höfische Tanzform, Blütezeit zu Beginn de 16. Jhd. - ca. Mitte des 18. Jhd. 1- ruhig und gemessen - Nachtanz mit Tripla oder Hupfauf

Branle de Chandelierers   -    Link zu YOU TUBE 

Paartanz - kaum Ähnlichkeit mit einer Branle, deshalb passt der Name Leuchtertanz besser.

Allemande-Nachtanz

                    

La Danse de la Haye - der Heckentanz  LINK zu YOU TUBE   Version 2

Musik: einfache Courante-Melodie 
Tanz: ungerade Anzahl, drei, fünf oder sieben Tänzer (eigentlich ein Männertanz)

La Courante

Paartanz - höfische Tanzform, entstand  zu Beginn de 16. Jhd. - besonders populär z.Z. des Sonnenkönigs in Frankreich - wurde ca. Mitte des 18. Jhd. vom Menuett abgelöst.

 

Woaf ( Weifentanz)

Die Woaf, ein Tanz aus dem Gebiet der Sudetendeutschen. Name leitet sich von der "Weife", einem Gerät zum Garnaufwickeln, ab.  Handerwerk- Zunfttanz

Ende der Zwanzigerjahre wurde die Woaf durch die Vermittlung tanzkundiger, in Österreich lebender Sudetendeutscher bei uns bekannt, so dass man diesen Tanz, zumal er aus dem ehemalig österreichischen Mähren stammt, dem heimischen Tanzgut zuordnen kann. 

Quelle: "Schönhengster Volkstänze", gesammelt und herausgegeben von den Älteren des Wandervogels, Mährisch-Trübau 1928

Chapelloise   

Der Übergang zwischen Volkstanz und historischem Tanz ist dort fließend, wo Volkstanz auf einer langen Tradition beruht, deshalb ist dies unser erklärter Lieblingstanz, der auch gerne vom Publikum mitgetanzt wird. 

Dieser Tanz ist keltischen Ursprungs; Er hielt sich lange in Irland, Schottland, England, wo sie noch heute in einer Fülle von tänzerischen Motiven in den traditionellen Volkstänzen weiterlebt.   Link zu YOU TUBE1   Version 2    Version 3     Version 4

Im 16. Jh. auch in Frankreich als "gigue" (Bein) und in Italien als "giga" (Geige, Fiedel) belegt. Die irisch- schottische Jig oder Gigge (hüpfen, tanzen), die Shakespeare "hot and hasty" nannte, gewann als Gesellschaftstanz nicht einmal in England große Bedeutung, geschweige den auf dem Kontinent. Wohl aber wurde sie als Gigue zu einem der beliebtesten Instrumentalstücke des 17. und 18. Jahrhunderts. 

Auch von Arbeau bereits 1588 in seinem "Schottischen Brandle" beschrieben

 

Übergänge von der Renaissance bis in die Barockzeit

Kontratänze durch die Jahrhunderte

Als John Playford 1651 "The English Dancing Master" veröffentlichte, waren Country Dances bereits 100 Jahre belegt. 

(Beschreibung aus den Tanzbüchern Dr. Peter Großkreutz )

Das Werk enthält in seinen verschiedenen Ausgaben acht Formen des Country Dance . Auf dem Quadrat : Square for four, Square for eight, als Kreistänze : Round for six, Round for eight, Round for as many as will, sog. Gassentänze : Longways for six, Longways for eight und Longways for as many as will. 

Diese Tänze stammten zum Teil aus ländlichen Regionen, wurden vom Landadel bei Hofe eingeführt und gelangten von dort in alle Gesellschaftsschichten. 

Königin Elisabeth I. von England (1533-1608) herrschte ab 1558. Sie war die Queen of Dance ihrer Zeit. Jeden Morgen tanzte sie Galliarden als Frühgymnastik. In ihren Gemächern tanzten Jungfrauen Country Dances, um sie zu erfreuen. Die von Playford herausgegebenen Country Dances entstanden teilweise am elisabethanischen Hof und wurden in Shakespeares Dramen erwähnt.

HOLE IN THE WALL

New Boe peep

Scotch Cap

The Indian Queen    Link zu YOU TUBE

Hunsdons House

Parsons Farewell - Tanz für 4

Christchurch Bells

The Scotch Measure

Lilli Bulero

Comical Fellow

Sellengers Round    Link zu YOU TUBE

Links

http://www.larp-lieder.de/tanz.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Historischer_Tanz#Renaissanche Barock_und_Rokoko  Übersicht
http://www.monacensis.de/ unter Tipps Tanz und Musik

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Stand: 25. April 2016     

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